Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

28.09.09 16:29 #1
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Symptomx ist offline
Beiträge: 3
Seit: 28.09.09
Hallo miteinander,

Ich bin ganz neu hier im Forum und bräuchte eure Hilfe. Ich bin 34 jahre alt und arbeite in einer Unternehmung als Abteilungsleiter. Der Job läuft sehr gut und ich fühle mich bei der Arbeit pudelwohl. Bin verheiratet und habe einen kleinen Sohn den ich über alles liebe. Die Beziehung zu meiner Frau läuft sehr gut.

Nun zu meinem Problem. In der Pubertät schlich sich bei mir eine starke innere Unruhe/Nervosität ein. Ich war extrem nervös und konnte mich nicht konzentrieren.

Mit 20 jahren wurde ich bei einer Arbeitsstelle stark gemobbt und hatte einen Reizdarm. Mein Hausarzt verschrieb mir daraufhin Xanax 0.5mg. Das Medikament wirkte bei mir sehr gut. Ich war schön ruhig und konnte alle Aufgaben in meinem Leben meistern.

Mittlerweile nehme ich das Medikament 14 Jahre! Alle Versuche das Medikament abzusetzen scheiterten. Ohne das Xanax bin ich wieder so unruhig und nervös wie mit 15 Jahren.

Nun haben mein Hausarzt und ich einen erneuten Versuch gestartet von Xanax weg zu kommen. Als "Krücke" hat mir der Arzt das Antidepr. Deanxit verschrieben. Seit 5 Monaten habe ich nun kein Xanax mehr genommen, gehe aber fast drauf. Zudem hat das Deanxit div. Nebenwirkungen bei mir. Unter anderem Gefühlsschwankungen die mir Angst machen.

Wie soll ich bloss weitergehen. Der Arzt meint ich solle unbedingt durchhalten und meine "Nervenwelt" werde sich einpegeln. Aber es passiert nichts... Habe Probleme bei der Arbeit und in der Beziehung. Klar möchte ich lieber ohne Xanax leben, aber wenn mein Leben dafür bachab geht...

Gibt es Alternativen für mich?? Bitte helft mir...

Geändert von Symptomx (30.09.09 um 08:03 Uhr)

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?
Weiblich Blue68
hallo symptomx.

Xanax ist ein Benzodiazepin.

Xanax® 05/1,0 mg | NetDoktor.de

Wie hast Du es denn abgesetzt?
Ausschleichend oder zu schnell?
Nach so langer Zeit,muss man sehr langsam und behutsam sein mit dem Ausschleichen.
Hausärzte sind oft etwas unerfahren beim Absetzen.
Ich weiss, dass ein Entzug sehr unangenehm sein kann, wenn er zu schnell erfolgt.
Da werden Dich nach dieser langen Zeit sehr viele Absetzsymptome überrollen.
(Vor allem wenn es zu schnell erfolgt).
Hast Du schon einmal daran gedacht evtl. alternativ Hilfe zu suchen?
Ich weiss nicht wie Du versichert bist, aber orthomolekular arbeitende Ärzte, hätten Dir sicher noch andere Möglichkeiten anzubieten.
Entzüge können lange dauern.Und bevor Dir familiär und beruflich alles den Bach hinuntergeht,versuche es Dir zu überlegen,ob Du damit etwas anfangen kannst.
Entzug um diesen Preis wie Du es beschreibst, halte ich für nicht verantwortbar.

Liebe grüße von Blue

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.678
Seit: 10.01.04
In der Pubertät schlich sich bei mir eine starke innere Unruhe/Nervosität ein. Ich war extrem nervös und konnte mich nicht konzentrieren.
Das ist zwar schon eine Weie her, aber es war ja der Beginn von Xanax.
Kannst Du Dich im Rückblick erinnern, wovon diese innere Unruhe und Nervosität ausgelöst worden war?
Es wäre ja möglich, daß das damals hormonell bedingt war und da auch heute noch bei Dir irgend ein Ungleichgewicht besteht, das ab er durch das Xanax üerdeckt worden ist?
Ich denke da vor allem an die Schilddrüse und die Nebennieren, die ja beide mit Stress zu tun haben.
Schilddrüse - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit
http://www.symptome.ch/vbboard/neuro...schwaeche.html

Weißt Du da mehr?

Grüsse,
Uta

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

Adlerxy ist offline
Beiträge: 746
Seit: 31.10.08
Hallo !

Ich hab mal gelesen mann muß pro Jahr abhängigkeit etwa 1 Monat oder länger absetzen um davon loszukommen bei Benzodiazepin. Xanax hat die stärkste Suchtgefahr von allen Benzodiazepinen.

Grüße Detlev

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?
Weiblich Blue68
Hallo Adlerxy,hallo symptomx,

genau so verhält es sich.
Was an Jahren an Abhängigkeit da war,muss in Monaten entzogen werden.
Bei 14 Jahren etwa 14 Monate.
Und ganz wichtig, für die Regulation des Körpers, der Neurotransmitter im Gehirn,für die Entgiftung und "für den neuen Aufbau der Nerven",ein möglichst breitgefächertes Angebot an gut dosierten Vitaminen.

Nahrungsergänzung - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Ich fände es halt sinnvoll ,wenn Du eine fachkundige Begleitung dafür hättest.Zumal es Dir sehr schlecht zu gehen scheint.
Ein Entzug von Benzodiazepinen ist alleine schwer zu machen.
Was auch noch wichtig ist---die benötigte Menge. Wieviele Milligramm hast Du denn täglich genommen, symptomx ?
Niedrigdosis,mittlere Dosierung oder im Bereich der Hochdosisabhängigkeit?


Liebe Grüße von Blue

Geändert von Blue68 (28.09.09 um 20:58 Uhr)

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

Symptomx ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 28.09.09
Als erstes mal vielen dank für die vielen Rückmeldungen und Tipps. Das ist ja eine tolle Hilfe hier, danke! Ich versuche nun alle erwähnten Faktoren zu beantworten:

Ich hatte immer über die Jahre eine sehr niedrige Dosierung, d.h. 0,5 mg pro Tag.

Das Absetzen habe ich über einen sehr langen Zeitraum gemacht. Mit Hilfe einer Feile habe ich über zwei Monate jeden Tag etwas mehr von der Tablette abgefeilt. Nebenbei soll das Medikament Deanxit als Stütze für das Auslaufen von Xanax fungieren. Anfangs ging es mir sehr gut während dem Absetzen. Seit einigen Wochen aber geht es mir nervlich viel schlechter. Zudem kommen auch noch diese leichten Gefühlsschwankungen dazu die ich vorher nicht kannte. Die machen mir etwas Angst...

Was in der Pubertät meine innere Unruhe/Nervosität auslöste weiss ich nicht. Es geschah nichts bestimmtes. Ich weiss nur dass meine Eltern und der Arzt dem keine Beachtung schenkten. Ich hätte halt ein nervöses Naturel, Punkt.

Funktion der Schilddrüse und der Nebennieren wurden von meinem Hausarzt kontrolliert. Alles in Ordnung. Hormonhaushalt weiss ich nicht...

Versorgung mit Vitaminen müsste bei mir gut sein. Esse sehr ausgewogen und mein Hausarzt hat mir Berroca Brausetabletten verschrieben.

Die einzige Alternative zu Xanax ist für mich momentan Sport. Der gleicht mich kurzzeitig auch aus. Nur komme ich in der neuen Vaterrolle momentan fast nicht zum trainieren.

Ein wichtiger Punkt ist noch das Thema Beruhigungsmittel in meiner Familie! Alle meine Familienmitglieder gehen zum selben Hausartzt wie ich damals. Meine Mutter und mein Vater nehmen Temesta als Schlafmittel seit Jahren. Meine Grossmutter nahm ebenfalls Temesta über Jahre. Meine beiden Tanten väterlicherseits sind Depressiv und seit Jahren auf Psychopharmaka.

Bis jetzt hatte ich aber nie Stimmungstiefs in meinem Leben, nur diese innere Unruhe. Erst jetzt mit dem Absetzen von Xanax und der Einnahme von Deanxit, habe ich leichte Stimmungstiefs.

Alternative Therapien habe ich über die vergangenen Jahre viele gemacht. Habe alles versucht um innerlich ruhiger zu werden und vom Xanax loszukommen. Hypnosetherapie, Neuraltherapie, sehr lange Zeit Homeopathie, Bachblüten, Naturheilarzt und und und. Aber nie hat etwas geholfen...

Soll ich nochmals mit meinem Hausarzt sprechen? Meine Frau bemerkt langsam die Veränderung und sie hat nicht so grosses Verständniss für mein "Nervenflattern". Vieleicht macht es ihr aber auch nur Angst...

Geändert von Symptomx (29.09.09 um 09:06 Uhr)

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.678
Seit: 10.01.04
Die einzige Alternative zu Xanax ist für mich momentan Sport. Der gleicht mich kurzzeitig auch aus. Nur komme ich in der neuen Vaterrolle momentan fast nicht zum trainieren.
Es wäre gut, wenn Du trotz Vaterrolle Sport machen könntest, wenn Dir das gut tut! Manchmal sieht man Väter oder Mütter auf Rollerblades mit dem Kinderwagen durch die Gegend laufen. Das scheint Kind und Vater/Mutter zu gefallen . Vielleicht findest Du so eine Möglichkeit, Kind und Sport zu verbinden?

Hast Du eigentlich immer das Xanax genommen, ohne dabei auch mal eine Psychotherapie zu machen? Das scheint doch auf jeden Fall in Kombination mit einem Benzodiazepim geraten zu sein? http://de.brainexplorer.org/anxiety/...reatment.shtml
http://www.panikattacken.at/beruhigu...tel/benzos.htm

So, wie Du den Hausarzt beschreibst, mag er Psychopharmaka. Vielleicht solltest Du Dich mal umhören und zur Abwechslung zu einem anderen Arzt gehen, der Dich ganz ohne Vorkenntnisse anschaut? Manchmal kehren neue Besen gut.

Welche Schilddrüsenwerte liegen Dir vor? Ist jemals ein Coritsol-Profil gemacht worden?

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (29.09.09 um 09:21 Uhr)

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

Symptomx ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 28.09.09
Hallo Uta

Ich weiss nicht ob ein Coritsol-Profil gemacht wurde. Sollte ich das machen?

Ich habe einfach grosse Bedenken dass ich monatelang weiterseuche und zwar eines Tages die Effekte der Xanax-Asschleichung nachlassen, aber meine Nervosität dann immer noch da ist.

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.678
Seit: 10.01.04
aber meine Nervosität dann immer noch da ist
Das ist das, was ich ja auch denke: es wäre gut herauszufinden, woher Deine damalige und Deine heutige Nervosität herkommen. Vor allem, wenn das Xanax mit Entzugserscheinungen keine Rolle mehr spielt.

Alle Hormone haben in Bezug auf die Regulierung vom vegetativen System großen Einfluß auf den Menschen. Ein Ungleichgewicht kann sich auch auf die Psyche, auf die innere Ruhe usw. auswirken.
Deshalb fände ich die Werte von Schilddrüse, Nebennieren, Männerhormonen usw. schon wichtig. Es fing bei Dir ungefähr in der Pubertät an; wer weiß, ob nicht damals z.B. das Testosteron Höhen- und Tiefflüge veranstaltet hat und Du dadurch "nervös" wurdest?
Das läßt sich nicht mehr feststellen, aber es wäre möglich, daß da heute immer noch etwas nicht stimmt?
Ich weiß das nicht, aber es wäre meiner Ansicht mal ein Gespräch mit einem Endokrinologen wert.

Gruss,
Uta

Xanax-Abhängigkeit, wie weiter?

venusb ist offline
Beiträge: 1
Seit: 07.10.12
Lieber Xanax-Abhängiger Mensch

WARUM zum Teufel behälst du nicht einfach dein Xanax und damit ist alles gut.
Ich habe eine kaputte Ehe und x.mal Stellen verloren und âls total fitter, gesundheitsbewusste Person ein einigen scherbenhaufen jetzt, nur weil ich das Eltroxin abgestellt bekommen erhielt und auch die Antidepressiva.
Heute nehm ich das Zeug und n i e mehr würde ich so einen Mist machen und gar nicht mehr auf die Leute hören, sondern auf meinen Körper. völlig egal. Das ist doch überhaupt nichts so Schlimmes !!! Du riskiest deine Ehe, deine Arbeit, deine Gesunheit, deine ZUKUNFT und sogar noch, dass du eines Tages zu Schlimmerem greifst, weil du s nicht mehr aushälst.

Glaub mir einfach ...... bitte, mach den Fehler n i c h t!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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