Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Ups... sorry, die Antwort ist unzumutbar lange geworden...

Stärkung der emotionalen Intelligenz

Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Ups... sorry, die Antwort ist unzumutbar lange geworden...
Liebe fauna
.... das lass bitte mich entscheiden

Danke für Deine sehr berührenden Antworten - ich melde mich darauf später

Wünsche Dir hiermit aber einen wundervollen Tag

Das mit dem Diamanten gefällt mir sehr, da habe auch ich immer wieder Erlebnisse und innere Bilder dazu.

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KARDE
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Liebe fauna
.... das lass bitte mich entscheiden
Ok! Abgemacht!


Gestern war ich nicht draussen. Ich habe meine Grippesymptome doch noch etwas ernster nehmen müssen. Heute war ich zum Einkaufen draussen und werde noch zu meiner Tochter und ihrem Freund auf Besuch gehen.

Aber morgen werde ich mit meinem Mann zusammen eine kleine Skitour machen in der Winterlandschaft. Ein halber Meter wunderbarer Pulverschnee ist gefallen. In diese Decke werden wir unsere Spur legen. Darauf freue ich mich!

Ich spüre, wieviel Raum Trauer braucht. Sie tut mir sogar gut, denn ich muss kürzer treten, mir Zeit nehmen, mein Tempo verlangsamen.

Gleichzeitig spüre ich Angst, grosse flutende Angst - und zwar die Angst, mich selber und meine Power / Kraft zu leben. Dieser Seite von mir, die sich da so sehr mit Angst und Unsicherheit meldet, werde ich meine Aufmerksamkeit und Zuwendung geben, damit sie sich beruhigen kann und Vertrauen und Sicherheit finden.

Ich frage mich auch, wofür diese so grenzenlos scheinende Angst noch gut ist - oder mal gut war. - ... - Vielleicht ist es ja auch einfach nur ungewohnt und fremd. Wie oft habe ich anderen Menschen beigebracht, sich mit solchen neuen Gefühlen und Empfindungen vertraut zu machen? - Hunderte, vielleicht auch Tausende von Malen.

Ich werde mich also mental einige Male in Situationen begeben, in denen ich mich neu mit mehr eigener Power leben werde. - Raus rein raus rein, mal sehen, vielleicht fühlt es sich bald vertraut und selbstverständlich an. - Wenn nicht, werde ich diese Blockierung halt genauer ansehen müssen.

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Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Liebe fauna
- Du wählst immer was Du tun willst und es ist so OK wie es im Moment ist - sonst hättest Du was anderes gewählt.
Ich habe heute Byron Katie hier in meinem Thread eingestellt
http://www.symptome.ch/vbboard/sozia...netzes-22.html
kennst Du sie? Für mich scheint es eine gute Möglichkeiten zu sein, mit sich selbst und den eigenen Gedanken zu arbeiten.
Auch ich habe früher so vielen Menschen geholfen - auf ihre innere Stimme zu hören, und dann bin ich durch Kranksein so weit weg von mir gekommen - aber ich habe dadurch auch einen anderen Teil von mir kennen gelernt, und nun möchte ich wie Du "meine Kraft" leben..... auch ich hatte davor Schiss
In meinem Gefühlsthread habe ich das Video "Im Strudel der Zeit" eingestellt, finde ich auch ganz etwas spannendes wie da die Evolution beschrieben wird - und wo wir nun als Menschen auf der "Welt"
im Universum stehen.
http://www.symptome.ch/vbboard/gefue...-natur-27.html
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KARDE

Falls Du nicht möchtest, dass ich hier meine beiden Links einstelle-teils mir bitte mit, ich lösche sie dann. Danke. KARDE
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Geändert von Karde (09.02.13 um 14:16 Uhr)

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
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Hallo Karde

Die Links sind ok. - Lass nur! - Ich schaue auch gern mal rein!

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Ich erkenne Schritte, die ich mache ... und ich erkenne, dass ich nicht einfach wieder zurück in einen früheren Zustand gehe, als "es mir gut ging".

So schwierig es ist, trotzdem habe ich irgendwie kapituliert im positiven Sinn: Es gibt kein Zurück, sondern es ist das beängstigende, immer wieder gebremste Einlassen auf etwas Neues.

Zu diesem Neuem gehört dazu, nicht mehr mit dem rationalen Verstand um Lösungen zu ringen, sondern um eine "Art zu sein". Dazu gehören die sanften und feinen Ansätze von Vertrauen, von Sicherheit, dass ich "nichts tun muss". - Das ist verbunden mit grosser Angst.

Mein Tempo hat sich generell verlangsamt, aber die Lebensqualität hat sich etwas verbessert. Oft kommt wieder das Kreisen und Nichtfühlen hoch, aber oft halte ich es auch aus, das einfach geschehen zu lassen ....

Wieder Einschlafen in der Nacht ist dann oft möglich, nicht immer, aber oft. Tagsüber ist dann oft - und überraschenderweise - möglich, dass ich über die kritisierenden und antreibenden Gedanken schmunzeln kann ... oder sie wenigstens einfach akzeptieren.

Es ist seltsam, einerseits tue ich "weniger", andererseits "mehr". - Es ist nicht einfach eine plötzliche Kehrtwendung, es geht mir einfach im Moment etwas besser. Ich kann besser mit dem Tief umgehen, es besser akzeptieren, ohne mich sofort verzweifelt zu fühlen und nur noch sterben zu wollen, weg, nur weg. Aber es ist nicht einfach "gut"... Es ist anders, für mich aber ein wenig besser, nicht ganz viel besser, einfach ein wenig.

Ein wenig Neugier ist in mein Leben gekommen, aber auch mehr Ungewissheit und Unsicherheit. Die Zukunft IST ungewiss. - Schön wäre eine grosse Portion "Urvertrauen". Aber schon die sich oft wiederholende Erfahrung, dass mich auch die schlimmen Gefühle von Ohnmacht, Verzweiflung, Angst, Wertlosigkeit nicht umbringen oder seelisch vernichten, sondern dass sie vorbeigehen, gibt ein wenig Sicherheit, ein ganz klein wenig... - und ich fühle mich etwas klarer.

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Karde ist offline
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Guten Morgen liebe fauna
wie schön, ich dachte heute Morgen an Dich denn lange hast Du Dich nicht gemeldet - und auch ich mich nicht, war bei mir auch nicht leicht.
Kann sehr gut nachfühlen in was für einer Stimmung Du bist, und ich wünsche Dir Kraft und geh den Weg weiter - vertrauensvoll
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Zu diesem Neuem gehört dazu, nicht mehr mit dem rationalen Verstand um Lösungen zu ringen, sondern um eine "Art zu sein". Dazu gehören die sanften und feinen Ansätze von Vertrauen, von Sicherheit, dass ich "nichts tun muss". - Das ist verbunden mit grosser Angst..
Auch ich "erlaubte" mir in einer gewissen Zeit meines Krankseins "zu sein" und nicht alles mit dem Verstand lösen zu können. Dieses Handeln war neu, aber es ist auch tief in uns drin - diese Art von natürlichem Leben, irgendwann als Kind kannte ich diese Momente.. Du auch?

Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Mein Tempo hat sich generell verlangsamt, aber die Lebensqualität hat sich etwas verbessert. Oft kommt wieder das Kreisen und Nichtfühlen hoch, aber oft halte ich es auch aus, das einfach geschehen zu lassen ....
Für mich ist das Kreisen und Nichtfühlen ein Zeichen, dass ich über meinen "gesunden" Grenzen bin. Diese Grenzen varieren mit der Zeit, deshalb ist es wichtig gut zu sich zu schauen.

Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Wieder Einschlafen in der Nacht ist dann oft möglich, nicht immer, aber oft. Tagsüber ist dann oft - und überraschenderweise - möglich, dass ich über die kritisierenden und antreibenden Gedanken schmunzeln kann ... oder sie wenigstens einfach akzeptieren..
Schön... es passiert Dir nichts wenn Du sie nicht zu sehr "fütterst"

Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Es ist seltsam, einerseits tue ich "weniger", andererseits "mehr". - Es ist nicht einfach eine plötzliche Kehrtwendung, es geht mir einfach im Moment etwas besser. Ich kann besser mit dem Tief umgehen, es besser akzeptieren, ohne mich sofort verzweifelt zu fühlen und nur noch sterben zu wollen, weg, nur weg. Aber es ist nicht einfach "gut"... Es ist anders, für mich aber ein wenig besser, nicht ganz viel besser, einfach ein wenig.
Dies ist eine wichtige Erfahrung, so wars auch bei mir. Weniger Leistung im herkömmlichen Sinne nach den Massstäben "wie man sein soll", aber mehr Aufmerksamkeit für das eigene kostbare Leben.
Weniger ist tatsächlich mehr

Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Ein wenig Neugier ist in mein Leben gekommen, aber auch mehr Ungewissheit und Unsicherheit. Die Zukunft IST ungewiss. - Schön wäre eine grosse Portion "Urvertrauen". Aber schon die sich oft wiederholende Erfahrung, dass mich auch die schlimmen Gefühle von Ohnmacht, Verzweiflung, Angst, Wertlosigkeit nicht umbringen oder seelisch vernichten, sondern dass sie vorbeigehen, gibt ein wenig Sicherheit, ein ganz klein wenig... - und ich fühle mich etwas klarer.
Ja, dass lernte auch ich kennen, und es irritierte mich an Anfang auch-wie das überhaupt möglich sein kann. In der Zwischenzeit merke ich, dass wenn ich traurig bin, und die Trauer zulasse... dann nehme ich diesen Teil von mir ernst, schaue was für ein Bedürfnis dahinter steht, und dann kann ich je nachdem auch aktiv was gutes für mich tun.

Habe wieder viel geschrieben

Wünsche Dir einen wundervollen Tag
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fauna ist offline
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Hallo Karde
Danke für deinen Beitrag. Ich werde später darauf reagieren.
Liebe Grüsse, fauna

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Hallo Karde
Ich bin eben von einer Weiterbildung heimgekommen und geniesse nun die wenigen verbleibenden Stunden vom freien Wochenende. Morgen muss ich noch Vorbereitungsarbeiten machen. Heute mag ich nicht mehr...

Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Auch ich "erlaubte" mir in einer gewissen Zeit meines Krankseins "zu sein" und nicht alles mit dem Verstand lösen zu können. Dieses Handeln war neu, aber es ist auch tief in uns drin - diese Art von natürlichem Leben, irgendwann als Kind kannte ich diese Momente.. Du auch?
Ich habe mal in einem Seminar eine sehr starke Ressource rausgeholt, wie ich als Kind die Blumen auf einer Wiese geniessen konnte und mich an ihnen freute. Überhaupt habe ich viele gute Erinnerungen an Erlebnisse und Spiele / Entdecken in der Natur. Ich bin auf dem Land, in einem Dorf auf einem Hügel auf knapp 1000 m mit herrlicher Sicht aufs Panorama vom Alpstein mit Säntis aufgewachsen. - Das war sehr prägend. - Noch jetzt ist die Natur, egal ob Berge, Meer, Ebene, ob Wandern, Skitour, Radfahren, Klettern etc. - eine meiner stärkendsten Ressourcen...

Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Für mich ist das Kreisen und Nichtfühlen ein Zeichen, dass ich über meinen "gesunden" Grenzen bin. Diese Grenzen varieren mit der Zeit, deshalb ist es wichtig gut zu sich zu schauen.
Bei mir war es eher ein Schutzmechanismus vor zu schmerzhaften Gefühlen... Das Umlernen und Verarbeiten der Muster der PTBS braucht einfach seine Zeit und hat viele Facetten. -

Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Schön... es passiert Dir nichts wenn Du sie nicht zu sehr "fütterst"
Hmm... es geht wohl meist darum, sie zu erkennen, zu merken, ob sie noch ein Gefühl verdecken oder ob sie einfach überflüssig sind und entsorgt werden können. - Und auch beim Entsorgen ist es wichtig, sehr achtsam zu sein, damit nicht wieder DAS zum Druck wird... - Achtsamkeit ist wohl meistens das Wichtigste, auch das Anerkennen, dass ich mich so fühle, nicht aber so bin z.B. mich wertlos fühle, nicht aber wertlos bin.

Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Dies ist eine wichtige Erfahrung, so wars auch bei mir. Weniger Leistung im herkömmlichen Sinne nach den Massstäben "wie man sein soll", aber mehr Aufmerksamkeit für das eigene kostbare Leben.
Weniger ist tatsächlich mehr
Mir hilft das Anerkennen, dass ich wertvoll bin, ganz einfach, weil ich bin. Es ist auch sehr wichtig, meinen Selbstwert nicht an Leistung zu binden sondern, dass ich mir selbst verpflichtende Aufgaben schenke oder stelle... - unabhängig von meinem Wert. Das darf dann auch das sein, was ich gerne mache und bei dem ich mich wohl fühle...

Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Ja, dass lernte auch ich kennen, und es irritierte mich an Anfang auch-wie das überhaupt möglich sein kann. In der Zwischenzeit merke ich, dass wenn ich traurig bin, und die Trauer zulasse... dann nehme ich diesen Teil von mir ernst, schaue was für ein Bedürfnis dahinter steht, und dann kann ich je nachdem auch aktiv was gutes für mich tun.
Ja, dieser Prozess geht wohl spiralförmig vorwärts: Es geht zu fühlen, dann wieder nicht, wenn sozusagen eine "neue Fessel" auftaucht ... und ihre Zeit braucht, um losgelassen zu werden. "Innere Fessel" wie das der Buddhismus auch beschreibt, meine ich damit.

Von Herzen wünsche ich dir ein wunderbares Wochenende, fauna

Stärkung der emotionalen Intelligenz

Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Gleichzeitig spüre ich Angst, grosse flutende Angst - und zwar die Angst, mich selber und meine Power / Kraft zu leben. Dieser Seite von mir, die sich da so sehr mit Angst und Unsicherheit meldet, werde ich meine Aufmerksamkeit und Zuwendung geben, damit sie sich beruhigen kann und Vertrauen und Sicherheit finden.

Ich frage mich auch, wofür diese so grenzenlos scheinende Angst noch gut ist - oder mal gut war. - ... - Vielleicht ist es ja auch einfach nur ungewohnt und fremd.

Ich werde mich also mental einige Male in Situationen begeben, in denen ich mich neu mit mehr eigener Power leben werde. - Raus rein raus rein, mal sehen, vielleicht fühlt es sich bald vertraut und selbstverständlich an. - Wenn nicht, werde ich diese Blockierung halt genauer ansehen müssen.
Liebe Fauna
auch ich wünsche Dir ein schönes wundervolles Wochenende
Habe mir erlaubt etwas von der vorherigen Seite nochmals hervorzuholen:
Bei mir könnte es sein, dass ich als Kind die Erwachsenen um mich herum mit meiner Art und Weise überforderte... und da ich das nicht mehr machen wollte, passte ich mich an. Etwas kurz gesagt, aber evtl. klingt da auch bei Dir was an.
Zb. starke Emotionen die ich als Kind auslebte-die Grossmutter sich dann hilflos fühlte, das wollte ich ja nicht. Für mich ist dieser Teil "meines inneren Kindes" im Moment wichtig, denn es haben sich ja damals auch gewisse Verhaltensmuster gebildet, die ich wohl immer noch habe.
Spannend
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KARDE
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