Cannabis und Folgen

11.04.07 18:36 #1
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Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
.. und wenn ein Kleinkind den Finger in die Steckdose steckt, weil die Erwachsenen zu dämlich waren, die Steckdose zuzumachen, ist es auch dafür verantwortlich? - Oder wenn ein Kleinkind eine Zigarette aufißt, weil sie gerade herumliegt?
Da kann ich leider nicht mit...

Gruss,
Uta

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Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Eigentlich wollte ich mich hier raushalten, aber eigene Erfahrungen sind immer wertvoll, dann oute ich mich halt...
Also: Ich habe viele Erfahrungen mit Cannabis gemacht und bin nicht grundsätzlich gegen das Kiffen.
ABER:
Ich bin sehr froh, dass ich sehr streng erzogen wurde und ich, so lange ich zu Hause wohnte, kaum Gelegenheit hatte, Experimente zu machen.
Ich bin froh, dass ich meine Lehrzeit mit sehr gutem Erfolg absolviert habe.
Ich bilde selber Lehrlinge aus und konnte schon beobachten, wie sich die Droge auf das Verhalten Heranwachsender auswirkt.
Ich bin selber Mutter von Teenagern und diskutiere mit ihnen meine eher liberale Haltung, bringe aber zum Ausdruck, dass Kiffen in ihrem Alter für mich nicht tolerierbar ist.
Zum Glück können sie dies nachvollziehen, sie haben in einigen Mitschülern genug Anschauungsmaterial...
Ich bin auch der Meinung, dass man keinen vor den Erfahrungen, die er machen muss, bewahren kann.
Trotzdem haben wir als Eltern die Aufgabe, Grenzen zu setzen und Stellung zu beziehen.
Uta, noch einmal vielen Dank für den Start dieses Threads, Soul, danke für das mutige Stehen zu deiner Meinung.
Ich liebe solche Diskussionen!
Herzliche Grüsse, Sine

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Männlich Bodo
Es wird oft behauptet, Cannabis mache nicht abhängig. Das ist nicht richtig. In geringerem Anteil macht Hasch körperlich abhängig, die psychische Abhängigkeit ist enorm. Ich selbst habe 2, 3 mal gehascht - habe den Wirkstoff THC zum Glück nicht vertragen und die Finger davon gelassen.

Klar, dass Soul pro Haschliberalisierung ist: Sie ist Niederländerin. Seit aber die Niederländischen Behörden deutlich härter gegen Profiplantagen im eigenen Land vorgehen, installieren die Ratten und Profiteure ihre Anlagen bei uns. Erst jüngst ist bei mir in Solingen eine Megafabrik aufgeflogen. Meine Meinung: Viel härtere Strafen.

Das regelmäßiger Cannabiskonsum das Hirn schädigt, ist längst bewiesen. Zugekiffte sind ähnlich abstoßend wie Besoffene. Das Jugendliche mit Verbotenem experimentieren, lässt sich nicht verhindern. Das diese Droge irgendwann einmal ausprobiert wird, ist Heute beinahe unvermeidbar. Es gab noch nie so viele, junge Kiffer wie aktuell!

Sine, Du überraschst mich . . . Hielt Dich für ein braves, gesundes und protestantisches Schwizermadl . Was Du schreibst, relativiert jedenfalls das eine Extrem und macht Dich für mich "runder".

Bodo

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phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
In erster Linie verträgt sich das Kiffen nicht mit den Ansprüchen der Leistungsgesellschaft an den Menschen. Würden wir "artgerecht" gehalten, gäbe es das Problem "Kiffen" kaum, eben so wenig wie das Problem "Saufen".

Liegt es nun am Stoff oder am Umgang damit? Bis um 1900 war der Stoff in der Aphotheke erhältlich, u.a. zur Heilung von Aphten und Mundfäulnis. Und neuere Beobachtungen lassen darauf schliessen, dass auch bei psychischen Problemen dieser Stoff im passenden Rahmen angewendet sich positiv auswirkt. Dass es sich dabei um eine Gratwanderung handelt, zeigt folgender Artikel beispielhaft: : Heilen mit Hasch: Cannabis könnte bei Aids, Krebs und Schmerz helfen - Nachrichten und Analysen auf ZEIT online - wissen

Das Problem kommt mit dem Missbrauch, und der hängt nun mal eng mit dem Milieu zusammen. Dass im heutigen Umfeld kein Platz mehr bleibt für die positiven Effekte dieser alten Kulturpflanze sagt wenig über die Pflanze selber aus, hingegen viel über unsere heutige Lebensweise und Lebensfähigkeit aus.

Wie viele der Kids im übrigen zuvor mit Ritalin und anderer Psychopharmaka erwachsenerseits konfrontiert wurden, wäre in diesem Zusammenhang interessant zu wissen. Eigene Beobachtungen lassen zumindest darauf schliessen, dass da was dran ist. Sei es weil die Psyche bereits mit fremden Stoffen beeinflusst wurde, sei es weil die Probleme die zur Verschreibung von Psychopharmaka führten, es scheinen weitestgehend dieselben zu sein, die zum Konsum von Drogen führen.

Wahrnehmungs- und bewusstseinsverändernde Stoffe wurde vom Menschen zu allen Zeiten verwendet, meist in religiösen/heilerischen Ritualen. Es ist die Masslosigkeit unserer heutigen Zeit, die diese Stoffe zum Problem werden lässt. Was den einzelnen Menschen jedoch nicht aus seiner Selbstverantwortung entlässt.

Phil

PS. wie schnell wird doch vergessen, was hinter vielen der mit Drogen zusammenhängenden Probleme steckt: Erster Opiumkrieg - Wikipedia
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herzlichst aus Trollhalden!

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Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Es ist auch bekannt, daß Hasch oft der Einstieg in andere Drogen ist. Die Hemmschwelle sinkt, vielleicht reicht der Kick auch nach einer Weile nicht mehr aus und man probiert eben etwas Stärkeres aus.
So viele kaputte Nasen durch Kokain wie heute gab es seit vielen Jahren nicht mehr.
Meistens ist es auch nicht nur das Kiffen. Viele Kiffer rauchen gleichzeitig und trinken auch immer gerne mal ein Gläschen mehr, wenn gerade nicht gekifft werden kann.

Wie würde denn der Mensch "artgerecht" leben, Phil?

Gruss,
Uta

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soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi Uta,

dein schreiben über steckdosen und kippen essen ,da redest du über kinder von sehr klein alter,da ist man als eltern verantwortlich steckdoesen ab zu decken und kippen weg zu legen.
ein 12 jährige wird wohl kaum sein finger in ein steckdose stecken oder kippen essen,tut mir leid kommt auf mir herüber es geht hier nur noch um gewinnen,und das war nicht mein ziel.

zum zweite zeugt es von nicht wissen.
es ist wie der moral ist ,man ist entgegen vor oder gegen,ich nimm da kein seite.

lg brigit

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Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Das Beispiel mit den Zigaretten und der Steckdose habe ich gebracht um zu zeigen, daß Verantwortung für Kinder mit der Geburt anfängt und dann weitergeht. Nur die Themen der Verantwortung ändern sich bzw. greifen ineinander über.
Ein Zwölfjähriger wird seine Finger nicht in die Steckdose stecken - da hast Du natürlich Recht.
Aber ein Zwölfjähriger wird in seiner Neugier evtl. die Finger nach einem Joint oder Ecstacy ausstrecken und auch nicht wissen, daß vor allem bei mehrmaligem Gebrauch die Wirkungen so sein können, daß er sie nicht mehr im Griff hat.

Gruss,
Uta

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soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
ich hab auch genug erfahrung mit drogen gemacht zum wissen worüber ich rede.
ich bin selbst dadurch zu bestimmte schlüsse gekommen die dazu führten das ich wieder aufhörte.
zu verdeutlichung,es waren gute und welche wo ich mich mit beschäftigen müsste.
mein erste erfahrung lag bei 19.
ich hab viel beobachtung machen können letzte jahre bei teenager.
man sollte als erste sagen können das die in ihr alter viel weiter sind dan ich war im selbe alter.
ausserdem habe ich wahrgenommen das der meiste wieder aufhören mit extremitäten gerade weil sie es austesten können.
auch sehe ich das gerade die kinder wo es ein verbot gibt es extremst machen.
ich bin ausserdem davon überzeugt das wenn ein kind weiss das es das vertrauen bekommt,es zu tun wie er oder sie es für gut hält,und auch weiss das eltern wenns mal schief läuft da sind ,es nie soweit kommt es entgleisst.
das punkt ist wenn man ein kind vertrauen in sich schenkt ,es sein verantwortnung gegenüber sich klar ist.
wenn man daentgegen nur entäuschung gegenüber bringen kann wenn es nicht dein eigene wertvorstellungen erfüllt,musst du dich nicht wundern wenn es falsch läuft.

jedem macht sein erfahrungen,ist jedem sein recht und pflicht,und jedem kann nur für sich urteilen was er daraus lernt.

lg brigit

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phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Wie würde denn der Mensch "artgerecht" leben, Phil?
Versuch einmal selber drauf zu kommen.

Phil
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herzlichst aus Trollhalden!

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soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi uta,
Aber ein Zwölfjähriger wird in seiner Neugier evtl. die Finger nach einem Joint oder Ecstacy ausstrecken und auch nicht wissen, daß vor allem bei mehrmaligem Gebrauch die Wirkungen so sein können, daß er sie nicht mehr im Griff hat.


wenn ist dan deine meinung nach der richtige älter verantwortnung fürs eigene leben zu übernehmen.
mit 40 oder 50?
man kann kinder nicht schützen für ihre erfahrungen,dan müsste man sie ab geburt im glaskasten legen.
man nimmt ein kind sein recht auf entwicklung von sein bewusstsein,schüttet ihm voll und wundert sich dan das er nicht selbstverantwortnung nimmt.
man macht ihm damit zum opfer von was der eigene eltern oft erfahren haben.
man lernt ihm das alles bestimmt wird durch alles und andren.

lg brigit


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