Kokain

06.02.09 19:45 #1
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oli
Zitat von Sine Beitrag anzeigen
Die Indios in Südamerika haben früher Kokablätter gekaut, damit sie fähig waren, grosse Strecken in grosser Geschwindigkeit zu Fuss zurückzulegen. Nach so einer Spezialaufgabe war dann aber auch wieder Schluss mit der Einnahme der Droge.
Ich wollte nur nochmal festhalten, dass Koka eine Kulturpflanze ist und nicht mit dem quasi-industriell veredeltem Cocain verkleichbar ist.

Doch der Internationale Suchtstoffkontrollrat (International Narcotics Control Board, INCB)(1) hat in seinem Bericht vom 5. März dieses Jahres Koka abermals als illegal eingestuft. Er appelliert von Neuem an "Bolivien und Peru, ihre nationalen Gesetze zu ändern", um auch "das Kauen der Kokablätter und die Herstellung von Tee" zu verbieten.


Für Präsident Evo Morales ist das ein harter Schlag: Seit er 2005 an die Macht kam, ist er fest entschlossen, der internationalen Gemeinschaft zu zeigen, dass das Kokablatt keine Droge ist. Würden die Länder des Nordens es nicht als Kokain konsumieren, wäre Koka nie so stigmatisiert worden, meint Emilio Caero, Kokabauer in den Yungas, einer anderen großen Anbauregion. "Wir zahlen den Preis für eine Praxis, die unserer Kultur völlig fremd ist."
Quelle: Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe
Das Ganze hat eine brisante Thematik, derer man sich nicht so bewusst ist: Für die Herstellung von Cocain aus Kokablättern braucht man bestimmte Chemikalien in großen Mengen. Eine wirkungsvolle Methode im "War on drugs", wäre es, die Märkte der Hilfs-Chemikalien zu kontrollieren. Aber das geht natürlich nicht, weil ja immer jemand verdienen will. Lieber kriminalisiert man 1000e Indios nur weil sie das machen, was sie seit Jahrhunderten machen (Kokablätter kauen)....

Wie geht es weiter mit unserem Sack Coca? Er gehört jetzt einem kolumbianischen Kartell, und die pasta base ist zu einem schneeweißen Pulver kristallisiert worden. Für diese Prozesse kaufen die Rauschgiftlabors tonnenweise Chemikalien ein und tun dies vorzugsweise bei US-Firmen. Völlig legal. Zur Herstellung von Kokain sind unter anderem Schwefelsäure, Äther und Azeton notwendig. Die Einfuhren dieser Chemikalien nach Kolumbien sind seit 1979/80 sprunghaft gestiegen. Schätzungsweise die Hälfte des Äthers, der in die Andenländer exportiert wird, geht in die Kokain-Produktion. Mit anderen Worten - nordamerikanische und westeuropäische Chemie-Unternehmen verdienen an der Herstellung von Drogen. Die Firma Eastman Kodak beispielsweise konnte vor einigen Jahren nicht nachweisen, wohin eine halbe Tonne ihrer Acet-Anhydrid-Produktion eigentlich geliefert wurde.
Quelle: www.freitag.de/2004/33/04330901.php


Lucy Lu ist offline
Beiträge: 177
Seit: 11.10.08
Hallo,

ich selbst hab früher auch Koks und Speed konsumiert und die ganze Drogenküche rauf und runter. Bis ich eines morgens aufgewacht bin und nicht in die Schule gehen konnte, weil ich am ganzen Leib gezittert hab. Das war nicht der einzige Grund, warum ich damals (und ich spreche hier von ca. 20 Jahren) die Finger von den ganzen Drogen gelassen habe.

Drogen ändern dein komplettes Denken und Bewußtsein. Du bist nicht mehr du selbst. Ich hätte mir viel Ärger in meinem Leben erspart, wenn ich die Finger von dem Zeugs gelassen hätte.

Aber einfach so fängt man ja auch nicht damit an. Wäre meine Umfeld intakt gewesen, dann......

Egal wie... Es liegt an einem selbst, welchen Weg man einschlägt und ob man mit den Drogen untergeht oder damit aufhört. Einige Leute, die damals mit mir unterwegs waren, leben schon nicht mehr, sitzen im Gefängnis oder in der Klapse. ICH nicht. Außer mal ein Glas Wein oder ein Bier gibt es keine Dorgen mehr in meinem Leben und so soll es auch bleiben!

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Gine ist offline
Beiträge: 162
Seit: 23.07.08
Hallo,

meine Tochter hört auf. Ich freue mich riesig und hoffe sie schafft es. Da ich davon ausgehe, das ihr Konsum nicht so hoch war und ich sie zur Zeit nicht darrauf ansprechen möchte, habe ich mal ein paar Fragen. Wie äussert sich der Entzug ? Kann ich ihr zur Seite stehen ? Gelesen habe ich, das man Schlafstörungen bekommen könnte, unausgeglichen ist und etwas depressiv oder auch agressiv. Ich denke es hängt immer von der Höhe des Konsums ab, aber ich möchte vorbereitet sein. Ich würde mich besonders über Antworten freuen, von Leuten die es selbst miterlebt haben.
Danke Gine


fastsuchtfrei ist offline
Beiträge: 39
Seit: 30.01.09
Hallo Gine,

ich habe selber ein kokainenzug geschaft, die Aggressionen können sehr heftig werden, und ein anderes Problem ist auch: schmerzen werden nicht mit normal handelsüblichen Schmerzmitteln gelindert.

Ich habe mein enzug alleine und ohne Arzt geschafft was aber nicht heissen soll dass, sie es ohne Betreung machen soll, wenn du ihr beistehen kannst brauchst du eine Menge an Energie.

Ein Körperlicher Enzug wie bei einem Alki. oder Heroienabhänigen gibts erst wenn sie es mit Nadeln gesprizt oder Geraucht hat.

Der Enzug ist auf Psychologischer art sehr heftig, wenn es möglich ist sie von den Personen in ihrem "kokserumfeld" weg zu bringen kann das ganze Suchtverhalten, drastisch verbessern.

lg


Gine ist offline
Beiträge: 162
Seit: 23.07.08
Danke fastsuchtfrei,

ich hoffe sie wird nicht so große Probleme bekommen. Das alte Umfeld will sie auf jeden Fall meiden. Sie wollte schon so lange ganz aufhören und hatte es schon fast geschafft (ca.6 Monate), bis sie wieder das alte Umfeld besuchte. Sie selbst muss nun die Kraft aufbringen und ich kann ihr leider nur meine Hilfe anbieten. Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich froh sein, dass ich das überhaupt weis. Wir reden viel und haben ein offenes Verhältnis. Sie weis das ich mir große Sorgen mache, aber sie soll es machen, weil sie es so will. Mein Mann geht damit sehr locker um. Oft habe ich das Gefühl das es besser wäre genau so zu denken wie er.
LG gine


amsack ist offline
Beiträge: 56
Seit: 08.01.10
also des erschde video isch echt hammerlustig. der albtraum eines jeden. zum glück sind überhalb der toiletten entsprechende simsen eingebaut:-)


Rose84 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 23.12.10
hallo, hab rausgefunden das mein freund heimlich kokst, wenn ich ihn drauf anspreche streitet er es ab auch wenn er drauf ist, wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten?


Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
entweder koks oder du?

besseres weiss ich leider auch nicht. am besten wäre es, dass er von sich aus einen entzug machen wird, doch wie man jemand dazu bringt, selbst den willen dazu zu entwickeln?

das weiss ich auch nicht.

viel glück noch!

__________________
IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.


mikras ist offline
Beiträge: 2
Seit: 22.06.12
Hallo, was denkt ihr über legal Highs?

Geändert von mikras (22.06.12 um 17:04 Uhr)


makro ist offline
Beiträge: 170
Seit: 28.12.11
Zitat von Rose84 Beitrag anzeigen
hallo, hab rausgefunden das mein freund heimlich kokst, wenn ich ihn drauf anspreche streitet er es ab auch wenn er drauf ist, wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten?
Das klingt jetzt zwar zynisch aber ich meine es Ernst:
Die beste Motivation für einen Kokain-Entzug ist es, NÜCHTERN an einer fetten Koksparty teilzunehmen. Das hat sich schon mehrfach in meinem ehemaligen Freundeskreis bewährt. Wenn man mal mitkriegt, wie peinlich sich Kokser im Rausch verhalten, welche Sch**sse die Leute labern, obwohl sie sich selbst so enorm super geil finden, verliert das Zeug jede Anziehungskraft. Wenn es dein Freund auf die Art nicht kapiert, dürfte es am Ehesten eine Frage seines Intellekts sein.

Genau das ist es auch, dieses sich so-super-geil-finden, was die Leute wieder zu der Droge treibt. Die Erkenntnis, dass dein Freund ein Mensch mit alltäglichen Schwächen ist, wird ihn eine Zeit lang nach dem Verzicht schmerzlich verfolgen. Er müsste lernen sich selbst in jeder Hinsicht anzunehmen, dann wird er jeden Drogenkonsum nur mehr als unnötig empfinden. Ich meine damit nicht, dass er alles gutheisst, was er denkt, sagt und tut, sondern wer er eigentlich ist. Das wird leider oft verwechselt.

Ich wünsche euch viel Glück,
makro

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