Seminararbeit "Psychiatrie & Stigmatisierung"

12.12.10 11:36 #1
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Seminararbeit "Psychiatrie & Stigmatisierung"
alisa
Themenstarter
Zitat von tellerrand Beitrag anzeigen
...Und genau das ist der Punkt... es wird sogesehen nicht mehr hinterfragt. Du hast keinen Einblick und willst auch keinen haben. Vor einem Jahr hätte das von mir kommen können. Wenn du aber von einen auf den anderen Tag dich hundeelend fühlst und keine Lebensfreude mehr verspürst und erst Abends ab 21 Uhr überhaupt mal minimal Licht im Leben siehst und jeder Schulmediziner sich auf sein Organ besinnt und keiner etwas findest und der Neurologe dir ein SSRI Psychopharmaka verschreibt, dass eine nachgewiesene Wirksamkeit wie eine Zuckerpille hat, dafür aber erhebliche Nebenwirkungen (ich weiss wovon ich spreche) hat, dauerhafte Störungen wie Impotenz u.ä. bei weit mehr als 10000 Menschen (Dunkelziffer ist weitaus höher) verursacht, kein Arzt darüber bescheid weiss und jeder Arzt dir bescheinigt das die Dinger nicht abhängig machen und trotzdem unglaublich viele von ihrem Psychopharmaka Tripp nicht mehr runter kommen, weil der Körper unglaubliche Entzugssymptome hat. Wenn du dann noch gebildet, mitte 20, student bist, aber nicht mehr studieren kannst und Psychopharmaka aus leiter Verzweiflung doch schluckst und weiterhin jeder Arzt ne andere Meinung hat erschreckt das zutiefst und man macht sich so seine eigenen Gedanken. Spätestens in solchen Phasen im Leben fängt man an kritisch zu hinterfragen und die Antworten die man darauf erhällt sind leider erschreckend aber relativ einfach herauszubekommen. Aber die meistens jungen gebildeten Menschen interessieren sich eben nur noch für ihr spezifisches Fachgebiet ohne mal das übergeordnete zu hinterfragen.
Menschen, die sich fallen gelassen fühlen bekommen oftmals eine Wut wenn sie dann noch als Versuchskaninchen Fragen beantworten sollen.
Die Sache mit dem Versuchskaninchen kann ich nachvollziehen, dieses Problem war mir bewusst und ist nunmal bei jeder Art von Feldforschung gegeben. Ich habe jedoch nie gesagt, dass ich nicht hinterfrage, aber siehst du, ich muss eine Arbeit von 15 Seiten schreiben. Dazu MUSS ich mich auf EINE Fragestellung begrenzen und kann nicht das Rad neu erfinden! Ich sage doch gar nicht, dass es im Bezug auf Psychiatrie nicht noch ganz andere Probleme gibt. Aber die kann ich nunmal nicht alle einbeziehen und daher habe ich mich auf das eine beschränkt. Das heisst doch nicht, das mich der Rest nicht interessiert, es sprengt nur den Rahmen einer Seminararbeit! Hätte ich ein anderes genommen, wäre mir vielleicht vorgeworfen worden, ich sehe das Problem ja nur bei den Ärzten und hinterfrage gar nicht, was Aussenstehende denn für Vorurteile hätten.

Seminararbeit "Psychiatrie & Stigmatisierung"

Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
hallo alisa,
mein angebot über pn genauer zu reden gilt noch

natürlich kannst du dich bei deiner arbeit nur auf eine frage beziehen weil du nicht genug platz zeit und energie hast.
allerdings merkst du ja als wie unfassbar betroffene diese fragen empfinden und daran sieht man doch schon schön eine antwort auf deine frage: ja wir fühlen uns stigmatisiert.
ich finde deine fragen einfach unglücklcih gewählt...
aber ich nehme an der katalog steht schon so fest und lässt sich nicht mehr ändern?
denn vielleicht würden uns gemeinsam bessere einfallen
( denn jenachdem in welche selbsthilfegruppe du mit den fragen gehst wirds unschön..)

Seminararbeit "Psychiatrie & Stigmatisierung"
alisa
Themenstarter
Zahira: Vielen Dank für das Angebot, ich melde mich gerne morgen bei dir! In eine Selbsthilfegruppe zu gehen wird zeitmässig zu knapp, die Arbeit muss in drei Wochen fertig sein und ich bin bis dahin tagsüber 100% in meinem Nebenjob angestellt. Ich beziehe aber sehr gerne in meine Arbeit ein, was dich an den Fragen stört und wie du sie besser stellen würdest!
allerdings merkst du ja als wie unfassbar betroffene diese fragen empfinden und daran sieht man doch schon schön eine antwort auf deine frage: ja wir fühlen uns stigmatisiert
Das stimmt - auch diese Art von Antworten sind eine Antwort und darauf werde ich natürlich eingehen. Ich wollte euch natürlich keinesfalls stigmatisieren! Sollte ich dies unbeabsichtigt getan haben, tut es mir leid.

Wie gesagt, ich werde morgen an der Arbeit weiterschreiben und melde mich dann gerne bei dir, merci!

liebe Grüsse
Alisa


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