Angst als wenig hilfreicher Faktor

18.07.09 13:18 #1
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Angst als wenig hilfreicher Faktor

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Leòn,

Bei uns im Krankenhaus gibt es eine Kommunikationstrainerin, für die dort angestellten Ärzte, und das aus gutem Grund.

Ory hat das wirklich gut beschrieben worauf es ankommt.

Positiv-Beispiele findet man hier im Forum glaube ich viele, aber natürlich auch andere.

Leòn welche Negativ-Beispiele meinst du denn konkret.

Grüsse von Juliette

Angst als wenig hilfreicher Faktor

ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
……….das ist halt das a und o in einem gesundheitsforum das man ja diagnostischen zuschreibungen macht weil der hilfesuchende dies erwartet
.

......war auch nicht verständnissvoll formuliert ,sollte heißen :das der hilfesuchende in einem gesundheitsforum seine symptome beantwortet haben möchte .dass das oft nicht möglich ist daran denkt oft der ratgeber sowie der ratsuchende nicht .

........ich persönlich habe hier ein sehr harmonisches gesundheitsforum gefunden, hier wird sehr oft verständnisvoll mit den hilfesuchenden umgegangen .
vielleicht sollte man ,eh man sich in vielen verschiedenen ratschlägen verfängt, den ratsuchenden auffordern mehr über seine symptome zu erzählen/schreiben um ihn nicht ganz und gar mit zuviel " neuigkeiten" und "neuem wissen " zu verunsichern.

lg ory

Angst als wenig hilfreicher Faktor

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Leòn,

Leòn welche Negativ-Beispiele meinst du denn konkret.
Gut Leòn, ich hab dein Schweigen verstanden.
Ich weiß ja was du meinst. Wenn ein User halt direkt sagt das und das ist dein Problem, jetzt nimm das und das in dieser Dosierung ein und du wirst wieder gesund.

Wenn man umsichtig miteinander umgehen soll dann sieht das wahrscheinlich so aus:

1. Fragen stellen welche Diagnosen und Befunde es bereits gibt, um den Tread-Eröffner besser zu verstehen.

2. Freundlich und sachlich berichten was man selbst weiß und erfahren hat, wenn es denn zum Thema passt. Dabei immer die eigene Erfahrung ansprechen, aber nichts verallgemeinern. Wenn möglich Links setzen, die wissenschaftliche Fakten, mit einbringen.

3. Offen dafür sein das bei dem Treaderöffner auch bei gleicher Diagnose, der Heilungsweg ein anderer sein kann, als der eigene, oder der anderer Leute.

Falls jemand noch Ergänzungen hat, nur zu.

Grüsse von Juliette

Angst als wenig hilfreicher Faktor

Oregano ist offline
Beiträge: 63.706
Seit: 10.01.04
2. Freundlich und sachlich berichten was man selbst weiß und erfahren hat, wenn es denn zum Thema passt.
Dazu denke ich mir folgendes:
Es geht nicht darum, nun die eigenen Erfahrungen über den Poster zu gießen und sich damit in den Mittelpunkt zu stellen. Es sollte nur die Essenz der eigenen Erfahrungen berichtet werden. Damit wird verhindert, daß der Thread-Eröffner in den Hintergrund gedrängt wird und der Antwortende sich in den Vordergrund drängt.

Schlimm finde ich, wenn jemand lauter üble Erfahrungen zu berichten hat, die nicht nachprüfbar sind, die schon Jahre her sind usw. Die sollten entweder kurz gefaßt werden oder auf einen konkreten Fall bezogen oder weg gelassen werden.

Jeder Gedanke, der ausgesprochen wurde, sitzt irgendwie im Kopf fest, auch wenn man sich darüber gar nicht im klaren ist. Deshalb Vorsicht mit solchen Gedanken! Sie könnten Schaden anrichten und absolut keinen Nutzen.

Gruss,
Uta

Angst als wenig hilfreicher Faktor

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Genau Uta, so sollte es sein.

Das habe ich als selbstverständlich vorausgesetzt. Mit eigenen Erfahrungen meinte, wie du sagst, die Essenz, nicht den ganzen Lebenslauf und auch nicht irgendwelche Verallgemeinerungen.

Also Punkt 2. nochmal neu.

2. Freundlich und sachlich die Essenz der eigenen Erfahrung kurz anschneiden. Dabei nichts verallgemeinern. Darauf achten das auch andere Sichtweisen zum tragen kommen. Wenn möglich Links setzen, die wissenschaftliche Fakten, mit einbringen.

Angst als wenig hilfreicher Faktor
Weiblich KimS
Hallo Juliette,

Ich weiß ja was du meinst. Wenn ein User halt direkt sagt das und das ist dein Problem, jetzt nimm das und das in dieser Dosierung ein und du wirst wieder gesund.
Ha, ja, das ist schon ein Beispiel von dem was gemeint wurde, denke ich.

Oder
"Du hast, so und so, und wenn Du nichst machst/nicht machst was ich dir rate, passiert "horror&grusel" und ...

Und allem was irgendwie dazwischen liegt... - und ähnliches. Oder?



Und - ich stimme Uta auch völlig zu. Beim schreiben sollte man sich immer bewusst sein von der (indirekten Auswirkung) der benützten Worte und Formulierungen. Danke Uta.

Herzliche Grüsse,
Kim

Geändert von KimS (21.07.09 um 18:14 Uhr)

Angst als wenig hilfreicher Faktor

Leòn ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo ory,
...
vielleicht sollte man ,eh man sich in vielen verschiedenen ratschlägen verfängt, den ratsuchenden auffordern mehr über seine symptome zu erzählen/schreiben um ihn nicht ganz und gar mit zuviel " neuigkeiten" und "neuem wissen " zu verunsichern....
ja, das ist sicher ein sehr guter Weg. Das kann man sicher so machen! Und meines Erachtens sollte man dann eben nicht meinen, aufgrund reiner Beschreibungen, zu einer Diagnose kommen zu können.

Meiner Ansicht nach könnte dann ein "Tipp" so lauten "...vielleicht kannst Du ja das und das noch überprüfen lassen ...", "Hast Du schon mal an den und den Aspekt gedacht ...", auch vielleicht: "wie wäre es, mal einen Arzt/ Heiler/ Heilpraktiker etc. der und der Fachrichtung aufzusuchen. Bei letzterem würde ich aber auch schon größte Vorsicht walten lassen und vielleicht den Rat geben, mit einer neuen Informationslage und Fragestellungen, den Hausarzt aufzusuchen.

Und so weiter!

Hallo Juliette,
Gut Leòn, ich hab dein Schweigen verstanden.
Ach so? Der Grund dafür war allerdings nur Zeitmangel!
Ich weiß ja was du meinst. Wenn ein User halt direkt sagt das und das ist dein Problem, jetzt nimm das und das in dieser Dosierung ein und du wirst wieder gesund.
Yepp, zum Beispiel! Und das, was Kim noch hinzugefürgt hat: *Horrorgrusel"!

Eine wirkliche Diagnose ist, so behaupte ich das jetzt mal generell und mag mich im Detail irren, online gar nicht möglich.
Wenn man umsichtig miteinander umgehen soll dann sieht das wahrscheinlich so aus:

1. Fragen stellen welche Diagnosen und Befunde es bereits gibt, um den Tread-Eröffner besser zu verstehen.

2. Freundlich und sachlich berichten was man selbst weiß und erfahren hat, wenn es denn zum Thema passt. Dabei immer die eigene Erfahrung ansprechen, aber nichts verallgemeinern. Wenn möglich Links setzen, die wissenschaftliche Fakten, mit einbringen.

3. Offen dafür sein das bei dem Treaderöffner auch bei gleicher Diagnose, der Heilungsweg ein anderer sein kann, als der eigene, oder der anderer Leute.

Falls jemand noch Ergänzungen hat, nur zu.
Ja, und ich würde mir noch überlegen, ob ich alles, was mir durch den Kopf geht, sagen muss.

Ich finde, wir wären alle gut beraten, wenn wir uns vor einer Aussage die Fragen stellten: Kann meine Äußerung jetzt mehr Angst auslösen als nötig? Ist meine Aussage wirklich hilfreich, weiterführend, notwendig? Steht die Möglichkeit, gesundheitsverschlechternde Angst zu Erzeugen im vernünftigen Verhältnis zur Absicht, eine gesundheitliche Verbesserung durch meine Aussage zu erzielen?

Gerade Aussagen wie "es könnte das und das sein ..." können, hinsichtlich des Thread-Themas, fatale folgen haben, befürchte ich. Bei jeder Aussage, auch bei Facharztempfehlungen, sollte ich mir überlegen, ob das jetzt der richtige Tipp ist.

Na, mir fällt schon noch mehr ein, aber fürs Erste soll es das jetzt gewesen sein, weil ich mal weg muss!

Herzliche Grüße von Leòn

Und - P.S.: Danke an alle für die rege Teilnahme in diesem Thread!
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Geändert von Leòn (21.07.09 um 20:38 Uhr)

Angst als wenig hilfreicher Faktor

Oregano ist offline
Beiträge: 63.706
Seit: 10.01.04
Bei jeder Aussage, auch bei Facharztempfehlungen, sollte ich mir überlegen, ob das jetzt der richtige Tipp ist.
Im Prinzip ja .
Trotzdem finde ich manchmal die Facharztempfehlung dringend notwendig, wenn ich lese, wie ein Patient im Grunde auf den Arm genommen wird, nur weil der entsprechende Arzt aus irgendeinem Grund keinen Anlaß sieht, zu einem Facharzt zu überweisen.
Beispiel Schilddrüse: Da könnte manchen jahrelanges Leid erspart bleiben, wenn sie gleich beim entsprechenden Facharzt gelandet wären statt sich immer wieder vom Hausarzt hinhalten zu lassen.

Gruss,
Uta


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