Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Mittlerweile ist ein Eissporttag mit meiner Schule am Freitag vorbei, auch drei Tage in den Bergen auf den Skis. Weil es gestern zu schneien begonnen hat, sind wir einen Tag früher nach Hause gefahren. Sicher ein guter Entscheid, denn wir haben keine Schneeketten für den Bus und eine Skitour bei Schneetreiben und Nebel sind wirklich nicht schön.
Nun geniessen wir (endlich) einen Tag "ohne Programm" zu Hause. Einfach "nichts" tun ist angesagt. Das geniesse ich gerade sehr. - *lach über mich selbst*: Selbstverständlich ist der Kühlschrank aufgefüllt und Wäsche gemacht, aber sonst mache ich ausser Kochen und Küche aufräumen wirklich nichts, das ich "muss". - Das macht mir gerade wirklich sehr Spass.

Dabei ist mir eine wichtige Frage aufgetaucht: Was erwarte ich, was erwarten andere von ihrer Therapie? - Ich merke gerade, wieviel Fortschritte ich gemacht habe, seit ich nicht mehr "gegen mich und meine Symptome" kämpfe, seit ich mich nicht mehr als "Opfer" sehe und mir auch etwas zumute. Seither erkenne ich viel rascher und klarer, wo ich mir mit meinen "falschen Gedanken" über mich selbst, selber ein Bein stelle.
Beispiele: "Ich muss mich schonen." "Ich muss meine Grenzen erkennen." "Ich darf mich nicht überfordern." "Ich bin nie gut genug." "Die anderen müssten mich verstehen." etc. - Seit ich ganz sicher weiss, dass ich mit meinen Gefühlen und Gedanken und Mustern absolut in Ordnung bin, dass ich mich nicht verändern muss, dass ich nichts dazulernen muss, dass ich es darf, wenn es mir wohl ist dabei.
Obercool finde ich, dass ich Angst, Scham, Schuldgefühle, Wut, Ärger, Hass, Verzweiflung, Druck, Enttäuschung, Genervtsein, Panik, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit etc. fühlen darf und dass ich dabei weiss, dass ich nicht gegen diese Gefühle kämpfen muss. - *lach* - Es wäre eh ein hoffnungsloses Unterfangen, denn all diese Gefühle gehören zum Menschen und zum Leben...

Weiter habe ich entdeckt, dass mir sogenannt positive Gefühle fast noch mehr Angst machen: Freude, Liebe, Nähe, Zuwendung, Anerkennung, Spass (kann ich zwar schon lange leben ), Vorfreude, Glück, Stolz, Zufriedenheit etc. - Im Moment übe ich mich, diesen Gefühlen Raum zu geben, sie zu pflegen und bewusst zu er-leben. - Dazu kommen Vertrauen, Selbst-vertrauen, Selbstanerkennung, Kraft, persönliche Macht (Mächtigkeit), Stärke usw.

Ich glaube nicht an Therapien, in denen jemand versucht, ganz, psychisch gesund, glücklich etc. zu werden oder anders ausgedrückt: Wenn jemand glaubt, etwas stimme nicht mit ihm/ihr hilft eine Therapie nicht, diese Fehler zu beheben. Ich werde auch nie "keine negativen Gedanken oder Gefühle mehr haben". -

Therapie kann mich aber unterstützen, "mich selber anzuerkennen" und meine Symptome (Muster) neu zu sehen und anzuerkennen. Wenn ich meine Gefühle fühle und meine Gedanken bewusst denke, ohne sie verändern zu wollen, ändern sie sich selber von allein. - Das ist eine der besten Erfahrungen, die ich machen durfte. - Damit baute sich auch sehr viel Selbst- und Fremdkritik von mir ab. Darüber freue ich mich sehr.

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fauna ist offline
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Mich gesund zu fühlen, stellt mich vor neue Herausforderungen.

Einerseits gehört dazu, anzuerkennen, dass "Gesundheit" auch Herausforderungen und Schwieriges, nicht nur Schönes und Glück beinhaltet. Andererseits herauszufinden, was ich selber möchte, mich mit anderem als mit Heilung und inneren Prozessen zu beschäftigen, fordert mich auch sehr. Mal zu lachen statt mich verletzt zu fühlen (obwohl auch Verletzung reagiert), Dinge nicht persönlich zu nehmen etc.

In der komplexen PTBS hatte ich die Tendenz einerseits "aus Mücken Elefanten zu machen", konkret: mich sehr verletzbar zu fühlen, rasch emotional zu reagieren, viel Schwieriges und Negatives zu sehen, "Berge" zu sehen, das Gefühl zu haben, "nie fertig zu werden", mich überfordert zu fühlen, auch von "Kleinigkeiten" etc.

Andererseits hatte ich auch eine Tendenz "aus Elefanten Mücken zu machen": grosse Verletzungen, krasse Grenzüberschreitungen, echte Überforderungen etc. nicht als das zu erkennen.

Das eine vom anderen unterscheiden zu lernen, hingucken, meine Gefühle fühlen, meine Gedanken denken, wissen, dass beides wahr, aber nicht unbedingt die Wahrheit ist, mir nicht selber auf den Leim gehen, für andere unbequem, weil selbstsicher zu werden. Alles bringt neue Herausforderungen, die ich aber nicht mit den früheren Symptomen tauschen möchte.

Eigenverantwortung übernehen, dabei Gelassenheit (echte und nicht aufgesetzte) trainieren, mir selber vertrauen - ja Selbstvertrauen zu erleben, auch Vertrauen, dass andere mit mir umgehen können, Verrat ertragen, mich auf das fokussieren, das ich möchte und das mir gefällt, dabei das Negative nicht deckeln.... - Beim Schreiben merke ich gerade, wieviel Lebendigkeit mir das gebracht hat und wieviel Interesse am Leben.

Mal sehen...

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Ich nehme an einem Online-Programm einer Uni teil, um noch besser schlafen zu lernen. Es handelt sich um eine Studie, in der untersucht wird, inwiefern sich der Schlaf mit zwei leicht unterschiedlichen Programmen und ohne Massnahmen im Laufe von acht Wochen verändert - oder eben nicht, und ob es nachhaltig ist. Dafür braucht es eine weitere Befragung zu einem späteren Zeitpunkt.

Nun bin in der dritten Woche. Jeden Abend und Morgen führe ich ein Protokoll. Neu wird in der dritten Woche ein "Schlaffenster" eingeführt, in dem der Schlafrhythmus verändert wird. - Nur schon die ersten beiden Wochen mit den Regeln zur Schlafhygiene und den Protokollen haben mir sehr viel gebracht.
Einerseits wurde ich bestärkt in gewissen Gewohnheiten, die ich mir schon in den letzten Monaten aneignen wollte und zu einem schönen Teil auch wirklich habe... Aber auch die Protokolle helfen mir zu erkennen, dass mein Schlaf wirklich öfters im grünen oder normalen Bereich ist. - Das tut mir gut.

ja, und weil ich doch noch immer ab und zu schwierige Schlafzeiten haben und eine gerade in der letzten Woche gewesen ist, habe ich jetzt auf Anraten des begleitenden Psychologen mein Schlaffenster verkleinert. Somit veränderte ich mein Schlafmuster sehr - merke ich gerade: Anstatt mir mach schlaflosen Nächten MEHR Ruhe zu gönnen und Schlafzeiten, VERKÜRZE ich sie.

Dadurch bin ich jetzt mal sehr müde, darf aber nicht schlafen bis nach 23 Uhr - und ich habe viel mehr Zeit! - Damit ich nicht irgendwo einschlafe in meiner Übermüdung, muss ich mich beschäftigen. PC und TV taugen nichts, weil sie aufreizen und zu viel Licht bringen... - Also muss ich mir anderes suchen. - Somit bekommt mein Leben einmal mehr eine neue Qualität: mehr Zeit, mehr Dringlichkeit, herauszufinden, was ich gerne mache und womit ich mich gerne beschäftige.

Unglaublich, wie das mein Leben tiefgreifend zu verändern scheint. - ich bin sehr gespannt!

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Ich habe intensive Tage hinter mir.

Aus dem "Nichts" tauchte meine Nichte am Donnerstagabend in meinem Leben auf. Es ist die Tochter meines Bruders, mit dem ich keinen oder nur minimalsten Kontakt habe. Es ging ihr sehr schlecht. Sie war sehr verwirrt.
Nachdem sie dann am Freitagabend bei uns wieder gegangen war, wurde sie gestern über einen anderen Weg in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Sie wollte auch nicht bei uns bleiben, um runterzufahren. Ich hatte ihr einen Klinikeintritt empfohlen, wie mein Bruder und andere Menschen um sie herum auch. - Ich werde mich bei ihr melden.

Diese Episode konnte ich mit viel Gelassenheit erleben. Dafür bin ich dankbar - unter anderem mir selbst. ( ) Ich durfte sie - wenn auch unter schlechten Umständen - kennenlernen. Auch dafür bin ich dankbar.

Weiter kam ich mit tieferliegenden Gefühlen und Gedanken in Kontakt bezüglich unserer "Familien-Saga". Das ist für mich befreiend.

Nun werde ich heute wenn möglich an die Sonne gehen und eine Wanderung machen.

Ich bin tief dankbar, dass es mir so gut geht, auch wenn Herausforderungen da sind und "negative" Gefühle. Meistens sind sie Chancen mir selber und anderen näher zu kommen. Und ich liebe diese positive Nähe und Verbundenheit mit mir selber und anderen. Mein Leben wird dadurch sehr reich - auf jeden Fall subjektiv, denn es sind sehr persönliche Kriterien für ein erfülltes Leben, aber es sind meine eigenen! - Und genau DAS macht mich sehr glücklich. Nicht das grosse, spektakuläre Glück, nein, das kleine, das sich in Zufriedenheit und Frieden zeigt mit dem, was im Alltag JETZT ist.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Seit einer Woche habe ich mein Schlaffenster verkürzt. Ich gehe nach regelmässig nach 23 Uhr ins Bett und stehe regelmässig spätestens um 7.30 Uhr auf.

Das bringt mir nicht nur rund 3 h Zeit mehr im Tag, auch der "normale" Tag hat sich verändert: ich muss nicht mehr hetzen, weil ich "genug Zeit zum Nachschlafen" brauche. Ich kann mir für viele Dinge im Tag Zeit nehmen, die ich vorher aus vorgeschobenen Zeitgründen weggelassen habe oder auch aus vorgeschobenem "ich mag einfach nicht, ich habe schlecht geschlafen und muss mir jetzt Musse gönnen." - Ja, und in der ersten Woche war ich ja auch sehr müde, weil ich unter einer Art "Jetlag" gelitten habe. Der ist jetzt ziemlich vorbei. Ich bin nur noch etwas müder.

Ja, und ich bin viel sicherer geworden, habe mehr Selbstvertrauen und mehr Vertrauen in meinem Körper, dass ich auch mit 6h genug Schlaf habe, 6-7h genügen mir wohl, denn mehr habe ich selten bis nie geschlafen im Durchschnitt. Nur ist meine Schlafqualität jetzt besser und dadurch verspreche ich mir noch eine Verminderung der Tagesmüdigkeit.

Ich habe nicht nur 3h Zeit mehr im Tag. Es fallen auch einige Stunden am PC oder TV weg, denn das Licht von PC, TV, Smartphone und Tablet bringen den Melatonin-Haushalt (Schlafhormon) in Durcheinander. - So habe ich bis zu 5h mehr Zeit, die ich mit Tätigkeiten füllen muss.... -

So beginne ich es zu lieben, Wäsche zu haben, die aufgehängt oder gebügelt werden muss. Auch die Abwachmaschine räume ich mittleweile gerne aus... - Ich brachte die Karte an meine Nichte zu Fuss auf die Post. Das Einkaufen werde ich auch mehr und mehr zu Fuss oder mit dem Rad machen. - Ich werde auch mehr unternehmen, öfters mal mit jemandem abmachen, eine Tasse Tee zu trinken... etc.

Mein Leben ist also so noch intensiver geworden!

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Ich bin in einem intensiven Prozess.

Es geht um Sicherheit und Verbindlichkeit in einer Klasse resp. unter den Schüler/innen in der Schule, in der ich arbeite und um meine Freiheit im Team die zu sein, die ich sein möchte oder bin.

Da dies nicht nur für mich selber sehr wichtig ist, sondern auch für die Klasse, die Schüler/innen und das Lehrer/innenteam, reagiere ich stark. Es gibt keine klare Strategie: Das und das ist zu tun, dann komme ich ans Ziel. - Es geht darum, zu wissen, was ich möchte und schrittweise, das zu tun, was wirklich wirksam ist. - Das braucht von mir gerade sehr viel Mut. - Nur wer Angst hat, hat auch Mut. - Wer keine Angst hat, braucht nämlich keinen.

Ich hätte lieber keine Angst! Aber ich spüre Angst und Unsicherheit und Verletzbarkeit, aber auch, dass ich meinen Weg gehen werde, vor dem ich Angst habe.

Was mir gut tut: Diese Gefühle und meine körperlichen und emotionalen Reaktionen zeigen wirklich, dass es jetzt drauf an kommt und dass es wichtig ist und dass es eine Chance ist.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Das Wichtigste, das langsam in mir dämmert: Ich bin genau JETZT ok.

Veränderung findet immer in der Zukunft statt. Sie findet aber "dauernd" in der Zukunft statt. Ich kann mich auf sie verlassen. Wenn aber die Veränderung statt findet, ist das auch wieder "JEZTT".

Ich brauche nicht perfekt zu werden. Perfektion im Menschsein gibt es eh nicht. Ich bin genauso ok. wie ich jetzt bin. Egal, wie ich mich fühle und ob mir mein Gefühl gefällt.

Obwohl ich jetzt gerade grosse Angst habe, bin ich ok. Ich darf diese Angst fühlen, so lange sie da ist.

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fauna ist offline
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Ich fühle mich frustriert und werde jetzt einen Jammerbeitrag in meinem Tagebuch schreiben - frisch von der Leber weg.

Ich bin müde und frustriert.

Von meinem Chef habe ich eine Mail gekriegt, in der er mir Anerkennung gibt für mehrere Projekte, die ich jeweils mit den verschiedenen Lehrpersonen mit Klassenverantwortung in unserer Schule mache: Er finde es toll und beeindruckend wie vielfältig ich mit den Klassen arbeite und die Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen gestalte.

Mein Mann ist sehr zuvorkommend und mir gegenüber sehr offen, liebevoll, auch verlässlich.

Meine Kinder sind wertschätzend uns gegenüber und mit meiner besten Freundin habe ich am vergangenen Wochenende tolle Gespräche geführt an einem Frauenabend mit Spaziergang und auswärts essen.

Eben habe ich mit einer Bekannten Tee getrunken und philosophiert und erzählt von unseren Erfahrungen.

Ja, vorher war ich einkaufen, habe Bio-Produkte gekauft und feine Sachen fürs Wochenende, auch einen neuen Föhn.

Für den Garten kaufen wir uns einen neuen Zwetschgenbaum gemeinsam mit unseren Nachbarn. Wir setzen ihn auf die Grenze, so dass alle etwas davon haben.

Morgen werde ich mit Schwiegerma und Enkel plus Mama ins tolle Naturmuseum gehen, wo es einfach unendlich viel Spannendes zu entdecken gibt.

Heute Abend haben mein Mann und ich beschlossen, dass wir uns etwas Feines in einem Restaurant leisten...

Niemand kann sagen, es gehe mir schlecht. Auch gesundheitlich steht es nicht schlecht um mich, auf jeden Fall so weit ich es weiss. Keine gröberen Beschwerden...


Also MÜSSTE es mir doch gut gehen. Aber ich habe eine grosse Sinnkrise. - Wozu sich aus einer komplexen PTBS mit DIS, auch aus Depris und Angstzuständen rausarbeiten, sie händelbar machen.... - ..... und dann diese Welt sehen: Trump in Amerika, Aufrüstung, soziale Missstände, Hunger, Krieg, Klimaerwärmung, leidende Menschen, wo ich hinschaue (Mag sein, dass ich einfach ans falsche Ort schaue, geb ich ja zu.)

Echt, was soll ich anfangen mit der neu gewonnenen Zeit. Ich spür keine Freude, weder an der schönen Welt, in der ich lebe, noch an den schönen Dingen, die ich erlebe. -

Sinnkrise! Und Frust!

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Glasklar sehe ich, dass meine aktuellen Schwierigkeiten, die eigentlich chronisch sind, die ich aber immer vor mir selber, nein vor allem vor anderen zu verstecken suchte, alle den gleichen Nenner haben: mangelndes Selbstwertgefühl.

Die vielen Symptome, die ich auflösen und/oder händelbar machen konnte, deckeln nun nicht mehr das zentrale Thema.

Dieses Grundgefühl, mich verstecken zu müssen, gibt nun endlich, endlich einen Sinn. Ich kann es einordnen: Wer nicht gut genug ist, wer wertlos oder ganz minimal wertvoll ist, muss sich verstecken und deren Arbeit ist auch nichts wert. Sie muss sich anstrengen, anstrengen, anstrengen, nochmals anstrengen, mehr als perfekt sein, Nichts würde genügen. Es könnte sogar perfekt sein, trotzdem wären da die Makel.

Was für mich in diesen Tagen besonders schlimm ist: Ich bin mir nicht nur rational, sondern auch emotional bewusst, dass ich eine ehemals PTBS-Betroffene bin.

Wenn ich aber anerkennen kann - emotional und rational - dass ich absoluten Wert habe, dass ich wertvoll bin, wie jeder Mensch. (Klar gebe ich zu, dass das Verhalten, mancher dieser in ihrer Essenz wertvollen Menschen, mehr als nur verwerflich ist. Doch bin ich sicher, dass jeder Mensch, wenn er bei "sich" ist, also sich selber MIT den eigenen Gefühlen anerkennt keinen Menschen verletzten wird.)

Das Ermutigende an der schmerzhaften Situation: Wenn ich so tief in einem Thema stecke, sind positive Schritte absehbar. - Ich atme in dieses schmerzhafte Gefühl, wende mich ihm liebevoll zu, denn wenigstens vom Verstand her weiss ich, dass es nicht wahr ist, und versuche es jedes Mal ein klitzekleines Stückchen loszulassen. - Das löst im Moment grad noch mehr Schmerz aus, aber irgendwie entspannt es sich doch.

Es scheint mir wieder mal so eine Art "eingebrannte, verkrustete Pfanne" zu sein, die ich so einweiche. Die Kruste ist sich am Aufweichen und ich erhoffe mir, dass die Pfanne mehr und mehr sauber gemacht werden kann. - Dann kann ich sehen, aus welchem Material sie ist und was ich Schönes kochen kann.

Lösen sich meine Selbstwertprobleme mehr und mehr auf, werde ich auch mehr und mehr erkennen, wer ich bin und wie ich leben möchte und was ich machen möchte, was mir entspricht und welchen Teil ich dem Grossen Ganzen geben möchte.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst! - Diesen Satz habe ich heute gelesen und trifft genau auf mich zu!

- grmpfffff!!!

Es ist hoffnungslos, ein für alle mal glücklich und zufrieden sein zu wollen. Da muss und werde ich scheitern - zwangsläufig! - Und trotzdem ertappe ich mich grad dabei, das zu wollen: NIE MEHR SCHLECHTE GEFÜHLE, ANGST, STRESS & Co. !!!

Aber die Lage ist nicht ernst, denn ich kann über mich - wenn auch etwas traurig - lachen, wenn ich merke, dass ich einmal mehr perfekt sein möchte, damit ich keine unangenehmen Gefühle habe und mich die anderen Menschen mögen, und es geht mir nicht wirklich ernsthaft schlecht - !

Heute habe ich Hals- und Kopfschmerzen. - Dazu auch Husten und Schnupfen, die werden sich wohl nicht so schnell verziehen.

Mal sehen!


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