Kind in Psychiatrie - Hilfe!!!

27.12.10 07:29 #1
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twixx66 ist offline
Beiträge: 72
Seit: 28.08.10
Hallo zusammen,

nachdem mein Sohn Suizidgedanken geäußert hatte und dann Schule schwänzte, nur noch schlief, nicht mehr essen wollte etc. habe ich ihn schweren Herzens i.d. Kinder- u. Jugendpsychiatrie eingewiesen.
Dort ist er mittlerweile seit 7 Wochen. Er will nur nach Hause. Seine Therapeutin meint, dass sie keinerlei Zugang zu ihm habe. Er mache nicht mit.
Hilfe!!! Es zerreißt mir das Herz. Liege ich richtig, wenn ich meine, dass wenn eine Therapeutin nach 7 Wochen noch keinerlei Zugang hat, diese dann eben nicht die Richtige ist? Die KJP hält ihn nicht mehr für aktuell suizidgefährdet.
Will ihn aber behalten, da er noch keinerlei Plan hat, wie es nach dem Aufenthalt weitergehen soll mit z.B. Schule usw.

Ich weiß nicht mehr weiter. Bin ich zu voreilig oder schaue ich schon zu lange zu?
Bitte helft uns!!!

DANKE!!!

LG
twixx66

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Es ist ja alles schlimm genug und sehr sehr traurig, aber sag doch wenigstens, wie alt Dein Sohn ist, twixx66.

Also Psycho-Therapeutin wahrscheinlich, welchen "Zugang" versucht sie denn zu finden?
Gibt es, außer Suizidgedanken an sich, die sicher schlimm genug sind, bei Deinem Sohn Psycho-Dinge zu therapieren, zu denen sie Zugang finden könnte, müsste?

Hattest Du selber dann auch keinen Zugang mehr zu Deinem Sohn?

Bekommt er ansonsten Medikamente?



Alles Liebe und Gute für Dich und Deinen Sohn!

Gerd
__________________
Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.697
Seit: 10.01.04
Hallo twixx,

sind denn bei Deinem Sohn Blutbilder und körperliche Untersuchungen gemacht worden? Gibt es Schilddrüsenwerte?

Grüsse,
Oregano

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Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Twixx,

mir fällt da an erster Stelle das Körperliche ein. Umweltgifte, verschobene Wirbel, Nahrungsmittelintoleranzen oder die Schilddrüse können eine Depression verstärken, manchmal sogar auslösen.

Gibt es etwas psychisches was deinen Sohn sehr belastet, Stress in der Schule, mit anderen Kindern, Mobbing?

Ängste und Depressionen sind auch vererbbar. Wie sieht es da in der Familie aus?

Grüsse von Juliette

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twixx66 ist offline
Themenstarter Beiträge: 72
Seit: 28.08.10
Hallo zusammen,

Danke für Eure prompten Anregungen!

Körperlich scheint lt. Ärzte alles i.O. zu sein.

Er (13 Jahre) hat massive Schulangst, vor allem Angst vor Mathe.
Eine unmögliche Klasse und völlig ignorante Lehrer/innen, die selbst als
ich den Verdacht äußerte, dass er eine Depression hatte, nicht bemerkt haben, dass er eine komplette Woche fehlte.
Bereits i.d. 1.Klasse traumatische Erlebnisse mit einer völlig kranken Lehrerin, die in täglich niederbrüllte.

Er bekommt keine Medikamente.

LG
twixx66

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.697
Seit: 10.01.04
Wie wäre es mit einem Schulwechsel und gleichzeitiger Psychotherapie?

Grüsse,
Oregano

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twixx66 ist offline
Themenstarter Beiträge: 72
Seit: 28.08.10
Liebe Oregano,

genau das habe ich vor!

Bin nur im Moment ratlos, ob ich ihn nicht baldmöglichst aus der Klinik rausholen soll.

LG
twixx66

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Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo twixx,

weiß dein Sohn, dass du einen Schulwechsel planst? Es ist immer schwer zu sagen was jetzt das Beste für dein Sohn ist, wenn man seine Gedankengänge nicht kennt.
Vielleicht würde es helfen, sich mit ihm gemeinsam einige Schulen anzusehen. Es gibt Schulen, die sehr gut pädagogisch betreut werden.

Grüsse von Juliette

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twixx66 ist offline
Themenstarter Beiträge: 72
Seit: 28.08.10
Hallo Juliette,

nein, ich habe noch nicht mit ihm darüber gesprochen.
Nur nachgefragt, ob er wieder hin möchte (i.d. alte Schule), welches er mit "ja" beantwortete.
Das wird wahrscheinlich auch noch sehr heftig für ihn.
Einerseits hat er dort zwei Freunde - andererseits geht es ihm nicht gut a.d. Schule.
Keiner weiß, wie er auf einen Schulwechsel reagieren wird.

LG
twixx66

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Viola01 ist offline
Beiträge: 246
Seit: 30.06.09
Hallo Twixx66!

Dein Sohn kennt bis jetzt keine Alternativen. Welche Probleme in der alten Schule auf ihn zukommen weiß er. Auch wenn es sich um Probleme handelt, sie sind bekannt und damit vertraut. Eine neue Schule macht erst einmal Angst, weil alles neu ist.
Deshalb würde ich mit ihm die möglichen Alternativen ansehen. Vielleicht findet ihr etwas, was ihn anspricht. Mach ihm Mut!

Liebe Grüße
Viola


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