Die Arbeit macht mich krank - berufliche Niederlage

08.01.17 13:00 #1
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Die Arbeit macht mich krank - berufliche Niederlage

Piratin ist offline
Beiträge: 892
Seit: 29.09.13
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Natürlich können andere Leute, ein anderer Chef, andere Vorgesetzte oder auch andere Arbeitsabläufe in einer Firma positiv für Dich wirken - aber es ist ja klar, in Dir drin kannst Du nur selber wirklich was verändern.......und da wären natürlich die großen Fragen, was ist da "in einem drin", und was könnte man wie daran ändern?
Das ist absolut richtig! Den Arbeitsplatz kann man (und sollte man auch manchmal) wechseln, aber sich selbst nimmt man immer mit.
__________________
Alles von mir Geschriebene entspricht einzig und allein meiner Meinung ohne Allgemeingültigkeit.

Die Arbeit macht mich krank - berufliche Niederlage

Power ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 02.03.10
Hallo zusammen,

das stimmt, ich habe hier in erster Linie ein Problem damit, mit dieser mir fremden Situation klar zu kommen.
Mein Teamleiter scharrt schon mit den Hufen, um mein Wissen auszusaugen.

Doch wer der Leistungsträger der Abteilung ist, das bin ich.

Mir schlägt das alles auch sehr auf die Gesundheit und ich muss sowieso auf mich aufpassen, da ich seit ich 14 bin unter Essstörungen leide, womit ich aber regelmäßig in Behandlung war.
Ich bin soweit, dass mich die Krankheit nicht mehr beeinträchtigt und ich gut damit zurecht komme.
Mein Körper hat sich erholt würde ich behaupten, aber meine Seele ist vielleicht noch nicht so weit.

Ich habe gemerkt, dass es mir unheimlich gut tut hier zu schreiben und ein Feedback zu bekommen.
Dass ich Menschen um mich herum brauche wie die Luft zum atmen, die mich bestärken und einen Ruck in die richtige Richtung gehen.

Mein Freund steht voll hinter mir aber was so Dinge im Büro angeht da sagt er auch, das ist nicht in Ordnung was da gerade passiert. Er würde mich auch unterstützen wenn es gar nicht mehr geht, aber ich sehe es nicht ein zu gehen ohne eine finanzielle Sicherheit sprich neue Arbeitsstelle zu haben.

Es wird immer Probleme auf der Arbeit geben nur ich kann es nicht verarbeiten das ist das größte Problem.
Ich kann nie sagen so jetzt hab ich Feierabend, für heute schalte ich ab.
Und das ist ein Teufelskreis.

Ich weiß nicht ob man das lernen kann oder ob ich dafür nochmal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte.

Lg
Power

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.707
Seit: 10.01.04
Hallo Power,

Ich kann nie sagen so jetzt hab ich Feierabend, für heute schalte ich ab.
Und das ist ein Teufelskreis.

Ich weiß nicht ob man das lernen kann oder ob ich dafür nochmal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte.
Menschen brauchen Bestätigung, und es gibt viele Arten, sich diese Bestätigung zu holen.
Bei Dir scheint es Leistung zu sein, die Dich stärkt - und gleichzeitig schwächt, weil Du Dich dabei überforderst oder auch, weil Du Lob und Anerkennung evtl. gar nicht wahrnimmst?
Vielleicht fehlen Dir auch andere Möglichkeiten, die Dir helfen, Dich selbst als "ok" wahrzunehmen?

Meistens liegen solche Programmierungen in der Kindheit vergraben und man ist sich gar nicht bewußt, was da alles hinein spielt. Insofern ist man oft gar nicht fähig, überhaupt Ursachen für ein Verhalten zu erkennen, geschweige denn, die Ursachen zu "löschen" (falls das überhaupt möglich ist) und das Verhalten zu ändern.
Eine gute psychotherapeutische Begleitung kann da helfen.

Du könntest auch in der eher alternativen Richtung suchen: es gibt sehr gute Psychokinesiologen. Es gibt EMDR, EFT .... Zu vielen Methoden findest Du hier im Forum Informationen.

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Earl Grey ist offline
Beiträge: 934
Seit: 25.09.13
Hallo Power,

die Idee mit der begleitenden Therapie finde ich gut, hoffentlich kannst du es zeitlich umsetzen. Vielleicht bekommst du ein bisschen Distanz, wenn du mit jemanden Unbeteiligten darüber reden kannst.
Das Suchen eines Therapeuten finde ich kniffelig. Vielleicht kannst du dir Tipps geben lassen von Bekannten?

Wenn der Mensch seine Arbeit im Erwerbsleben neutral betrachten könnte, ohne die Emotionen, dann wäre vieles einfacher. Aber für die Arbeit und die Anstrengung möchte man neben Geld auch noch Anerkennung und ein nettes Umfeld. Ansonsten wäre es einfach nur eine leidige Tätigkeit für die Einkunftsart "Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit".

Da du die Tätigkeit momentan zu anstrengend empfindest, solltest du etwas ändern. Vielleicht kannst du weniger Energie darin investieren, da es momentan nicht so viel Spaß macht. Da die Hoffnung auf große Anerkennung sowieso geplatzt ist, warum kannst du nicht einfach sagen "das überfordert mich". Oder dich so verhalten und immer etwas Arbeit liegen lassen und darauf aufmerksam machen, dass das nicht zu schaffen war.


Das waren mal wieder meine persönlichen, laienhaften Gedanken
Viele Grüße
Earl Grey

Geändert von Earl Grey (27.01.17 um 10:03 Uhr)

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MaxJoy ist offline
Beiträge: 1.687
Seit: 18.03.16
Ich finde, jeder braucht einen geheimen Garten, in den er sich zurückziehen kann, wenn es bei der Arbeit mal nicht so gut läuft. Das kann ein Hobby sein oder sportliche Betätigung, auf jeden Fall etwas, wo man sich außer Konkurrenz und ohne Erfolgsdruck ausleben kann.

Wenn ich den Blues habe, singe ich z. B. gerne todtraurige Folksongs zur Gitarre, bis die Vögel im Garten verstummen, die Bäume die Blätter hängen lassen und sogar mein Hund zu heulen beginnt. Dann geht es mir wieder richtig gut.
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Alles in Maßen. Erkenne dich selbst.

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.507
Seit: 12.05.13
Zu einer Gesprächstherapie würde ich in Deinem Fall auch raten, und mich mit den weiter vorne erwähnten Bachblüten auch auseinander setzen.

Liebe Grüße Tarajal

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Power ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 02.03.10
Hallo zusammen, die bachblüten nehme ich schon :-)
Singen werde ich besser nicht, das erträgt mein Freund nur, wenn er nicht Zuhause ist :-)

Mit der Therapie wird wohl die Lösung sein, eine Überweisung habe ich mir heute geholt und ich suche mir parallel noch ein schönes Hobby oder ein paar ordentliche Freunde *grins*

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.507
Seit: 12.05.13
Hast Du bestimmte Bachblüten die Du öfter einnimmst, oder hast Du im Moment der Situation geschaut, wo Deine Seele ihren Bedarf angemeldet hat?

Es gibt so viele interessante Sachen und ich habe viele Hobbys und gar nicht so viel Zeit wie ich mag (Schreiben, Lesen, Kochen, Seife und Kosmetik herstellen, Hunde, Katzen, Hühner, Puten, Enten, Gänse und tausend andere Sachen mehr).

Liebe Grüße Tarajal

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bestnews ist offline
Beiträge: 6.400
Seit: 21.05.11
Hallo Power, ich würde EMDR...das ist Traumatherapie machen, das läuft über Kasse unter Verhaltenstherapie.
Wenn es wirklich tief sitzt das Problem , kommt man da meiner ERfahrung und Meinung nach nicht mit der GEsprächstherpie ran ran. Hypnose, Heilhypnose ginge auch....Das geht auch über die VT, wenn der Theraoeut hier ne Ausbildung hat und VT abrechnet. Ich denke auch an Deine Eßstörung , deswegen eine Therapie, die sehr tief geht. Vermute mal, da muß in Deinem Leben gravierend was passiert sein.
Es gibt viele und ich kenne einige, die mit der Gesprächstherpie nicht wirklich weiterkommen, sie machen Ewigkeiten Therapie....
EMDR und Hypnose greifen schnell, wenn es funktioniert.

Alles Gute.
Claudia.

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Wenn ich das richtig verstehe, Power, hast Du therapeutisch, also psychotherapeutisch, ja schon jemand, den oder die Du ansprechen möchtest, denn Du sagst, Du hast Dir eine Überweisung geben lassen - oder musst Du doch erst jemand s u c h e n für ein erstes Gespräch? Was mitunter ja keine ganz leichte Aufgabe ist, die oder den richtige/n zu finden, auch noch mit der richtigen, passenden Therapieart, für D i c h und Deine Fragen oder Probleme passenden Therapieart.

Ist Singen für Deinen Freund "ein Problem"? Oder was ist da für ihn "nicht erträglich"? In einem Chor z.B. könntest Du vielleicht ein schönes Hobby mit ein paar anderen "netten Menschen" finden - soll es ja doch noch geben, also irgendwie "nette", freundliche Menschen

Liebe Grüße zum Sonntag - Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner


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