Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Zitat von mondvogel Beitrag anzeigen
Das "rock the baby" täte Dir gut (so wie uns Allen)...
rock the Baby? - du meinst den alten Hit?

noch keinen direkten Einfluss nehmen kann, sondern immer den nächsten Schritt abwarten muss...
... hm....
- - Du zweifelst, dass ich noch nicht weiss, was mir entspricht? und dass ich noch nicht so weit bei mir bin, dass ich handeln kann, wie es mir entspricht ... und dass immer wieder neue Situationen dazukommen?

Ich hab den Dreh wirklich noch nicht... - leider...

Irgendwann habe ich's... - nur wehr ich mich wahrscheinlich noch gegen ein Gefühl, so dass der Kräftezehrer eigentlich mein altes Muster ist... - oder ich erkenne es nicht, weil ich noch nicht fühlen kann, Angst davor habe...

Ich versuch heute Nachmittag mal ehrlich hinzugucken...

Stärkung der emotionalen Intelligenz

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.133
Seit: 07.04.10
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
rock the Baby? - du meinst den alten Hit?
NEEEEIIIIINNN!

Es ist eine Haltetechnik , die ich aus der Craniosacral-Behandlung habe....geht auch mit dem Atem!

Und eine andere Haltetechnik kenne ich aus der Atemarbeit: 2 Menschen; eine(r) vorne von eine(r) hinten umschlungen - im Atemrhythmus der gehaltenen leicht bewegen/ wiegen....wirkt Wunder.....

Beides schwer zu beschreiben, wenn ich's nicht zeigen kann....

Mach'S gut
__________________
"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Zitat von mondvogel Beitrag anzeigen
NEEEEIIIIINNN!

Es ist eine Haltetechnik , die ich aus der Craniosacral-Behandlung habe....geht auch mit dem Atem!
Ok. - alles klar!

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Hallo Ymoja

schmunzel - Ja, die meisten Menschen haben Angst oder schlechte Gefühle beim Wort "GOTT" - Wir sind dieser Schöpfermacht, allmächtig, allgegenwärtig und allwissend sehr skeptisch. - Ziemlich schlimm die verbreitete spirituelle Erziehung.... - Geht mir auch meistens so, doch ich möchte mich wirklich diesen Gefühlen stellen. Denn es sind Gefühle und keine Tatsachen. -

Es sieht noch nicht wirklich besser aus, auch wenn es mittlerweile schon einige Stunden Tag ist. - ... was soll's?

Und meinen persönlichen Weg raus aus dem Stressloch habe ich auch noch nicht gefunden. - seufz...

Zitat von Ymoja Beitrag anzeigen
Weisst du, ist ja auch interessant für mich, immer wieder mal bei dir mitzulesen, weil ich selbst doch starke Traumata "habe", ganz ausgestiegen bin aus der beruflichen Welt (in der gesellschaftlichen war ich eh nie wirklich, ab 10 Jahren bin ich da schon raus) und ich suche und suche, innerlich, immer wieder: Gibt es nicht DOCH so eine Art "Ausweg"? Damit ich wieder mein eigenes Geld verdienen könnte? Weil da IST doch Kraft! Da ist doch "was" bei mir, das ich den Menschen und der ganzen Gesellschaft geben könnte! Da ist "was", das brach liegt.
Das kann nun wiederum ich 100 Pro nachvollziehen. - Manchmal spüre ich nur noch Verzweiflung über die Müdigkeit... und das Bedürfnis nach (Reiz)-Flucht

Und du hast gewisse Qualitäten bei dir ja auch überdurchschnittlich "hoch entwickelt", grad durch die ganze Traumaarbeit und das intensive bewusste Befassen mit den Gefühlen, ganz konkret, das dünkt mich wie so eine Art "Transformation". Das ist doch genau das, was der Gesellschaft irgendwie fehlt.
Ja, find ich auch.

Bei mir ists oft so, dass ich mich in grösster Verzweiflung nur noch an den Atem halten kann. Und damit an den gegenwärtigen Moment.
Bei mir ist es in der grössten Verzweiflung so, dass ich mir in die Arme kneife, damit ich sowas wie ein "Gegenfeuer" fühle...
Oft verzweifle ich am Atmen. - Doch wenn ich mich wirklich auf den Atem einlasse... - komme ich meistens wieder in den Körper.

Danke für das Rumi-Gedicht.

Liebe Grüsse
fauna

Stärkung der emotionalen Intelligenz

flower4O ist offline
Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Die Hoffnung und das Wissen, dass auch diese schlimmen Gefühle vorbei gehen werden. - Nur.... die Lebensqualität ist sehr schlecht, wenn ich drin hocke in der Suppe...
Liebe fauna,
als stille Mitleserin wünsche ich Dir alles Liebe.

Jedes eigene im Inneren wahrgenommene Gefühl ist wertvoll.

Sie werden sich auflösen durch die eigene persönliche Annahme - ohne Geschichte, ohne Identifikation, ohne gedankliches Verweilen. In liebevollen Momenten der Annahme hilft mir die Atmung. Zu spüren, wie ich einatme und ausatme und bereit bin, alles an Gefühlen, egal aus welchen eigenen Tiefen der Seele sie sich zeigen, anzunehmen und zu spüren: So, wie ich bin, bin ich in Ordnung.

Manchmal geh ich im Gefühlsleben zu sehr in den Widerstand. Und es ist so wertvoll, ihn liebevoll aufzulösen, ihn wahrzunehmen und zu spüren, wie er fließt. Auch Widerstand gehört zum Seelenlebensfluss.

Danke für Dein Zuhören.

alles Liebe
flower4O

Geändert von flower4O (15.08.15 um 20:06 Uhr) Grund: Ergänzung

AW: Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Ja, liebe flower

Ich bin auch überzeugt, dass jedes (wahrgenommene/gefühlte) Gefühl wertvoll ist. - Trauer fühle ich schon lange... - und ich bin mir sehr sicher, dass ich traurig bin wegen der Nachbarn, weil es tatsächlich ihr Problem ist. Ich habe mich sehr gegen diese Vermutung gewehrt.
Doch das Schwierige an der Situation ist, dass ich weder gehört, noch sehen, noch gespürt werde. - Alles was ich ausdrücke wird in ihre Vorurteile verwoben.

Wenn wir uns mit einem Fachmann von aussen treffen - und mein Vorschlag war, dass wir gemeinsam verschiedene Lösungen entwerfen und diese auf ihre Vor- und Nachteile prüfen - wollen sie nur wissen, ob ihre Lösung möglich ist.... - und damit haben sie den Beweis, dass wir nicht wirklich wollen... (womit sie ja auch ein wenig recht haben, wir möchten das Lösen des Konflikts wirklich anders angehen als so, dass jemand am Schluss recht haben soll... -

Ich habe etwas Ähnliches diese Jahr schon einmal mit einem anderen Menschen erlebt. Der hat mit einen Schmäh- und Drohbrief geschrieben, nur weil ich mich von ihm nicht reinlegen liess. - Die Lösung für mich war, anzuerkennen, dass dieser Mensch "nichts anderes im Portemonnaie" hat. Er kann mir nichts anders geben. Aber ich brauche es nicht (persönlich) zu nehmen. Dies ist auch mit meinen Nachbarn so.

Meine Trauer und Enttäuschung ist gross.

Es geht mit hoher Wahrscheinlichkeit um Verzeihen. - Doch... Verzeihen gefällt mir nicht wirklich. Denn dann muss ich davon ausgehen, dass jemand im Unrecht ist. - Und das gefällt mir gar nicht. Dauernd suche ich nach dem, was ich ausgelassen habe in der Lösung des Konflikt, das was ich ändern könnte, anders machen, wie ich auf eine friedliche Lösung hinarbeiten könnte, wie ich ein echtes Gespräch initiieren könnte... - Aber... ich glaube, ich tue gut daran, vor mir einzugestehen, dass das getan habe, was mir möglich ist, dass ich mich besser zurück ziehe und möglichst wenig Reibungsfläche suche. - Selbstschutz.

Meine "spirituellen Vorstellungen" sind aber eigentlich anders... - nur ... sie überfordern mich. - Wenn mir jemand ein Messer in den Bauch sticht, dann tut es weh und ist nicht angemessen. Ich bin nicht verantwortlich dafür...

Jetzt bin ich abgekommen vom Thema, sorry.

Danke fürs Schreiben, ich habe dich sehr gerne gelesen.
liebe Grüsse und schlaf gut
fauna

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Die Lösung für mich war, anzuerkennen, dass dieser Mensch "nichts anderes im Portemonnaie" hat. Er kann mir nichts anders geben. Aber ich brauche es nicht (persönlich) zu nehmen. Dies ist auch mit meinen Nachbarn so.

Meine Trauer und Enttäuschung ist gross.
Ich merke gerade, dass ich so am besten loslassen kann und mich auf Schöneres konzentrieren, dass ich so diese leidige Geschichte am besten für mich erledigen kann.

Ja, dieser Gedanke, dass ich nichts falsch gemacht habe, dass ich nichts dafür kann und dass ich die abwertenden, urteilenden Bemerkungen und Blicke und Gesten der Nachbarn nicht persönlich nehmen muss, tut mir sehr gut.

Wenn ich das lernen darf bei der ganzen Geschichte, habe ich eigentlich Grund, meinen Nachbarn dankbar zu sein, dass sie diese Rolle für mich übernommen haben... - -

.... ich kann ja noch eine Weile traurig sein, bis ich ganz anerkennen darf, dass es nicht um mich geht...

AW: Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Herzlichen Dank, mondvogel, Ymoja, flower.

Durch euer Lesen und eure Antworten bin ich vorwärts gekommen. Ich beginne mich besser zu verstehen in meiner Reaktion.

Genau wie bei meinem Bruder (er hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine dissoziale Persönlichkeitsstörung) ist es bei meinen Nachbarn besser, mich zurückzuziehen. - Obwohl ich gerne engeren Kontakt und Beziehung hätte - wie bei meinem Bruder -, ist es besser sehr zurückhaltend zu sein. Den Kontakt ganz abbrechen wie bei meinem Bruder geht nicht. Aber freundliche Zurückhaltung geht.

Die Nachbarn tun mir nicht gut. Mir das einzugestehen, ist zwar traurig, aber auch befreiend. Es gibt mir (endlich) eine neue Perspektive. - Je weniger ich urteile, desto trauriger werde ich - wegen des Bruders und seiner Töchter, aber auch wegen der Nachbarn, die ich auch mag. Sie tun mir trotzdem nicht gut. (Ich mag auch Schokoladenmousse, kriege aber Bauchschmerzen davon. Ein klitzekleines Bisschen geht, mehr nicht. So ist es bei den Nachbarn auch...)

Den Konflikt werden wir so schlank wie möglich angehen, halt auch nachgeben, denn der Preis einer guten Lösung ist zu hoch (auch finanziell... - Wir gewinnen sogar finanziell, wenn wir die Lösung akzeptieren, welche die Nachbarn möchten. Wir hätten eine gute und faire Lösung gewollt, gemeinsam entwickelt...)

Also habe ich sogar doppelt gewonnen: Die Erkenntnis, mich von Menschen, die mir nicht gut tun wirklich zurückzunehmen und eine für mich finanziell günstigere Lösung... - Die Trauer bleibt. Ich gebe ihr den Raum, den sie braucht. Nicht mehr und nicht weniger.

Allen eine gute Nacht

Stärkung der emotionalen Intelligenz

flower4O ist offline
Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Doch das Schwierige an der Situation ist, dass ich weder gehört, noch sehen, noch gespürt werde. - Alles was ich ausdrücke wird in ihre Vorurteile verwoben.
fauna
Liebe fauna,
Danke für Deine Worte.

Wir fallen so schnell gedanklich in alte Muster hinein und nehmen das manchmal/öfters/weniger nicht so schnell wahr.

Das, was Du beschreibst, mit: "alles, was ich ausdrücke, wird in ihre Vorurteile verwoben", kenne ich auch aus verschiedenen Lebenssituationen.
Was mir hilft, ist die Annahme, dessen, daß es so ist, wie es ist.

Wünsch Dir weiterhin Kraft, Zuversicht, Hoffnung für Deinen Lebensweg.

alles Liebe
flower4O

Geändert von flower4O (15.08.15 um 23:07 Uhr)

Stärkung der emotionalen Intelligenz

Lady Ymoja ist offline
Beiträge: 634
Seit: 05.01.15
Liebe fauna

Ich bin grad in so einer Art "Fernkurs", da werden genau diese Themen behandelt, die du ansprichst.
Ich befürchte, es ist mir nicht möglich, dies dir jetzt zu übermitteln, weil ich selbst da noch grosse Widerstände habe. Aber es geht um eine vollkommen andere Sicht! Um diese Muster, die wir "Gut-Menschen" haben, aufzusprengen. Also diese Illusion, alles müsse immer gut sein, alles müsse immer "im Guten" geregelt werden, diese Vorstellungen, dass die andern so zu sein hätten, wie wir es wollen ...

... und natürlich sind wir immer die Guten, die andern dann die "Bösen" ... natürlich nicht "böse", das wär ja nicht "politisch korrekt", drum verpsychologiesiert man das dann irgendwie ...

... sucht Verbündete (wir Guten gegen die andern, die nicht einsehen, nicht den Durchblick und die Güte und das Verständnis haben wie wir/ich) ...

Kann man lebenslänglich spielen. Ist die Norm.

ODER.
... eben, ich werde mich demnächst auf ein Konzept einlassen (resp. habe bereits, bin aber dann geflüchtet, werde nur noch müde, auch ein Fluchtreflex), da gehts um was ... hm ... also als Teenie bereits wusst ich das doch ganz bewusst: Ich bin schuldig!!! Also es geht um diese Ur-Schuld! Das GEFÜHL dieser Urschuld! Das stellt alles auf den Kopf! Macht grosse Angst. Die Tatsache, dass die eigenen Schatten (und natürlich auch die "draussen") einfach SIND.

Ach, bin sehr müde grad und will nur sagen: Ich lese mit!
Und ja, wir alle (die es auch so sehen wollen zumindest) befinden uns in Prozessen.

Fühlen und Annehmen ... uff ... ja, da gehts lang. In den Moment hinein, so quasi. Tiefer in das was ist.

Und es macht auch Angst. Weil es löst sich so viel auf.
Ent-Täuschungen.
Hoffnungen werden begraben.
Das tut weh.
Ist alles ganz anders als dass man es doch möchte.
Gewollt hätte.

...

Was bleibt ist der Moment. Mit allem was grad da ist.
Nicht mal wirklich wichtig, wer was wie und so.
Weil genau genommen ist nicht mal das da.
Ist auch nur so eine Idee im Kopf.
Also wenn man da dran hängt.
Ists auch eine Flucht vor dem, was wirklich grad da ist.
Aber was tun wir nicht alles,
um vor schmerzhaften Gefühlen zu flüchten.
Dabei: Sie lösen sich augenblicklich auf, sobald sie voll und ganz da sein dürfen.
Sogar der schlimmste Schmerz wird in dem Moment nicht mehr als schmerzhaft erlebt.
Trauer, all diese Gefühle, die man nicht haben möchte
("Ich bin doch gut!!! Ich hab doch immer alles richtig gemacht!!!"):

Krass. Die lösen sich echt auf. Im Moment.
Also in diese Richtung gehts bei mir.
Aber ist auch viel Widerstand.
Und auch der ist Energie und möchte wahr genommen werden.
Darf da sein.
Jep.
So in etwa.
Das JA bringt das Neue.
Das läuft automatisch.

Und nie zu weit denken.
Wir wissen alle nicht, was morgen ist.
Welche Freiheit.

Liebe Grüsse (bei Gelegenheit auch gleich an die liebe flower40 )

Ymoja


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