Tilidin-süchtig - will da raus

16.01.09 22:30 #1
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Tilidin-süchtig - will da raus

billotin ist offline
Beiträge: 5
Seit: 28.04.11
meinen erfahrungen nach wäre das einstellen vom tilidinkonsum möglich was aber zu einer verminderten lebenqualität für mich führen würde. (wer mag schon gerne mit 600€ monatlich zurechtkommen wenn er vorher monatlich 1600€ ausgeben konnte) sprich ein "entzug" wäre in dem sinne vorhanden dass ich auf etwas verzichten muss, was mich jahrelang positiv begleitet hat. Von sucht würde ich dennoch nicht sprechen, sonst müsste ich mich auch als geldsüchtig bezeichnen, nur weil ich mit weniger geld weniger spass am leben habe. das typische entzugssymptome auftreten, wie craving, panikattacken, physische schmerzen verneine ich mit einer sehr hohen wahrscheinlichkeit, da sich mein konsum bei einer zu geringen dosis befindet (100-200mg alle 2 tage) und ich 3 jahre lang bis auf ganz seltene ausnahmesituationen nie wirklich den wunsch verspürte jetzt 2 tage hintereinander zu konsumieren oder gar die dosis zu erhöhen. ich habe mich abgefunden und daran gewöhnt, könnte es mir abgewöhnen, aber mit widerwillen. sollten es die umstände von mir verlangen würde ich es dennoch tun, da es dinge in meinem leben gibt, die mir weit wichtiger sind.
lg

Tilidin-süchtig - will da raus

Oregano ist offline
Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Hallo billotin,

Deine Argumente überzeugen mich ehrlich gesagt nicht. Sie sind gut gewählt, aber keinerlei Beweis dafür, daß Du nicht doch abhängig bist und zwar in jedem Sinne.

Gruss,
oregano

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Tilidin-süchtig - will da raus

Denver ist offline
Beiträge: 2
Seit: 25.01.12
Hallo,

ich weiss dieser Thread ist schon über ein halbes Jahr alt, dennoch möchte ich etwas dazu schreiben, habe mich deshalb auch extra hier angemeldet (wobei es hier auch noch andere interessante Threads zum Thema Tilidin gibt)

Kurz zu mir: Ich bin 22 Jahre alt und bin erst vor wenigen Monaten auf das "Medikament / Die Droge" Tilidin aufmerksam geworden.
Ich habe oft sehr starke Rückenschmerzen, da ich am sogenannten Post Scheuermann Syndrom leide. Das sollte vielleicht einigen hier etwas sagen, es handelt sich bei mir um eine stärkere Verkrümmung der Brustwibrelsäule, die mir beinahe chronische Schmerzen / Symptome bereitet. Mir haben bisher keine Schmerzmittel geholfen (Diclo, Ibuprofen, Novalgin, Voltaren). Hab das alles schon durch.. Durch Zufall habe ich in der Schublade bei meiner Mutter Tilidin Tabletten gefunden und sie gleich auf der Arbeit, als ich mal wieder stärkere Schmerzen bekommen habe eingenommen. Es war das erste Schmerzmittel, dass in nur wenigen Minuten meine Schmerzen fast völlig verschwinden lies. Allerdings stellte sich neben der Schmerzfreiheit noch ein anderes merkwürdiges Gefühl von Euphorie und Zufriedenheit ein.
Ich muss dazu sagen, dass ich zuvor noch nichts von Tilidin wusste. Ich habe aber aus Neugier sofort mal Google befragt, was das Zeug eigentlich ist.
Komischerweise hatte ich nach der Einnahme von Tilidin auch mehrere Tage danach garkeine Schmerzen und habe mich super gefühlt obwohl ich die Tablette über mehrere Tage hinweg nicht mehr eingenommen habe.

Das Zeug fing an interessant zu werden, aber nicht nur wegen der Schmerzbekämpfung sondern auch wegen diesem "geilen" GEfühl, dass es mir brachte. Es dauerte nicht lang und ich landete beim Hausarzt und lies mir das Zeug verschreiben. Seitdem habe ich es öfters konsumiert, allerdings um mich zu berauschen.

Als ich gemerkt habe dass ich es aber sogut wie täglich einwerfe (OHNE Dosis Erhöhung - stetig 100mg) und mich super gut gefühlt habe fing ich an die Sache doch etwas ernster zu nehmen und habe mir selbst eine Regel geschmiedet, gegen die ich nicht verstoßen will, was auch super klappt. Ich nehme das Medikament demnach NUR am Wochenende um mich zu berauschenm sonst nicht . Sollte ich starke, unerträgliche Schmerzen haben nehme ich es natürlich auch, dafür ist es ja auch eigentlich gedacht. Das ist aber derzeit nicht der Fall, da ich viel Schwimmen gehe und das ganze einigermaßen im Griff habe. Ich greife nur zu den Tabletten, wenn es wirklich nicht mehr auszuhalten ist.
Für mich ist Tilidin insofern neben seiner schmerzbefreienden Wirkung sowas wie ein Ersatz für den Alkohol auf einer Party oder die tägliche Schachtel Zigaretten für manch anderen.

Das es nun wieder Leute gibt, die sich jetzt denken "Verdammter Junkie, was soll das" finde ich ziemlich bescheuert.
Mal im ernst, wieviele Menschen trinken ihr tägliches Bier am Abend oder Rauchen ne Schachtel Zigaretten am Tag? Das interessiert die meisten Leute auch nicht, blos weil Alkohol und Zigaretten legal sind.
Ich finde Alkohol mittlerweile uninteressant. Der Rausch ist viel zu unterschiedlich und schwer einzuschätzen , nicht selten trinkt man mal einen über den Durst und fühlt sich am Ende beschissenener als zu Beginn.
Der Kater ma nächsten Tag nervt auch. Wenn ich mir am Wochenende ne Tablette einwerfe, hält die Wirkung über mehrere Stunden, ich bin enfach nur gut drauf und am nächsten Tag fit.
Dafür rauche ich nicht, und ALkohol trinke ich auch sogut wie garnicht mehr.

Ich denke in sofern genau wie Billotin. Tilidin ist bei falschem Gebrauch gefährlich, ich habe ja selbst gemerkt, wie schön das Gefühl ist und wie man immer wieder Lust hat, es auch am nächsten Tag wieder zu konsumieren. Dennoch kann man, wenn man diszipliniert an die Sache geht das ganze sicher gut kontrollieren. Das geht vielleicht nicht jedem so, aber trotzdem muss man nicht alles womit man schlechte Erfahrungen gemacht hat gleich so bitterbös verteufeln wie es hier manche im Thread gemacht haben.
Über die vielen Alkoholtote jedes Jahr denkt man komischerweise beim Wochenendsaufen ja auch nicht soviel nach... Das ist nur meine Meinung dazu.
Man sollte außerdem nicht vergessen dass Opiate wie Tilidin den Körper nicht oder nur unwesentlich schädigen, wenn man davon ausgeht, das das Medikament nicht gefährlich hochdosiert wird! Leber und Nieren werden hier weniger belastet als vom Alkohol, auch das Rauchen von Zigaretten ist wesentlicher schädlicher.
Ich denke dass man bei Opiaten einfach vorsichtiger sein muss als beim Alkohol, dann kann es auch über längeren Zeitraum problemlos konsumieren.

Trotzdem, vorsichtig... da geb ich den meisten hier recht.

Tilidin-süchtig - will da raus

Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
Zitat von Denver Beitrag anzeigen

Allerdings stellte sich neben der Schmerzfreiheit noch ein anderes merkwürdiges Gefühl von Euphorie und Zufriedenheit ein.


Das Zeug fing an interessant zu werden, aber nicht nur wegen der Schmerzbekämpfung sondern auch wegen diesem "geilen" GEfühl, dass es mir brachte. Es dauerte nicht lang und ich landete beim Hausarzt und lies mir das Zeug verschreiben. Seitdem habe ich es öfters konsumiert, allerdings um mich zu berauschen.

Ich nehme das Medikament demnach NUR am Wochenende um mich zu berauschenm sonst nicht .

Für mich ist Tilidin insofern neben seiner schmerzbefreienden Wirkung sowas wie ein Ersatz für den Alkohol auf einer Party oder die tägliche Schachtel Zigaretten für manch anderen.

Das es nun wieder Leute gibt, die sich jetzt denken "Verdammter Junkie, was soll das" finde ich ziemlich bescheuert.

Mal im ernst, wieviele Menschen trinken ihr tägliches Bier am Abend oder Rauchen ne Schachtel Zigaretten am Tag? Das interessiert die meisten Leute auch nicht, blos weil Alkohol und Zigaretten legal sind.
Ich finde Alkohol mittlerweile uninteressant. Der Rausch ist viel zu unterschiedlich und schwer einzuschätzen , nicht selten trinkt man mal einen über den Durst und fühlt sich am Ende beschissenener als zu Beginn.
Der Kater ma nächsten Tag nervt auch. Wenn ich mir am Wochenende ne Tablette einwerfe, hält die Wirkung über mehrere Stunden, ich bin enfach nur gut drauf und am nächsten Tag fit.
Dafür rauche ich nicht, und ALkohol trinke ich auch sogut wie garnicht mehr.

Ich denke in sofern genau wie Billotin. Tilidin ist bei falschem Gebrauch gefährlich, ich habe ja selbst gemerkt, wie schön das Gefühl ist und wie man immer wieder Lust hat, es auch am nächsten Tag wieder zu konsumieren. Dennoch kann man, wenn man diszipliniert an die Sache geht das ganze sicher gut kontrollieren. Das geht vielleicht nicht jedem so, aber trotzdem muss man nicht alles womit man schlechte Erfahrungen gemacht hat gleich so bitterbös verteufeln wie es hier manche im Thread gemacht haben.


Trotzdem, vorsichtig... da geb ich den meisten hier recht.

Hallo Denver,

ich verstehe garnicht, was Du damit bezwecken möchtest, Deine Einstellung hier zu posten.

Brauchst Du jetzt von uns eine Absolution, dass das gerechtfertigt ist, was Du da machst?

Normalerweise sollte man Deinen Text gleich entfernen, da es bestimmt Menschen gibt, die sich jetzt auch so ein "geiles" Gefühl wünschen.

Kannst Du das mit Deinem Gewissen vereinbaren? Denke doch nicht, dass alle die Kraft haben, es nur am WE zu konsumieren, sondern evtl. in Teufelsküche geraten.

Wie blöd muss man eigentlich sein, zu denken, dass Menschen bescheuert sind, die sich über Deinen gewollten Tilidin Rausch und Deine Einstellung hier aufregen?

Vielleicht solltest Du Dir einfach mal ernsthaft überlegen, was Du in Dir berauschen/betäuben willst, womit Du nicht klar kommst, aber bitte unterlasse es zu behaupten, dass gelegentliches Berauschen mit Opiaten besser als der Konsum von Zigaretten und Alkohol ist, das ist Mist was Du da erzählst, und Du gefährdest mit solchen Einträgen auch andere Jugendliche, für die es vielleicht die Einstiegsdroge darstellt.
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Tilidin-süchtig - will da raus

Denver ist offline
Beiträge: 2
Seit: 25.01.12
Was ich bezwecken möchte? Garnichts. ich habe hier meine Meinung zu dem Thema ausgesprochen, da zuvor eine Diskussion stattgefunden hat an der ich mich gerne beteiligen möchte. Ich brauche keine Bestätigung für irgendetwas, solange ich mich unter Kontrolle habe geht es mir gut. Mich interessiert das Thema einfach.Das es hier natürlich Leute gibt, die mich gleich als blöd bezeichnen war mir klar. Es wundert mich nicht ehrlich gesagt.

Natürlich kann ich es mit meinem Gewissen vereinbaren, was ich zuvor geschrieben haben! Wieso auch nicht? Ich habe nämlich nicht mehr getan, als meine eigene Meinung bzw. Sichtweise zu einer bereits vorausgegangen Diskussion über den gelegentlichen Konsum von Opiaten (Tilidin) zu äußern.
Ich habe es gut begründet, warum ich das so sehe und du hast nichts weiter getan als mich als blöd zu bezeichnen und meine Ansichten als gefährlich zu deuten.

Deine nächste Behauptung, ich solle mir doch mal überlegen warum ich mich betäuben will finde ich ziemlich frech und unverschämt. Mir geht es , bis auf die Schmerzen, die ich des öfteren mal habe sehr gut und ich habe keine Probleme die ich damit betäuben will.Ich habe von Wochenendkonsum gesprochen! Also warum diese Unterstellung? Fragst du das einen Raucher oder jemanden, der mal zuviel getrunken hat auch? Wahrscheinlich nicht.

Vielleicht solltest du bevor du mich gleich mit meiner Ansicht angreifen möchtest ALLES durchlesen was ich geschrieben habe. Ich habe deutlich geschrieben dass auch ich ein gewisses Suchtverhalten zu Beginn entwickelt habe und das man sehr vorsichtig sein muss. Ich habe nicht geschrieben "Hey das ist ja ein wahnsinns geiles Gefühl auf Tilidin, das nehm ich jetzt immer".

Ich habe auch nicht gesagt, dass der Konsum von Opiaten besser ist als Alkohol. Ich habe dieses Feststellung für MICH gemacht und begründet warum ich das so sehe! Den Vergleich zu Alkohol und Nikotin habe ich bewusst gewählt, weil beide Drogen sehr schädlich für den Körper sind, und zumindestens Nikotin sehr schnell süchtig macht.

Aber da es scheinbar für manche nicht klar genug war, schreibe ich es nochmal, damit die neugierigen Jugendlichen nicht durch mich geschädigt werden (Achtung, Ironie!)

Opiate machen aufgrund Ihrer euphorischen Wirkung sehr schnell physisch und psychisch abhängig. Ohne Disziplin beim Konsum (und selbst dann) sind sie also gefährlich.

Trotzdem , und du kannst mich ja gerne vom Gegenteil überzeugen, sind Opiate bei Weitem nicht so schädlich wie Alkohol und Nikotin, wenn man von geregeltem Konsum ausgeht.
Falls ich da was völlig falsch verstanden habe lasse ich mich gerne aufklären, habe mich schon viel über Opiate informiert aber es gibt ja vielleicht was, was ich noch nicht weiss.


Und damit keiner auf die Idee komme dass ich mir das hier alles aus den Fingern sauge:

Quelle1
www.suchtpraevention.bundeswehr.de/portal/a/suchtpraev/ (Wobei man hier die langzeitfolgen von Heroin untersucht. Das Suchtpotenzial bei Heroin ist aber so hoch, dass es sogut wie unmöglich ist es gelegentlich zu konsumieren. Es geht mir um die gsundheitlichen Schäden von Opiaten!).

Wenn es so schlimm ist was ich hier geschrieben habe dann löscht es halt.. ich empfind das nicht so, ich hab hier niemanden dazu animieren wollen Opiate zu nehmen, falls das so rüber kam dann tuts mir leid...

Geändert von Denver (26.01.12 um 19:30 Uhr)

Tilidin-süchtig - will da raus

Jaimes ist offline
Beiträge: 1
Seit: 26.01.12
hy ich nehme Tramadol schon jahre ,und mir wurde bei einem Krampfanfall der Füherschein genommen ,bei urinuntersuchungen wurden Opiaten festgestellt die ja auch enthalten sind ,ich nahm 6oo tropfen am tag . Habe danneinen entzug gemacht der war wirklich prutal glaubt mir . Nun nehme ich seit Monaten wieder bis zu 150 tropfen weil ich sonst nicht arbeiten kann vor lauter schmerzen ,bandscheibenvorfall ich bib Dachdecker . Nun möchte ich den Führerschein wieder ,aber brauche ein schmerzmittel wo keine Opiate enthalten sind aber wirken soll ,ich muß Urinproben vorweisen auf denen nichts von Opiaten zu lesen ist . frage was kann ich sonst einnehmen damit die verdammten schmerzen erträglich werden ???? Gruß jaimes

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Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
Hallo Jamies,

ich verstehe Deine Frage sehr gut, nur fürchte ich, wird sie evtl. in diesem Thread untergehen, da nicht alle hier lesen.

Ich würde an Deiner Stelle, da die Frage äußerst wichtig ist, hier im Forum einen eigenen Thread eröffnen, der evtl. Schmerzmittel und Fahrtüchtigkeit heißt.

Im Grunde können ja viele Schmerzmittel die Fahrtüchtigkeit einschränken, gerade die stärkeren. Mir fällt alternativ noch Katadolon ein, habe aber keine Ahnung inwieweit Schmerzmittel im Urin festgestellt werden können und wie Du darauf reagierst.

Ansonsten unbedingt auch Deinen Arzt des Vertrauens fragen, wenn Du einen hast.
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