N.D.Walsch, Gespräche mit Gott, Gesetz d. Attraktion, bewusste/unbewusste Wahl

05.05.11 21:38 #1
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Weiblich dedizione
Hallo,

hieraus : Gesprche mit Gott | Neale Donald Walsch

habe ich folgende Textpassagen, die ich in Auszügen zitieren möchte.

Für mich ist der Text sehr widersprüchlich, bzw. ich verstehe ihn an vielen Stellen nicht. Aus diesem Grund würde es mich freuen, wenn ich mich hier darüber austauschen könnte, bzw. wenn ich eure Meinung dazu hören würde.
Ich hoffe, das Thema ist hier richtig, wenn nicht, dann bitte verschieben.

BEMERKUNGEN VON NEALE

Hallo zusammen,
...Heute wollen wir uns Bewusste vs. Unbewusste Wahl genauer ansehen.

Eines, was mir niemand über diese Angelegenheit des „Gesetzes der Attraktion“ sagte, ist, dass es Bestand hat, weil das „System“ niemals abschaltet - - dass es besteht, weil die Power, die Gott uns gegeben hat, immer auf AN steht - - dass es ab und an danach aussieht, als wäre der Prozess der Persönlichen Schöpfung nicht am Funktionieren. Tatsache ist, Persönliche Schöpfung ist ununterbrochen in Betrieb.

Etliche Menschen haben sich bemüht, die Persönliche Schöpfung zum Einsatz zu bringen, und gelangten zu der Auffassung, sie sei ineffektiv.
Bei diesen Leuten möchte ich mich einreihen.
Und schon beginnt, meiner Meinung nach, der Widerspruch:

Persönliche Schöpfung ist niemals ineffektiv, obschon sie nicht immer die Resultate zeitigt, die wir erstreben. Es ist genau deswegen, weil sie so effektiv ist, so, dass sie eben jene Resultate nicht hervorbringt.
Was ist daran effektiv? Das verstehe ich nicht.

Die Energie der Attraktion, wisst ihr, tritt nicht nur auf das in Erwiderung, wonach es uns so sehnlich verlangt, sondern auch auf das, wovor wir uns ängstigen. Nicht nur darauf, was wir gerne zu uns her ziehen mögen, sondern auch darauf, was wir gerne wegschieben mögen. Nicht nur darauf, was wir uns bewussterweise aussuchen, sondern auch darauf, was wir unbewusst selektieren.
Gut, diese Aussage ist verständlich.

Ich formuliere sie um: Ziehen wir dann nicht einfach alles an? Also ich bin eine ziemlich vielschichtige Persönlichkeit - ich könnte dann alles das anziehen, was ich, in Facetten, bin, und dann noch zusätzlich, davon jeweils das Gegenteil?


Davon „auswählen“, was mein Freund Deepak Chopra als „das Feld der Unendlichen Möglichkeiten“ bezeichnet, ist eine hochfeine Prozedur. Es handelt davon, worauf wir uns fokussieren, ob wir es nun wollen oder nicht, ob wir dies bewusst tun, oder nicht.

Nehmen wir ein Beispiel. Wenn dein Geist darauf konzentriert ist, innerhalb des nächsten Jahres dein Einkommen zu verdoppeln, wenn du aber in der nächsten Stunde oder am nächsten Tag einen später hinzutretenden Gedanken (gar einen unbewussten Gedanken) hast, das zu erreichen sei dir unmöglich - - falls du zu dir selber sagst: „Oh, komm schon, sieh es vom praktisch Umsetzbaren her! Nimm dir ein Ziel vor, das du wenigstens erreichen kannst“ - -, dann hast du dir die jüngste Auffassung ausgesucht, ob du das ursprünglich wolltest oder nicht, denn der Schalter bei deiner Power steht immer auf AN; Persönliche Schöpfung ist immer am Funktionieren und in Betrieb.

Sie funktioniert nicht bloß mit deinem jüngsten Gedanken oder deiner jüngsten Idee, sondern auch mit derjenigen, der du die größte Häufigkeit, das stärkste Augenmerk und die kräftigste emotionale Energie verleihst.
ja, wie funktioniert sie denn dann? Auch hier verstehe ich nicht, was der Mann aussagen will.

Dies erklärt, weswegen etliche Menschen, die sich bemühen, sich den Prozess zunutze zu machen, um etwas zu bekommen, was sie sich händeringend wünschen, öfters eine Begegnung damit erhalten, was sie als Scheitern bezeichnen. Danach sagen sie: „Siehst du? Dieses Zeug funktioniert nicht.
Würde ich auch sagen. Funktioniert nicht.

Und nun kommt die verrückteste Aussage, die ich je gehört habe:

Tatsächlich klappt der Prozess aufs Vortrefflichste.
Wollen stößt die Dinge von dir weg.“
Wollen ist schädlich?
Ja, was bleibt denn dann, wenn wollen schädlich ist? Dürfen wir ab sofort morgens im Bett liegen bleiben und faulenzen, weil, wir wollen ja nichts mehr? Ist dann, wenn das persönliche Wollen, der Wille, (andere nennen es das "Ego") wegfällt, noch was übrig vom Menschen? Ist es dann, wenn das wegfällt nicht egal,ob ich lebe oder tot bin? Weil ich dann ja nichts mehr will - ich vegetiere dann nur noch vor mich hin.

Krass ausgedrückt: Dann bräuchte ich morgens nicht mehr aufzustehen und würde in meinem Bett verhungern. Ich würde nichts mehr wollen, noch nicht mal aufstehen. Noch nicht mal mehr essen und trinken. Bringt ja eh alles nix. Mein Lieblingsessen krieg ich nicht, weil ich genau DAS Lieblingsessen haben will.
Habe ich die obige Aussage so richtig verstanden?

Ein anderes Beispiel dafür ist, dass du, sofern du dich als jemanden erlebst, der händeringend etwas möchte, und, falls du dir unentwegt sagst Ich will das!, gegenüber dem Universum kundgibst, dass du es jetzt nicht hast.
Ja, klar. Wenn ich etwas will, tue ich damit einen/meinen Mangel kund.
Ist das schlimm? Ein Verbrechen? Eine Todsünde? Viele, fast alle Menschen haben viele Bedürfnisse. Das ist normal und ich kann damit umgehen, ich kann nein sagen. Ich kann auch mit meinen Bedürfnissen umgehen. Ich habe Verständnis für mich und andere und ihre Bedürfnisse.

So lange wie du einen solchen Gedanken innehältst, kannst du es nicht haben, denn du kannst nicht zum einen das erfahren, worüber du dir zum anderen versicherst, dass du es nicht erfährst.
Diese Aussage verstehe ich nicht. Mein Gedanke: "ich will", ist doch Motivation, um "es" zu haben/zu bekommen. Ohne das: "ich will" bekomme ich nichts, gibts weder Motivation noch Einsatzbereitschaft noch Leidenschaft.

So zum Beispiel wird die Äußerung „Ich möchte mehr Geld“ nicht Geld zu dir her ziehen, sondern es vielmehr von dir weg stoßen. Dies deswegen, weil das Universum einzig eine Erwiderung in seinem Wortschatz hat: „Ja“. Es hört dir sehr sorgsam zu, und am meisten lauscht es darauf, was du fühlst.
Auch das verstehe ich nicht.

Gespräche mit Gott sagt, dass „Fühlen die Sprache der Seele ist“. Falls du fortwährend sagst. „Ich möchte mehr Geld!“, und das Universum „dein Gefühl“ um dies herum „spürt“, und falls dies ein Empfinden des Mangels ist, wird das Universum ebendarauf in Erwiderung treten.

Der Motor der Schöpfung ist im Grunde ein Magnet.

Wir reden an der Stelle über Energie. Über die Kraft eines Magneten. Entsinne dich, ein Gefühl ist Energie, und bei der Bewandtnis von Energie heißt es: Gleiches Zieht Gleiches An. Dementsprechend wird das Universum „Ja!“ sagen - - und du wirst fortfahren, mehr Geld zu wollen.

Falls du den Gedanken hast „Ich möchte in meinem Leben mehr Liebe haben!“, wird das Universum „Ja!“ sagen - - und du wirst fortfahren, mehr Liebe in deinem Leben haben zu mögen.

Beim zum Einsatzbringen der Energie der Attraktion bildet das Wort „Ich“ den Zündschlüssel der Schöpfung. Das dem Wort „Ich“ hinterhergeht, dreht den Schlüssel herum und startet den Motor der Manifestation.

Mithin, wenn es „danach aussieht“, als klappe die Persönliche Erschaffung nicht, dann nur deswegen, weil die Energie der Attraktion dir das gebracht hat, was du dir unbeabsichtigterweise ausgesucht hast, und nicht das, was du deinem Dafürhalten nach ausgewählt hattest.
Verstehe ich immer noch nicht, auch wenn der Mann das nun - wie oft? - wiederholt.. Ich habe viele Gefühle, und, ziehe ich die dann alle an, je nachdem, wie ich "drauf" bin? Und was ist mit den gegenteiligen Gefühlen, ziehe ich die auch an? Wird das dann nicht beliebig?

Ich empfinde das als extrem widersprüchlich, unlogisch noch dazu, und, deprimierend, denn ohne menschlichen Willen wären wir Menschen als Kultur nicht das, was wir sind. Die Manifestation "ich will" ist Initiator jedweden Handelns, ohne ein "ich will" gibt es keine Bewegung, kein Handeln, keine Weiterentwicklung.

Was meint ihr dazu?

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Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.143
Seit: 12.04.10
Hallo Dedizione,

Mir ist das auch nicht ganz schlüßig, ich könnte mir aber vorstellen das das Ganze in etwa so gemeint sein könnte:

"Wollen stößt Dinge von dir weg"
Könnte man so erklären, daß es Dinge gibt, die man will, mehr als nur will und der ständig darum kreisende Gedanke daran, ist gewissermaßen ungesund. Weshalb das Universum zwar "ja" sagt, aber sonst nichts.

Ich denke, auch hier zählt die bewußte Auswahl der Dinge, die man wirklich will und die realistische Einschätzung darüber ob man sie bekommen kann.
Und es geht um loslassen.
Ich kenne solche Aussagen von manchen Leuten: "das, was man will, kriegt man nicht"- besonders bezogen auf Liebesdinge.

Manche Dinge, die man will, muß man erst loslassen, um sie zu bekommen.
Hier auch ein Spruch: "Es passiert immer dann, wenn du es am wenigsten erwartest"

Gefühle sind steuerbar über Gedanken. Manchmal "will" man unbewußt vielleicht etwas bestimmtes Fühlen, und tut das dann auch, was sich aber bewußt widerum steuern ließe und man dieses Gefühl umwandeln könnte, sollte es gerade nicht das Richtige sein.

Oder so.
Ich muß aber mal anmerken, das diese Textauszüge wirklich schwer verständlich formuliert sind. Man tut sich beim Lesen ja schon schwer, dem Gedankengang überhaupt folgen zu können, wegen der Formulierung.
Ich finde, das muß nicht sein. Die Hälfte des Textes könnte man streichen, bzw sich durch klare und eindeutige Aussagen sparen. Aber dann käme ja kein Buch zustande..
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer

Geändert von Bergeversetzer (06.05.11 um 07:24 Uhr)

N.D.Walsch, Gespräche mit Gott, Gesetz d. Attraktion, bewusste/unbewusste Wahl
Weiblich dedizione
Themenstarter
Hallo Bergeversetzer,

da hast du Recht, es ist schwer zu lesen, und kompliziert formuliert. Deshalb frage ich ja, was ihr davon haltet.

Manche Dinge, die man will, muß man erst loslassen, um sie zu bekommen.
Verstehe ich jetzt gar nicht.

Mir geht es, ganz konkret, um die Kernaussage: "Wollen stößt Dinge von uns weg."

Es ist klar, dass ein fortwährendes Grübeln verbohrtes, verkrampftes Wollen, nicht unbedingt gut ist im Sinne von Zielerreichung. Das ist aber, glaube ich, auch nicht gemeint.

Es geht darum, dass Wollen angeblich schädlich sein soll, bei der Wunscherfüllung.

Aber am Anfang jedweder Tat steht doch der Wunsch? Das Wollen? Ohne Wollen, keine Taten, kein Fortschritt, kein Nichts....

gruß, Dedizione

N.D.Walsch, Gespräche mit Gott, Gesetz d. Attraktion, bewusste/unbewusste Wahl

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo,

Wollen stößt Dinge von uns weg
Dieser Satz ist nicht einfach zu verstehen. Wenn Neale das schreibt, dann meint er vielleicht damit:

Wenn man etwas will, dann heißt das, dass es irgendwo ist, aber nicht bei einem selbst. Man besitzt es nicht. Fester Glaube bedeutet, dass es schon geschehen ist, das es einem gehört. So habe ich das interpretiert.

Grüsse von Juliette

N.D.Walsch, Gespräche mit Gott, Gesetz d. Attraktion, bewusste/unbewusste Wahl

Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.143
Seit: 12.04.10
Hallo Juliette,,


Wenn man etwas will, dann heißt das, dass es irgendwo ist, aber nicht bei einem selbst. Man besitzt es nicht. Fester Glaube bedeutet, dass es schon geschehen ist, das es einem gehört. So habe ich das interpretiert.

Wenn "Wollen" mit "besitzen" gleich gesetzt ist, kann man ja damit logischerweise nichts erreichen. Weil "Besitz" gibt es ja nicht. Nichts gehört einem. Was wir glauben zu "besitzen", sind einfach nur Geschenke, die uns für eine Weile gemacht werden, oder eben auch nicht. Wer weiß?
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer

N.D.Walsch, Gespräche mit Gott, Gesetz d. Attraktion, bewusste/unbewusste Wahl
Weiblich dedizione
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Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
Hallo,



Dieser Satz ist nicht einfach zu verstehen. Wenn Neale das schreibt, dann meint er vielleicht damit:

Wenn man etwas will, dann heißt das, dass es irgendwo ist, aber nicht bei einem selbst. Man besitzt es nicht. Fester Glaube bedeutet, dass es schon geschehen ist, das es einem gehört. So habe ich das interpretiert.

Grüsse von Juliette
Hallo,

so in der Art ging auch meine Denke
Ich kann mich aber nicht so ganz damit anfreunden. Weil,wenn ich etwas will, ist es ja klar, dass ich dann einen Mangel hab, sonst würde ich ja nicht etwas wollen.
Ich tue also durch mein Wollen einen eigenen Mangel kund.

Wieso sollte ich so tun, als hätte ich keinen Mangel?

Fester Glaube bedeutet, dass es schon geschehen ist, das es einem gehört
Fester Glaube bedeutet also, dass ich so tue, als ob es mir an nichts mangelt?

mfg, Dedizione

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Weiblich vittella
Zitat von dedizione Beitrag anzeigen
Hallo,

Was meint ihr dazu?
Ich konnte mit seinen Büchern nie viel anfangen, auch wenn man herrlich über das Geschriebene Phiolosphieren kann..

Neale Donald Walsch

allerdings kam mir dazu eine Bibelstelle in den Sinn die fast ähnlich klingt, mal schnell raussuche.....

Matth.25,29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.

N.D.Walsch, Gespräche mit Gott, Gesetz d. Attraktion, bewusste/unbewusste Wahl
Weiblich dedizione
Themenstarter
Na ja, ist halt Käse, das alles. Nicht wert, sich den Kopf drüber zu zerbrechen.

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Susimoto ist offline
Beiträge: 44
Seit: 10.05.10
Zitat von vittella Beitrag anzeigen

Matth.25,29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.
aber was hat man da? oder eben nicht: den Glaube an Gott?, wahre Liebe?, alles annehmen was ist? Vertrauen?

lg Suse

N.D.Walsch, Gespräche mit Gott, Gesetz d. Attraktion, bewusste/unbewusste Wahl

Sonnenblume1703 ist offline
Beiträge: 1.955
Seit: 05.05.10
Zitat von Susimoto Beitrag anzeigen
aber was hat man da? oder eben nicht: den Glaube an Gott?, wahre Liebe?, alles annehmen was ist? Vertrauen?

lg Suse
Es ist immer schwierig, einen einzelnen Bibelvers aus dem Kontext zu reißen!
Es geht um ein Gleichnis "von dem anvertrauten Zentnern":


Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an;
15 dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und zog fort.
16 Sogleich ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere fünf dazu.
17 Ebenso gewann der, der zwei Zentner empfangen hatte, zwei weitere dazu.
18 Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.
19 Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen.
20 Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte weitere fünf Zentner dazu und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit weitere fünf Zentner gewonnen.
21 Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!
22 Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit zwei weitere gewonnen.
23 Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!
24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast;
25 und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine.
26 Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe?
27 Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen.
28 Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat.
29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.
30 Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.
Habe dazu folgende Erklärung gefunden:

Das Gleichnis soll folgendes verdeutlichen:

Wir sollen die uns anvertrauten Fähigkeiten und Talente nicht brach liegen lassen sondern damit "wuchern".
Die Talente stehen für das Gute/ für die Liebe im Menschen.
Die "Geldvermehrung" bezieht sich somit auf die Liebe: Wer Liebe hat, dem wird Liebe gegeben. Wer aber keine Liebe hat, dem wird auch das noch genommen, was er zu haben meint.
Es geht ja eben um den Vergleich von nichtsnützigen und wertvollen Dienern. Alle sollten ja Diener für das Reich Gottes sein. Und die Jünger bekommen ja auch den Auftrag: "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium..."
Das heißt, sie sollen die Frohbotschaft, die sie anvertraut bekamen (wie die Diener das Geld) nicht nur für sich behalten, sondern vermehren in der Welt. Und da hat jeder seine Talente bekommen, die er auch einsetzen soll. Und wer eben seine Talente für die Sache Gottes einsetzt, dem wird noch mehr gegeben.
Quelle: Wie ist Jesus "Gleichnis vom anvertrauten Geld/Zentner" zu deuten? (Christentum, Religion, Bibel)
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