Solarstrom für die Wohnung

28.11.10 22:33 #1
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helen ist offline
Beiträge: 668
Seit: 24.02.07
Hallo,

da alles teurer wird, interessiere ich mich für Solarstrom. Ich würde gerne mir einen Bausatz holen und die kleine Anlage auf den Balkon stellen. Ich kannte 1984 eine Frau, die hat damit ihren Kühlschrank betreiben können.

Kennt jmd eine Firma, die solche Bausätze hat?

lg
Helen

Solarstrom für die Wohnung

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.702
Seit: 26.04.04
Ich hole den Beitrag hoch.

Liebe Grüße,
Malve

Solarstrom für die Wohnung

Juppy ist offline
in memoriam
Beiträge: 1.494
Seit: 07.11.09
Hallo Helen,
mit Solarstrom einen Kühlschrank zu betreiben wird sich nicht amortisieren.
Den da zu benötigst Du noch einen Akku zu den Solarzellen und einen Wechselrichter, wenn es sich um einen Haushaltskühlschrank handelt.
Die Anschaffungskosten sind da nicht ohne. Zumal der Akku nur eine geringe Lebensdauer hat und muss nach ein paar Jahren erneuert werden.
Man ist zwar in dem Fall unabhänig, spart aber nichts.
Man spart mehr, wenn ein neuer Energiearmer Kühlschrank gekauft wird.
Gruss
Juppy

Solarstrom für die Wohnung

Brumm ist offline
Beiträge: 561
Seit: 06.02.09
Hallo Helen, da fällt mir nur der ein:

www.prevent-germany.com/media/images/solarmkuehlschrank_steca_big.jpg klickebild

Grüßle
Peter
__________________
RxTx.

Solarstrom für die Wohnung

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Ein Photovoltaikmodul stellt man draußen hin und zieht ne Strippe zu dem Kühlgerät? Aber das Gerät ist entweder Kühl- oder Gefrierschrank? Trotzdem genial, aber teuer, das Photovoltaikmodul müsste man ja auch noch kaufen.

Viele Grüße
Datura

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Esther2
Und wie kommt die Strippe zum Kühlschrank? Doch nicht etwa durch die gekippte Balkontür

LG, Esther.

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Puistola ist offline
Beiträge: 967
Seit: 06.08.08
Zitat von Esther2 Beitrag anzeigen
Und wie kommt die Strippe zum Kühlschrank? Doch nicht etwa durch die gekippte Balkontür

LG, Esther.
@Esther
Du weist in verdankenswerter Weise auf die Fragwürdigkeit von Einzelmassnahmen hin.

@Helen
Energiesparen kann man besser und vor allem billiger, wenn man die Wohnung, das Haus, die eigenen Bedürfnisse als System betrachtet. Und dann fällt eben auf, dass das Kabel erhöhte Lüftungsverluste verursachen könnte.

Will man Energiesparen, schaut man am besten, wo die grössten Verbraucher sitzen, und ob man die einfach substituieren kann oder sparsamer machen kann. Insofern ist die Frage nach dem Kühlschrank richtig. Aber die richtige Antwort ist nicht, auf extrem teure Weise zu investieren, um ein wenig Energie zu bekommen, sondern wenig investieren, um einen Grossteil der bisher benötigten Energie einzusparen, also ganz einfach einen neuen, stromsparenden Kühlschrank kaufen, entgegen dem Trend ein kleineres Modell. Juppy hat's schon geschrieben.

Ein weiterer Grosskonsument von elektrischer Energie ist in vielen Wohnungen der Boiler zur Warmwasseraufbereitung.
Da nun wäre der Einsatz von Sonnenenergie sinnvoll, um das Wasser aufzuheizen oder, bei bedeckten Wetter immerhin vorzuwärmen. Das pro gewonnener Leistung ist viel billiger als Solarstrompanels und zudem ist die Energiespeicherung im Warmwasser ohnehin bereits gelöst.

Sinnvoller als solches allein auf dem Balkon zu tun, ist es, dies mit der Hausgemeinschaft auf dem Dach zu installieren.

Ebenfalls ist es sinnvoll, das Haus rundum wärmezudämmen und die Lüftungsverluste durch Zwangslüftung mit Wärmerückgewinnung zu reduzieren. Damit wird zugleich eine enorme Erhöhung der Wohnqualität erreicht.

Nun, das wird wohl nicht so einfach gehen, der Vermieter müsste mitmachen und die Nachbarn ...

Wenn das nicht so schnell oder gar nicht geht, bleibt es eben
- beim kleineren, effizienteren Kühlschrank,
- beim geringeren Warmwasserverbrauch, indem man beim Einseifen unter der Dusche das Wasser abstellt (Falls nicht vorhanden: Eingriffarmatur montieren)
- keine Kochwäsche mehr, meist reicht 30°,
- Die Waschmaschine immer ganz füllen, also seltener laufen lassen.
- Raumtemperatur senken, wenn man nicht anwesend ist,
- weniger Autofahren, indem man Einzelfahrten zusammenlegt, also z.B. auf dem Arbeitsweg gleich auch noch einkauft, statt vorher erst mal heimzufahren ... Vielleicht gleich zusammen mit dem Nachbarn?

Also: Weniger Energie verbrauchen ohne Einbusse von Leistung, statt teur Energie produzieren und dabei erst noch den Balkon als Nutzfläche zu verlieren.

Erst denken, dann handeln
empfiehlt
Puistola

Solarstrom für die Wohnung

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Du hast natürlich recht, Puistola, aber Kippfenster ist nicht nötig, man könnte auch ein Loch in die Wand bohren.

In einer Hinsicht bin ich allerdings vollkommen anderer Meinung. Ich bin gegen Zwangsbelüftung und für Fenster auf, stündlich (4 mal täglich, jenachdem wieviele Wohngifte/ Ausdünstungen es gibt- in Neubauten mit neuen Möbeln sind die gewaltig und je nachdem ob man überhaupt zu Hause ist) querlüften, Fenster wirklich auf, und 5 Minuten Luftaustausch, da kühlt nichts aus.

Einen schönen Tag für alle und Grüße von
Datura

Solarstrom für die Wohnung

Puistola ist offline
Beiträge: 967
Seit: 06.08.08
Zitat von Datura Beitrag anzeigen
Du hast natürlich recht, Puistola, aber Kippfenster ist nicht nötig, man könnte auch ein Loch in die Wand bohren.
Ich bin gegen Zwangsbelüftung und für Fenster auf, stündlich (4 mal täglich, jenachdem wieviele Wohngifte/ Ausdünstungen es gibt- in Neubauten mit neuen Möbeln sind die gewaltig und je nachdem ob man überhaupt zu Hause ist) querlüften, Fenster wirklich auf, und 5 Minuten Luftaustausch, da kühlt nichts aus.
Stündlich 5 Minuten Luftaustausch heisst zwei Stunden voll offene Fenster täglich. Na, diese Heizrechnung lässt sich bestimmt nicht mit einem Solarpanelchen ausgleichen

Klar, keine Kippfenster für das Kabel, man könnte ein Loch in die Wand bohren. Nur wozu?
Es ist schlicht und einfach okonomischer und ökologischer Unsinn, mitten in einem Netz eine eigene, extrem teure Energieversorgung aufzubauen. Teuer ist das, weil in einem Solarpanel eine Menge teurer Rohstoff (hochreines Silizium) steckt, das mit einem enormen Energieaufwand gewonnen wurde. So etwas lohnt sich allenfalls dort, wo keine andere Elektrizitätsversorgung gegeben ist, also auf einem Boot, in einer abgelegenen Alphütte oder Datsche.

Fenster auf?!
Und die ganze in der Raumluft enthaltene Wärmeenergie mehrmals täglich gezielt rauspusten? Danach wieder warten, bis sich die Schadstoffe aus billigen Möbeln, Baustoffen, Drucksachen etc. aufkonzentrieren, dann wieder lüften, und im Austausch zu den inneren Schadstoffen die volle Dreckluftpackung von aussen in die Bude bekommen?
Das soll gut sein?
Das ist ein Notbehelf, der taugt, wenn es keine bessere Lösung gibt: Die mechanische Lüftung, die die inneren Schadstoffe stetig absaugt und die Aussenluft filtert und mit der Abluftwärme vorwärmt. Von all den Wohnungen, die bei offenem Fenster wegen des Aussenlärms keinen gesunden Schlaf zulassen mal ganz abgesehen.

Klar, wer in sauberer Bergluft wohnt, in ruhigem Tale, der mag das anders sehen. Fakt ist aber, dass - zumindest hier in der Schweiz - 90% der Bevölkerung im Winter hohen Feinstaubbelastungen ausgesetzt sind und mindestens 2/3 übermässigen Lärmimmissionen.

Standards für ökologisches Bauen wie "Minergie" und viele revidierte Baugesetze verlangen heute Zwangslüftungen. Mit gutem Grund, nämlich besserer Raumluft bei weniger Heizenergieverbrauch.
Wer trotzdem gerne die Fenster aufmacht, soll das tun. Es ist bestimmt niemandem verwehrt, saubere Frühjahrsluft mit Vogelgesang reinzulassen oder zwischen Käsefondue und Dessert die Raumluft mal mit Querlüften noch schneller auszutauschen, als dies die Lüftung ohnehin tut.

Bei der Eingangsfrage ging es um eine Mietwohnung und dem Einsparen bei der Stromrechnung durch die Montage eines Solarpanels (In D. sind die Strompreise fast doppelt so hoch wie in CH, u.A. weil damit die vielen privaten Solaranlagen auf den Dächern der Häuslebauer überfinanziert werden durch die Bewohner von Mietwohnungen im Block - Umverteilung nennt man das, glaube ich.)
Ich hatte das Thema erweitert, weil der punktuelle Ansatz unsinnig ist - Auf dem Mietwohnungsbalkon ebenso, wie bei der Finanzierung von Solaranlagen Einzelner über die Stromrechnung Aller.

Puistola


PS und noch 'n Vorschlag:
Mit so einem Kettler-Heimfahrrad lassen sich gut Kalorien (=Energie!) abstrampeln. Warum nicht damit den Kompressor des Kühlschranks antreiben? Das braucht erst noch kein Loch in der Wand ...

Solarstrom für die Wohnung
Esther2
Zitat von Puistola Beitrag anzeigen
PS und noch 'n Vorschlag:
Mit so einem Kettler-Heimfahrrad lassen sich gut Kalorien (=Energie!) abstrampeln. Warum nicht damit den Kompressor des Kühlschranks antreiben? Das braucht erst noch kein Loch in der Wand ...
sehr gut, Puistola, denn da wird einem auch gut warm, was wieder heizkosten senkt, von den einsparungen bei arztrechnungen ganz abgesehen.

LG, Esther.


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