Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

20.10.15 09:47 #1
Neues Thema erstellen
AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Tierfan ist offline
Beiträge: 128
Seit: 19.05.15
Ich würde kastration und/ oder Sterilisation schon besser finden, als die natürliche Vermehrung und dann die Tötung. Von beiden “übeln“ finde ich geburtenkontrolle besser, weil niemand dafür sterben muss. Wie man es genau umsetzen kann müsste man natürlich noch gucken, ich kenn diese tiere ja gar nicht. Pflegestellen lassen ihre tiere ja auch kastrieren weil sie keinen Nachwuchs haben wollen.

AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Karde ist offline
Beiträge: 4.980
Seit: 23.05.12
Ich machte mir schon viele Gedanken darüber, aber ich glaube "im Grossen" ist alles noch nicht umsetzbar. Bezüglich Geburtenkontrolle, klar kann man die etwas steuern... so hat zb. meine Freundin Geissen, welche sie dafür braucht, den Wald rund um ihr Heim in Ordnung zu halten.. sie melkt sie auch und das kann sie über 3 Jahre, es muss nicht jährlich 1-2 mal ein Junges geboren werden, wie es in den"Produktionsbetrieben" gemacht wird. Wenn eine stirbt ist es altershalber oder allenfalls infolge Krankheit.
"Mit den Tieren leben heisst, sie nicht als Sache zu sehen"
Herzliche Grüsse
Béatrice
__________________
Alles was ich anschaue --- schaut zurück

AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Juliette ist offline
Beiträge: 4.667
Seit: 23.04.06
Ich glaube, dass es das Optimum und eine verallgemeinernde Lebensweise nicht geben kann in der Materie, so wie wir sie jetzt haben. Das Einzige, was wirklich kontraproduktiv ist, sind Extreme, auch extreme Befürworter und Gegner. Ich muss da an Kayens Gleichnis denken mit dem Schnee, dem Schneemann und dem Loch.

Das Muster der Unendlichkeit

Wer an einer Stelle etwas macht, wird an anderer Stelle etwas zerstören müssen, denn in der Materie ist es so, dass einer von dem anderen lebt, anstatt dass man miteinander leben kann. Und somit wird nie ein vollkommenes Gleichgewicht möglich sein, wenn der Mensch glaubt hier etwas Gutes zu tun. Etwas Gutes zu wollen und es auch gut zu machen mit den jetzt zur Verfügung stehenden Recourcen ist in der Materie nicht möglich, behaupte ich einmal. Man kann nur versuchen die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, das ist machbar, denke ich.

Bei jeder Zerstörung, egal welcher Art, geht es meist um das Versorgtsein des Menschen und dessen Grundbedürfnisse. Und auch Veganer, die per Flugzeug ihr Obst einfliegen lassen und die hier täglich ihre Ration brauchen, sind nicht davor gefeit, in der Umwelt für Nebenwirkungen zu sorgen. Da geht es genauso um Verpackungsmaterial, um Vögel, die beim Flug auf der Strecke bleiben und um Arbeiter, die für die Veganer ihre Zeit opfern müssen ect. Das einem das nicht gefällt, ist verständlich, aber letztendlich, wie will man es verhindern?

Grüsse von Juliette

AW: Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion

Tierfan ist offline
Beiträge: 128
Seit: 19.05.15
Man kann natürlich nicht alles verhindern, aber jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie groß sein ökologischer Fußabdruck ist. Dazu gehören sowohl die pflanzliche Ernährung, daneben /gleichzeitig möglichst saisonale Ernährung, und natürlich regionale Ernährung.
Es geht auch darum möglichst keinen Müll zu produzieren, keine unnötigen Reisen zu machen usw.

Es gibt z.B. das Modell der solidarischen Landwitrschaft (solawi) und dann noch in vegan, siehe hier:
Gemeinschaftsg?rtnerei Wildwuchs Startseite

Dort wird alles was angebaut wird verbraucht, nichts weggeschmissen. Die Leute gehen selbst aufs Feld und wissen, wie ihre Lebensmittel wachsen und geerntet werden. Ohne tierischen Dünger.
Das ist eine ganz andere Art des Konsums und des Lebens.

Bestimmt hat auch diese Lebensform irgendwelche Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten aber ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber einfach pauschal zu behaupten "Tiere müssen immer sterben bei Lebensmittelproduktion" finde ich nicht gut weil es eher dazu dient, die Zustände wie sie jetzt sind so zu belassen, nach dem Motto "so ist es halt, besser kann es nicht werden, und die die es versuchen, machen es eh nicht besser".

Man sollte meiner Meinung nach einen Schritt nach dem anderen machen, z.B. in dem zuerst anfängt, sich pflanzlich zu ernähren, und dann guckt, wie man diese Ernährung oder sonstige Lebensweise noch soweit ändern kann, dass man noch weniger Schäden anrichtet.

Und klar: Auch wenn man sich noch so bemüht, kein Auto fährt, streng vegan, regional, saisonal usw. lebt, nur Mehrweg- oder gar keine Verpackungen benutzt kann es trotzdem passieren, dass man ungewollt eine Maus zertritt oder sonst was anrichtet.
Aber das dann als Rechtfertigung dafür zu benutzen, dass man gar nicht erst versucht Lebewesen und die Natur zu schonnen, finde ich total falsch.


Optionen Suchen


Themenübersicht