Veganerin werden

21.07.15 15:16 #1
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Neelchen ist offline
Beiträge: 10
Seit: 11.05.15
Hallo liebe Community,

ich möchte Veganerin werden. Einfach, weil ich mich gesünder, ausgewogener und "moralisch einwandfreier" ernähren möchte. Nun hört man aber auch immer wieder, dass man bei der veganen Ernährung möglicherweise nicht alle Nährstoffe bekommt, die der Körper benötigt. Stimmt das denn? Und wenn ja, welche Nährstoffe betrifft das denn?

AW: Veganerin werden

Oregano ist offline
Beiträge: 60.875
Seit: 10.01.04
Hallo Neelchen,

im Netz gibt es etliche Seiten, die quasi als Einführung zum veganen Essen und Leben dienen können, z.B.:

https://veganesauge.wordpress.com/20...ein-crashkurs/
Vegan - Informationen über die gesündeste Ernährung
Vegane Ernährung & Veganes Leben - Für Anfänger und Fortgeschrittene
...

Grüsse,
Oregano
__________________
Interessieren Sie sich für die Gedanken und Meinungen Ihres Gegenübers ohne sie zu bewerten.

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Juliane50 ist offline
Beiträge: 758
Seit: 31.01.12
Hallo Neelchen,

man muss sich schon intenstiv mit dem Thema beschäftigen. Muss wissen, was man so braucht und wissen, was in veganer Nahrung fehlt (B12, Omega3) und vorallendingen darf man nicht zu den vielfach angebotenen Fleischersatzprodukten greifen.

Mein Tipp ist auch mal hier zu schmökern, um zu erfahren was Nahrungsmittel so alles im Körper bewirken können:

Fleisch oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage

https://www.yumpu.com/de/document/vi...hier-die-frage

Mehr Leseproben aus dem

Das Wirk und Kochbuch
Leo Pruimboom, Martin Rinderer ,Daniel Reheis

Wirk + Kochbuch: Amazon.de: Leo Pruimboom, Martin Rinderer, Daniel Reheis: Bücher Wirk + Kochbuch: Amazon.de: Leo Pruimboom, Martin Rinderer, Daniel Reheis: Bücher
https://www.yumpu.com/de/document/vi...issenschaftler

https://www.yumpu.com/de/document/vi...richt-das-buch
https://www.yumpu.com/de/document/vi...ltsverzeichnis
https://www.yumpu.com/de/document/vi...riers-syndrome

https://www.yumpu.com/de/document/vi...ormon-syndrome
https://www.yumpu.com/de/document/vi...hier-die-frage

https://www.yumpu.com/user/mipheno

LG Juliane

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Magg ist offline
Beiträge: 1.780
Seit: 26.06.10
Kann davon nur vehement abraten, eine derartige Mangelernährung zu praktizieren. Gesund ist das nämlich nicht und abwechslungsreich kann man sich auch mit Fleisch ernähren.

Veganerin werden

blunsi ist offline
Beiträge: 329
Seit: 14.05.14
Hallo Neelchen,

ich denke, mit Deinem Programm, Joggen und möglichst vegan leben, bist Du ganz auf dem richtigen Weg zu mehr Fitness, mehr Körpergefühl und damit auch einem besseren Aussehen! Ich versuche mich auch weitgehend vegan zu ernähren (im Winter hab ich zwar gelegentlich auch mal Lust auf Fleisch , wobei mir das im Nachhinein häufig gar nicht so gut tut), aber im wesentlichen ernähre ich mich vegan! Besonders auch durch den weiteren Verzicht auf Milchprodukte (ich hatte noch Joghurt auf meinem "Programm"), bin ich auch um die Taille herum nochmals schlanker geworden!

Und solange man kein "Pudding-Veganer" wird, sondern man kann sich sehr wohl auch vegan sehr ausgewogen ernähren!, solange macht man es m.M. richtig! Ich sehe nie so viele gut aussehende, extrem schlanke Frauen und Männer irgendwo, wie bei meinem Lieblings-Veganer. Schau doch mal, wie die "gesunden Fleischfresser" in den ganzen Fleisch-Restaurants aussehen! Sieht so "Gesundheit" aus Wohl kaum...

Also, lass Dich nicht verunsichern, sondern informiere Dich, wie man vegan schmackhaft kocht, z.B. hier ein veganes Kochbuch:

http://www.amazon.de/Meine-vegane-K%.../dp/3038007412

Oder ein anderes...

An NEM nehme ich insbesondere auch Eisen* und B12 und esse viele Nüsse, um an meine Proteine zu kommen, und wenn Du bspw. auch bei Attila Hildmann schaust oder auch bei Barbara Rütting, dann basieren ganz viele Rezepte auf Nüssen.

*Eisen jedoch bitte nur unter therapeutischer Kontrolle, mir reichen derzeit ergänzend ca. 4 - 8 mg pro Woche, aber das ist wohl total individuell und manche Veganer haben auch nicht einmal einen zusätzlichen Eisenbedarf.

Viele Grüße blunsi

Geändert von blunsi (21.07.15 um 20:01 Uhr)

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Neelchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 10
Seit: 11.05.15
Wow Vielen lieben Dank für die vielen Antworten, Hinweise und Links Da kann ich mich ja jetzt mal richtig schön in's Thema einarbeiten! Spitzen Forum hier

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lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo Neelchen,

meine langjährigen Erfahrungen mit veganer und vegetarischer Ernährung haben gezeigt, dass es eine Weile gut tun kann. (Voraussetzung, wie Blunsi so schön schreibt: kein Pudding- und Nudelveganer) und zur kurmäßigen Anwendung völlig unproblematisch ist. Es kam aber dann immer die Zeit wo mich ein starkes Bedürfnis nach tierischem Eiweiß befallen hat, und das war gut so. Es gab dann immer auch Nahrungsmittel (auch "gesunde"), die ich plötzlich überhaupt nicht mehr mochte. Es kam auch vor, dass ich bei gemischter oder einseitiger fleisch- u. wurstlastiger Ernährung plötzlich eine Abneigung gegen Fleisch und Wurst hatte, und das hatte wohl auch seinen Grund, bedeutet aber für mich nicht, dass ich generell kein Fleisch essen soll.

Insbesondere wenn man sich natürlich und vitalstoffreich, ohne Zusatzstoffe und ohne Junkfood (auch Zucker und Weißmehl) ernährt, kann man sich bald sehr gut auf seinen Appetit und seine Gelüste verlassen. Zum Teil kann man anhand dessen sogar auf beginnende Defizite oder einen höheren Bedarf an bestimmten Biostoffen schließen.

Man soll keine ideologische Angelegenheit aus seiner Ernährung machen sondern seine individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Mit veganer/vegetarischer Ernährung macht man nichts falsch solange man nicht gegen seine Bedürfnisse lebt, die eben der Appetit durchaus zuverlässig anzeigt. Es gibt aber auch in der veganen Ernährung Effekte, die problematisch werden können, z.B. wenn man nicht genügend hochwertiges Eiweiß isst oder NM ungünstig kombiniert. Dazu hat Müller-Burzler einiges veröffentlich (kann auf seiner HP nachlesen, auch ohne die Bücher kaufen zu müssen). Was auch zu beachten ist, sind evtl. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die auch pflanzliche NM betreffen können.

Viele vegane Produkte, die als Ersatz für herkömmliche NM produziert werden weisen lange Listen von Hilfs- und Zusatzstoffen auf, die nötig sind, um die Konsistenz, das Aussehen und den Geschmack des imitierten LM zu erhalten. Weil vegan leben immer mehr Livestyle-Thema ist, findet man auch zahlreiche "vegane" Produkte, die regelrechter Nahrungsmüll sind.

Der wichtigste Faktor ist dein Wohlbefinden.

Viel Spaß beim ausprobieren und viele Grüße
Lealee

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ArmesHaschel ist offline
Beiträge: 767
Seit: 11.04.10
__________________
Keine falschen Perlen vor echte Säue werfen!

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blunsi ist offline
Beiträge: 329
Seit: 14.05.14
Hallo lealee,

die Bedenken, die Du äußerst, gelten aber genauso für jede andere Ernährungsform. Man kann sich auch mit Fleisch total ungesund ernähren! Sonst gebe es wohl kaum so viele Krankheiten in den Industriestaaten! Und ungesunde Zutaten gibt es auch in anderen Lebensmitteln, nicht nur in veganen, ich würde sogar sagen, ganz besonders dort. Aber ich lehne auch Fanatismus bei einer veganen Ernährung ab. Ich esse sehr sehr wenig Fleisch, weil mir vegane / vegetarische Sachen immer besser schmecken und auch das Gefühl danach ist regelmäßig besser, aber ab und zu esse ich Fleisch. Und wenn wir mal wieder zum Grillen eingeladen sind, was ich eigentlich wirklich hasse, dann halte ich meinen Mund und esse sogar ein Stück Merguez, weil die mag ich z.B. ganz gelegentlich immer noch recht gerne, auch wenn ich sonst nie auf die Idee käme, für uns so etwas zu kaufen!
Um es kurz zu sagen: mein Fleisch ist mein Gemüse! Damit kann man eigentlich fast nichts falsch machen, seidenn vielleicht man ist Pollenallergiker oder hat sonstige massive Krankheiten, die dem entgegen stehen.

Viele Grüße blunsi

Geändert von blunsi (23.07.15 um 19:28 Uhr)

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lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo Blunsi,

mein Fleisch ist mein Gemüse!
Genauso halte ich es auch. Dann kann man auch auf die Qualität achten und Biofleisch kaufen. Ich mochte als Kind schon Gemüse viel lieber als alles andere, aber Fleisch immer noch lieber als Nudeln.

Ein völliger Verzicht auf Fleisch (oder Fisch) wäre für mich dauerhaft nicht denkbar (ich muss mich ketogen ernähren), allerdings auch keine konventionelle Ernährung mit täglich Fleisch und Sättigungsbeilagen, meistens Nudeln oder Spätzle. Auch Paleo mit dem hohen Anteil an tierischen Eiweißen ist nichts für mich.

Am besten bekommt mir eine vitalstoffreiche Frischkost mit nur sehr wenig Getreide und mit hochwertigem Fleisch, wobei der Rohkost-, Gemüse-, Obst- und Frischsäfteanteil weit überwiegt. Ich esse auch nicht täglich Fleisch. Dazu hochwertige Fette und Öle und der weitgehende Verzicht auf Zucker und Industrienahrung. Wurst und verarbeitete Fleischprodukte, mehrere Tage hintereinander genossen, tun mir nicht gut, obwohl ich sie gelegentlich esse (aber selten). Industriefette meide ich, hat man aber leider oft im Essen bei Restaurant- oder Imbissgerichten. Eine gute Schokolade oder Kekse gönne ich mir, wenn ich Appetit drauf habe, und das ist (oh Wunder!) äußerst selten. Früher war das anders.

Ich habe mich früher mal mit der Blutgruppen-Diät befasst und festgestellt, dass die für meine Blutgruppe geltenden Ernährungskriterien fast vollständig mit dem übereinstimmten was ich schon immer bevorzugt oder gemieden habe. Leider ernährt man sich ja nicht immer so wie es einem die Sinne sagen, weil Mama kocht, weil man eine Familie mit anderen Ernährungswünschen bekochen muss, weil man unterwegs ist, etc.

Ich bin überzeugt, dass "richtige" Ernährung nicht für alle das gleiche bedeutet, und noch nicht mal für einen selbst zu jeder Zeit. Aber was man intuitiv gerne mag ist auch das, was meistens gut tut (außen den Junkfood-Süchten).

Ich hatte mal am Abend enormen Appetit auf Dosenchampignons. So was hatte ich nicht im Haus und bestimmt seit Jahren nicht benutzt. Das letzte an das ich je dachte waren Champignons. Aber ich konnte die regelrecht riechen und wäre um ein Haar zur Tanke gefahren, um welche zu kaufen. Unter Tags hatte ich schon zwei Schokobananen (ein Gebäck mit einer halben, frischen Banane unter Schokoglasur) statt der üblichen pikanten Brotzeit beim Bäcker gekauft und verdrückt, ganz gegen meine Gewohnheit. Ich war unterwegs gewesen und bin am Vormittag gestürzt und auf die Wirbelsäule und den Hinterkopf gefallen. Später hat mir mein Osteopath gesagt, wegen des Aufpralls mit dem Kopf bräuchte ich jetzt viel Kalium. Ein Blick in die Liste der kaliumreichen Lebensmittel hat dann die komischen Gelüste erklärt: beide kaliumreich.

Unser System ist ziemlich klug, auch ohne dass wir sowas wissen, und die Ernährung hat meiner Erfahrung nach einen erheblichen Einfluss auf unser Befinden und die Regenerationsfähigkeit bei Störungen.

Den Ansatz von Müller-Burzler, dass man bestimmte LM nicht mit anderen zusammen gleichzeitig essen soll finde ich noch ganz interessant, besonders wenn man Verdauungsprobleme hat. Demnach ist z.B. von Vollkorn zusammen mit Zucker im Darm schädlicher als die Verbindung von Auszugsmehl mit Zucker. Daher empfiehlt er, wenn man schon Marmelade isst, dies nicht mit Vollkornbrot sondern mit einer normalen Semmel zu tun. Auch die Verbindung von VK mit Fleisch, Wurst, Ei etc. ist demnach zu meiden, genauso wie Gemüse oder VK zusammen mit sauren Früchten (also im Salat keine Zitrone, im Saft nicht Gemüse und Obst mischen) oder rohes Getreide und rohe Nüsse nicht mit Salz. Ich probiere das gelegentlich mal aus.

Ich glaube, alleine dass man sich bewusst ernährt ist schon richtig, egal wie. Wenn man dann nicht stur nach Plan sondern auch nach Wohlbefinden und Appetit isst kann man wahrscheinlich nichts falsch machen.

Insofern: Guten Appetit! Ich geh jetzt an den Kühlschrank...

Viele Grüße
Lealee


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