Cannabis und Folgen

11.04.07 18:36 #1
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Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Hier ein ausführlicher Artikel zu Cannabis:

Drugcom: Topthema: Kiffen geht auf’s Gehirn

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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MaxJoy ist gerade online
Beiträge: 1.684
Seit: 18.03.16
Der Wikipedia-Artikel zu THC fasst die aktuellen Erkenntnisse ganz gut zusammen: https://de.wikipedia.org/wiki/Tetrahydrocannabinol

Im Grunde genommen ist das alles nichts Neues. Cannabis ist keine Droge, die die Leistungsfähigkeit erhöht, sondern wird zum Entspannen und Herunterkommen konsumiert. Wer es übertreibt und sich schon zum Frühstück die dicken Tüten reinzieht, läuft natürlich ziemlich verpeilt durch's Leben. Andererseits sind die Vergesslichkeit und Nachlässigkeit keine dauerhaften Effekte, sondern legen sich nach einer Zeit der Abstinenz wieder vollständig. Heranwachsende, deren Gehirn noch in der Entwicklung ist, und Schwangere sollten dagegen vorsichtig mit dem Konsum sein und Exzesse vermeiden. Das gilt aber auch für alle anderen Drogen.
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Alles in Maßen. Erkenne dich selbst.

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Juppy ist offline
in memoriam
Beiträge: 1.494
Seit: 07.11.09
Es ist nichts anderes wie der Alkohol, zuviel betäubt einen auch.
Und Auto fahren sollte man bei beiden nicht.
Wobei der Alkohol frei verkäuflich ist.
Denn bei Alkohol eine Abhängigkeit schneller entsteht wie bei Cannabis.

Juppy

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MaxJoy ist gerade online
Beiträge: 1.684
Seit: 18.03.16
Zitat von Juppy Beitrag anzeigen
Denn bei Alkohol eine Abhängigkeit schneller entsteht wie bei Cannabis.
An eine Abhängigkeit von Cannabis glaube ich nicht. Cannabis wirkt antidepressiv, indem es den Serotoninspiegel nach oben drückt. Wer depressiv veranlagt ist, hat dann nach dem Absetzen eine ziemliche Fallhöhe vor sich und braucht ein paar Tage, um sich wieder an sein natürliches Niveau zu gewöhnen. Das ist aber nicht vergleichbar mit dem Suchtdruck, den Alkohol, Heroin, Nikotin oder Kokain erzeugen.

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Piratin ist offline
Beiträge: 892
Seit: 29.09.13
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
An eine Abhängigkeit von Cannabis glaube ich nicht. Cannabis wirkt antidepressiv, indem es den Serotoninspiegel nach oben drückt. Wer depressiv veranlagt ist, hat dann nach dem Absetzen eine ziemliche Fallhöhe vor sich und braucht ein paar Tage, um sich wieder an sein natürliches Niveau zu gewöhnen. Das ist aber nicht vergleichbar mit dem Suchtdruck, den Alkohol, Heroin, Nikotin oder Kokain erzeugen.
Es ist eine psychische Abhängigkeit. Und die kann massiv sein und auch einen hohen Suchtdruck erzeugen, inklusive Schlaflosigkeit, Aggressivität, Erniedrigung und allem drum und dran. Habe ich in meiner Arbeit mit Jugendlichen und in meinem Bekanntenkreis oft genug gesehen.
Auch habe ich beobachtet, dass die Dauerkonsumenten unglaublich antriebslos sind und irgendwie in ihrer Entwicklung stehenbleiben.
Das sind meine ganz persönlichen Erfahrungen abseits der Wissenschaft.
Es wirkt auch nicht bei jedem antidepressiv. Manche werden regelrecht paranoid, kapseln sich ab und stumpfen ab. Das Lustigsein etc. ist nur am anfang und nimmt nach einer Phase der Desensibilisierung ab, so wie bei allen Drogen.
Es mag auch bestimmt Menschen geben, die sich ab und zu mal ne Nase ziehen und dennoch gut funktionieren und danach ihr Leben gut hinkriegen. Das kann man aber nicht auf alle Konsumenten übertragen.

Liebe Grüße
Piratin
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Alles von mir Geschriebene entspricht einzig und allein meiner Meinung ohne Allgemeingültigkeit.

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.507
Seit: 12.05.13
Und nun lasst uns auch bitte die üblichen Wunderdrogen wie zum Beispiel Ritalin und Co. nicht vergessen, dass selbstverständlich im besten Wissen und Gewissen Kindern verschrieben wird.

Ritalin beeinflusst die Psyche ganz gewollt und es macht auch sehr schnell total abhängig.

Von den reichlichen Antidepressiva, Beruhigungsmittel, Schlafmitteln, Rheumamedikamenten, Schmerzmitteln etc. die mittlerweile extra für Kinder hergestellt werden (welch ein hirnrissiger Quatsch) mal ganz zu schweigen.

Die ach-so-tollen Antidepressiva, bei denen die Pharmakonzerne ganz gezielt den "Markt und das Käuferpotential" der Zukunft sehen, führen auch nur zu gerne zu erhöhten Suiziden, entweder bei Höherdosierung, oder auch beim Absetzen des Medikamentes.

Wir haben in der BRD alleine jährlich weit über 30.000 ganz legale und mit einem Schulterzucken in Kauf genommene Todesfälle nur durch Medikamente, ihre Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Wie können aber auch mal wieder auf die ganz normalen und fast in jedem Haushalt verwendeten Drogen mit Gehirnaktivierenden Substanzen blicken.

Die da wären zum Beispiel Geschmacksverstärker wie Glutamat, Hefeextrakte und Co., die bei vielen Menschen sehr schnell eine den natürlichen Geschmack manipulierende Wirkung entfalten und dabei fröhlich nebenbei noch unsere Hirnzellen und Synapsen bis zum ausbrennen hochfeuern.

Die "Energy Drinks" wie Monster und Co. und was es da sonst noch so alles frei verkäuflich in jedem Supermarkt und Kiosk zu erwerben sind, müsste man eigentlich gar nicht mehr extra erwähnen, ich tue es aber trotzdem um vielleicht auch einmal zum Nachdenken in einem breiteren Spektrum anzuregen.

Stimmt, das schafft Cannabis bei allen möglichen Folgen garantiert noch nicht einmal im Entferntesten, nicht einmal wenn es legalisiert ist.

Liebe Grüße Tarajal

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Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Hallo Tarajal,

was Du schreibst, ist sicher richtig und wichtig. Nur: ich finde, es hat mit dem Thread-Thema nichts mehr zu tun.

Grüsse,
Oregano
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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.507
Seit: 12.05.13
Liebe oregano,

das darfst Du selbstverständlich natürlich sehr gerne so sehen.

Mich stört nur so ungemein, dass angeblich als total harmlos geltende, völlig legale und zum Teil sogar als Nahrungsmittel frei verkäufliche Produkte viel schlimmere Auswirkungen haben und weltweit sogar Todesfälle verursachen.

Auch über die von den von Ärzten verschriebenen Medikamente mit bewusster Inkaufnahme schwerer gesundheitlicher Schäden bei Jugendlichen und Erwachsenen wird nur zu gerne geschwiegen.

An Cannabis kommt kein Mensch so leicht ran wie an die superbilligen und tollen Drogen der Lebensmittelkonzerne und der Pharmaindustrie und gerade deshalb muss es unbedingt mit erwähnt werden, denn ansonsten läuft diese jahrzehntelange Verteufelungskampagne gegen die Heilpflanze Cannabis genau so dumm und gedankenlos weiter wie gehabt!

Informationen sollten möglichst nicht nur einseitig und oberflächlich sein, denn davon sind das Netz und die Medien bereits übervoll.

Liebe Grüße Tarajal

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MaxJoy ist gerade online
Beiträge: 1.684
Seit: 18.03.16
Zitat von Piratin Beitrag anzeigen
Es ist eine psychische Abhängigkeit. Und die kann massiv sein und auch einen hohen Suchtdruck erzeugen, inklusive Schlaflosigkeit, Aggressivität, Erniedrigung und allem drum und dran.
Huh, Erniedrigung auch? Bei mir kenne ich, dass ich nach dem Absetzen nach einer längeren exzessiven Phase für einen Tag schlecht gelaunt und reizbar bin, aber das lässt sich aushalten. Ein gelegentlicher Konsum hat dagegen keinerlei Folgen am nächsten Tag. Auch eine kleine Menge am Abend vor dem Einschlafen ist gut verkraftbar und baut auch keine Toleranz auf.

Bei den harten Drogen dagegen wird dein Gehirn dauerhaft beschädigt und du bleibst lebenslang süchtig und absturzgefährdet ...

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Power ist offline
Beiträge: 114
Seit: 02.03.10
Guten Abend zusammen,

ich mische mich jetzt auch mal in diese interessante Diskussion, da ich zwei Beispiele kenne, die beweisen, dass nicht jeder in der Lage ist mit Cannabis verantwortungsvoll umzugehen.

Ein Bekannter von mir kifft seit seiner Jugendzeit, er ist mittlerweile über 30 doch vom Kopf her Stand 18.
Er zieht sich mehrmals am Tag mit der Bong einen rein, kriegt sein Leben nicht auf die Reihe, einfach traurig einen Menschen zu sehen wie er sein Leben selbst versaut.
Cannabis macht auf jedenfall abhängig.

Es liegen Welten zwischen ihm und meinem Kumpel.

Mein Kumpel ist im selben Alter und hat Adhs, er sollte als Kind Ritalin bekommen. Aufgrund der Nebenwirkungen riet man ihm davon ab.
Er raucht täglich 1-2 Joints, davon geht es ihm besser wie er sagt.
Er ist nicht innerlich aufgewühlt, aggressiv oder unkonzentriert.
Er ist einfach ruhig und es ist für ihn momentan die beste Medizin auch wenn es natürlich Nebenwirkungen verursacht, aber verursachen doch Medikamente dagegen auch und nicht gerade wenige.
Am besten wäre es natürlich gar nichts zu nehmen. Er kann auch ohne Cannabis leben,er ist nicht süchtig.
Er raucht zwischendurch mal.Wochen nicht.
Trotzdem hat er durch den Konsum wie er sagt eine höhere Lebensqualität.
Ich erlebe ihn als einen ganz anderen Menschen, das finde ich schon traurig, vor allem weil er unter der Situation leidet, dass ihm nichts anderes hilft oder gibt es mittlerweile Medikamente gegen adhs die keine starken Nebenwirkungen mehr haben?

Lg
Power


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