Ibogain-Hydrochlorid zum Drogenentzug bei Opiaten und Heroin

05.08.11 13:33 #1
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Diese Anregung habe ich aus einem amerikanischen Krimi, bei dem ein junger Heroinabhängiger quasi im Schnellentzug von seiner Sucht geheilt wurde.

Im Krimi hiess es der Stoff hätte in den USA keine Zulassung, sondern gälte als verbotene Substanz, obwohl es mehrere Patente für den Drogenentzug gäbe. Keine Pharmafirma hätte wegen des geringen Verdienstes Interesse daran diesen Stoff in den USA auf den Markt zu bringen und zuzulassen. Denn obwohl er geringere Risiken als Methadon hätte, müsste er eben vor allen Dingen nicht wie Methadon als ständige Ersatzsubstanz gegeben werden. Was den Verdienst der Pharmafirmen extrem mindern würde.
Dabei war die Rede davon, dass es bei 91% der Heroinabhängigen mit Ibogain quasi zu einem erfolgreichen Schnellentzug käme und das Suchtbedürfnis danach einfach verschwunden wäre.

Das hat mich verständlicherweise sehr beeindruckt und ich habe gleich nach dem dabei genannten Stoff recherchiert. Das mache ich öfter, nachdem ich irgendwann festgestellt habe, dass in amerikanischen Krimis gerne amerikanische Realität aufgearbeitet wird, wozu u.a. auch Medikamentenskandale gehören.

Gefunden habe ich zu Ibogain z.B. Ibogain
Ibogain Infos - Drugs Forum
Drogenentzug
In den 1960er Jahren entdeckte Howard Lotsof die suchtunterbrechende Wirkung von Ibogain und erhielt in den 1980er und 90er Jahren mehrere US-Patente für die Therapie mit Ibogain.
Seit Mitte der 1980er Jahre bieten Selbsthilfeorganisationen und Privatleute, aber auch Ärzte, den Entzug mit Ibogain an, sowohl in klinischer wie auch in informeller Umgebung. Während Ibogain in den meisten Ländern zwar nicht als Medikament zugelassen, aber auch nicht illegal ist, hat sich in den USA aufgrund des dortigen Verbots eine Untergrundbewegung gebildet.
Der genaue Wirkungsmechanismus, nach dem das Alkaloid Abhängigkeiten durchbrechen soll, ist nicht bekannt. Probanden, denen Ibogain verabreicht wurde, beschrieben wiederholt, dass sie während des Rausches Situationen wiedererlebt hatten, die ihrer Meinung nach für ihre Abhängigkeit ausschlaggebend waren. Andere berichteten von Visionen, die ihnen halfen, die ihrer Sucht zugrundeliegenden Ängste zu erkennen und zu überwinden.
Benutzer:Wg0867/Ibogaine
Howard S. Lotsof (* 1. März 1943 in der Bronx, New York; † 31. Januar 2010 auf Staten Island, New York)[1] entdeckte 1962 in New York durch Zufall im Selbstversuch die suchtunterbrechenden Eigenschaften des Ibogain und setzte sich seitdem für die Erforschung und medizinische Anwendung dieser – in den USA verbotenen – Substanz ein.
Seit 1985 war er im Besitz von Patenten zur Behandlung stoffgebundener Abhängigkeiten mit Ibogain.
Howard Lotsof
Klar ist, dass man dazu einen entsprechenden Behandler finden muss und Ibogain nicht auf eigene Faust nehmen sollte.

Mein Bruder ist seit mehreren Jahrzehnten auf Heroin. Mehrere Entzüge und Kuren, sowie die Methadonersatztherapie waren erfolglos. Zumal ich ihm nicht mal widersprechen kann, dass Methadon auf Dauer schädlicher ist als reines Heroin und der Entzug auch extrem schwierig ist.
Der Gedanke, dass so ein Stoff vielleicht schon gleich am Anfang vor Jahrzehnten hätte helfen können und ihm und anderen bewusst vorenthalten wird, macht mich persönlich wirklich sehr traurig.

Ich für meinen Teil finde jedenfalls das sich diese Substanz so interessant anhört, dass es absolut Wert scheint sie gründlicher zu recherchieren.
Was meint ihr?
Gibt es denn jemanden, der damit behandelt wurde?
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Ibogain-Hydrochlorid zum Drogenentzug bei Opiaten und Heroin

Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
ich bin auf jeden fall interessiert und kann leider deinen aussagen zustimmen...

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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