Wasser im Gewölbekeller, Schimmelallergie Typ IV HILFE

17.08.10 14:01 #1
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Schwester E ist offline
Beiträge: 365
Seit: 18.11.09
Hallo allerseits,

langsam komme ich der Lösung meines Problemes näher, Magenbeschwerden, Antriebslosigkeit, schwerer morgendlicher Raucherhusten (Nichtraucher). Ich bekam gestern vom Umweltmediziner Dr. Bartram die Ergebnisse des LTT-Umweltfaktoren-Tests:

m1 IgG Penicillum notatum 10.7mg/l , normal < 8
m2 IgG Cladosporium herbarum 42.3mg/l, normal < 12
m3 IgG Aspergillus fumigatus 46.0mg/l, normal < 14

Ausserdem Latex mit Wert 13,4 (Heparinblut) Wenn es dumm läuft, bin ich dann durch Kreuzallergie (mit Latex) noch gegen div. Obst u. Gemüse allergisch, und das als Veganerin
Aber es gibt auch Lichtblicke: Normale Eisenwerte und B12 Werte, und ich lebe seit 1996 vegan
Dr. B. sagte: "Ihr Immunsystem ist intakt, aber irgendetwas zwingt immer wieder zum auf Hochtouren laufen, dass Sie ständig wie kurz vor einer Grippe stehen. Dass Sie da immer abgeschlagen sind, wundert mich nicht."

Ich habe ja jetzt einen Teil der Auslöser der Infekte (öfter erkältet im Winter, kenne ich eigentlich nicht) beseitigt durch die Entfernung der wurzeltoten Zähne und der Metalle, aber jetzt muss ich mich dem nächsten Malheur widmen: Wasser im Keller und Schimmel im ganzen Haus!
Von Dr. Bartram wurden mir Schimmeltest-Dosen für das Haus mitgegeben, um zu sehen, wie stark die Belastung in den Räumen ist.

Ich weiss gar nicht, wie ich mit dem ganzen anfangen soll, man hört nur immer Sprüche wie: Da muss ein Baubiologe u. Trockenlegefirma her - Drainage machen - aber das kostet....!

Meine Frage ist jetzt an Euch:

Hat hier noch jemand Allergie Typ IV auf Schimmel, musstet ihr ausziehen, konntet ihr das Haus sanieren, was tun...?

Und wie gehe ich das am besten mit dem Baubiologen an, wie merke ich denn, dass einer wirklich was kann, wie kann ich Kosten sparen, schaut sich so jemand kostenlos die ganze Pracht erstmal an?

Ich weiss im Moment überhaupt nicht weiter

Viele Grüsse
Schwester E
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Geändert von Schwester E (17.08.10 um 14:06 Uhr)

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.397
Seit: 26.04.04
Hallo Schwester E,

schau doch mal in unsere Rubrik www.symptome.ch/vbboard/geopathie/; dort findest Du einige Infos zu Baubiologen - z.B. hier:

http://www.symptome.ch/vbboard/geopa...ubiologen.html

http://www.symptome.ch/vbboard/geopa...sen-infos.html
(leider funktionieren dort die Links nicht mehr)

Liebe Grüße,
Malve

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 60.868
Seit: 10.01.04
Hallo Schwester E,

das sind wirklich unerfreuliche Nachrichten .
Wenn Du aus dem Haus nicht ausziehen kannst, dann würde ich mich als allererstes an eine Firma wenden, die solche Trockenlegungen macht. Die kannst Du auch gleich fragen, ob sie solche Geräte, die beim Trocknen der Räume helfen, verleihen.
Von so einer Firma bzw. von mindestens zweien würde ich mir einen Kostenvoranschlag machen lassen und mich vorher im Internet sehr genau erkundigen, was getan werden muß und ob eine Trockenlegung tatsächlich möglich ist.

Woher kommt denn die Feuchtigkeit in diesem Keller?

Grüsse,
Oregano

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Schwester E ist offline
Themenstarter Beiträge: 365
Seit: 18.11.09
Hallo Oregano,

das Wasser kommt immer, wenn es regnet, und das Problem kennen die vorigen Bewohner (Schwiegervater) schon seit fünfzig Jahren Vielleicht läuft es wirklich nur durch diese eine von aussen sichtbare Öffnung rein, ich wollte das erst selber testen, indem ich einfach mal ne Giesskanne Wasser reinkipp, aber ich glaube, das lasse ich lieber Der Keller besteht wie gesagt teilweise aus einem uralten Gewölbekeller und da tropft es immer durch. Ausserdem geht ein seltsames Rohr in diesen Gewölberaum, was das soll, verstehe ich auch nicht. Man lässt doch kein Regenwasser nach innen laufen? Wie gesagt, es können eigentlich nur Fachleute ran, und Eure Ratschläge zur deren Suche werde ich beherzigen.

Wir hatten es letzten Sommer mal geschafft, alles im Keller trocken zu bekommen, mit Schaufeln und Eimer und Sägespäne. Selbt bei diesem diletantischen Versuch wurde die Luft im Keller angenehmer. Aber der nächste Regen macht alles zunichte. Der Bauherr hat sich da nie drum gekümmert, und jetzt haben wir den Salat.

Ob man das Haus nach so langer Zeit je wieder trocken bekommen kann?
Und kann ich als TypIV Allergikerin überhaupt darin wohnen bleiben? Jemand mit ähnlichen Erfahrungen?

Schwester E
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Oregano ist gerade online
Beiträge: 60.868
Seit: 10.01.04
Hallo Schwester E,

Ob man das Haus wieder trocken bekommen kann, hängt u.a. davon ab, ob man findet, warum der Keller naß wird. - Ich habe z.B. mal gehört, daß manche Keller/Häuser in ehemaligen Flußbetten gebaut wurden und deshalb bei jedem Hochwasser auch im Wasser stehen. Dann muß das Haus wohl in eine große dichte Wanne gestellt werden.

Ich kenne ein Haus, in dem Tag und Nacht zwei Luftentfeuchter laufen, weil dort auch zu jeder Regenzeit der Keller feucht wird. - Das ist zwar unangenehm und kostet Strom, aber dort reicht das aus.

Wegen des Rohres würde ich einen Installateur befragen.

Ganz wichtig ist herauszufinden, ob evtl. schon Schwamm im Haus ist. Dann dürfte es endgültig schwierig werden.
Feuchte Wnde und Schimmel im Keller

Schwamm und Schimmel - Gefährliche Feuchtgebiete - Geld - sueddeutsche.de

Grüsse,
Oregano

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Hallo, Schwester E,

Ich finde auch wichtig, den Schimmel zu bestimmen, nicht jeder Schimmel macht krank.

Wenn Ihr das Problem schon lange habt- überlegt, bewahrt die Ruhe, jede Hektik könnte nur teurer werden.

Den Keller trockenlegen, das können nur Fachleute, holt euch verschiedene Meinungen und Angebote ein.

Ein feuchter keller muss nicht zwangsweise Schimmel im Haus bedeuten, ich versuche mal, auswendig zusammenzubekommen, was man beachten muss:

Also, den Schimmel suchen, entfernen, da kannst du Dich vielfältig schlau lesen, man kann abkratzen, abschlagen (gut geschützt natürlich) sprühen, nass machen mit Isopropylalkohol. Schauen, dass man den versteckten Schimmel unterm Fußboden nicht vergisst (Schimmelspürhund oder Ecken aufreißen).

Wenn man den Schimmel los ist ( ich würde mit den Schlafzimmern anfangen):

1. Alle Tapeten ab, Keine Tapeten sondern Mineralischen Putz, mineralische Farben, Silikatfarben, gibts im Oekobaumarkt.

2. Zwangsbelüftung ständig (früher war auch alles ständig zwangsbelüftet), mit Durchzug (Naja, die Heizkosten, aber krank oder Heizkosten oder ausziehen)

3. Das Regenwasser weg vom Haus leiten, schauen, dass keine Regenrinnen undicht sind.

Das sind die Notfallmaßnahmen, bis man ein Haus trocken legen kann.

Das wars von mir.

Viel Erfolg!
Datura

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Schwester E ist offline
Themenstarter Beiträge: 365
Seit: 18.11.09
Der neueste Stand:

Aufgestellte Petrischalen-Ergebnisse ergaben, dass Etwas von draussen im Vorgarten bei meinem Blut "Pathologische Werte" (O-Ton Umweltarzt) verursacht, mit dem Regenwasser in den Keller und damit in die ganze Wohnung kommt. Er fragte mich ja schon: Ist bei Ihnen ein Biotop oder sowas? Nun, das nicht, aber die BAUERN hier mit ihrer verranzten Tierhaltung Hier ein alter Artikel dazu aus dem Spiegel:

DER SPIEGEL*39/1999 - Landluft macht krank

Aus Geflügelfabriken entweichen giftige Keime. In der Umgebung der Massentierställe leiden deshalb ungewöhnlich viele Kinder an Allergien und Asthma.

Bei Westwind wird es ungemütlich im friesischen Nordseeheilbad Horumersiel. Zwei Hähnchenställe, in denen 80 000 Tiere ihr Dasein fristen, reichern die vom Meer her kommende Brise mit einer staubgeladenen Giftwolke aus Bakterien, Pilzen, Viren und Kotpartikeln an.

Auf einem nur rund 300 Meter von der Mastfarm entfernten Bauernhof beginnt dann das große Schniefen. Dem Landwirt und seinen beiden Töchtern treibt die reizende Fracht sofort Schleim und Tränen in die Lunge und in die Augen. Der Jungbauer greift zu Inhalationsgeräten und Asthmasprays. Seinen Namen will er auf keinen Fall in der Zeitung lesen: "Sonst schmeißt uns die Hühnermafia die Scheiben ein."
Die sollen überall Dioxin finden und diese ganzen Spelunken dicht machen

Muss ich halt noch mehr putze putze machen und den Keller müssen meine Lieben trocken legen, naja es wird nie langweilig.

Trotzdem denke ich, dass mein Guttaperchastück im Kiefer zur Zeit der schlimmere Allergie-Auslöser ist, OP steht an.
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Geändert von Schwester E (22.01.11 um 19:47 Uhr)

Wasser im Gewölbekeller, Schimmelallergie Typ IV HILFE

Oregano ist gerade online
Beiträge: 60.868
Seit: 10.01.04
Hallo Schwester E.

als vorübergehende Lösung könntest Du im Keller einen Luftentfeuchter aufstellen. Die leisten gute Arbeit, wenn es gute Geräte sind:

FEUCHTER KELLER, LÜFTEN, SCHIMMEL, LUFTENTFEUCHTER » KELLER, FEUCHTIGKEIT, KLAMM, SCHIMMEL, GESUNDHEITSSCHÄDLICH, HYGROMETER, LUFTFEUCHTIGKEIT, LÜFTEN, WD AUSTRIA, KONDENSBILDUNG, LUFTENTFEUCHTER, RAUMLUFT, ENERGIEEFFIZIENZ, WD 18 » KRITISCHES ZUM (U

Und im Wohnzimmer oder auch anderen Zimmer könnte evtl. ein Luftreiniger (da gibt es große Unterschiede) auch gute Dienste leisten, bis die Ursache behoben ist - soweit möglich.

Viel Glück für die Op!

Grüsse,
Oregano

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Schwester E ist offline
Themenstarter Beiträge: 365
Seit: 18.11.09
Hallo Oregano,

danke für deinen Tip Nur waren wir leider so weit schon, aber es hat sich herausgestellt, dass das Wasser immer wieder bei Regen mit Brachialgewalt hereinkommt, oft 15-20 Liter - trotz angehängtem Schlauch. Das ist alles so marode, und jetzt sagte mir der Wasserablesemann neulich auf die Schnelle, dass dies wohl ein BRUNNEN sei Und in genau in dem Raum hängt auch die Panzersicherung! Es ist ein Wahnsinn, da kommt noch einiges auf uns zu. Ich gehe einfach nicht mehr in den Keller und wenn es geregnet hat, schöpfen die Jungs das Wasser mit Eimern raus. Da muss auch der Putz von oben bis unten ab, und ein neuer Kalkputz drauf. Wahrscheinlich muss also doch der Boden vor dem Haus aufgerissen werden, Schwiegervater hat mir ja nicht geglaubt...!

Das Schimmelproblem in den anderen Räumen haben wir in den Griff bekommen, die undichten Glasbausteine mit Schimmelfugen (zur Zeit notfallmässig mit fungizidem Silikon behandelt) fliegen im Frühjahr raus.

Ja, und die OP ist Mitte Februar, bei mir kommt einiges zusammen: (vergessenes) Wurzelfüllmaterial, Zahnmetalle, Schimmel, Latex(Kreuzallergie Benjamini-Bäumchen), evtl. Wohngifte (ein Zimmer stinkt - Holzboden - und schwarze Stellen an den Wänden...). Aber das wird schon, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Viele Grüsse
Schwester E
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Geändert von Schwester E (23.01.11 um 12:17 Uhr)

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Puistola ist offline
Beiträge: 930
Seit: 06.08.08
Zitat von Schwester E Beitrag anzeigen
langsam komme ich der Lösung meines Problemes näher, Magenbeschwerden, Antriebslosigkeit, schwerer morgendlicher Raucherhusten (Nichtraucher).
Ich habe ja jetzt einen Teil der Auslöser der Infekte (öfter erkältet im Winter, kenne ich eigentlich nicht) beseitigt durch die Entfernung der wurzeltoten Zähne und der Metalle,

aber jetzt muss ich mich dem nächsten Malheur widmen: Wasser im Keller und Schimmel im ganzen Haus!
Offen gesagt: Eine Baustelle ist genug!

Ich zweifle sehr, dass sich das Haus trockenlegen lässt, ohne eine grundlegende Sanierung der Kellerwände von aussen, also Drainage auf Fundamentniveau oder Abdichtung mit mehrschichtigem Spezialmörtel oder PVC-Folie. Eine Aussenwärmedämmung hilft in jedem Fall, ebenfalls eine mechanische Lüftung mit Feinstaubfilter auf Hepa-Niveau ... Erst, wenn die Struktur des Hauses saniert ist, können die Räume saniert werden: An Stellen mit starkem Schimmelbefall den ganzen Putz runterschlagen, sonst Tapeten weg und den Deckputz anhobeln.
Kalk- oder Lehmputz (Sackware!) erst aufbringen, wenn die Wände wirklich trocken sind.

Das sind alles keine Arbeiten für Schimmel- und Staubempfindliche und während der Sanierungszeit ist das Haus unbewohnbar.


Und wie Du das alles packen sollst, wenn Du selbst mit Deinen umfangreichen Beschwerden die zweite Baustelle bist, bleibt ein Rätsel.
Ich zweifle, ob eine solche Sanierung unter den gegebenen Umständen machbar ist. Ein Neubau ist wohl billiger und kann von Vornherein auf Deine Sensitivitäten ausgerichtet werden.

Das Hauptproblem von Sanierungen ist, dass niemand für den Erfolg garantiert, was ich als selbst Betroffener auch schon erfahren musste.

Puistola


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