Nasentropfen-Sucht

27.03.07 07:56 #1
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Done ist offline
Beiträge: 169
Seit: 15.02.07
ist nicht ganz so selten, wie man denkt. Die Betroffenen bekommen Angstzustände, wenn die Nasenschleimhaut anschwillt, sie kriegen absolut keine Luft dann und fahren sogar nachts in die Notapotheke, wenn die Tropfen alle sind. Später sind die Nasenschleimhäute so kaputt, dass sie sich nicht mehr regenerieren können. Deshalb ist ein verantwortlicher Umgang mit Nasentropfen wichtig. Gestern habe ich mit einem Betroffenen gesprochen, der benutzt seit 20 Jahren Nasentropfen, hat in jedem Anzug, in jeder Tasche, im Büro, zu Hause - Vorrat an Nasentropfen. Angefangen hat es damals bei ihm mit einer harmlosen Erkältung.

Nasentropfen-Sucht

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Done,
danke für deinen Thread!
Ich habe in der Familie auch so einen Fall...
Weisst du, ob sich die Nasenschleimhäute wirklich nicht mehr regenerieren können?
Oder gibt es Auswege, auch nach jahrelangem Missbrauch?
Liebe Grüsse, Sine

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Nasentropfen-Sucht

Done ist offline
Themenstarter Beiträge: 169
Seit: 15.02.07
Hallo Sinne, ich vermute, dass die Gesundung destp länger dauert, je länger die Sucht da war, es ist aber nur eine Vermutung und kein Wissen. Wie es wirklich ist, werde ich berichten, nachdem ich mit denen, die betroffen sind, darüber gesprochen habe. Zumindest kenne ich bisher niemanden, der diese Sucht hinter sich hat.

Nasentropfen-Sucht

Oregano ist offline
Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Wie Sie der Abhängigkeit vorbeugen können

Wenden Sie abschwellende Medikamente nur im akuten Stadium an, am besten nicht länger als zehn Tage. Nehmen Sie Medikamente auf keinen Fall vorbeugend, sondern erst, wenn beide Nasenlöcher verstopft sind. Um die Nasenschleimhaut anzufeuchten und den Schleim auf schonende Art zu lösen, gibt es Sprays mit steriler Kochsalzlösung oder Meersalz in der Apotheke.

Am effektivsten sind regelrechte Spülungen der Nase mit Hilfe einer Nasendusche. Sie wirken auch vorbeugend von Erkältungen und Allergien. Denn gerade in der nasskalten Jahreszeit leidet die Nasenschleimhaut unter überheizter Raumluft. Wichtig ist, dass Salz und Wasser in einem Verhältnis gelöst sind, das auf das Körpermilieu abgestimmt ist. Denn zu geringe oder zu hohe Salzkonzentrationen können die Nasenschleimhaut reizen. Eine ideale Lösung enthält 0,9 Prozent Salz, also 0,9 Gramm auf 100 ml Wasser. Mit einer exakten Küchenwaage kann man so eine Lösung selbst herstellen. Das Wasser muss, bevor es mit dem Salz vermischt wird, fünf Minuten abgekocht und auf Körpertemperatur abgekühlt werden. So eine selbst gemachte Lösung ist einen Tag haltbar. Es gibt aber auch schon fertige Portionsbeutel zu kaufen.

Warme, nicht zu heiße Dampfbäder z.B. mit Kamillenblüten wirken schleimlösend und entzündungshemmend. Falls die Nase völlig zu ist, kann man vor dem Dampfbad abschwellende Nasensprays benutzen, damit der heilsame Dampf überall wirken kann.

Salben mit ätherischen Ölen wie Eucalyptusöl, Pfefferminzöl oder Kiefernadelöl werden nicht in die Nase, sondern um die Nasenlöcher aufgetupft. Sie wirken nicht abschwellend, aber angenehm kühlend und erfrischend, sodass man zumindest das Gefühl hat besser Luft zu bekommen. Für empfindliche Haut und Kleinkinder und Säuglinge sind diese stark reizenden Salben jedoch nicht geeignet.

Bei allergischem Schnupfen sollten Sie keine abschwellenden Medikamente verwenden. Allergien dauern meistens eine ganze Saison oder länger. Die Abhängigkeit wäre vorprogrammiert. Antiallergische Sprays oder Tabletten helfen viel gezielter die Ursache zu bekämpfen und sind auch über lange Zeit unproblematisch.

Was tun bei Abhängigkeit ?


Haben Sie bereits das Gefühl, dass ohne Nasenspray nichts mehr geht, hilft nur noch der Entzug:

Dosieren Sie das Mittel langsam herunter, wenn Sie nicht von heute auf morgen damit aufhören können. Haben Sie bisher ein Präparat für Erwachsene verwendet, ersetzen Sie es durch eines für Kinder und schließlich für Kleinkinder und Säuglinge, bis Sie vollständig darauf verzichten können.


Sprühen Sie das Mittel nur noch in ein Nasenloch und lassen Sie die Schleimhaut des anderen ausheilen.


Unterstützen Sie den Heilungsprozess mit täglichen Nasenspülungen. Ölige Nasentropfen mit Vitamin A oder E oder Nasensalben mit Dexpanthenol sollen die geschädigte Nasenschleimhaut regenerieren, beeinträchtigen aber auf Dauer die Reinigungsfunktion der Nase. Sie sind deshalb nur für kurze Zeit empfehlenswert.


Bitten Sie Ihren HNO-Arzt um Unterstützung, wenn Sie meinen, dass Sie es nicht allein schaffen.

Redaktion Dr. med. Katharina Larisch
Schnupfensprays - Was tun gegen Abhängigkeit?

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Nasentropfen-Sucht

RRichter ist offline
Beiträge: 1.312
Seit: 18.12.06
ich war 3 jahre nasivin-abhängig.

hinter mich gebracht habe ich dieses problem indem ich so lange in nur ein nasenloch gesprüht habe, bis ich in dem anderen wieder ohne spray normal luft bekam.


grüße
richter

Nasentropfen-Sucht

Done ist offline
Themenstarter Beiträge: 169
Seit: 15.02.07
Zitat von RRichter Beitrag anzeigen
ich war 3 jahre nasivin-abhängig.

hinter mich gebracht habe ich dieses problem indem ich so lange in nur ein nasenloch gesprüht habe, bis ich in dem anderen wieder ohne spray normal luft bekam.


grüße
richter
Danke RRichter für die Antwort, jetzt brauche ich die Info nicht mehr einzuholen.
Wie lange hast du gebraucht, bis beide Nasenlöcher wieder frei waren? Ich kenne jemanden, der ist seit 18 Jahren Olynth abhängig. Und eine Freundin ist seit 12 Jahren von Nasentropfen abhängig, sie ist gerade schwanger
Was mich wundert, dass kein Arzt das bisher bemerkt hat.
Ach ja - und sind Nasenduschen wirklich so gut? Ich habe bei meinem Kollegen, der seit einem Jahr zwei mal in der Woche die Nasendusche nach Angaben des HNO-Arztes nutzt eher das Gefühl, dass seine Neigung zu Erkältungen gestiegen ist - ist nur mein subjektiver Eindruck.

Nasentropfen-Sucht

Oregano ist offline
Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Mein Schwager ist mithilfe von Nasenduschen von seinen Nasentropfen losgekommen. Allerdings nicht nur zweimal in der Woche sondern täglich 2x: Emser Salz in warmem Wasser auflösen, dann durch die Nase hochziehen, hinten runterlaufenlassen und ausspucken.
Bei ihm hat es ca. 1 Jahre gedauert, bis er wieder normal ohne Tropfen leben konnte, vor allem nachts. - Er ist immer noch empfindlich mit seiner Nase, aber durch die Nasenspülungen schafft er es inzwischen auch ohne Tropfen.

Gruss,
Uta

Nasentropfen-Sucht

Done ist offline
Themenstarter Beiträge: 169
Seit: 15.02.07
Hallo Uta, es gibt Nasenduschen mit Beuteln Emser-Salz, die sind von Anfang an richtig dosiert, das Behälter ist so strukturiert, dass das Salz-Wasser von ganz alleine durch die Nase fließt:
EMSER Nasendusche m.4 Btl.Nasenspuelsalz - Online Apotheke u. Versandapotheke medpex
Wie ist es, wenn dein Schwager keine Möglichkeit hat, Nasendusche zu machen?

Nasentropfen-Sucht

Oregano ist offline
Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Ich kenne diese Nasenduschen aus der Apotheke. ABer ein Glas, das man danach einfach in die Geschirrspülmaschine stellen kann, ist hygienischer, finde ich. Außerdem ist das Emser Salz sowieso teuer genug, in entsprechenden Beutelchen erst recht.

Nasenspülungen kann man eigentlich überall machen, wo es ein Glas und warmes Wasser gibt. Auf Reisen kann man sich doch die entsprechende Menge Emser Salz leicht mitnehmen.
Caesar & Loretz GmbH - Ihr Partner für Heilkräuter und Pharma-Grundstoffe

Gruss,
Uta

Nasentropfen-Sucht
Männlich Bodo
Ich verwende seit Jahren eine Emsernasendusche mit großem Erfolg. Nicht mehr so häufig Schnupfen, die Nasennebenhöhlen sind freier.

Zum Salz: Ich nehme seit langem (auf Anraten meines HNO-Arztes) normales, feinkörniges Speisesalz (Bad Reichenhaller).

HNO zu Emsersalz: "Reine Geschäftemacherei, unnötig".

Grüße, Bodo

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