Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

mondvogel ist offline
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Liebe karde,

demnach war der Platz nicht für Dich und deine Tiere - schade,

mondvogel
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"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Liebe Karde

Danke für deine Antwort. - Hmm... ja, wir machen gerade beide eigenartige Erfahrungen...

Doch glaube ich tatsächlich, dass es Zeichen sind, dass wir auf das richtige Ziel und in die richtige Richtung gehen ... Wirklich! - Ev. gibt es noch einen anderen Weg, den wir kennen lernen können oder ein paar neue Dinge im Umgang mit Verhaltensweisen von Menschen, die wir mit dem Alten (unserem alten Muster oder der alten Überlebensstrategie) einfach umgangen sind...

Die Erfahrungen sind einigermassen neu für mich, vor allem wie ich selber darauf reagiere mit Suchen nach Möglichkeiten, die für mich i.O. sind - und natürlich auch für andere nicht verletzend... - mehr ist da nicht zu tun.

Grad jetzt bin ich dabei, tatsächlich zu vertrauen, dass sich mir eine gute Möglichkeit geben wird und mich auf den Alltag und meine Aufgaben zu konzentrieren. - Meinen Job machen! - Mir die richtige Möglichkeit oder Situation und/oder Eingebung zu geben, ist nicht mein Job...

Wenn das so mache, spüre ich mehr und mehr meine Wut... - Kein schlechtes Zeichen! - Denn mir wird immer klarer, dass da wirklich Dinge passiert sind, resp. mir Dinge untergeschoben worden sind, die nichts mit mir zu tun haben. - Ich habe nicht mal einen Fehler gemacht... - nur mein Bedürfnis geäussert und ich habe mir die Freiheit genommen, meine Meinung zu äussern und .... wenn man/frau so möchte, auf einen Fehler hinzuweisen... - Es sind tatsächlich - in meiner Wahrnehmung - Regelüberschreitungen vorgekommen, aber nicht von mir.

Nun nehme ich an, dass die anderen eben das selbe Gefühl haben... - Deshalb bekam ich Vorwürfe. - Vorwürfe sind in der Regel "schlecht (wirklich schlecht) formulierte Wünsche" (die wahrscheinlich nicht mal selber bewusst sind).
Also untersuche ich mal meine eigenen Vorwurfe den anderen gegenüber: Ich finde keine, sondern Bedürfnisse. Ich gehe mal die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg durch.

Situation A
1. Was habe ich gesehen oder gehört:
a) den Satz: Ich habe gemeint, dass wir grosszügig seien
b) bisher hast du dich auch nicht um sowieso gekümmert

2. Was löst es in mir gefühlsmässig aus?
a) ich fühle mich verletzt und wütend, weil ich beides als unklare Vorwürfe verstehe, ohne eine Chance für mich, konkret etwas zu tun, was das Bedürfnis des Gegenübers erfüllt

3. Welches Bedürfnis wurde nicht erfüllt?
Mein Bedürfnis nach Information und Klarheit über das, was mein Gegenüber erlebt hat, damit ich die Reaktion nachvollziehen kann.

4. Was kann ich konkret tun?
Ich kann nachfragen, was damit gemeint ist und meine Gefühle ausdrücken.

Situation B
1. Was habe ich gesehen und gehört?
Mein Gegenüber findet es eine Zumutung, dass mir nicht klar ist, dass seine Meinung der Sachverhalt ist.

2. Was hat es in mir ausgelöst?
Empörung, weil ich ein Anhörungsrecht habe.

3. Welches Bedürfnis hatte ich in der Situation?
Ich wollte ernstgenommen werden.
(Was ich gemacht habe: Ich habe mich zurückgenommen und bin auf mein Gegenüber eingegangen - wenigstens aus meiner Sicht... - ICH habe MICH nicht ernstgenommen... - aus Angst, dass ich dann der Konflikt eskaliert)

4. Was kann ich konkret tun?
Mein Gegenüber um eine Aussprache bitten oder an der nächsten Sitzung, meinen Standpunkt klar äussern und den Konflikt austragen.

Uff....

Stärkung der emotionalen Intelligenz

Karde ist offline
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Seit: 23.05.12
Hallo Mondvogel
Es ist noch nicht entschieden - wir sehen diese Woche weiter, denn das Haus hat wirklich einen sehr hohen qualitativen Standard und ich mit meinen Tieren bin es eher etwas einfacher gewohnt..
Wir werden sehen wie sich das vereinbaren liesse.
LG Béatrice
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Alles was ich anschaue --- schaut zurück

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Dir mal die Daumen drücke!

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Je mehr ich mich dem Stärken meines Selbstwertgefühls widme, desto trauriger werde ich und desto mehr Schmerz und Kummer, auch Verzweiflung spüre ich.

Schaue ich von aussen auf mein Leben ist da sehr viel Beglückendes, Schönes, Bereicherndes: Ich bin mit einem liebevollen und aufmerksamen Menschen verheiratet. Unsere beiden Pflegekinder haben sich gut entwickelt nach ausserordentlich schwierigen Zeiten in der Adoleszenz. Ich lebe in einem wunderschönen Haus an guter Lage mit einem paradiesischen Garten nahe von Wald und Spazierwegen, Bergen und See, von kulturellen Möglichkeiten. Wir leben in einem Land mit sehr guten Möglichkeiten und haben genug Geld, um uns einiges leisten zu können. In meinem Leben gibt es auch einige Freunde/innen.
Auch beruflich hatte ich immer wieder gute Rückmeldungen und beste Referenzen als Schulische Heilpädagogin, als Fortbildungsleiterin, als Beraterin und Coach... -

NUR ... ich habe das Gefühl, nicht zu leben, an meinem Leben vorbei zu gehen, vor allem beruflich. - Nie spürte ich eine "berufliche Identität". - Auch im übrigen Leben ist es mir immer eher schwer gefallen, zu wissen, was ich möchte, was meine Bedürfnisse und Ziele sind, meine Wünsche und Vorlieben... - Wieso ich gerne koche, ist für mich manchmal fast unerklärlich, auch die Liebe zu Landschaften: zum Meer, zu den Bergen, den Ebenen, den Hügeln, der Wüste, des Waldes, der Heide, der Moore etc.

Heute bin ich nochmals meinen Gefühlen nachgegangen. Ziele setzen geht fast überhaupt nicht, auch nicht freuen auf etwas oder Lust haben zu etwas... - Als ich in meiner ersten Ausbildung in NLP ein Ziel formulieren sollte, bin ich" emotional umgestanden". - Panik, Chaos, Zerfleddern - ein nicht beschreibbarer Zustand überwältigte nicht. Ich konnte nur noch zur Leiterin gehen und stammeln: Ich brauche Hilfe. -

Hilfe klappte nicht... - Ich habe so vieles versucht, das erwiesenermassen hilfreich sein kann und habe auch Schritte machen können. Doch ich kenne niemanden, der so resistent ist, obwohl er/sie sich tief in Prozesse einlässt und ehrlich sehr viel für sich selber tut und offen für andere ist... - 7 Jahre Therapie, Homöopathie, mehrfach Kinesiologie, Heilpraktiker, EFT, nochmals 6 Jahre Traumatherpie mit einem wirklich guten Thera, mit verschiedenen Methoden der energetischen Psychologie, ganz viel Intervision, Supervision und und und und und.... - und eine "letzte Depression" habe ich einfach nicht loslassen können.

Erste Schritte konnte ich dann machen, nachdem ich ein Enneagramm-Seminar besuchte und "meinen Überlebensstil" erkannte... - traurig und erschreckend

Mit neuen Erkenntnissen, einer neuen Herausforderung mit unserem (Pflege)Sohn und Unterstützung meines Ausbildners, der auch therapeutisch in einem interdisziplinären Team systemisch arbeitet, machte ich weitere Schritte. Viele Symptome haben sich vor allem in den vergangenen rund 7 - 10 Jahren verloren - bis auf diese hartnäckigen Gefühle von Verzweiflung, Trauer, Ohnmacht, Depression, Müdigkeit, Antriebslosigkeit - und diesem verd.... "nicht-Wissen-was-nun-mein-Angebot-in-meiner-Praxis-ist" - ...

Durch die weiteren ganz wenigen Sitzungen mit diesem interdisziplinären Team, der Auseinandersetzung mit dem Sohn und der Arbeit nach Ph. Kristal kam ich wieder weiter... - Auch fünf Sitzungen mit einer wunderbar arbeitenden Physiotheraeutin, die mich anleitete, die Verspannungen im Unterleib loszulassen - Pling war ich in der Trauer und im Schmerz, die ich seither so stark spüre, dass ich oft wirklich Wünsche habe, nicht mehr zu leben. - Selbstverständlich nehme ich mir nicht das Leben. Das möchte ich nur schon meinem Mann nicht antun. - Und ... was sicher wichtiger ist: Ich habe den Ehrgeiz, dieses Thema aufzulösen. Ich MÖCHTE MICH NICHT UMBRINGEN, ich spüre Wut gegen aussen. Ich habe nicht vor sie gegen mich zu richten. (Ich bin überrascht, dass ich wirklich Wut gegen aussen spüre.... überraschende, befreiende Gefühle...)

Ein weiterer Schritt war das Video von Garry Craig .... - und heute habe ich wieder meine Selbstwertstärkungsübungen gemacht, spüre auch, dass sie wirken ... und ... die Verzweiflung und Trauer, der Schmerz wurde wieder grösser, kaum auszuhalten. Auch Schlaflosigkeit, weil es innerlich so sehr weh tut, quält mich...

Heute konnte ich mich der Seite von mir, die so verzweifelt und traurig ist zuwenden und wirklich offen sein für die unerfüllten Bedürfnisse. - Eigentlich für die Gründe der Trauer: Enttäuschung, dass ich mich selber (wohl schon als Kind) aufgegeben habe und diese Selbstaufgabe nichts gebracht hat... - Dass ich noch heute gleiches Verhalten zeige:

Es gibt Menschen, die gehen unter die Gürtellinie, wenn ich sie um etwas bitte, das eigentlich selbstverständlich wäre und auch in den gemeinsamen Hausregeln so formuliert ist. - Zweimal bin ich dann auf die Bedürfnisse, dieser, meine Grenzen überschreitenden Menschen, eingegangen, - ... mit dem Glauben oder der Überzeugung, dass sie mich nachher hören ... - Sie hörten mich nachher nicht.

Auf einen Menschen bin ich dann zugegangen und habe ihn um ein Gespräch gebeten. ... usw. - Das habe ich schon aufgeschrieben. - Die Konflikte mit beiden Menschen kann ich fast nicht loslassen. - - Langsam, aber sicher begreife ich, dass ich zwar innere Arbeit leisten kann, ganz viel .... - dass es aber immer auch um äusseres Lernen geht, um neues Verhalten in der äusseren Welt. - Diese Menschen mit grenzüberschreitendem Verhalten kann ich zwar als Spiegel nehmen für eine innere Instanz, der ich zu lange loyal war, und die mich am "beruflichen Leben" hinderte und auch gesundheitlich einiges an Problemen bringt und brachte... psychisch und physisch ...

ICH BEHINDERE UND VERLETZE MICH SELBST. - Niemand aus meiner Kindheit ist mehr da, der/die mir etwas verhindert, der/die mich missbraucht etc. - Es findet alles in mir statt... und ich fliehe vor meinen Gefühlen ins Innere ... vor Angst vor Ablehnung, vor Entwertung, vor Verletzung und Alleinlassen, Verraten, wenn ich zu mir stehe. - Zeige ich mich nicht ehrlich, biete ich mich zum Missbraucht werden an. - Zeige ich mich, werde ich nicht gehört oder runtergemacht...
So weit mal die Überzeugungen oder Glaubenssätze...

Aber darunter ist ein kleines Kind mit ganz viel Enttäuschung und Verletzung. Selbstverletzung, Selbstverrat als Überlebensstrategie, Selbstaufgabe, Identitätslosigkeit und Schmerz sind die Folge. - Es ist gut, dass ich diesen unmenschlichen Schmerz fühle, sonst würde ich weiter an mir selber vorbei leben. Es tut bestialisch weh, hinzugucken und bemerken: meine Eltern konnten tatsächlich nicht meine Bedürfnisse erkennen und erfüllen. Sie waren selber so bedürftig, dass sie mich missbraucht haben. - Als Lösung habe ich mich weggedriftet - und ich drifte mich noch immer weg, wenn es um mich gehen würde - NEIN! wenn es um mich geht. - Es tut brutal weh!

Und in diesem Schmerz zu spüren, was ich brauche, was mir gut tun würde, fordert mich ziemlich heraus. Aber, ich habe mich entschieden, mich zu achten, zu mir zu stehen und so gut ich nur irgendwie kann, das zu tun, was mir gut tut. - Das verletzt wirklich niemanden, wirklich nicht. Auch wenn es Menschen gibt, die dann aufschreien und mich beschuldigen oder mit Vorwürfen antworten oder mich entwerten.

Langsam, aber sicher komme ich dem näher, was ich in der Beziehung mit dieser Frau, die eine so unreife Konfliktkultur lebt, möchte: Ich möchte in Frieden mit ihr leben. - Ich möchte ihr und mir die Chance geben, glücklich und zufrieden zu sein - und dafür muss ich mich zeigen, auch was ich brauche, um glücklich und zufrieden sein zu können.

Nachdem ich diesen Schmerz und die Trauer in Zusammenhang mit der Enttäuschung über die Untauglichkeit meines Lösungsweges bringen konnte, geht es mir etwas besser. Ich fühle mich erleichert.

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Heute war Impro-Theatergruppe.

In Gruppen ist die Unsicherheit am grössten. Ich möchte aber Spass haben am Theater und auch mit den anderen Mitgliedern.

Was ich jetzt kann: Unsicherheit fühlen und bei mir bleiben und mich fragen, was ich möchte, wenn ich mich so fühle. - Nicht schlecht! - Und ich bin ein klitzekleines Bisschen klarer und weniger "verklemmt"... - Es fühlt sich noch immer unangenehm an, ist aber etwas besser und angenehmer.

Und... ich überlege mir, ob ich andere Kleider möchte... - Es passiert doch immer wieder was. - Ich erlaube mir zu sein, wie ich bin: unsicher, manchmal sicher, unklar, manchmal klar, fröhlich, still, etc. - Eigentlich nicht schlecht.

Fast bekomme ich Lust auf mehr Gruppenerfahrung... - Mal sehen.

Heute habe ich keine Angst vor der Schlaflosigkeit, ich bin entspannter. Und ich traue mir zu, zu fühlen, wenn Kummer und Schmerz und Trauer und Verzweiflung kommen und zu spüren, was ich brauche. - Es fühlt sich neu und weiter besser an. - Wieder ein Stück bearbeitet. Das wird lebenslänglich weiter gehen, ist aber auch wirklich cool! - (Wenn's nicht gerade zu sehr weh tut.)

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mondvogel ist offline
Beiträge: 5.133
Seit: 07.04.10
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Heute war Impro-Theatergruppe.
oh schön - das würde mir auch gefallen....

Und... ich überlege mir, ob ich andere Kleider möchte...
hm...habe ich das richtig verstanden, dass Du einen anderen Kleiderstil ausprobieren möchtest?
unsicher, manchmal sicher, unklar, manchmal klar, fröhlich, still, etc. - Eigentlich nicht schlecht.
ich finde auch...gar nicht schlecht...

Heute habe ich keine Angst vor der Schlaflosigkeit, ich bin entspannter.
dann wirst Du bestimmt super gut schlafen.....

Liebe Grüße, mondvogel
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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Hallo Mondvogel

Ich kann dir Impro nur empfehlen. Es macht mir viel Spass!

Mittlerweile merke ich auch, dass meine emotionale und soziale Intelligenz oder Kompetenzen tatsächlich zunehmen... - *lach über mich selber*

Ob's einen neuen Kleiderstil gibt? - Hmm... glaube ich nicht, aber mehr neue Kleider, die mir gefallen... - Nicht immer die selben, bis sie einfach auseinander fallen...

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Es gibt Gruppen, in denen es mir wohl ist, in anderen nicht. - Vor allem anfangs ist es mir in fast allen nicht wohl, aber in einigen fühle ich mich rasch sicher... - auch in Beziehungen.

Ups... - und jetzt das Überraschende: Meine Wahrnehmung hat sich diametral verändert: Während ich früher, die Menschen bei denen es mir wohl war nicht wertgeschätzt habe, merke ich dass diese sehr wohl sehr wertvoll sind. ALLE Menschen sind wertvoll. - Nur... manche Menschen tun mir nicht gut, haben ein Kommunikationsverhalten, dass auf mich sehr gewalttätig wirkt. - Da können Menschen sein, vor denen ich früher viel Achtung hatte... -

Ein eindeutiges Zeichen ist, dass ich mich in Gruppen, in denen Entwertung, "toxische Sprache" etc. vorkommen, zurücknehme, weg beame etc.

Je sicherer ich werde, desto mehr kann ich die Warnsignale ernst nehmen, mich bewusst schützen oder zurücknehmen, ohne Nebel im Kopf oder wegbeamen oder Selbstabwertung, weil ich nicht sage, was ich denke. - Schliesslich sind da Dynamiken, die wirklich nicht ohne sind... - Und sie sind an Orten, wo ich sie NICHT ERWARTE! - In Schulteams, bei Menschen, die mir sympathisch sind, die ich wohlwollend einschätze. - SIE SIND ES ABER NICHT EINFACH SO! - Im Gegenteil, sie vertreten ihre Anliegen durch Kommunikation, welche das Gegenüber schwächt! SIE SIND SEHR GEFÄHRLICH FÜR MICH, WENN ICH NICHT HINGUCKE! -

Gucke ich hin und nehme ich die Signale ernst und wahr. Dann kann ich ziemlich gut damit umgehen. - MISSBRAUCH findet meistens in einem Umfeld statt, wo ich die Menschen liebe und wertschätze und ihre Schwächen unterschätze, so dass ich nicht glaube, dass ihre Schwächen für mich absolut verletzend sein können... - NOCHMALS, ES IST MIR KLAR, DASS ALLE MENSCHEN WERTVOLL SIND! - Nur ihr Verhalten nicht, die Absicht in der Regel schon...

Ich täusche mich in manchen Menschen gewohnheitsmässig ganz stark. Sie sind mir nicht einfach wohl gesonnen. Es ist möglich, dass sie aus Unsicherheit sehr abwertend sind - oder aus Angst... - Wenn ich mich dann zurücknehme, schätzen sie mich völlig falsch ein... - und nehmen mich noch weniger ernst! - Es ist wichtig, dass ich in Gruppen und Teams Raum einnehme - genau den Raum, der mir zusteht!

Nebel, zurücknehmen, wo ich es nicht möchte sind Zeichen, dass es Zeit ist, mich damit zu beschäftigen, was mein Bedürfnis ist - UND NICHT DAS DER ANDEREN, VOR ALLEM DANN NICHT, WENN SIE MICH ÜBERGEHEN ODER ABWERTEN.

Neue Erfahrungen sind definitiv möglich.

Ja, .... und da gibt es Menschen, die schätzen sich sehr "spirituell" ein, haben ein einnehmendes Lächeln (wirklich sympathisch!), sind begabt .... und werten ganz subtil ab... - Kaum jemand merkt es....

Es gibt Menschen, da werde ich "blind" - fast im wörtlichsten Sinne - denn ich sehe dann innerlich fast nur noch "weiss". So kann ich dann kaum mehr richtige Bilder wahrnehmen...

.... und ich spüre jetzt riesige Wut, wenn ich das aufschreibe. Keine besonders gerichtete Wut, einfach nur ENERGIE! Energie, die ich ganz sicher brauchen kann, um mich zu leben!

Und *einmal mehr lach über mich selbst* - ich habe doch immer erwartet, dass da irgendwann ein Mensch kommt, der mich rettet, der mich rausholt... - UND JETZT BIN DIESER MENSCH ICH SELBST- Das ist völlig unerwartet für mich. - Denn ich hätte mir das ja nie zugetraut.

Das ist möglich, weil ich endlich diesen tiefen Kummer in mir, diese schmerzvolle Trauer ernst nehmen konnte. Endlich kann ich den hohen Preis erkennen, den ich zahle für meine Blindheit.

Zum Glück habe ich Zeichen, dass da ein Bedürfnis da ist, um das ich mich kümmern möchte: Angst, Unsicherheit, Wegbeamen, Nebel, nicht mehr denken und fühlen können etc. - Auch wenn ich dann ev. einiges an Zeit brauche, um zu erkennen, was ich möchte, lohnt es sich!

Mal sehen, wie ich mich weiter entwickle! - Ich bin sicher, wenn ich dazu lerne .... ändern sich auch die Mitmenschen oder sie gehen aus meinem Leben.... - Das Muster ist dann aufgelöst und das Gesetz der Anziehung wirkt nicht mehr... - resp. Ich ziehe anderes an.

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
In meinem Leben im Alltag stosse ich an neue Grenzen und damit an neue Herausforderungen, mich weiter zu entwickeln und Neues zu lernen... -

Wenn ich mich mehr zeige und zu mir stehe, mich sozusagen "wahrnehmbar" mache und meine "Tarnkappe" abnehme, nehmen Konflikte zu.

Auch meine Angst davor, ausgeschlossen, abgelehnt, kritisiert, verurteilt etc. zu werden, vergrössert sich. - Ich bin nicht mehr so bequem... - In guten, tragfähigen Beziehungen (Mann, Kinder) zeige ich schon jetzt Leichtigkeit und auch unbequemere Gefühle... - Seit kurzem merke ich, dass ich meine Meinung über die Beziehung zu meinem Mann geändert habe: Wir haben eine sehr gute Konfliktkultur.

Aber es gibt Menschen, mit denen habe ich eine weniger tragfähige Beziehung, oberflächlich zwar schon, von aussen gesehen halt. Aber wenn ich meinen Bedürfnisse oder auch Wünsche direkt erbitte, werde ich überraschenderweise als Kritisierende und Runtermachende, als Störende etc. direkt und persönlich angegriffen. - Eigentlich unglaublich, aber längeres in mich gehen hat mir gezeigt, dass ich sogar dann noch offen für die Gefühle der anderen bleibe, dass ich mich aber nicht für ihre alten Geschichten als Projektionsfläche hergeben möchte. - Wie also mit Konflikten umgehen?

Im Moment spricht mich "Humorstrategie" am meisten an. - Damit meine ich "echten" Humor, der aus Gelassenheit entsteht und Zeichen von Entspanntheit ist... - UND DAS MÖCHTE ICH ÜBEN!

Hier mal eine erste Übung:

Wie kann ich mir garantiert einen schlechten Tag kreieren? (Wer Lust hat, macht einfach mit. Ich freue mich auf viele guten Ideen... und viel Spass und viele emotionalen Erkenntnisse... )

Aaaaaaalso, ich könnte am Morgen noch im Bett beginnen, mir alles irgendwie "schwarz vorzustellen": Wie ich mich heute langweile, dass ich wieder nicht weiss, was ich tun möchte. Super helfen für einen schlechten Tag wird ganz bestimmt, wenn ich mir alle Macken der Menschen ganz gross vorstelle. Dann ist sicher wichtig, dass ich mir vor Augen halte, dass ich schon ziemlich alt bin, Übergewicht habe und keine Perspektive mehr. Klar gehöre ich zum alten Eisen und habe beruflich keine Zukunft. Und dass ich es nie schaffen werde, glücklich und zufrieden mit meinem Leben zu sein...

Ich bin in Gruppen sicher ausgeschlossen, meine Nachbarn haben sicher etwas gegen mich, denn gestern haben sie mich so auffällig begrüsst.

Mal so für den Anfang morgens im Bett genügt das wohl. - Wobei... wichtig ist noch, dass ich mir bewusst mache, wo im Körper ich mich nicht wohl fühle, wo's gerade schmerzt und diese Teile möglichst anspannen, damit ich so richtig spüre. Ich könnte mit weinerlicher Stimme sagen, dass ich sehr arm bin, dass ich so viele Symptome habe.

Boa... und ich könnte mir bewusst machen, dass mich in Tat und Wahrheit niemand wirklich versteht und mich wohl jeder ausnützt... und dass ich blöde Kuh mich ausnützen lasse. Und dass eigentlich ich selber schuld bin, wenn andere ihr mieses Verhalten zeigen... Schliesslich bekomme ich nur, was ich verdiene... - (Ich merke gerade, dass mich das wirklich wunderbar ein wenig runter drückt... ) - Da liegt ganz viel Potenzial drin. Vor allem muss ich mir noch einige Erinnerungen vor Augen halten, wie andere Menschen miteinander Spass haben und mir sagen, dass die mich wohl nicht mögen und ich wohl niemals so lockeren, freudvollen Kontakt mit anderen haben kann... - Dann muss ich auf meinen Körper achten, den es sehr zusammen zieht und dann fühle ich mich so richtig schön unsicher und blockiert, auch verklemmt unter Menschen... - Die schwarzen Zukunftsbilder kommen dann noch etwas mehr zur Geltung und wirken sehr wahr...

Boa... - ich bin ja richtig begabt, mich runter zu drücken, denn ich habe es echt ein wenig geschafft...

Wie bleibe ich jetzt drin in der emotionalen Suppe? - Ich muss mich hindern, mir Gegenbeispiele zu erinnern: Ich muss mir verbieten, daran zu denken, dass ich mit einigen Leuten wirklich zusammengespielt habe in der Improgruppe, dass mir eine Freundin so herzlich "Hallo" gesagt hat und mir Komplimente von anderen ausgerichtet hat, - dass ich von der Nachbarin Zwetschgenjalousien geschenkt bekam, weil ich den Duft aus ihrer Wohnung gelobt habe.

So, genug für den Moment... - Echt ich habe ein paar super gute Strategien... die ich übertreiben kann.


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