Rohkost, vegan, Ernährungsumstellung

08.04.09 21:08 #1
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Rohkost, vegan, Ernährungsumstellung

neumond01 ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 07.04.09
lieber harry
nein, den rechner hab ich nicht gekannt, der ist echt gut!
- rohe eier und vor allem fleisch zu essen kann ich mir auch einfach nicht vorstellen... noch schlimmer als gekocht, finde ich. da kommt man doch sicher ohne zurecht.
vielleicht kannst du mir helfen - wie muss ich es denn kombinieren, damit es gut aufgenommen wird?
lg neumond

Rohkost, vegan, Ernährungsumstellung

Yazz ist offline
Beiträge: 307
Seit: 01.10.06
Um einige, wahrscheinlich "typische", Holpersteine aus dem Weg zu räumen, könnte es auch interessant sein, sich zu Beginn gemäss der sog. Trennkost an die rohe Ernährung heran zu tasten. Damit lässt sich recht trittsicher die jeweilige Mahlzeit umsetzen. Und es mag helfen, im Rohköstlichen anzukommen.

Auf die Schnelle zB diese:

Trennkost-Tabelle

Meine "Top-5" der anfänglichen Fehler (vlt. mögt ihr rohen, rohgesinnten und rohexperimentierenden diese ja ergänzen, erweitern...):

- zuviel Obst & vor allem Trockenfrüchte
- zu wenig Salz (in Form von Solen)
- zu wenig Gemüse
- Würzen, Salzen von Nahrungsmitteln
- Glaubenssätze, die eine funktionierende Ernährung verhindern
( zB: "Wenn ich nur xyz mache, geht es mir gut / bin ich gesund / usw." )

In diesem Sinne - lasst es Euch schmecken!

Rohkost, vegan, Ernährungsumstellung
dave22
War auch 2 Jahre lang "Rohköstler", davon 1 Jahr sogar Frutarier!

Die Argumente für Rohkost haben sich für mich auch immer sehr plausibel angehört, und die Argumente dagegen überhört man getrost, weil die Rohkost, so wie bei mir, ja einige (bzw bei mir sogar alle) Krankheiten verschwinden liess.

Das is irgendwie wie so ein denken, wenn jemand dir das Leben rettet, bleibst du ihm auf ewig verbunden. Tja und irgendwann hab ich dann angefangen das ganze etwas logischer zu sehen.

Als Rohköstler hat man ja heutzutage eine recht breite Nahrungspalette, aber hat sich mal einer von den Rohköstlern Gedanken gemacht, was wäre zB vor 100 Jahren, im tiefsten Winter irgendwo in Europa, wo keine Früchte aus dem Ausland eingeflogen werden, wo das einzige was du hast, Getreide, Milch, Fleisch und Fisch sind. Ich meine es heisst ja immer das Rohkost die natürlichste Form der Ernährung sei. Dann soll mir ein Rohköstler in Deutschland doch mal zeigen, wie er sich regional, und saisonal, auch über den Winter ernährt ...


Ich will hier niemanden angreifen der sich so ernährt, aber ich habe halt in dem Bereich doch auch so meine Erfahrungen gemacht, und will auch nur mal die negative Seite der Medaille aufzeigen.

just my 2 cents



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Rudi Ratlos ist offline
Beiträge: 2.069
Seit: 01.02.08
Zitat von dave22 Beitrag anzeigen
Ich meine es heisst ja immer das Rohkost die natürlichste Form der Ernährung sei. Dann soll mir ein Rohköstler in Deutschland doch mal zeigen, wie er sich regional, und saisonal, auch über den Winter ernährt ...
Du hast völlig recht. Nur übersiehst du, dass Dtl nicht gerade der natürliche Lebensraum für Affen wie uns ist. All die "gute Küche" ist ein Produkt der Not.
__________________
Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

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Harry Biber ist offline
Beiträge: 240
Seit: 12.09.04
Zitat von dave22 Beitrag anzeigen
War auch 2 Jahre lang "Rohköstler", davon 1 Jahr sogar Frutarier!

Die Argumente für Rohkost haben sich für mich auch immer sehr plausibel angehört, und die Argumente dagegen überhört man getrost, weil die Rohkost, so wie bei mir, ja einige (bzw bei mir sogar alle) Krankheiten verschwinden liess.

Das is irgendwie wie so ein denken, wenn jemand dir das Leben rettet, bleibst du ihm auf ewig verbunden. Tja und irgendwann hab ich dann angefangen das ganze etwas logischer zu sehen.

Als Rohköstler hat man ja heutzutage eine recht breite Nahrungspalette, aber hat sich mal einer von den Rohköstlern Gedanken gemacht, was wäre zB vor 100 Jahren, im tiefsten Winter irgendwo in Europa, wo keine Früchte aus dem Ausland eingeflogen werden, wo das einzige was du hast, Getreide, Milch, Fleisch und Fisch sind. Ich meine es heisst ja immer das Rohkost die natürlichste Form der Ernährung sei. Dann soll mir ein Rohköstler in Deutschland doch mal zeigen, wie er sich regional, und saisonal, auch über den Winter ernährt ...
Hallo Dave,

deine Einwände sind nicht ganz unberechtigt, zumal im im rein veganen Kontext.
Aber was spricht den dagegen, die von Dir oben genannten Sachen auch roh zu verzehren.
Rohköstler zu sein, heißt ja nicht zwangsläufig sich nur von tropischen Früchten und einheimischen Gemüsen und Wildkräutern zu leben.
Ich esse im Winter sehr viel angekeimtes Getreide, Fleisch und Fisch und abundzu auch Rohmilchkäse.

Ich bin sogar der Meinung, dass eine (reine) vegane rohköstliche Ernährung hier im "kalten" Mitteleuropa mittel- bis langfristig nicht möglich ist.

Liebe Grüsse, Harry

Rohkost, vegan, Ernährungsumstellung
dave22
Zitat von Rudi Ratlos Beitrag anzeigen
Nur übersiehst du, dass Dtl nicht gerade der natürliche Lebensraum für Affen wie uns ist.
Naja, darüber habe ich als Christ sowieso eine andere Sichtweise. Aber das ist ein anderes Thema.


@HarryBiber

Naja, ich kann mich noch erinnern, an die Energie die ich in Rohkostzeiten hatte. Und es ging mir, abgesehen von mentalen Problemen (unter anderem dauerndes denken ans Essen, und Verlangen nach Getreide) und das ich ca. alle 2 Stunden Essen musste um satt zu sein, sehr gut. Achja, und das ich ausgesehen hatte, als würde ich jeden Moment tot umfallen.

Ich ernähre mich aber nun vollwertig und vegetarisch und ich muss sagen es geht mir genauso gut, ich würde sogar sagen besser, als mit der Rohkost. Meine Meinung ist, eine kurzfristige rohköstliche Ernährung, ist sicher gut um die meisten Probleme in den Griff zu kriegen. War bei mir auch so. Aber eine dauerhafte Ernährung stellt die Rohkost, zumindest für mich, nicht mehr dar.

Geändert von dave22 (03.05.09 um 11:47 Uhr)

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Rudi Ratlos ist offline
Beiträge: 2.069
Seit: 01.02.08
Zitat von dave22 Beitrag anzeigen
Naja, darüber habe ich als Christ sowieso eine andere Sichtweise. Aber das ist ein anderes Thema.
Auch Christen erfrieren hier im Winter, ohne Heizung, ohne Kleidung und andere Kulturgüter.
__________________
Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

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dave22
Folgenden Artikel hab ich vor kurzem im Internet gefunden:

http://www.josef-stocker.de/vegan_irrweg.pdf

Lasst euch bitte nicht von dem "vegan_irrweg" abhalten, den Artikel zu lesen. Ich kenne das aus meiner damaligen Rohkostzeit, da hab ich solche negativen Aussagen über den Weg, den ich als richtig ansah, gemieden.

Ich kann mich noch gut erinnern, das in diversen Artikeln geschrieben wurde, das zB der Verfall der Zähne (Karies), damit begann, als der Mensch anfing seine Nahrung zu kochen. Dazu kann ich noch beitragen, in meiner Rohkostzeit, hatte ich sehr wohl Probleme, unter anderem mit meinen Zähnen. Auch zB .Zahnstein, der sich an der Hinterseite meiner Frontzähne festsetzte. Aber gut, ich sah das als normal an, hatte das schon mein ganzes Leben, wie die meisten anderen wohl auch. Als ich dann wieder anfing zu kochen, mich vollwertig ernährte und jede Menge Vollkorn statt Weißbrot ass, war der Zahnstein und die anderen Zahnprobleme auf einmal Weg. Dies war nur eine kleine Veränderung unter anderen, die mich im Bezug auf meine aktuelle Ernährungsweise sehr positiv stimmen.

Vor kurzem hat jemand hier mal geschrieben, das die Probleme anfingen, als der Mensch anfing, die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wir teilen immer alles in gut und schlecht und entfernen das in unsren Augen "Schlechte". Damit will ich zB nochmal auf das Thema Vollkorn zurückkommen. Mir war einfach suspekt, das doch schon in der Bibel steht, das Brot ein Grundnahrungsmittel sei. Warum werden wir dann alle krank davon? Tja, logisch schien das ganze zu werden, als ich mich weiter mit dem Thema beschäftigte. Damit wären wir wieder beim teilen in gut und böse. Wir nehmen das Korn, mahlen es, und nehmen das Weisse mehl (das ja eigentlich nur so eine Art Kleber ist) zum Backen u.a., und verfüttern die Schale (die ja eigentlich die ganzen Vitamine und Mineralstoffe enthält) an die Tiere. Und so geht das ganze mit vielen Lebensmitteln.

Seitdem ich selber koche, und immer nur einzelne frische Zutaten kaufe (nichts verarbeitetes), geht es mir blendend.

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zadorra125 ist offline
Beiträge: 149
Seit: 28.02.09
Zitat von dave22 Beitrag anzeigen
Folgenden Artikel hab ich vor kurzem im Internet gefunden:

http://www.josef-stocker.de/vegan_irrweg.pdf

Lasst euch bitte nicht von dem "vegan_irrweg" abhalten, den Artikel zu lesen. Ich kenne das aus meiner damaligen Rohkostzeit, da hab ich solche negativen Aussagen über den Weg, den ich als richtig ansah, gemieden.
Mmh also auf der Suche nach meinen Symptomen habe ich auch viel über vegane Ernährung gelesen. Ich hatte zu dem wo meine Katze so krank war, ein Eckel auf Fleisch. ( Ich weine um ein Kätzchen und schmeisse ein Tier was auch weinte in die Pfanne)

Es passte in mir nicht mehr, aber ich kann ohne Fleisch nicht, besser gesagt ich schon, aber mein Körper nicht. Ich habe meinen Flieschkosum drastisch reduziert. Esse nur noch Fleisch wenn ich es brauche, und da höre ich auf meinen Körper.

Zudem kaufe ich richtig ein, und wie das geht, weiß jeder!

Wie gesagt ich lese mich seit Wochen durch das Internet, aber bei Krankheiten mit Magen Darm, findet man die meisten Vegetaria oder Rohköstler!

Ich kann mich noch gut erinnern, das in diversen Artikeln geschrieben wurde, das zB der Verfall der Zähne (Karies), damit begann, als der Mensch anfing seine Nahrung zu kochen. Dazu kann ich noch beitragen, in meiner Rohkostzeit, hatte ich sehr wohl Probleme, unter anderem mit meinen Zähnen. Auch zB .Zahnstein, der sich an der Hinterseite meiner Frontzähne festsetzte.
Karries ist ein Virus oder Bakterie, weiß das jetzt nicht im moment, aber er ist ansteckent, für Herzentzündungen verantwortlich, findet man im Magen Darmbereich bei Entzündungen. Er ist das wo Zahnstein auch ist, und Zahnstein ist ein Zeichen das der Körper übersäuert ist.


Vor kurzem hat jemand hier mal geschrieben, das die Probleme anfingen, als der Mensch anfing, die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wir teilen immer alles in gut und schlecht und entfernen das in unsren Augen "Schlechte". Damit will ich zB nochmal auf das Thema Vollkorn zurückkommen.

Es gibt kein gut und schlecht, nur ist das was du für gut heißst, nicht unbediengt dienlich gut für mich. Das muss doch jeder selbst wissen.

Jeder sollte genau wie du dave entscheiden was er tut, ob Vollkorn, Vegan, oder Fleisch!

Du warst lange für deine vegane Ernährung, jetzt hast du das verändert, müssen alle Menschen deinem Vorbild folgen?

Mir war einfach suspekt, das doch schon in der Bibel steht, das Brot ein Grundnahrungsmittel sei. Warum werden wir dann alle krank davon?
Was die Menschen früher wussten und aßen, ist doch anders wie heute. Das was früher gut war, zählt doch heute nicht mehr!

Früher aßen die Menschen wenn überhaupt einmal die Woche Fliesch, klar muss da eine Ernährung anders aussehen wie heute!

Brot macht doch nicht krank! (wenn dann nur das gespritzte Korn! und immer das frische Brot, das niemand verträgt)

Tja, logisch schien das ganze zu werden, als ich mich weiter mit dem Thema beschäftigte. Damit wären wir wieder beim teilen in gut und böse. Wir nehmen das Korn, mahlen es, und nehmen das Weisse mehl (das ja eigentlich nur so eine Art Kleber ist) zum Backen u.a., und verfüttern die Schale (die ja eigentlich die ganzen Vitamine und Mineralstoffe enthält) an die Tiere. Und so geht das ganze mit vielen Lebensmitteln.

Seitdem ich selber koche, und immer nur einzelne frische Zutaten kaufe (nichts verarbeitetes), geht es mir blendend.
mmh ich koche mein lebenlang selbst, ich entscheide doch was im Kochtopf liegt, oder auf dem Tisch

lg Pia

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dave22
Zitat von zadorra125 Beitrag anzeigen
Du warst lange für deine vegane Ernährung, jetzt hast du das verändert, müssen alle Menschen deinem Vorbild folgen?
Vielleicht hab ich das etwas falsch rübergebracht. Meiner Ansicht nach ist eine rein vegane rohköstliche (!!!) Ernährung problematisch, jedoch nicht in der Kochkost. Ich ernähre mich selber im Moment bis auf einige kleine Experimente mit roher Milch im letzten Monat vegan.

Auch wollte ich damit nur sagen, das man es sich wirklich sehr gut überlegen sollte, mit der Rohkost. Weil es ging mir genauso, man rutscht da immer tiefer rein, befindet immer mehr sachen für schlecht. Es gab teilweise echt Tage, da hatte ich Angst mein Herz würde aufhören zu schlagen, weil mein Blutdruck so niedrig war. Und ich hab das alles hingenommen, weil es ja schliesslich "Entgiftungssymptome" waren. Man kann sich aber auch alles schön reden ...

Wenn es so wäre, wie zB Viktoria Boutenko schreibt, das der Körper wirklich nur rohe Nahrungsmittel verwerten kann, dann hätte ich weit vor meinem 18 Lebensjahr schon tot sein müssen.

Zitat von zadorra125 Beitrag anzeigen
Brot macht doch nicht krank! (wenn dann nur das gespritzte Korn! und immer das frische Brot, das niemand verträgt)
Naja, warum werden dann immer mehr und mehr Leute Gluten Intolerant? Wenn man den Körper immer und immer wieder mit Auszügen aus irgendwelchen Nahrungsmitteln füttert? Das Zucker (zumindest der raffinierte) nicht sehr förderlich für die Gesundheit ist (ums mal milde auszudrücken), sind sich die meisten Ernährungswissenschaftler einig, aber die Sache mit dem Weißmehl zB wird einem eigentlich nur so durch die Blume halbwegs klar, bzw wird verharmlost, obwohls ja eigentlich nur eine Zeitverzögerte Form von Zuckermast (mir is kein anderes Wort eingefallen) ist. Ich hab zB vor kurzem gelesen, das Häftlinge in Asien, die nur weissen Reis zu essen bekamen, nach kurzer Zeit an diversen Mängeln starben, während dies jedoch bei Vollkornreis, nicht passiert ist.

Zitat von zadorra125 Beitrag anzeigen
mmh ich koche mein lebenlang selbst, ich entscheide doch was im Kochtopf liegt, oder auf dem Tisch.
Damit hab eigentlich gemeint, das ich keine Fertigprodukte kaufe, weil viele Leute diese ja ins "kochen" miteinbeziehen. Ich glaube halt, je mehr Verarbeitungsschritte ein Lebensmittel hinter sich hat, desto wertloser wird es. Ich weiss dass das auch das Hauptargument der Rohkosttheorie ist, aber ich denke dass das Erhitzen eins der wenigen harmlosen Sachen ist.

Ich meine, unsere hygienischen Verhältnisse werden immer besser, wir haben immer bessere medizinische Versorgung (okay darüber lässt sich streiten, evtl. immerhin besser als noch vor 50 Jahren) ... und trotzdem immer mehr und vor allem immer mehr verschiedene Krankheiten entstehen. Ich weiss, das die Umweltverschmutzung da auch einen großen Beitrag leistet, aber man kann auch nicht leugnen, das unsere Nahrungsmittel immer mehr und mehr zur Unkenntlichkeit verarbeitet werden. Ich hoffe du weisst, was ich damit sagen will bzw worauf ich hinaus will.

Geändert von dave22 (03.05.09 um 14:28 Uhr)


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