Leben mit Cannabis, geht das?

18.10.10 13:46 #1
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Leben mit Cannabis, geht das?

Logolada ist offline
Beiträge: 19
Seit: 14.10.10
Zitat von Postbote Beitrag anzeigen
Das Maß entscheidet darüber, ob von einer Medizin oder einer Droge die Rede ist. Nutzen ist eine Medizin, Mißbrauch ist eine Droge.
Der Meinung bin ich auch. Es ist doch genau das selbe mit dem Alkohol. Schlussendlich entscheiden Häufigkeit und wieviel darüber....

Leben mit Cannabis, geht das?

Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
Zitat von Logolada Beitrag anzeigen
Der Meinung bin ich auch. Es ist doch genau das selbe mit dem Alkohol. Schlussendlich entscheiden Häufigkeit und wieviel darüber....
aye! ich hoffe irgendwann in möglichst naher zukunft auf thc als medizin verzichten zu können.
dennoch werde ich mir sicherlich ab und an ein tütchen im wald gönnen-ich möchte das nicht als medizin oder droge benennen.
ich persönlich möchte das kiffen den selben stellenwert wieder bekommt wie früher bei mir.
ich bin kein alkohol mensch-ich trink ein glas amaretto und bin sturzbetrunken-also nix mit schnaps beim italiener nach dem essen
ich bin ein etwas kontrollversessener mensch und kann zb bei vielen medikamneten den "batsch" effekt nicht ertragen
meine mum hatte krebs und von all den opiaten war sie dürr und ausgemergelt.
eine freundin riet mir meiner mum einen lecker kakao zu bereiten.
und so lernte ich thc als etwas kennen was meine mutter lächeln,essen und schlafen liess. sie erbrach kaum noch und nahm sogar noch etwas zu.
für mich selbst entdeckte ich: nicht so ein kontrollverlust wie bei alk und für meine damalige psychische situation gut weil es mir für ziemlich genau 3 stunden einen panzer umlegte und ich nur für mich zeit ohne gedanken an krebs und tod verbringen konnte.
als meine mutter starb, starb auch etwas von mir und ich lernte die droge amphetamin in tablettenform vom doktor kennen.
mein weg führte dann leiderin die fänge der psychomedikation und nach einem halben jahr zyprexa war mein wunsch nur einer: sterben.
mich rettete meine unglaubliche neugier , ich setzte die medikamente ab.
es dauerte ca ein halbes jahr bis ich das gefühl hatte wieder sowas ähnliches wie ich selbst zu sein.
mein damaliger bester freund war trockener alkoholiker und kiffte recht viel- in meinen augen reine suchtverlagerung
ich rauchte nach jahren mal wieder einen mit und fühlte mich und tat das auch-ich schlief 7 stunden auf der couch
nach der erfahrung gabs für mich thc in situationen in denen ich völlig aufgewühlt war und wo mein arzt mir wohl truxal oder atosil reingepfeffert hätte.
dann rauchte ich mal auf einer party bei einer grastüte mit ( ich hatte vorher nie gras geraucht ..) und gras macht ja nciht ganz so müde
und so wurde thc lange zeit zu: meinem ersatz für atosil ( von dem ich tremor bekomme..)und so alle 3 monate als party"droge".
dann kam eine zeit der " askese" ich hörte auf zu rauchen, kein koffein, fleisch medikamente etc.
nach der zeit vertrug ich alkohol wohl besser und trank eine zeit lang für meine verhältnisse viel( 2 colabier und das fast jeden abend)
dann wurde ich krank und nach 4 jahren schmerz kiffte ich einen mit freunden und stellte fest: mehr schmerzlinderung als von novalgin und mir ist nicht mehr schlecht.
und so nutze ich nun thc im sinne der gifte verteilung
ich möchte mich wirklich nicht mit all dem zu ballern was mir die ärzte verschreiben aber will auch nicht immer breit sein. also nehme ich wenn die schmerzen leicht sind novalgin, wenn mir dazu noch übel ist und ich schlecht geschlafen und unentspannt bin rauche ich einen. und an den tagen an denen ich früher sterben wollte nehme ich tilidin und rauche einen damit ich vom tilidín nicht kotzen muss...

also alles in allem halte ich es mit paracelsus und würde desshalb jedem zu eigenverantwortung raten und der politik zu vernunft ( wozu nur die tabaksteuer? *g*)

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
ich habe grade ein schönes zitat gefunden:

Gift in den Händen eines Weisen ist ein Heilmittel, ein Heilmittel in den Händen des Toren ist Gift.

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Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
ich ahbe noch zwei zitate:
von einem derwisch ca im 12 jhd:
das hasch ist es was dem verstand erleuchtung bringen kann, zum esel wird wer es wie futter verschlingt. iss von ihm nur ein korn, damit es glorreich dein sein durch dringt

ein marokkanisches sprichwort:
kif ist wie das feuer-ein bischen wärm viel verbrennt.

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Caitleen93 ist offline
Beiträge: 19
Seit: 20.11.10
Ich kann Dich gut verstehen, ich habe auch lange gekifft, erst nur abends, da war noch alles gut, aber so nach und nach dann auch tagsüber und am ende dreimal täglich.
Ich sehe nach etlichen Jahren der Abhängigkeit (Peace, Heroin, Koks und dann Methadon und Alk) das so das es immer eine Zeit super läuft, sei es das man sich abends mit einem Joint belohnt, oder wie bei mir mit etwas Alk, dann aber kommt irgendwann die Wendung, entweder ist die Wirkung nicht mehr so, man raucht/trinkt mehr und wird irgendwann unzufrieden.
Als ich anfing abends zu trinken oder damals zu kiffen entwickelte ich eine wahnsins Energie, ich konnte in den wenigen Abendstunden weit mehr auf die Reihe bekommen als den ganzen Tag über. Hinzu kommt das ich immer das Gefühl hatte (Alk wie Peace) das die Gefühle die das Metha unterdrückt das andere hoch kommen lässt.
Also ich kann da nur von mir reden, denn jeder süchtelt ja anders und macht es aus anderen Gründen, aber bei mir war es immer nur die ersten Monate super, danach ging es dann abwärts.
Meine beste Freundin ist 40 geworden und sagt von sich das sie ein gutes Verhältnis zum peace hätte und wenn sie nichts hätte müsste sie auch nicht kiffen und hätte damit kein Problem. Komisch nur das sie mich oft regelrecht bedrängt ihr über meinen Ex (dem ich meine Vergangenheit verdanke) was zu besorgen. Also ich kenne sie jetzt drei Jahre und ich weiß das sie sich voll in die Tasche lügt, ob sie selbst das weiß und es nur nicht zugeben will (denn sie will immer perfekt sein und weiß auch alles besser) weiß ich nicht. Aber sie behauptet damit gut leben zu können, Geld für den Spaß hat sie aber auch nicht und holt sich dann eben mal nichts zum essen bevor sie auf Peace verzichtet.

Es ist so eine Sache, ich sehe das alles mittlerweile mit großer Vorsicht, alles was man macht um das es einem gut geht kann zur Sucht werden, wenn es nur Meditieren wäre sehe ich das nicht so dragisch, aber wenns um Dinge geht die gesundheitlich in die Hose gehen können, dann schon, auch die Menschen die wie irre arbeiten z.B.

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Caitleen93 ist offline
Beiträge: 19
Seit: 20.11.10
Zitat von fryk Beitrag anzeigen
hallo,
ich finde deine idee grundsätzlich nicht falsch, weil ich mal die gleiche hatte. ich habe jahrelang geraucht. bin später aus verschiedenen gründen (kosten und lunge, nicht so offensichtlich) auf kekse umgestiegen. ich war für lange zeit meine gravierenden schlafprobleme und depressionen los. aber die wirkung von thc veränderte sich mit der zeit. durch den regelmäßigen konsum wurde die wirkung schwächer - ich denke, das hat auch mit den rezeptoren zu tun, an die thc andockt - der körper produziert auch selbst in geringsten mengen eine art thc. die empfindlichkeit verändert sich wohl wie bei den meisten drogen.
war ich früher eher leicht aktiviert durch cannabis, fing ich später doch klischeemäßig eher an nur rumzuhängen und blieb irgendwie stehen.
ich bekam auch herzprobleme (nicht nur durch cannabis, aber dadurch wurde es schlimmer), besonders bei körperlichen belastungen wie sex, der aber ohne cannabis nicht mehr besonders toll war, wie ohne cannabis vieles nicht mehr toll war. ich meine MIT macht es spaß farbkleckse vom fußboden wegzuwischen, berge abzuwaschen oder auch einen abfluss zu reinigen, was weiß ich, alles eigentlich solange musik dabei läuft. aber ohne fühlte ich mich auch völlig leer. mit war ich aber irgendwann auch nur noch platt. kommt sich auch drauf an, ob man hasch oder gras hat, wobei kekse doch besser aus hasch zu machen sind. egal. jedenfalls hab ich von vielen leuten gehört, dass es zwar lange ihre wundermedizin war, aber viele wurden zunehmend depressiver, manche psychotisch (sehr wenige) und andere entwickelten sowas wie panikattacken, sehr aufs herz bezogen. ich habe auch von leuten gehört, die sehr viele jahre kiffen und doch ganz gut damit klar kommen. es ist eben sehr unterschiedlich.
man unabhängig von der reinen drogenwirkung würde ich dir eine lungenentlastende konsumform ans herz legen. wie heißt das - vaporizer oder so. oder eben auch kekse. die verdauung kann mehr ab als die lunge!

nachgewiesen ist, dass cannabis einen teil des gehirns schrumpfen lässt. jeder muss selbst wissen, was er sich in den kopf tut. wenn es dir damit gut geht, dann bleib doch dabei. aber die wirkung kann irgendwann nachlassen oder gar kippen. das sollte dir klar sein.

mich hat auch ein erlebnis stark über meinen konsum nachdenken lassen. da war es nicht einmal allzu viel und nur wenig alkohol dazu. ich war nicht extrem breit, aber ich konnte für einige zeit nicht mehr sprechen. also ich wollte was sagen, aber es kamen nur seltsame laute aus mir heraus. dann schaffte ich langsam den absprung, welcher körperlich nicht so schlimm ist. aber seelisch. danach war irgendwie alles grau, essen schmeckte kaum und alles ist irgendwie langweilig.
das liegt nicht nur an cannabis. da kommt bei mir vieles zusammen.

ich habe vor kurzem gelesen, dass jemand eine art opioid gegen depressionen benutzt, täglich. er schwört drauf. aber bei opioiden besteht ja ein hohes abhängigkeitspotenzial. trotzdem gibt es viele wege irgendwie klarzukommen. jeder ist anders und das leben ist eh kurz.^^

fertig.
fryk
Das meine ich, anfangs juhu....alles machen können und gerne machen und mit der Zeit nix mehr, immer weniger Lust dann was zu machen und irgendwann kommen dann die Depris, denn es hatte doch so gut geklappt und nu klappt das auch nicht mehr

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Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
ja die sache ist dsa wie du so schön schriebst alles zum problem werden kann..

allerdings kann ich dir nicht in dem punkt recht geben das meditation nicht gefährlich sein kann...
ein bekannter von mir war regelrecht süchtig nach erleuchtung. er war total fixiert darauf, sich zu reinigen wie er es nannte. es begann mit yoga und meditation und essensumstellung und endete mit arbeitslosigkeit weil er ja keine zeit zum arbeiten hatte-schliesslich wollte er meditieren. er war wirklich in anderen gefilden.. als er dann auch noch weil er meinte er rinige sich damit magersüchtig wurde kam auch ein langer aufenthalt in dem er viel zeit hatte

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nadika ist offline
Beiträge: 18
Seit: 17.11.10
Hallo habe nicht alles gelesen aber liebe läute lasst die Finger davon!!!!!
Dieses zeugs hilft nur momentan abe irgendwann kommt es zu Psychosen und dann würde ich sagen sowiso Finger weg.
Leben ohne Cannabis geht ganz gut der Kopf ist Klar!!!

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ovialop ist offline
Beiträge: 17
Seit: 05.02.10
hallo,
ich bin 34 und kiffe seit ca. 14 jahren.

Zitat Mxxxim: Mir geht es vielmehr darum, ob es möglich ist mit Cannabis (geregelt!) zu leben und wenn ja, wie und wo liegen für Euch die Gefahren?

Mein Cannabis-Genuss hat sich entscheidend verbessert, seit ich mein eigenes grow-zelt gekauft habe und mich selbst versorge! kein schlechtes gras mehr, kein gestrecktes gras mehr (eine mode, die sich bei uns übrigens erst vor wenigen jahren eingeschlichen hat, nachdem die polizei alle hanfshops geschlossen hat und der handel auf die strasse verbannt wurde. es gab hanf, der mit haarspray, zucker, glas bis hin zum quecksilber bearbeitet wurde. kein wunder, gibt das kopfweh oder sonstige gesundheitliche schäden.), kein warten auf irgendwelche idioten, die dich dann doch versetzen, kein polizei-stress usw...
Ich empfinde das Kiffen mehr denn je als Genuss, nutze es als schlafmittel, beruhigungsmittel und genussmittel. ich würde es nur sehr sehr ungern aufgeben.

Geändert von ovialop (21.11.10 um 03:11 Uhr)

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Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
und wie ist das, wenn man cannabis als schmerzmittel benutzt?

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IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.


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