Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Liebe Béatrice

Herzlichen Dank!

Ich wünsche dir weiterhin einen solch positiven Prozess.

Ja, es waren für mich gute Begegnungen mit der dementen Mutter in der Pflegestation. Wir haben gemeinsam Ausflüge gemacht. Ich habe mehr Nähe verspürt (echte) als in den Jahren bisher...

Ein wunderbares Wochenende wünsche ich dir
fauna

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Hingabe statt Ausleben der Gefühle kommt mir im Moment als sehr intelligenter Umgang mit meinen Gefühlen vor.

Weder Verdrängen/Abspalten/Verleugnen noch Suhlen/Baden in den Gefühlen. Auch der Ausdruck wird dann einfacher, wenn es sich um schwierige Gefühle handelt, aber auch bei "einfacheren", denn ich kann offen bleiben und bekomme weniger Angst vor Nähe, weil ich sicher bin, dass ich jeder Zeit meine Gefühle anerkennen kann und auch meine Bedürfnisse einbringen resp. erfüllen.

Manchmal tut es weh, wenn es beispielsweise um "Verzweiflung", "Eifersucht", "Schuldgefühle" etc. geht. Sie lösen sich aber so schneller auf, ich komme auf andere Gedanken und damit auch auf andere Gefühle und kann meine Bedürfnisse dahinter einfacher wahr- und ernstnehmen.

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fauna ist offline
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Emotionale Intelligenz verbinde ich mehr und mehr mit "Mitgefühl". - Mitgefühl für jeden Menschen. - Das erscheint mir auch sehr paradox: Mitgefühl für jeden Menschen ist kaum möglich. Ich bin begrenzt. Doch kann ich mir selber gegenüber Mitgefühl leben .... und dadurch die Grenzen erweitern. - Es ist ein "spiralförmiger Prozess", der mir die Möglichkeit gibt, mehr und mehr Offenheit zu leben und Herzensbeziehung mit mir und dir. - "Ich bin du. Du bist ich."

Die tiefe Weisheit, dass ich alles, was ich dir gebe, mir selber gebe, dass das was ich mir selber gebe, immer auch der ganzen Menschheit gegeben wird.

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fauna ist offline
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Heute ist wieder einmal einer jener Tage, die schon morgens um 6 Uhr schwierig sind. - Entspannen und Schlafen gehen nicht, Aufstehen und etwas tun auch nicht. - Dann fühle ich nur Lustlosigkeit und Müdigkeit. - Verzweiflung will sich breit machen. - Ich heisse sie willkommen. Nicht gerade herzlich, aber mit dem nötigen Respekt.

Wenn ich mir jetzt schreibend Zeit und Raum dafür gebe, merke ich, dass Tränen aufsteigen wollen, dass da wohl ein Gefühl anerkannt und gewürdigt werden möchte. Verzweiflung kann nur das darüber liegende Gefühl sein, ausgelöst dadurch, dass ich das ursprüngliche Gefühl noch nicht fühlen resp. wahrnehmen konnte.

Es scheint eine Sehnsucht zu sein. - Wonach?

Im Bett, als ich noch versuchte, nochmals zu entspannen und einzuschlafen, fühlte ich jenes alte Gefühl, diese lähmende Blockade, die mich in der Arbeit so sehr hindert und alles schwarz sehen lässt. Als ich mich fragte, was ich denn in mir gerne finden würde, welche helfende Kraft, spürte ich, dass ich Selbstvertrauen in mir entdecken möchte. Irgend wo in mir ist es wohl da. - Alles andere scheint mir nicht glaubwürdig zu sein. - Und Vertrauen von aussen ist nicht das, was ich jetzt brauche. Es scheint mir wichtig zu sein, es in mir selber zu finden, und zwar das gesunde Vertrauen, dass ich in mich selber brauche.

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fauna ist offline
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Ich vermute, dass mein Stoffwechsel wieder im Durcheinander ist. Meine Diät habe ich nicht 100% eingehalten. Also wieder damit weiter machen.... - Es kann auch gut sein, dass durch den vielen Durchfall ein Mangel da ist und diese Müdigkeit und Niedergeschlagenheit daher kommt.

Meinen Sohn erlebe ich als sehr umgänglich. Ich spüre ganz fest, dass ich ihn sehr gern habe. Dieses warme Gefühl im Herzen, an dem ich merke, dass dieses Gefühl Liebe ist.

Auch mein Mann ist sehr liebevoll und manchmal spüre ich eine Hemmung, die "bunten Seilbahnkabinen, die zwischen unseren Herzen hin und her fahren geschehen zu lassen"...

Heute im Migrosmarkt kaufte ich wie regelmässig Tulpen. Diesen Luxus leiste ich mir jedes Jahr: Beim Wocheneinkauf wähle ich die Farbe, die mich am meisten anspricht und kaufe für mich, meine Mutter und meine Schwiegermutter einen Strauss. Am Geburtstag habe ich mir sogar 20 Stück für mich allein gekauft, sonst gibt es für jede 10... - Ja und als ich mich heute Vormittag auf die Tulpen freute, stiegen Tränen auf. Ich war mir nicht bewusst, wie oft ich eben Gedanken an meine Mutter hatte. Ich war mir nicht bewusst, dass ich mich jede Woche schon beim Einkaufen darauf freute, den Strauss meiner Mutter zu bringen... Auch wenn ich die Natur im Garten ansehe, fehlt mir die Freude, meine Mutter zu holen und mit ihr all die Frühblüher zu betrachten, zu beobachten, wie der Kirsch- und der Apfelbaum die Blüten treiben....

Meine Mutter hat mich oft begleitet, auch wenn sie im Pflegeheim war. Ich konnte mir unterwegs merken, wohin ich mit ihr fahren könnte, wo ich eine schöne Aussicht bewundern könnte.

Heute Abend gibt es das Lieblingsessen meiner Tochter, die auf Besuch kommt: Bärlauchspätzli mit Gorgonzolasauce... schmatz! - Ich habe die doppelte Menge vorbereitet. Die werden ratzeputz weggesputet... :-)

Allen ein schönes Wochenende!

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fauna ist offline
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Wir konnten heute doch noch Spätzliresten mit Rindfleisch an Senfsauce essen... grad nochmals lecker!

Es war ein schöner Abend gestern. Heute war ich mit meinen Schwestern und ihren Männern zusammen. Wir haben den Text für die Dankeszirkulare entworfen. - Die Zeichen der Verbundenheit und des Mitfühlens waren überwältigend und tiefgehend.
Meine Mutter war eine sozial sehr engagierte Frau. - Auch wenn sie in den vergangenen rund fünf Jahren nicht mehr viel machen konnte, war sie noch im Gedächtnis von vielen Menschen. Immer wieder kommen Menschen auf mich zu und erzählen mir, was meine Mutter für sie gemacht hat und dass sie ihr dankbar sind. - Als Tochter bin ich zwar dadurch etwas zu kurz gekommen und manchmal war das viele Nehmen auch anstrengend... - Doch ich freue mich sehr über alles, was meine Mutter für andere Positives gemacht hat und über alles, was andere Menschen annehmen konnten. - Echte Geschenke!

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Hmm.... vielleicht kann ich ja doch noch mal anerkennen und akzeptieren, dass das ich zwei sehr verschiedene, kaum vereinbare Seiten oder Anteile habe. - Das fordert mich nämlich sehr.

Beide Teile denken, handeln und fühlen oft sehr autonom. Ich vermute, mache auch die Erfahrung und hoffe sehr, dass die Achtsamkeit und das faire Beobachten eine Seite in mir entstehen und entwickeln lässt, die von beiden akzeptiert und anerkannt wird. Denn es gibt keinen anderen Weg für mich als beide Seiten zu respektieren, akzeptieren und anzuerkennen inkl. deren Wahrnehmungsmuster, Gefühle und Bedürfnisse sowie des je individuellen Verhaltens.

Die eine Seite ist hochsensibel, wird schnell überflutet, ist sehr bedürftig, braucht sehr viel Sicherheit und Schutz, leidet an Selbstzweifeln

Die andere Seite ist selbstbewusst, aktiv, klar, handlungsfähig, entschlossen.

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fauna ist offline
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So... eben eine Runde Rummykub gewonnen!

Die Tage im Schnee waren wunderschön, vor allem Mittwoch und Donnerstag als der Himmel strahlend blau, die Luft kalt und der Schnee an der Oberfläche schön sulzig wurde...

Auf der Tour am Donnerstag haben wir die ersten beiden Murmeltiere entdeckt. Das eine verkroch sich in den Bau aus dem eine Röhre mindestens einen halben Meter durch den harten Schnee gebuddelt war. Die Viecher spüren den Frühling wie wir auch.

Unser Garten ist wunderschön: Tulpen mitten in den Gänseblümchen, Apfelblüten und viele andere Farbkleckse. Die Enkel der Nachbarn speeden durch unseren Garten und veranstalten eine Schatzsuche. Sie sind völlig aktiv und präsent.

Nun geniesse ich den Nachmittag mit dem zweiten Lesedurchgang eines Buches: "Der Quantensprung des Denkens - Was wir von der modernen Physik lernen können" von Natalie Knapp. Schon beim ersten Lesen vor drei Jahren war ich fasniziert, auch jetzt lese ich es gerne.

Allen wunderbare Osten
fauna, die ganz fest übt, sich lustvoll zu entscheiden...

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fauna ist offline
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Anstatt mich mit dem Buch hinzulegen, habe ich mit Hilfe von Youtube singen geübt. Die Songs von Carole King gefallen mir. Sie sind eigentlich Ohrwürmer, aber sie haben es in sich... - Aber es ist obercool Karaoke zu üben...
Und es ist auch sehr anspruchsvoll, die Kontrolle über das Leben loszulassen und zu vertrauen, auch dass ich mich für mich entscheiden kann, mit mir selber verbunden... - Ein völlig neues Lebensgefühl. Fast jede Minute wird zum Abenteuer...

So jetzt ab mit dem Buch an die Sonne! Morgen regnet es bei uns, also geniess ich das schöne Wetter heute.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Heute ist wieder so ein Tag... ein Tag, nach einem Tag, an dem ich auf einen strapazierten Magen-Darm-Trakt noch zu viele Kekse gegessen habe.. speieübel und schwarzdenkend... schlapp, energielos usw.

Ich freue mich auf die Zeit, wenn ich dieses Sch...-Essmuster nicht mehr habe, wenn ich meine Diät halten kann und nicht mehr diese Fressattacken habe auf Dinge, die mir, vor allem meiner Verdauung schaden.

Die Bindung an das Überlebensmuster, alle Gefühle meiner Umgebung und damit ihre Bedürfnisse mitzukriegen und - vor allem... - mich dafür verantwortlich zu fühlen, weil es mir erst gut gehen darf, wenn es allen anderen gut geht, zu lösen fordert mich sehr.

Ich spüre, dass ich Angst habe, das loszulassen. Es war ein Schutz, ein sehr vertrauter Schutz sogar. Ich fühle mich nicht mehr als mich selbst, wenn ich mir vorstelle, frisch fröhlich nach meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu leben. - Angst vor Konflikten, davor allein gelassen zu werden (obwohl ich aus Selbstschutz vor diesem Muster sehr oft mit mir allein bin... - naja...) - Überhaupt, die ganze Welt scheint mir aus den Fugen zu geraten, wenn ich das loslasse. Ich bin mir sehr bewusst, dass es um meine Wahlfreiheit geht, dass ich immer noch wählen kann, nach diesem Muster zu leben, dass ich es aber nicht mehr MUSS.

Je mehr ich mich damit beschäftige, das Muster als Symbol mit der Ph.-Kristal - Methode loszulassen, desto mehr Bedürfnisse und Leiden krieg ich mit... Daran zu glauben und darauf zu vertrauen, dass für alle gesorgt ist, weil jeder Mensch in sich selber alles hat, das er/sie braucht, dass jede/r eine innere oder höhere Führung hat, dass jede/r immer und überall sicher und geborgen ist... - das fordert mich sehr, sehrissimo sehr.
Hinter dieser Vorstelltung steht die Verbundenheit aller, die Schuldlosgigkeit aller. - Absolut andere Gedankenformen und -muster. - Jede/r eine Facette des riesigen Diamanten, der das Unsiversum ist - oder die Universehen (falls es Paralleluniversen gibt... ) Verbundenheit, Liebe, Freiheit, Frieden, Freude, Funkeln, Lebendigkeit, Leben überhaupt... - atemberaubend, wenn ich mich diesen Vorstellungen nähere, aber auch beängstigend, weil sich mein "ich" irgendwie aufzulösen scheint, obwohl es auch klarer wird.

Ich habe nicht den Anspruch, dass das jemand versteht, ich verstehe es auch nicht. So paradox es ist, so sehr fühlt es sich als wahr an...

Geändert von fauna (23.04.14 um 12:03 Uhr)


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