Bleivergiftung und Porphyrie durch Keramiktasse aus Griechenland

21.01.12 12:12 #1
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Bleivergiftung und Porphyrie durch Keramiktasse aus Griechenl

Juliette ist offline
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Seit: 23.04.06
Hallo Kate,

Es ist wirklich schwer da eine klare Aussage zu finden. Das ist irgendwie typisch, dass man keine klare Definition findet, sondern nur Andeutungen, aus denen man sich seines selbst zusammendenken muss.

Blei

Wegen der abschirmenden Wirkung des Bleis besteht der Konus von Kathodenstrahlröhren (d.h. der „hintere“ Teil der Röhre) für Fernseher, Computerbildschirme etc. aus Bleiglas. Dabei absorbiert das Blei die in Kathodenstrahlröhren zwangsläufig entstehenden weichen Röntgenstrahlen. Für diesen Verwendungszweck ist Blei noch nicht sicher zu ersetzen, daher wird die RoHS-Richtlinie hier nicht angewendet. Glas mit sehr hohem Bleigehalt wird wegen dieser Abschirmwirkung auch in der Radiologie sowie in der (Radioaktivitäts-)Forschung als Strahlenschutzglas (zum Beispiel in Fensterscheiben) verwendet. Ferner wird Bleiglas für hochwertige Glaswaren als sogenanntes Bleikristall verwendet.
Bleikristall ist etwas teurer als normales Glas und dient kunstvollen Schliffen.

Bleikristall

Ich denke mir, du hast sicher selbst recherchiert.

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (12.02.12 um 10:56 Uhr)

Bleivergiftung und Porphyrie durch Keramiktasse aus Griechenl

Kate ist offline
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Seit: 16.11.04
Guten Morgen Juliette

Du bist immer so sensationell schnell mit Antworten

Die Wikipedia hatte ich in der Tat noch nicht gelesen

Deshalb untersuchen die zuständigen Behörden in regelmäßigen Abständen Produkte aus Bleikristall auf die Lösbarkeit des darin enthaltenen Bleis, wobei die meisten Proben keine gesundheitlich relevanten Mengen Blei abgeben.
Bleikristall

Da frage ich mich grundsätzlich schon, ob vielleicht allein die Tatsache, dass ein Isolierglas darauf untersucht wird, vielleicht ein Hinweis sein könnte, dass es aus Bleiglas ist.

Schön auch die Fotos. Demnach hatte ich bis vor ein paar Jahren definitiv ein Weinglas aus "Bleikristall" im Schrank, ein Erbstück einer bayrischen Großtante (Grenzgebiet zu Tschechien). Das habe ich selten benutzt, weil es so filigran aussah, und irgendwann zeigte sich dann auch die tatsächliche "Filigranität" (heißt das so? ) und es ging kaputt. Nicht sehr bedauerlich.

Wenn das so klar optisch zu erkennen ist, ist das natürlich praktisch. Ob das immer der Fall ist, wäre ich nicht sicher.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag
Kate

Schön
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Meine Aussagen basieren auf eigenen Erfahrungen/Recherchen und stellen keinen medizinischen Rat dar.

Im Wohn-/Arbeitsumfeld kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
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Bleivergiftung und Porphyrie durch Keramiktasse aus Griechenl

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Kate,

da hast du ja Glück, dass das filigrane "Gläschen" über den Jordan gegangen ist.

Ich selbst interessiere mich auch für das Umweltverständnis der Produkthersteller. Deshalb schreibe ich hier gerne mit dir.
Ich wollte dir eigentlich sagen, dass wir früher, also meine Eltern, zu besonderen Anlässen, die Treveris-Bleikristallgläser aus dem Schrank geholt haben. Sie glänzen wirklich schön. Ich wollte ein Bild reinstellen und siehe da, bei der Recherche stolpere ich über "Villeory und Boch" und "Leonardo".
Villeroy & Boch 4 Stück Whisky Burbon Glas Savoy 24% Bleikristall: Amazon.de: Küche & Haushalt

Da war ich doch überrascht, dass so etwas heutzutage noch hergestellt wird. Ich habe Trinkgläser von Leonardo zuhause, die sind recht schwer, vor allem der Boden. Ich war schon immer skeptisch, weil normales Glas nicht so schwer sein kann, ohne einen bestimmten Zusatz. Ich habe sie bisher erst zweimal benutzt. War ein Geburtstagsgeschenk. Die sind mir sonst zu arg verziehrt. Aber jetzt, aufgrund des Fundes, werde ich mich beim Hersteller mal erkundigen.

Also nochmal danke, Kate. Sollte es sich bewahrheiten, dann fliegen sie weg, oder ich verwende sie als Blumenvase.

Hier die Treverisgläser:

http://www.ebay.de/itm/Treveris-2-St...item20bd54b0eb

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (13.02.12 um 19:37 Uhr) Grund: Rechtschreibung

Bleivergiftung und Porphyrie durch Keramiktasse aus Griechenl

Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.485
Seit: 16.11.04
Hallo Juliette

Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
..., bei der Recherche stolpere ich über "Villeory und Boch" und "Leonardo".
Villeroy & Boch 4 Stück Whisky Burbon Glas Savoy 24% Bleikristall: Amazon.de: Küche & Haushalt

Da war ich doch überrascht, dass so etwas heutzutage noch hergestellt wird. Ich habe Trinkgläser von Leonardo zuhause, die sind recht schwer, vor allem der Boden. Ich war schon immer skeptisch, weil normales Glas nicht so schwer sein kann, ohne einen bestimmten Zusatz.
Da hatte ich wohl irgendwie doch den richtigen Riecher (auch darauf bezogen, dass Bleigläser nicht immer auffällig gestaltet sein müssen).

Ich werde übrigens daraufhin auch noch mal meinen Schrank durchforsten. Es könnte sein, dass ich auch was von Leonardo habe, ich bin sogar relativ sicher Überprüfen kann ich's nicht, weil's nicht draufsteht. Es sind Trinkgläser (für Wasser, Saft o.ä.) dabei und eine relativ schwere Weinkaraffe (die allerdings kaum benutzt wurde und mehr als Deko dient).

Ich habe sie bisher erst zweimal benutzt.
Da hast Du Glück gehabt

Sollte es sich bewahrheiten, dann fliegen sie weg, oder ich verwende sie als Blumenvase.
Immerhin gast dieser "bestimmte Zusatz" nicht aus ... und die Blumenvase fällt nicht so leicht um

Also nochmal danke, Kate.



Ich kann noch berichten, dass mir die Firma alfi schrieb, dass selbstverständlich kein Blei oder Bleiglas eingesetzt werde Auch zur Verspiegelung bekam ich noch eine Antwort: Sie liege im Hohlraum des doppelwandigen Glases (sie kommt also nicht mit dem Getränk in Kontakt).

Grüße
Kate
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Meine Aussagen basieren auf eigenen Erfahrungen/Recherchen und stellen keinen medizinischen Rat dar.

Geändert von Kate (13.02.12 um 20:07 Uhr)

Bleivergiftung und Porphyrie durch Keramiktasse aus Griechenl

Juliette ist offline
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Seit: 23.04.06
Hallo Kate,

Da hatte ich wohl irgendwie doch den richtigen Riecher (auch darauf bezogen, dass Bleigläser nicht immer auffällig gestaltet sein müssen).
Den hattest du.

Ich werde übrigens daraufhin auch noch mal meinen Schrank durchforsten. Es könnte sein, dass ich auch was von Leonardo habe, ich bin sogar relativ sicher Überprüfen kann ich's nicht, weil's nicht draufsteht. Es sind Trinkgläser (für Wasser, Saft o.ä.) dabei und eine relativ schwere Weinkaraffe (die allerdings kaum benutzt wurde und mehr als Deko dient).
Ich werde berichten was Leonardo mir antwortet.

Ich kann noch berichten, dass mir die Firma alfi schrieb, dass selbstverständlich kein Blei oder Bleiglas eingesetzt werde Auch zur Verspiegelung bekam ich noch eine Antwort: Sie liege im Hohlraum des doppelwandigen Glases (sie kommt also nicht mit dem Getränk in Kontakt).
Das klingt gut, Kate. Jetzt steht einem beschwerdefreien Heißgetränk nichts mehr im Wege. Ich denke mir, dass Bleikristall auch teurer ist und dass es, wenn überhaupt, für die edlen Sachen verwendet wird. Sollte meiner Meinung nach aber immer dabeistehen.

Grüsse von Juliette

Bleivergiftung und Porphyrie durch Keramiktasse aus Griechenl

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hier die Antwort von Leonardo

Grundsätzlich kann man sagen, dass kein Glas bleifrei ist. Dies ist auch nicht notwendig. Ausschlaggebend ist, wie viel Blei vom Glas abgegeben wird. Man spricht hier von Bleilässigkeit. Der Gesetzgeber fordert hier einen Maximalwert von 4,0 mg pro Liter, der innerhalb von 24 Stunden ans Lebensmittel abgegeben werden darf. Aktuelle Prüfungen der LEONARDO Gläser unterschreiten diesen Wert bei weitem. Wir liegen hier unter 0,005 mg pro Liter in 24 Stunden.

Im realen Gebrauch heißt dies, dass innerhalb von 1 Stunde (geschätzte Dauer eines Getränkes im Glas) kein messbarer Bleiübergang auf das Getränk statt findet. Dies wird im allgemeinen Sprachgebrauch als bleifrei angegeben.
Grüsse von Juliette

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4YOU ist offline
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Seit: 30.01.12
Hallo Kate u Juliette ! Ich bin noch neu. Einiges sehr Gutes war ja bei meinem Lesen hier, mit eurem Namen versehen. Zunächst mein herzliches Danke an diese Bienen-fleißigen Moderatoren.


Früher war diese Silber-Metall-Beschichtung auf dem Glas von Thermoskannen wohl ganz innen. Metalle waren da immer in direktem Kontakt mit dem Heißgetränk. Hat vielleicht jemand auch für solch‘ alte Kannen genaue Metall-lässigkeiten - für Silber und Quecksilber gefunden?


Ich selber beginne Amalgam-Ausleitung und Entgiftung. Trinke aber gerne Grünen-Tee aus der Kanne. – Kennt jemand auch die Besorgnis erregenden Zahlen und genauere Angaben für ältere Thermosgefäße?

LG For y . Ich würde klarer entscheiden u dann ruhiger schlafen.

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
man muss aber dazu sagen dass die offiziellen Richtwerte nicht unbedingt geeignet sein müssen empfindliche Personen zu schützen. Bsp. Amalgam liegt auch unter vielen offiziellen Richtwerten und viele Leute werden dadurch trotzdem krank.

Gesetzgeber fordert hier einen Maximalwert von 4,0 mg pro Liter, der innerhalb von 24 Stunden ans Lebensmittel abgegeben werden darf
4mg pro Liter kommt mir trotzdem wie eine hohe Menge vor, rein nach Gefühl, ich würde mich nicht auf solche Richtlinien verlassen.

lg

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Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.485
Seit: 16.11.04
Hallo dmps123 und hallo Juliette (sorry, dass ich nicht früher hier wieder reingeschaut habe)

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
man muss aber dazu sagen dass die offiziellen Richtwerte nicht unbedingt geeignet sein müssen empfindliche Personen zu schützen. (...) 4mg pro Liter kommt mir trotzdem wie eine hohe Menge vor, rein nach Gefühl, ich würde mich nicht auf solche Richtlinien verlassen.
Das geht mir genauso. Und das hier

Dies ist auch nicht notwendig.
... finde ich irgendwie eine bemerkenswerte Aussage Ebenso wie die offizielle Definition von "bleifrei". Und stimmt das überhaupt, dass Glas nie bleifrei ist? (Ich habe jetzt nicht recherchiert, mir fehlt da auch eben die Zeit.)

Jedenfalls danke für Deine Nachfrage bei Leonardo und das Einstellen der Antwort hier, Juliette.

Gruß
Kate
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4YOU ist offline
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Beiträge: 83
Seit: 30.01.12
Hi, ich bin‘s nochmal. 4 mg auf jeden Liter u das jeden Tag.! !


Sagtet Ihr hier (siehe oben), dass ein in höheren Konzentrationen festgebundener Bleianteil im Glas- sogar deutlich weniger „Lässig“keit haben kann? Es dann wieder bei Grün (wenn die Farbe für den Kupferanteil spricht) – diese Bleilässigkeit – wieder deutlich zunimmt.

Es muß doch aber Spezialisten geben, die hier mal – erzählen, wie dort im Produktionsbereich auf einen niedrigen Bleianteil und andere Schadstoffe geachtet wird. Was kann man messen. Wie ließe es sich vermeiden? Und wo sind weitere Schwachpunkte – in einer Schwermetall- Aus“dünstung“ durch Lebensmittel-Gefäße.

Ein anderer Chat kommt gar nicht weiter. zB wird folgendes geschildert: Vater sieht zu, wie sein eigenes Kind (5 J )- die Silberanteile einer ‚gebrochenen‘ Thermos-Spiegel-Beschichtung trinkt. Er kann es nicht mehr verhindern. Aus seiner darauf folgenden Anfrage – wird aber nix, außer: „Rufen Sie in der Giftnotrufzentrale an“. (Was ist ihm da gesagt worden. Wo genau sind die beunruhigenden – News?)


LG for y


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