Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

20.10.15 08:47 #1
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Juliane50 ist offline
Beiträge: 792
Seit: 31.01.12
Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer über die "Kollateralschäden" auch veganer Ernährung


"Nur wegen der Fleischesser werden Tiere geschlachtet?
Weit gefehlt, auch die vegane Ernährungsweise fordert ihre Opfer."

https://www.youtube.com/watch?v=114dGfHFvY0
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Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Lillebro ist offline
Beiträge: 109
Seit: 04.08.12
Na ja, Udo Pollmer ist bereits sehr bekannt für seine Stellungnahmen und Ausführungen.
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AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Oregano ist gerade online
Beiträge: 62.194
Seit: 10.01.04
Hallo,

man mag über Udo Pollmer denken, was man will. Er will ja auch provozieren, und das gelingt ihm immer wieder.

Was ich inhaltlich erschreckend finde, ist, daß beim Getreideanbau offensichtlich grosse Mengen an Gift verwendet werden, um u.a. Mäuse zu vergiften. Gleiches gilt für die Aufbewahrung des Getreides in Silos.

Giftweizen gegen Ratten und Mäuse mit Bromadiolon
Landwirtschaft: Millionen Feldmäuse fressen Bauern die Ernte weg - DIE WELT

Da in der Landwirtschaft oft die Regel "viel hilft viel" angewandt wird, dürfte also eine ganze Menge Gift auf die Felder und in die Silos ausgebracht werden.

Grüsse,
Oregano
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Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Lillebro ist offline
Beiträge: 109
Seit: 04.08.12
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo,

man mag über Udo Pollmer denken, was man will. Er will ja auch provozieren, und das gelingt ihm immer wieder.

Grüsse,
Oregano
Nachdem ich mir tatsächlich die Zeit genommen habe und in das besagte Video reinguckte sträubten sich mir die Haare und ich habe selten derart dümmliche und oberflächliche Aussagen gehört!

Er erzählt etwas über einen "Veganer Luxuskonsum" (was auch das immer heissen mag) und über "kleine pelzige Tierchen", die in engen Waben leben müssen (Bienen?) und so geht es weiter.

Solcherlei Beiträge heben nicht gerade das Nivaeu dieses Forums!
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Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Karde ist offline
Beiträge: 5.018
Seit: 23.05.12
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Da in der Landwirtschaft oft die Regel "viel hilft viel" angewandt wird, dürfte also eine ganze Menge Gift auf die Felder und in die Silos ausgebracht werden.
Hallo Oregano
Mäuse und Ratten sind überall in der Natur schnell mal eine Plage. Aber es gibt genügend Vögel und Tiere die sich von Mäusen ernähren - wenn man ihnen den benötigten Lebensraum gibt. Leider ist das bei der Art wie Getreide im "Grossen" angebaut und verarbeitet wird, nicht möglich.
Biobetriebe oder sogar Permakultur geht da zum Beispiel schon eher "Hand in Hand" mit Tieren und die Produkte sind auch viel besser.
herzliche Grüsse
Béatrice
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AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Oregano ist gerade online
Beiträge: 62.194
Seit: 10.01.04
Hallo Karde,

wenn man sich Statistiken ansieht, wieviel Menschen auf der Welt sich "öko" ernähren können, dann ist das eine verschwindend geringe Zahl. Insofern ist das wenigstens gegenwärtig keine wirkliche Lösung.

Es scheint doch etwas dran zu sein, daß vegane bzw. vegetarische Ernährung nicht unproblematisch sein kann:

...
Unbestreitbar ist in jedem Fall: Die Produktion pflanzlicher Lebensmittel kann per se keine nachhaltige Ernährung garantieren und kein Tierleid vermeiden.
...
Auch Ökolandbau findet auf Äckern statt, für die grundsätzlich bestehende, natürliche Ökosysteme (und somit die Lebensgrundlage vieler Tiere) umgebrochen und zerstört werden. Das bedeutet auch, dass konsequent bewirtschaftete Weidehaltung (d.h. der Erhalt und die Pflege von Grünland) grundsätzlich einen geringeren Eingriff in die Natur bedeutet, als der Ackerbau.)
...
Um den Planeten zu retten ist sicherlich der beste Weg, bei der Ernährung nachzudenken und lokale Gegebenheiten zu beachten. Das ist so einfach, wie es klingt: Weideland wie die amerikanischen Great Plains eignet sich hervorragend zur nachhaltigen Tierhaltung. Permakulturen und der Einsatz mehrjähriger Pflanzen zeigen, dass nachhaltige Ernährung auf Pflanzenbasis durchaus möglich ist. Wer in Gegenden mit weniger fruchtbarem Grünland wohnt, für den macht eine Ernährung durch Weidetiere durchaus Sinn. In Küstenregionen ist der Griff zu Fisch zweifelsohne sinnvoller, in den Tropen wächst reichlich Obst. Überall bestehen (noch) gesunde, traditionelle Ökosysteme, die blühen und vielen Menschen ein Überleben ermöglichen. Fazit Die beste und, wie ich meine, einzig richtige Antwort auf die Frage, wie wir alle uns ernähren sollten ist: Gar nicht. Eine pauschale, globale Lösung kann es nicht geben und es hat sie nie gegeben. "Wir alle sollten Fleisch essen!" scheint daher genauso falsch wie "Wir müssen Gemüse essen, weil das effizienter ist!" Es ist müßig, aufrechnen zu wollen, welche Ernährung die bessere sei: Es ist schlichtweg unmöglich. Stattdessen sollte jeder einzelne für sich und seine Situation ermitteln, was das beste für ihn und seine direkte Umwelt ist. Regionale, saisonale Lebensmittel sind dabei ein wichtiges Stichwort. Wer die Welt verbessern möchte, sollte vor der eigenen Haustür anfangen.
...
Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?

Grüsse,
Oregano
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AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Tierfan ist offline
Beiträge: 146
Seit: 19.05.15
Ich finde jeder sollte bei seinem Konsum so viel Leben wie nur möglich schonen.

Nur weil bei pflanzlicher Ernährung auch Tiere sterben heißt es doch nicht, dass man deshalb auch noch weitere Tiere für den Konsum züchten muss. Das ist doch keine Rechtfertigung.
Viel mehr sollte man an Lösungen arbeiten, wie man den Tod der Tiere auch bei der pflanzlichen Ernärung verhindern kann. Wie schon oben geschrieben sind Permakultur bzw. Mischkultur einer der Ansätze, da sie unter anderem nicht so oft und drastisch Schädlingen zum Opfer fallen.

Menschen werden ja auch durch andere Menschen z.B. in Notwehr und bei Unfällen getötet, keiner käme aber auf die Idee zu sagen, dass man daher allgemein die Tötung legalisieren sollte weil es ja eh passiert.

Bei dem Link mit dem Weidefleisch würde mich interessieren, wie viele Weiden wir bräuchten, um alle Menschen mit Fleisch zu ernähren, und ob die Flächen hierzu ausreichen. Das bezweifle ich.

Des weiteren wird in dem Film angebracht, dass man Grünweiden ausschließlich für Tierhaltung oder Tierernährung nutzen könne.
Aus ungenutzten Weiden würden aber laut einem Link von Oregano wieder Wälder entstehen, welche durchaus auch anders genutzt werden könnten. Der hier im Forum viel zietierte Dr. Mutter hat ein Buch geschrieben welches "Grün essen" heißt.
Demnach kann man für die Menschliche Ernährung "Grünzeug" auch aus Wäldern sehr gut nutzen, und das im Film des Herrn Pollmer genannte Getreide und Obst sind laut Dr. Mutter für die Gesundheit eh kontraproduktiv.

Liebe Grüße,
Tierfan.

AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Karde ist offline
Beiträge: 5.018
Seit: 23.05.12
OT
Was mir zum Ganzen noch einfällt.. es gibt auch wieder in der Schweiz Gegenden wo niemand mehr Tiere halten will. Aber in Alpregionen ist es auch wichtig diese Hänge durch Tiere abgrasen zu lassen - und ich nehme mal an, dass dieses Fleisch sicher eines der gesündesten ist.
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Tierfan ist offline
Beiträge: 146
Seit: 19.05.15
Ich kenne mich mit den alpenregionen zwar nicht aus aber falls diese Bereiche wirklich durch Tiere abgegrast werden müssen heißt es ja nicht automatisch, dass sie letztendlich getötet werden müssen. Bei der pflanzlichen Lebensweise dürften sie grasen wie viel sie wollen bzw. wie viel sinnvoll ist und müssten eben nicht getötet werden.

AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Karde ist offline
Beiträge: 5.018
Seit: 23.05.12
.. das Problem ist doch, dass es ja Männlein und Weiblein gibt und darum immer auch Junge. Ob Kastration und Sterilisation von allen natürlich wäre, ich glaube nicht und die Tiere auch getrennt zu halten ist nicht artgerecht, so ist eine Gruppe Hühner friedlicher wenn sie auch einen Hahn haben.
Aber sicher sollten alle Tiere mehr Jahre leben dürfen als bis Anhin..
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