Hilfe für Angehörige von Heroinabhängigen

16.04.10 14:02 #1
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Hilfe für Angehörige von Heroinabhängigen

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Smoki....
Liebe zu einem abhängigen Menschen kann unter Umständen bedeuten, dass man ihn fallen lassen muss. Ich würde dir dringend empfehlen, dich ins Thema Co - Abhängigkeit einzulesen.
Mir persönlich ging viel zu spät ein Lichtlein auf und vielleicht würde mein ehemaliger Partner heute noch leben, wenn ich ihn nicht unbewusst jahrelang in seiner Alkoholsucht unterstützt hätte.
Als ich in deiner Situation war, hätten mich solche Worte, wie ich sie eben geschrieben habe, rasend wütend gemacht. Heute, mit genügend Abstand, sehe ich das anders.
Ich wünsche dir viel Kraft!
Sine

Hilfe für Angehörige von Heroinabhängigen

Smoki ist offline
Beiträge: 19
Seit: 08.08.10
Zitat von Sine Beitrag anzeigen
Smoki....
Liebe zu einem abhängigen Menschen kann unter Umständen bedeuten, dass man ihn fallen lassen muss. Ich würde dir dringend empfehlen, dich ins Thema Co - Abhängigkeit einzulesen.
Mir persönlich ging viel zu spät ein Lichtlein auf und vielleicht würde mein ehemaliger Partner heute noch leben, wenn ich ihn nicht unbewusst jahrelang in seiner Alkoholsucht unterstützt hätte.
Als ich in deiner Situation war, hätten mich solche Worte, wie ich sie eben geschrieben habe, rasend wütend gemacht. Heute, mit genügend Abstand, sehe ich das anders.
Ich wünsche dir viel Kraft!
Sine
Hi Sine ! danke für deinen Beitrag & den Tipp , wie komme ich zu diesen Thema ?

L.g. Smoki

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Smoki Beitrag anzeigen
Sry , aber mein Freund ist mir nich egal ...

....doch trotz allem Liebe ich diesen Menschen sehr : Lg. Smoki
L.g. Smoki
Alleine, das spielt bei der Suchtfrage doch gar keine Rolle.
Er nimmt das Heroin nicht aus Liebe zu dir und er wird es nicht aus Liebe zu dir weglassen.

Wenn er nun bis zur Entgiftung und Therapie auf Teufel komm raus konsumieren muss und all deine Versuche der Gespräche abblockt, dann zeigt das mMn. nur was ihm derzeit wirklich wichtig ist.
Sein Konsum.

Durch meine Brüder weiß ich eines ganz genau- eine rein körperliche Entgiftung kann jeder jederzeit sofort oder (bei Überfüllung) nach wenigen Tagen Wartezeit in irgend einer Entgiftungsstation einer Klinik innerhalb von 2-3 Wochen (vor einer Therapie wohl 4 Wochen) machen.

Wenn er nun wirklich damit aufhören will, dann erhebt sich für mich persönlich auch die Frage, warum entgiftet er nicht schon vorher?
Hat er das überhaupt schon mal? Warum erst unmittelbar vor der Therapie? Könnte er zur Not dann doch nochmal machen.
Traut er sich nicht zu ein paar Wochen alleine clean zu bleiben? (Wobei mein Bruder, der nur schnupfte und meist alleine entzogen hat, das locker über Monate konnte.)
Oder will er unbedingt schnell noch vor der Therapie die paar Wochen Heroinkonsum mitnehmen? Wohl eher.
Sorry, aber ich traue Junkies (Heroinabhängigen an der Nadel) keinen mm und halte sie für absolut berechnend.

Gleichzeitig kann man einer älteren Untersuchung entnehmen, dass die Rückfallquote nach Monate langer Therapie kaum niedriger ist, als nach einer qualifizierten (21 Tage dauernden) Entgiftung.
http://www.rueckfall-programme.de/do...enigkeiten.pdf
Erwarte nicht zuviel.

Ich wünsche ihm natürlich alles Gute.

Doch es hängt im Endeffekt nur von ihm, seinem Willen und seiner Persönlichkeit ab, ob er davon loskommt und nicht etwa von Wünschen, deiner Hoffnung oder deiner Liebe.

Schmetterling hat ansonsten schon alles geschrieben. Wenn Du das mit ihm durchziehen willst, rate ich dir auch in eine Selbsthilfegruppe zu gehen.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (08.08.10 um 22:58 Uhr)

Hilfe für Angehörige von Heroinabhängigen

Smoki ist offline
Beiträge: 19
Seit: 08.08.10
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Alleine, das spielt bei der Suchtfrage doch gar keine Rolle.
Er nimmt das Heroin nicht aus Liebe zu dir und er wird es nicht aus Liebe zu dir weglassen.

Wenn er nun bis zur Entgiftung und Therapie auf Teufel komm raus konsumieren muss und all deine Versuche der Gespräche abblockt, dann zeigt das mMn. nur was ihm derzeit wirklich wichtig ist.
Sein Konsum.

Durch meine Brüder weiß ich eines ganz genau- eine rein körperliche Entgiftung kann jeder jederzeit sofort oder (bei Überfüllung) nach wenigen Tagen Wartezeit in irgend einer Entgiftungsstation einer Klinik innerhalb von 2-3 Wochen (vor einer Therapie wohl 4 Wochen) machen.

Wenn er nun wirklich damit aufhören will, dann erhebt sich für mich persönlich auch die Frage, warum entgiftet er nicht schon vorher?
Hat er das überhaupt schon mal? Warum erst unmittelbar vor der Therapie? Könnte er zur Not dann doch nochmal machen.
Traut er sich nicht zu ein paar Wochen alleine clean zu bleiben? (Wobei mein Bruder, der nur schnupfte und meist alleine entzogen hat, das locker über Monate konnte.)
Oder will er unbedingt schnell noch vor der Therapie die paar Wochen Heroinkonsum mitnehmen? Wohl eher.
Sorry, aber ich traue Junkies (Heroinabhängigen an der Nadel) keinen mm und halte sie für absolut berechnend.

Gleichzeitig kann man einer älteren Untersuchung entnehmen, dass die Rückfallquote nach Monate langer Therapie kaum niedriger ist, als nach einer qualifizierten (21 Tage dauernden) Entgiftung.
http://www.rueckfall-programme.de/do...enigkeiten.pdf
Erwarte nicht zuviel.

Ich wünsche ihm natürlich alles Gute.

Doch es hängt im Endeffekt nur von ihm, seinem Willen und seiner Persönlichkeit ab, ob er davon loskommt und nicht etwa von Wünschen, deiner Hoffnung oder deiner Liebe.

Schmetterling hat ansonsten schon alles geschrieben. Wenn Du das mit ihm durchziehen willst, rate ich dir auch in eine Selbsthilfegruppe zu gehen.
Danke für den netten Komentar & in vielen Punkten gebe ich Dir Recht. Das mit der Selbsthilfegruppe für Angehörige finde ich gut , werd mich mal erkundigen wo es sowas in meiner Nähe gibt. Vielen Lieben dank ! Lg. Smoki

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Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Smoki.
Hier zwei Links für dich zum drin stöbern:
http://www.symptome.ch/vbboard/rund-...engigkeit.html
http://www.symptome.ch/vbboard/rund-...-menschen.html
Das Wort Alkohol kann durch ein beliebiges anderes Suchtmittel ersetzt werden, weil die meisten Verhaltensmuster ähnlich sind.
Liebe Grüsse, Sine

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Smoki, es wird dir sicher helfen in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Dann stehst Du nicht mehr alleine mit den Problemen und lernst die Dinge besser zu beurteilen.

Glaube mir, dass ich es nicht böse meine. Das ist reiner Selbstschutz.
Ich bin natürlich auch heute noch sehr traurig darüber, dass insbesondere mein kleiner Bruder (der mit 47 natürlich nicht mehr klein ist), den ich einmal über alles geliebt habe, der als kleines Kind so süss war das ich ihm einen Teil meines Taschengeld zustecken musste und der auch als junger Mann noch so liebevolle Augen hatte, immer noch an der Nadel hängt. Wenn ich es zulasse.
Ausgemergelt, den Körper voller Narben, meist total zugedröhnt, mit kleinen Stechern. In der Frankfurter Drogenszene so bekannt, dass ich ihn leicht finden kann, wenn er dort abgetaucht ist.
Es könnte mir das Herz zerreissen, wenn ich sehe wie gut und glücklich er doch auf dem Foto aus der letzten Therapie vor 7 Jahren ausgesehen hat. Wenn ich es zulasse.
Aber das will ich nicht, denn es bringt nichts und es ändert auch rein gar nichts.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Smoki ist offline
Beiträge: 19
Seit: 08.08.10
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Smoki, es wird dir sicher helfen in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Dann stehst Du nicht mehr alleine mit den Problemen und lernst die Dinge besser zu beurteilen.

Glaube mir, dass ich es nicht böse meine. Das ist reiner Selbstschutz.
Ich bin natürlich auch heute noch sehr traurig darüber, dass insbesondere mein kleiner Bruder (der mit 47 natürlich nicht mehr klein ist), den ich einmal über alles geliebt habe, der als kleines Kind so süss war das ich ihm einen Teil meines Taschengeld zustecken musste und der auch als junger Mann noch so liebevolle Augen hatte, immer noch an der Nadel hängt. Wenn ich es zulasse.
Ausgemergelt, den Körper voller Narben, meist total zugedröhnt, mit kleinen Stechern. In der Frankfurter Drogenszene so bekannt, dass ich ihn leicht finden kann, wenn er dort abgetaucht ist.
Es könnte mir das Herz zerreissen, wenn ich sehe wie gut und glücklich er doch auf dem Foto aus der letzten Therapie vor 7 Jahren ausgesehen hat. Wenn ich es zulasse.
Aber das will ich nicht, denn es bringt nichts und es ändert auch rein gar nichts.
Hey nicht der papa
Nochmals danke für deinen Beitrag , ich weiß das es nicht böse gemeint war. Das mit der Selbsthilfegruppe werde ich Anspruch nehmen , ich denke auch das man mir dort weiterhelfen kann.
Klar ist es total trauig wenn man sieht wie der kleine ehemals geliebte kleine Bruder sich mehr & mehr kaputt macht.
Weißt du denn die Ursache warum er zudem Zeug gegriffen hat & nicht davon los kommt.?
Bei meinen Freund liegt es wohl daran das als er Kind sehr wenig Aufmerksamkeit & Liebe von den Vater der ihn großgezogen hat bekam & das er jetzt erfahren hat das dies nicht sein Leiblicher Vater ist.
L.g. Smoki

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Smoki Beitrag anzeigen
Weißt du denn die Ursache warum er zudem Zeug gegriffen hat & nicht davon los kommt.?
Bei meinen Freund liegt es wohl daran das als er Kind sehr wenig Aufmerksamkeit & Liebe von den Vater der ihn großgezogen hat bekam & das er jetzt erfahren hat das dies nicht sein Leiblicher Vater ist.
L.g. Smoki
Meine Brüder sind beide jünger als ich. Der ältere der beiden hatte eine Freundin, die an der Nadel hing. So fing alles an.
Danach auch eine weitere, die er eines Tages tot in seiner Wanne fand.
Der ältere hat das trotzdem immer so gemanaged, dass er nie total abgestiegen ist. Ich denke, da er nicht gespritzt hat.
Der kleine Bruder ist dann über den älteren auch dran gekommen.

Ich weiß, dass Therakk vollkommen Recht hat und es hier um tiefe Konflikte im Elternhaus und Opferhaltung geht.
Meine Eltern hätten wohl besser besser nie Kinder bekommen.
Die Ex des kleinen Bruders war gemeinsam mit ihm in der ersten Therapie und hat mir mal erzählt die Therapeuten hätten ihr gesagt, dass sie noch nie einen Menschen in der Therapie hatten, der innerlich derart zerstört ist wie mein Bruder.

Der ältere Bruder (letztes Jahr an Krebs gestorben), von dem ich weiß, dass er supersensibel war und den ich früher nicht weniger liebte, der nie in einer Therapie war weil er stolz darauf war selbst zu entziehen und das kontrollieren zu können (meinte er zumindest), der eigentlich hochintelligent war, war absolut ausserstande überhaupt über seine Kindheit zu reden. Er sagte, er könne sich nicht daran erinnern, was ich keine Sekunde glaube.

Drogen wie Heroin und Alkohol halten die Menschen mMn. in ihrer verzweifelten seelischen Situation fest. Dadurch kann es keine wirkliche Weiterentwicklung, keine Verabeitung und keine Aufarbeitung geben.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (09.08.10 um 14:25 Uhr)

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Smoki ist offline
Beiträge: 19
Seit: 08.08.10
Hey ! da bin ich nochmal , nachdem ich grad im Internet nach Selbsthilfegruppen gesucht habe , wurde ich zur Drogenberatung verwiesen u.a.
dort sagte man mir das in Düsseldorf keine Selbhilfegruppe für Angehörige gibt. Ich bin echt sprachlos & finde das sehr Trauig.
L.g. Smoki

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Vielleicht würde dir für den Anfang die Düsseldorfer Drogenhilfe Drogenhilfe in Düsseldorf weiterhelfen. Bieten sie doch Beratung für Angehörige an.
Wir arbeiten suchtvorbeugend mit Kindern und Jugendlichen,
beraten Angehörige sowie Freundinnen und Freunde,
bieten Fortbildungen für (professionelle) Helfer/innen an,
unterstützen Drogenabhängige beim Ausstieg aus der Sucht
und geben diesen Überlebenshilfen.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (09.08.10 um 15:49 Uhr)


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