Zähne ziehen mit dem "Oegram- System"

09.04.12 09:09 #1
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Datura ist offline
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Guten Morgen!

Ich reaktiviere dieses Thema mal, hatte hier schonmal geschrieben:

http://www.symptome.ch/vbboard/zahnm...tml#post438010

Zahnärzte waren besorgt, dass die gängigen Methoden, wie sie bei vielen Zahnextraktionen Verwendung fanden, zu folgenden Problemen führen können:



Unvorhersehbarkeit, Zeitproblem, übermäßige Kraftanstrengung, Beschädigung des Weichgewebes, postoperative Komplikationen sowie Beschädigungen/Verlust an Knochenrinde, mit nachteiligen Folgen für spätere prothetische Versorgungen und für zu setzende Zahnimplantate. Ebenso waren Zahnärzte mit den Instrumenten nicht zufrieden, mit denen sich keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen ließen.

Die Ögram-Technik modernisiert die Zahnextraktion, unter Ausnutzung der physikalischen Gesetze, auf einfachste Art und Weise.
Quelle: http://www.oegram.de/informat.htm
Ich weiß nicht, wie weit verbreitet das inzwischen ist, will morgen mal dort anrufen, wies aussieht mit Behandlern in meiner Nähe.

Seht Euch mal die Seiten an und die Technik, es ist wirklich überzeugend.

Mit meinem Beitrag will ich anregen, die Zahnärzte nach dem Oegram- System zu fragen, Sachen auszudrucken und mitzunehmen, ich mache keine Werbung, möchte, dass sich die Sache verbreitet.

Liebe Grüße und noch einen schönen Feiertag!

Datura

Zähne ziehen mit dem "Oegram- System"

Datura ist offline
Themenstarter in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Es ist ja schon wieder ein Jahr her, dass ich das hier geschrieben habe. Habe keine Reaktion bekommen, kein Interesse??

Hat hier keiner beschissene, traumatische Erlebnisse bei der Zahnextraktion? Hat hier sich noch niemand Gedanken darüber gemacht, dass es auch anders gehen könnte? In Querrichtung am Zahn zu wackeln, um den zu lösen, ist völlig unphysiologisch, die einzige Richtung, in der sich ein Zahn luxieren lässt, ist die Längsrichtung wegen der Bindegewebsfasern, mit denen der Zahn im Zahnfach gehalten wird.

Seht selbst:

Die Zahnwurzel ist umgeben von einer dünnen, knochenähnlichen Schicht, dem Zahnzement, ebenfalls eine Zahnhartsubstanz. Sie ist nicht fest mit dem Kieferknochen verwachsen, sondern über eine Vielzahl von Bindegewebsfasern, die vom Zahnzement ausgehen, im Zahnfach (Alveole) elastisch befestigt. Durch diese „gefederte Aufhängung“ können die Zähne den Druck- beziehungsweise Zugbelastungen, die beim Kauen auf sie einwirken, besser standhalten
Google-Ergebnis für http://www.zahne.net/files/zahnaufbau.jpg


Ich möchte erreichen, dass möglichst viele beim Zahnarzt das Oegramsystem einfordern. Warum sies nicht machen (trotz der ständigen Veröffentlichung in deren Fachzeitschriften? Das ist das Gesetz des "immer schon so gemacht" und außerdem müssten sie dann ja zugeben, dass sie es vorher nicht so gut gemacht haben, aber ich frage mich schon, ob es nicht auch die Lust an der Quälerei ist (warum wird ein Zahnarzt Zahnarzt? Wegen dem Geld und der Möglichkeit der legalen Quälerei? Ist gemein, ich weiß)

Hier
www.dr-b-leuthold.de/oegram.htm
schreibt ein Zahnarzt:

Unter dem Namen ÖGRAM® verbirgt sich sowohl das noch zu beschreibende Instrumentarium, als auch Theorie und praktische Anleitung zum Einsatz und der Nutzung des Systems. Bisher konnte das ÖGRAM®-System vorrangig durch das Angebot von Lehrgängen, neue Interessenten finden. Der Autor des Systems tritt in diesen Lehrgängen selbst auf, legt seine Theorie zur Zahnextraktion dar und demonstriert die Anwendung der einzelnen Instrumente am Modell. ÖGRAM und ÖGRAM - System sind geschützte Warenzeichen. In dem Bericht werden Erfahrungen mit dem ÖGRAM® - System dargestellt, ohne dabei einen direkten, mit statistischen Mitteln geführten Vergleich zu anderen bekannten Instrumentarien vorzunehmen. Philipp geht davon aus, daß bisher gelehrte Techniken und darauf aufbauende Instrumentarien zur Entfernung von Zähnen vom Operateur zu starke Kraftentwicklungen verlangt. In der Folge treten unerwünschte Wirkungen wie Frakturen von Wurzeln und Frakturen im alveolären Knochen in unnötig hohem Maß auf. Er verneint die Theorie, daß sich durch forcierte Luxation eines Zahnes alveolärer Knochen " aufbiegen oder dehnen " lasse. Die von ihm dazu am frischen Tierpräparat durchgeführten Untersuchungen bestätigten seine Meinung. Vielmehr geht er davon aus, daß ein Zahn, der zur Entfernung ansteht, nur in seinen engen anatomischen Grenzen luxiert werden kann. Dies sind die Möglichkeiten, die in der Größendifferenz zwischen parodontalem Knochen und Zahnwurzel unter Berücksichtigung der darin befindlichen desmodontalen Fasern liegen. Dabei besitzt ein Zahn für dessen Luxation, gleich wie viele Wurzeln und in welcher Form auch ausgebildet, nur einen Freiheitsgrad, den um seine Längsachse. Das scheint angesichts der Drei-Wurzligkeit eines oberen Molaren z.B. widersinnig, erweist sich aber in der praktischen Umsetzung als richtig. Gestützt auf Untersuchungen im Tierversuch erweitert er seine Theorie. Durch Luxationsbewegungen um die Zahnlängsachse mit geringer Krafteinwirkung über einen Zeitraum von 20 - 30 Sekunden und ein anschließendes Warten ohne jegliche weiteren Bewegungen von drei bis fünf Minuten tritt eine deutlich größere Beweglichkeit des so zur Extraktion vorbereiteten Zahnes ein. Als Ursache dafür gibt er die Ausbildung eines Hämatoms im Parodontalspalt mit Auflockerung der desmodontalen Fasern an. Die anschließende Entfernung des Zahnes kann dadurch gleichfalls in Zahnachsenrichtung unter weiteren alternierend durchgeführten Rotationsbewegungen ohne große Kraftentwicklung erfolgen.
(a) Die von PHILIPP beschriebene Methode der Luxation der zu extrahierenden Zähne ist ohne Kraftaufwendungen und vor allem geringen Bewegungen durchzuführen.
(b) Nach einer Wartezeit von 3 - 4 Minuten nach Luxationsbewegung tritt eine deutlich größere Beweglichkeit des Zahnes in seinem Zahnbett ein.
(c) Der anschließen durchgeführte eigentliche Extraktionsvorgang verläuft so erheblich leichter für Operateur und Patient.
(d) Nach dem der Zahn aus der Alveole entfernt wurde kommt es zum sofortigen " Vollbluten " der Alveole, einer wichtigen Voraussetzung für die
Ausbildung eines stabilen Koagulums.
(e) Forciertes Herangehen an die Extraktion erweist sich oft als schädlich für Patient, Zahnarzt und Material.
Sehr häufig, und das insbesondere bei der Entfernung mehrwurzliger Zähne, entscheiden wir uns frühzeitig
( oft kurz nach den ersten Luxationsbewegungen ) zur Trennung der Wurzeln nach vorheriger Kronenentfernung. Schon das vor der Extraktion angefertigte Röntgenbild erleichtert auch diese Entscheidung. Der anfängliche Mehraufwand wird durch die einfache Extraktion der einzelnen Wurzeln ohne Komplikationen belohnt. Dadurch kann die Zahl der Osteotomien mit buccaler Knochenabtragung reduziert werden.
Hier ein Link zu dem Fortbildungsorganisator Herrn Grimm:

GRAM - die einzige wissenschaftlich entwickelte und anatomisch korrekte Extraktionstechnik fr schmerzfreie Zahnentfernung weltweit!

Ist schon wieder zu lang geworden, hoffentlich liest das überhaupt jemand.

Grüße von Datura

Geändert von Malve (21.05.13 um 14:48 Uhr)

Zähne ziehen mit dem "Oegram- System"

Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Hallo Datura,

es klingt wirklich gut. Trotzdem habe ich noch von keinem ZA gehört, der dieses Oegram-System verwendet. Vielleicht gehört zu viel dazu, was in einer normalen Praxis - auch Kieferchirugie-Praxis - nicht vorhanden ist?

Hier wird die Methode noch einmal beschrieben:
GRAM - die einzige wissenschaftlich entwickelte und anatomisch korrekte Extraktionstechnik fr schmerzfreie Zahnentfernung weltweit!
www.dr-b-leuthold.de/oegram.htm
Zahnextraktion nach Ögram - Zahnarzt Torsten Przybyl - Glaubitz

Grüsse,
Oregano
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Datura ist offline
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Seit: 09.01.10
Doch, doch, es gibt welche, ich hab ne Liste von welchen aus dem Hamburger und Bremer Raum. Wenn man nicht ganz gezielt und gründlich sucht (wie ich vor einem Jahr), findet man das als Patient auch nicht, es ist aber ständig in deren Fachzeitschriften, wie ich von meinem Zahnarzt weiß.

Wenn man bedenkt, welche Erleichterung es für alle Beteiligten wäre, ist es absolut unverständlich, dass es so wenige machen.

Ein Satz Instrumente kostet 1200€, die Weiterbildung (für die es Punkte gibt), kostet 250€ wenn ich mich nicht irre, dauert einen halben tag.

Sauerei, mich packt die kalte Wut, wenn ich denke, wie viele abgebrochene Wurzeln die Leut erspart bekommen würden.

Ich weiß jedenfalls, dass kein Schlachter mir mehr unqualifiziert einen Zahn zieht, nur noch mit Oegram, werde schon einen finden in Hamburg oder Bremen.

Grüße von Datura

Zähne ziehen mit dem "Oegram- System"

Datura ist offline
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Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Übrigens könnte ein Problem sein, dass man dann am Zähne ziehen nix mehr verdient, denn die Extrktion an sich bringt nix, verdient wird an den wochenlangen Nachbehandlungen, verursacht durch herkömmliche Gewaltextraktionen .

Na ja, wollte mich eigentlich nicht mehr aufregen.

Datura

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Datura ist offline
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Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Diese 1200 € für Instrumente wären noch nicht mal mehrkosten, denn die sowieso vorhandenen Instrumente müssen auch ausgetauscht werden, das ginge dann Zug um Zug.


Datura

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Datura ist offline
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Seit: 09.01.10
Übrigens Oregano, Du hast da zwei Links gesetzt, die ich auch schon veröffentlicht habe!

Datura

Zähne ziehen mit dem "Oegram- System"

Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Du hast Recht: das habe ich im Eifer des Gefechts übersehen, datura.
Schadet doch aber nicht, oder?

Grüsse,
Oregano
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Datura ist offline
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Seit: 09.01.10
Nein, schadet nix, hauptsache es interessiert sich überhaupt mal jemand dafür, aber scheint nicht so.

Datura

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Juliette ist offline
Beiträge: 4.667
Seit: 23.04.06
Doch ich

Wenn mal ein Zahn gezogen werden müsste, dann nicht wie bei einem Schlachter. Deshalb danke Datura für die Links, auch an Oregano.

Grüsse von Juliette


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