Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Eben habe ich den Erfolg meiner Reaktion auf für mich schwierige Dinge mit dem Sohn erhalten: Sehr positiv, er hat begonnen, die Dinge zu machen, die er versprochen hat und dazu noch die Abwaschmaschine ausgeräumt... - Er hatte sogar Verständnis für mich, zuerst nicht, dann schon. Genauer: zuerst konnte er es nicht zugeben, nachher schon...

... und ... grmpf ... fauna bekam Schuldgefühle... ABER ... ich konnte die Schuldgefühle so deuten, dass ich voll auf dem guten Weg bin. Schliesslich kriege ich sie, wenn ich mich für mich selber und meine Wünsche und Bedürfnisse einsetze... - Das Umdeuten hat gewirkt, ich habe mich sogar etwas gefreut. - Innerlich, ich hatte keine Lust, es auszudrücken, schliesslich waren es absolute "Selbstverständlichkeiten", die ich so bekam... :-)

Übrigens, ich habe meinem Sohn nur einen kleinen Brief geschrieben, in dem stand, worauf ich keine Lust habe und was ich deshalb neu mache... - nicht schlecht. - Morgen werde ich einiges davon umsetzen und ev. wieder ein schlechtes Gewissen haben, aber wieder wissen, dass das ein SEHR GUTES ZEICHEN ist.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Ich habe heute einen grossen (vielleicht auch kleinen ) ) Sieg über mich errungen.

In einer Sitzung bin ich zu mir gestanden - und zu meiner Meinung und zu meinen Gefühlen. Auf einen ziemlich doofen Angriff konnte ich ruhig und gelassen reagieren und die Gefühle meines Gegenübers anerkennen. - Die Frau fand mich ziemlich daneben. Ich habe bei ihr wohl eine alte Wunde oder ein altes Thema aktiviert, deshalb hat sie unter die Gürtellinie geschossen (wenigstens ein wenig).

Meine eigenen Gefühle im nachhinein waren auch nicht nur freundlich. Aber in der Situation habe ich gut und fair und respektvoll ihr und mir selber gegenüber reagiert. - Das brauchte auch einiges an emotionaler Energie, so dass ich nachher für meine Psychohygiene noch etwas schnödete. Aber das ist ok. - ich habe es nicht verletzend gemacht...

Zuerst wollte ich schweigen, denn ich wusste, was kommen würde, schämte mich für meine Gefühle ... - Aber es war mir sofort klar, dass das das alte Muster ist, das überfällig ist ... - und ich wusste auch sofort, dass wenn ich diese Ängste und Scham fühlte, dass es sehr, sehr wichtig war für mich, und dass ich eine super Übungsgelegenheit hatte, zu mir und meinen Gefühlen und Bedürfnissen zu stehen...

Weiter so, fauna!

Ja, und noch ein zweiter Sieg! ... Meinem Sohn habe ich einen weiteren Brief geschrieben, in dem ich ihm mitgeteilt habe, dass ich ihn sehr mag und dass er mir sehr wichtig ist. - Völlig unabhängig davon, ob ich mich selber mit meinen Gefühlen ernst nehme und Konsequenzen ziehe, wenn ich auf etwas keine Lust mehr habe und nicht gehört werde...

Er kam zu mir und sprach den Brief an ... - Ich fragte ihn ganz direkt, was er denn an mir schätze. Mein Selbstwertgefühl braucht es, dass diese Frage einigen Leuten stelle: meinen Kindern und meinen Freundinnen...

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Die Reaktion der Frau gestern geht mir noch etwas nach. Plötzlich merke ich, wie viele Menschen halt Probleme und Trigger haben beim Thema "persönliche Wünsche und Bedürfnisse". -

Und dass es mir noch nachgeht, interpretiere ich so, dass ich da an einem sehr wichtigen Punkt bin: Oft habe ich mich ganz selbstverständlich geäussert und bin dann von Reaktionen anderer überrascht worden. Völlig naiv glaubte ich, dass es für alle so selbstverständlich ist... - Aber es klinkt halt wirklich bei vielen etwas an. Das braucht mich nicht zu irritieren, so lange ich "es" bei meinen Mitmenschen lasse und ich mich sicher fühlen kann. - UND DAS IST MEIN KLARES ZIEL! - Freundlich bleiben, wenn andere ihre ungelösten Themen leben, sie aber nicht wie so lange Jahre(zehnte) übernehmen oder das persönlich nehmen. Den Menschen dahinter entdecken und achten!

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Ich bin im Moment dabei, mit einem Six-Step-Reframing an der Depressions- und Verzweiflungsschleife zu arbeiten. Dieses Bedürfnis ist in mir gekommen im Prozess einer Ablösungsacht vom Muster sehr selbstunsicher zu sein und zu reagieren.

Durch meine sehr kreative und in überhaupt vielen Bereichen gut begabte Art war ich ein "pflegeleichtes Kind", ... das aber nicht wusste, dass das System, in dem ich aufwuchs "dysfunktional" war, meine beiden Eltern psychisch krank und wirklich auch sehr belastet, durch die Muster je ihrer Sippe. - Als "begabtes Kind" nahm ich viel "auf mich" und übernahm die perfektionistischen Ansprüche meiner Mutter als "normale" Vorgaben und Ansprüche. Viele meiner Begabungen im zwischenmenschlichen und emotionalen Bereich setzte ich so unbewusst für das Vorwegnehmen von Gedanken und Urteilen - vor allem über mich selber - ein. - Das Erspüren von Gedanken, Gefühlen und Bedürfnissen anderer wurde zu meiner Überlebensstrategie, die ich so schnell und unbewusst einsetze, dass ich es oft nicht mal selber merke. Oft kann ich keinen Unterschied zwischen meinen und fremden Gefühlen machen... - obwohl ich auch darin gute Fortschritte gemacht habe - wirlich!

Ich bin eigentlich am dauernden "Scannen" der Umwelt nach unterschwelligen Gefühlen und Bedürfnissen... - und die bedrohen mich dann, wenn ich meine eigenen leben möchte. - Schliesslich spüre ich dann den Ärger und die Urteile der anderen...

Lernbedarf.

Mittlerweile kann ich meine Ängste, vor allem Ängste vor Scham und Schuldgefühlen, vor Abwertung etc. auch öfters mal als Zeichen sehen, dass ich auf dem richtigen Weg bin: Es geht also um MICH.

Bitte nicht falsch verstehen. Es geht mir selbstverständlich nicht darum, nur noch meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Nein, nur nicht mehr so selbstverständlich auf sie zu verzichten und mich nicht zu zeigen.

Hmmm.... ich vermute sogar, dass ich mich schon für meine Bedürfnisse eingesetzt habe, dass ich dies aber ausblenden musste. - Schwarze Löcher halt...

Mittlerweile bin ich auch sehr sicher, dass Mann und Sohn mit meinen Veränderungen gut umgehen können... - Wer weiss, vielleicht geht es ihnen damit sogar besser als ohne...

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Schon witzig... - Da bin ich mir sicher, dass ich ein Mensch mit viel intuitiver Begabung bin, auch emotional viel wahrnehmen kann. ABER da gibt es einfach blinde Flecken, wo der Verstand übernimmt und mir manchmal absolut höheren Blödsinn als Wahrheit auftischen möchte...

Da sehe ich unklar, täusche ich mich selber, rede mir was ein, was hahnebüchern ist .... - nur um gewisse Gefühle nicht fühlen zu müssen und gewisse Dinge nicht machen zu müssen, die mir eigentlich entsprechen würden, die sich aber nicht gut anfühlen. - Da ist noch immer dieser vollautomatische Mechanismus, der mich schützen möchte. - ABER meine Überlebensstrategie ist als Lösungsweg einfach nicht tauglich: Ich kann nicht, um meine Bedürfnisse zu erfüllen, mich unsichtbar machen. Nur wenn mich andere wahrnehmen können, können sie auch meine Gefühle und Bedürfnisse respektieren...

Gerade JETZT spüre ich ganz stark, dass es für mich mehr als nur wichtig ist, für mich einzustehen, mich sichtbar zu machen und meine Energie zu leben. Sonst richtet sie sich gegen mich selbst.

Hier eines meiner Lieblingsgedichte. Ich habe es schon öfters gepostet:

Unsere tiefste Angst
Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir grenzenlose Macht in uns haben.
Es ist unser Licht und nicht unsere Dunkelheit,
vor dem wir uns am meisten fürchten.
Wer bin ich schon, fragen wir uns,
dass ich schön, talentiert und fabelhaft sein soll ?
Aber ich frage Dich, wer bist Du, es nicht zu sein ?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich kleiner zu machen, dient unserer Welt nicht.
Es ist nichts Erleuchtendes dabei,
sich zurückzuziehen und zu schrumpfen,
damit andere Leute nicht unsicher werden,
wenn sie in Deiner Nähe sind.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes,
die in uns ist, zu offenbaren.
Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem von uns.
Wenn wir unser eigenes Licht strahlen lassen,
geben wir unterbewusst unseren Mitmenschen
die Erlaubnis, dasselbe zu tun

Marianne Williamson, zitiert von Nelson Mandela an seiner Antrittsrede.
(Ich hoffe, ich bin richtig informiert.)

Ich durfte diese Woche erleben, dass meine Arbeit einem anderen Menschen tatsächlich sehr gut getan hat, dass dieser Mensch vieles erreichen konnte. - Ich bin mir völlig klar, dass es mit der Bereitschaft dieses Menschen zu tun hat "anderen Geistes" zu werden. - So hat Hahnemann auch die "Heilkraft" von Globuli beschrieben: Eine Krankheit kann für einen Menschen heilbar sein, für einen anderen ist die selbe Krankheit unheilbar. - Es hat mit Gnade zu tun. Hahnemann meinte auch "innen" als etwas anders als "innen im Körper" eher unser Innenleben, unsere Psyche o.ä. - Das meine ich mit "anderen Geistes werden": anders über sich selber und die eigenen Möglichkeiten denken, sich mit etwas anderem identifizieren, eine andere Identität bekommen.

In einem Buch über die Heilung einer an AIDS erkrankten Frau (Autobiographie) schreibt sie, dass sie lange nicht verstehen konnte, dass es auch eine "Heilung in den Tod" gebe. - Ihr Liebespartner ist an AIDs resp. an einer Folgeerkrankungen verstorben. Sie meinte zuerst, ALLE Menschen könnten heilen, wenn sie sich voll und ganz auf sich selber einlassen. Das nahm sie damit zurück.

Ich weiss jetzt nicht, warum ich darauf gekommen bin... - Es ging wahrscheinlich darum, dass ich in der Beziehung mit jenem Menschen, mich selber sehr leben kann, diese Seite von mir, die gerne als Coach mit Menschen arbeitet, die gerne freier leben würden und mehr Lebensfreude hätten.

Ja, und mein Sohn reagiert ganz anders, wenn ich frisch von der Leber weg reagiere... - hm.... - Mich leben, frisch und fröhlich, die sein, die ich bin - so oft und so sehr wie nur möglich... - Ich müsste nicht mehr verzweifelt sein, nichts mehr gegen mich selber richten.... Ich würde meine Energie leben.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Die "Schmetterlingsenergie" verbinde ich auch mit "Schein statt Sein". - Gespielte Fröhlichkeit, Leichtigkeit... - der "Sonnenschein" für andere Menschen. - Das macht mich labil. Ich bin immer noch an der Ablöseacht.

Was ich mir wünsche: Diese Leichtigkeit und Fröhlichkeit, Kreativität und Buntheit, diese Fähigkeit ein Sonnenschein für andere zu sein, dass ich das echt und ehrlich sein kann - wann immer es angemessen ist und stärkend für alle Beteiligten.

Die Interviews zu Selbstliebe wirken in mir: Wie freundlich bin ich eigentlich mit mir? - Klar unterschreibe ich, dass Selbstliebe wichtig, vielleicht das Wichtigste ist... - und wie behandle ich mich? Wie oft falle ich ins Muster von Zwang und Druck zurück, ins "Müssen" - ... sogar ins "mich selber lieben müssen".... Das ist echt reif für die Kabarettbühne... ... Darf Veränderung einfach sein? Wie wäre es, wenn da nur ein Glaubenssatz, dass Veränderung schwierig und kompliziert ist, in meine Beziehungen reinfunkt und auch in den Aufbau meiner Praxis? ... Und... Wie wäre es, wenn ich diesen Glaubenssatz jetzt mit Leichtigkeit ganz einfach auflösen würde? ...

Eine Freundschaft mit mir selber (um nicht Liebesbeziehung zu schreiben) ... - Ja! - Das wäre schön!

PS. Wer nicht weiss, welche Interviews gemeint sind, hier findest du sie: selbstliebeundselbstbewusstsein.com/bisherige-interviews/

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
In den letzten Tagen kam mein tiefverankertes Selbstwertthema hoch. Eigentlich sehr gut, es wird so "bearbeitbar", wenigstens ein weiterer Schritt. - Es ist mir übrigens klar, dass dies das hartnäckigste Thema aller Menschen ist. - Glaube ich wenigstens. - Sicher ein paar wenige ECHTE Ausnahmen, die an einen Punkt gekommen sind, an dem sie sich ihres eigenen Wertes sehr sicher geworden sind und/oder Wege gefunden haben, immer wieder Zugang zur Erinnerung des Wertes von allem, was existiert zu haben - resp. der Essenz dazu. Ja und dann gibt es viele, die abgehoben sind und sich die schmerzhaften Gefühle einfach nicht eingestehen können oder wollen. Es tut auch wirklich sehr weh....

Diesem Schmerz auszuweichen ist für mich schmerzhafter geworden, als halt (einmal mehr... ächz, stöhn, japs, jaul ) hinzuschauen, was ich eigentlich mit mir mache aus dem Irrtum heraus, nicht wertvoll oder nicht gut genug zu sein. - Genug für was auch immer.... grmpff...

In diesem Zusammenhang beschäftige ich mich mit dem Aufbauen und Stärken eines guten Selbstwertgefühls:

Sechs Säulen des Selbstwertgefühls (aus Wikipedia)

Neben den im Laufe der Entwicklung wichtigen Faktoren zu einem gesunden Selbstwertgefühl, nennt der Psychologe Nathaniel Branden die folgenden Bedingungen, die „die sechs Säulen des Selbstwertgefühls“ bilden:
1.Bewusstes Leben
2.Selbstannahme
3.Eigenverantwortliches Leben
4.Selbstsicheres Behaupten der eigenen Person
5.Zielgerichtetes Leben
6.Persönliche Integrität
Authentische Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl sind nach der Meinung Brandens in einem positiven Ansatz weitgehend abgekoppelt von der Rückmeldung eines Gegenübers.


Grad im Moment stehe ich bei Punkt 2. - Unter dem tiefen Muster der Selbstunsicherheit und Labilität ist mein Mangel an Selbstwertgefühl spürbar geworden. - (Mangel natürlich nur in meiner subjektiven Wahrnehmung) - Es geht also jetzt um eine "umgekehrte Gehirnwäsche", um mit den, ach sich so wahr anfühlenden Glaubenssätzen aufzuräumen.

Das Unvermögen, mich beruflich auszurichten, zu wissen, was mich beruflich erfüllt, Klarheit zu haben darüber, auch die allgemeine Unzufriedenheit, Konflikte in meinem Alltag (wenn ich nicht mehr einfach parat bin, die Bedürfnisse anderer über meine zu stellen) sind Zeichen, dass es absolut Zeit ist, mich mit meinem Selbstwertgefühl zu beschäftigen. -

Ich bin mir sicher, wenn ich freundlich mir selber gegenüber bin und auch anderen, sind diese Konflikte leicht lösbar. Doch dafür müsste ich "das wert sein". - Klar bin ich es, doch spüre ich es nicht. Der Kopf / Verstand ist weiter als das Gefühl. Das Herz anfragen löst ungeheimen Schmerz und Trauer aus... - Da lebe ich (unbewusst) mit einer ganz falschen Annahme.... - Nur schon das aufzuschreiben, löst ganz starke Gefühle aus, ist aber definitiv wahr.

Und der Clou am ganzen: Wenn ich mich rumschaue und den Menschen zuhöre und zusehe, merke ich, dass die viele noch viel mehr in dieser Falle gefangen sind. Sie wissen nicht mal von ihrem Urteilsvermögen her, dass das Unsinn ist... - Und wenn ich das schreibe, beginne ich vollautomatisch mit einem Muster, dass eine sehr bekannte Falle ist: mit dem Vergleichen. So absurd es ist, ich beginne mich zu kritisieren, weil ich mich schlecht fühle bezüglich Selbstwertgefühl, weil andere nicht mal vom Verstand her wissen, dass das absoluter Unsinn ist, sich selber als nicht wertvoll (auch jemand anderen oder etwas anderes) zu beurteilen...

Hmm... Ich merke gerade 2. ist eigentlich auch ok. - Ich kann mich annehmen, auch wenn ich mich schlecht fühle - oder doch nicht. - Es ist wirklich beides... Wie steht es mit "Eigenverantwortung"? - Hmm, auch nicht wirklich schlecht, es gibt klar noch Potenzial, aber grundsätzlich ist sie da.

4. Selbstsicheres Behaupten der eigenen Person
Da löste ich ja damit in der vergangenen Woche einiges Schwieriges aus in anderen Menschen: Aggression, alte Verletzungen kamen hoch, weil es Verwechslungen gab, ich fühlte mich auch verletzt, weil jemand entschied (für alle), was klar ist - es ist/war für mich nicht klar. - Es gibt auch völlig andere Sichtweisen. - Und schon bin ich bereit, nur weil ich den anderen Standpunkt nachvollziehen kann und nicht mehr genau erinnern kann, was mündlich ausgetauscht worden ist vor 15 Jahren, auf die rein rechtlichen Fakten, die absolut für mich sprechen über Bord zu werfen. - Das macht mich unzufrieden. - Doch muss das sein?

Wie wäre es, wenn wir einfach und locker einander zu verstehen beginnen würden, wenn die Beziehung wieder auf positiven Annahmen und Sichtweisen der anderen aufbauen würden?
Wie wäre es, wenn ich im Beruf glücklich wäre? - und damit noch vielen Menschen helfen könnte, an sich selber und andere und den Wert von allem und allem zu glauben und dadurch auch wahrnehmen zu können?
Wie wäre es, wenn die LIEBE ganz einfach die Führung in meinem Leben hätte? und ich ganz sicher wäre? und deshalb ganz offen bleiben könnte? und deshalb andere Menschen sich öffnen könnten und Vertrauen haben und ebenfalls sicher sein könnten?
Wie wäre es, wenn die kritische Stimme in mir ganz einfach still wäre? und aufbauend würde? mir selber und anderen gegenüber? wenn dadurch viel mehr erlebt werden könnte, dass wir alle wertvoll sind?
Wie wäre es, wenn ich jederzeit die Quellen meines Selbstvertrauens anzapfen könnte?
Und... wie wäre es, wenn jederzeit Zugang zum SELBST hätte und wüsste oder spürte, was mir gut tut und was ich jetzt tun soll (soll als inneres Sollen und Wollen aus der Verantwortung mir selber und dem Ganzen gegenüber).

Authentische Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl sind nach der Meinung Brandens in einem positiven Ansatz weitgehend abgekoppelt von der Rückmeldung eines Gegenübers.
Das könnte ein wichtiger Schlüssel sein!
Wie wäre es, wenn ich jederzeit authentisch sicher wäre und mich als wertvoll erleben könnte, abgekoppelt von den Rückmeldungen anderer Menschen?
Wie wäre es, wenn ich mich als glücklich und zufrieden und wertvoll erleben könnte, auch wenn da ein Konflikt im Haus ist - oder zu sein scheint?

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Ja, es ist für mich der wichtigste Punkt, dass ich mich klar als wertvoll und in Ordnung finde, auch wenn mein Verhalten in anderen gerade schlechte Gefühle auslöse und sie das in abwertenden Bemerkungen, abwertender Mimik und Kritik oder Vorwürfen zeigen.

Wenn ich das kann, echt und ehrlich, bin ich ein gutes Stück vorwärts gekommen - und als Lernziel ist es sehr wichtig für mich, auch lockend. Selbstverständlich immer mit der Überzeugung, dass die anderen meine Lehrmeister für dieses Lernziel sind, dass ich ihnen dankbar sein kann. - Nur so kann ich ihnen offen, freundlich und zugewandt begegnen, ohne mich in die Pfanne hauen zu lassen.

Geändert von fauna (02.09.14 um 10:31 Uhr)

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Authentische Sicherheit und Selbstwertgefühl, abgekoppelt von der Reaktion (oder Aktion) des Gegenübers sind für mich gerade sehr erstrebenswert, genauer: ich möchte sie weiter entwickeln.

Es gibt Menschen, bei denen ich sehr gut damit umgehen kann, nicht mal gross urteilen muss, wenn sie sich in meiner Wahrnehmung sehr "schräg" verhalten. Und ich habe auch Zeiten, Phasen, in denen es mir sehr viel besser gelingt, Menschen zu nehmen, wie sie sind. -

Bei Bekannten, in denen ich mich getäuscht habe, ist es schwieriger. Generell mache ich noch immer einen Bogen um Menschen, weil ich mit einer gesunden Selbstbehauptung Mühe habe. Damit meine "nur", bei mir zu bleiben, wenn andere Menschen davon ausgehen "ihr's sei das, was nun halt wirklich stimmt". - Alle haben Recht - nur ich habe rechterer. Oder eine andere Variante: Du bist nicht grosszügig, wenn du das so siehst oder machst. - Noch besser: Ich habe geglaubt, du seist grosszügig - und jetzt machst du das...

Damit komme ich sehr schlecht zurecht. Anstatt, dass ich dann frischfröhlich nachfrage, ob wir austauschen sollen, wer was unter Grosszügigkeit versteht oder auch einfach klipp und klar sagen, hmm... hör bitte auf, ich habe keine Lust von dir definiert zu werden... reagiere ich traurig, tief traurig - bis sogar verzweifelt. - Da klingt ein altes Muster in mir an, dass ich "schuld" oder verantwortlich bin, wenn andere sich schlecht fühlen und deshalb mir gegenüber über die Grenzen gehen. - Wenn ich dann hingucke, sehr, sehr selbstkritisch, merke ich, dass ich oft noch immer offen nachfrage, wenn ich angegriffen werde. - Und... oft kommt das Ganze auch ins Lot... - Nur.... ich habe keine Lust mehr auf ein Leben (Lernen) mit Menschen, die ausschliesslich ihre eigene Meinung / Wahrnehmung als Wahrheit sehen.

Ich weiss nicht weshalb, aber es löst in mir gerade tiefste Trauer aus. *Tief durchatme* Auf einer anderen Ebene bin ich mir sicher, dass alles gut ist, dass es auch gut für mich ist, diese Ent - Täuschung zu erleben. Sie ist sicher ein neuer Schritt zur LIEBE.

Doch erlebe ich es als sehr wichtig, jetzt Selbstannahme zu üben und Selbstmitgefühl, wie ich es mit jedem anderen Menschen auch hätte.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Was ist dir wichtig in Beruf, Privatleben, Hobby? Und welches sind deine wichtigsten Grenzen, und was tust du, um sie zu wahren?

Für mich ist gerade sehr wichtig, meine Grenzen zu erkennen und gut für mich zu sorgen.

Ich glaube, meine Unschärfe beruflich und meine langjährigen Schwierigkeiten haben seeeeeehr viel mit dem Selbstwertgefühl und mit der Selbstfürsorge zu tun. - Mal gucken, was in dieser Hinsicht Gutes für mich tun kann.

Als erstes beginne ich damit, zu anerkennen, dass ich das erkannt habe und mache es mir zur Gewohnheit, mir Selbstanerkennung zu geben. Egal, welchen (scheinbaren) Fehler ich mache oder was für Schwächen ich habe (echte oder eingebildete)... MEIN WERT IST NIEMALS DAVON BETROFFEN.

Als zweites bin ich sehr achtsam, um möglichst sofort zu erkennen, wenn ich beginne, mich selber zu kritisieren, mir Vorwürfe zu machen, mich fertig zu machen oder abzuwerten - oder auch mir einzureden, ich könne etwas nicht. - Kann sein, dass ich noch etwas lernen muss oder dass es länger dauert als mir lieb ist. Aber das halt alles nichts mit meinen Fähigkeiten zu tun. - Und mein Wert hat ebenfalls nichts mit meinen Fähigkeiten zu tun.
Wenn ich wahrnehme, dass ich mich kritisiere, höre ich sofort damit auf und erinnere mich an meinen Wert und daran, dass ich eine wunderbare Frau bin.


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