Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Ich tu mich schwer mit meinem ersten Arbeitstag.

Einiges habe ich erledigt. Anderes macht mir Sorgen. - Dieses Grundgefühl, keine Lust zu haben und mich zwingen zu müssen, ist wieder da. Es macht mich müde und auch diese latente Trauer meldet sich wieder. Ich befürchte, wieder in diesen Druck zu kommen. Genau DAS löst diese Unlust aus, etwas zu tun.
Wenn ich an meine Arbeit denke, denke ich an einen riesigen Berg, der mich lähmt.

Aber ich hatte Lust, den Kleiderschrank auszumisten. - Ganz viel ist weg! - Darüber freue ich mich.

Trotzdem ist es Zeit für einige Vor- und Nachbereitungsaufgaben. Ich versuche mein "Breitbandtool Atmen" zu nutzen: Durch die Nase einatmen und lange durch den Mund ausatmen. Dann einen Moment der Atmung zusehen, bewusst EINEN Atemzug wählen und ihm in meinen Körper folgen. Tief unten in den Körper spüren, bis ich meine Energie wieder spüre, meine Kraft. Diese in den ganzen Körper fliessen lassen und mich erinnern, wer ich bin und was mir wichtig ist. Den Schmerz, den ich dann sofort spüre, anerkenne ich und gebe vor mir selber zu, dass ich ihn "dieser höheren Kraft" übergeben will, welche alles Lebensprozesse steuert, denn ich finde aus eigener Kraft keine Lösung und kann ihn auch nicht einfach loslassen.

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fauna ist offline
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Wie steht es mit dem Konflikt zwischen den Bedürfnissen nach Selbstbestimmung / Autonomie und Zugehörigkeit / Verbundenheit?

In der Beziehung mit meinem Mann erlebe ich diesen Konflikt sozusagen nicht! - Tatsächlich! - Wir unterstützen uns gegenseitig ganz selbstverständlich in persönlichen Wünschen, tun aber auch gerne Dinge dem anderen zuliebe und unternehmen gerne Dinge miteinander, verbringen gerne Zeit miteinander und sprechen gerne miteinander.

Es ist also möglich, dass dieser Konflikt, der wohl zu jedem Leben gehört nicht hinderlich in die Lebensqualität hinein funkt.

In meiner Arbeit hingegen schon. Auch in freundschaftlichen Beziehungen, manchmal auch in der Familie / Verwandtschaft.

Am schwierigsten ist dieser Bedürfniskonflikt für mich in der Arbeit und in Freundschaften zu händeln. - Ich vermute im Moment, dass der mir in der aktuellen Situation sehr viel Energie raubt. In kann in der Arbeit nicht so lustorientiert vergehen, wie in meiner Zeit zu Hause. Gleichzeitig möchte ich aber arbeiten, denn das ist für mich besser, als zu viel Zeit zu Hause für mich zu haben. Es befriedigt mich mehr.

Ok. - So weit, so gut. - Mal sehen, wie sich das entwickelt.

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fauna ist offline
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Es hatte mich völlig überwältigt, dass ich einfach so innerlich zusammensackte, wenn ich an meine Arbeit dachte. Der Druck nahm zu. Ich fühtle mich innerlich nur noch müde. In mir drin schmerzte etwas und ich fühlte mich tief traurig. Das Empfinden machte sich breit, (so?) nicht mehr leben zu wollen.

Es ist ein alter Schmerz, den ich schon sehr, sehr lange kenne - jahrzehntelang.

Irritierend war für mich vor allem, dass ich wirklich so schöne, entspannte und entspannende Ferien hatte - und eigentlich auch nicht das Gefühl, dass ich mich von der Arbeit erholen müsse.

Dass irgend etwas bei der Arbeit für mich nicht stimmt, weiss ich schon lange. Aber es hat nichts mit meiner Stelle oder mit meiner selbständigen Tätigkeit zu tun, auch das weiss ich. - Egal wo ich arbeiten würde, es würde mir über kurz oder lang so gehen, - eher über kurz...

Heute habe ich mich hingesetzt, eine Grundübung meines Audio-Programms hervorgenommen: Zuerst wird systematisch der Körper wahrgenommen, dann wird geklopft. Zum Schluss wird nochmals ganz bewusst der Körper gespürt.

Schon bei der ersten Entspannung sind meine Tränen nur noch geflossen. Alle Vorbehalte liess ich einfach ziehen, so wie ich es mittlerweile meistens nachts mache, wenn ich nicht schlafen kann. Dann lasse ich meine Gefühle und Gedanken auch einfach los und beobachte den Atem. gehe ich zu sehr mit den Gedanken oder Gefühlen mit, kehre ich einfach wieder zum Atem zurück.

Ich habe gestaunt, wie viele Tränen hochkamen und geflossen sind. - Irgendwann spürte ich auch die Entspannung und den Sinn:
In den Ferien durfte ich SEIN, ich durfte verlangsamen und erlaubte mir auch zu geniesse und genau DAS zu tun, wonach ich Lust hatte. Ich habe mich zu nichts gezwungen, wie ich es so oft machte, auch in den Ferien. - Witzigerweise bemerkte ich dann beim Schreiben des Fahrtenbuches, dass ich fast jeden Tag gewandert oder gebiket bin. - Ich lag aber auch seelenruhig am Strand und habe viel gelesen und geschrieben, habe einen Sundowner genommen und mit meinem Mann gespielt. - Das einzige, was ich wirklich im Unterschied zu anderen Ferien nicht gemacht habe: ich war innerlich nicht unruhig und gestresst oder ärgerlich etc.
Es war mir sogar unter Menschen wohl!

Jetzt zuhause, als ich wieder ans Arbeiten dachte und auch dahinter ging, kam dieser verd... alte Druck wieder hoch (Vorgestern bin ich trotzdem schneller vorwärts gekommen als erwartet. Und gestern fand ich die Besprechung mit meiner Kollegin sehr angenehm und anregend.)

Und ich merkte jetzt plötzlich, was mir fehlt: DIE ERLAUBNIS AUCH BEI DER ARBEIT INNERLICH RUHIG ZU SEIN, entspannt sein zu dürfen, nicht zu müssen, sondern zu wollen.

Anders ausgedrückt: DIE ERLAUBNIS, AUCH BEI DER ARBEIT ZU SEIN, (anstatt etwas zu scheinen...)

SEIN STATT SCHEIN!

Nicht, dass ich etwas arbeiten würde, das mir nicht entspricht. Aber da ist dieser alte Druck in mir, "zu müssen": gut sein zu müssen, offen zu sein für die Bedürfnisse von allen, gut vorbereitet zu sein, glücklich zu sein, zufrieden zu sein, ausgeglichen zu sein, vielleicht sogar "besser zu sein".

Viel vom Perfektionismus konnte ich loslassen. Die Tendenz ist noch da, aber ich erkenne sie früher. Darunter ist diese Trauer, anderen Menschen gegenüber "anders erscheinen zu müssen, als es gerade in mir selber ist". - Rational weiss ich, dass die meisten Menschen in meiner Umgebung, mich respektieren und akzeptieren. Manchmal haben sie oder ich schlechte 5 Minuten, aber im Grossen und Ganzen sind die Menschen tolerant. Um die einzelnen, die das nicht sind und Grenzen überschreiten (meine Grenzen), mache ich einen Bogen. Ich weiss dann gut, dass ihr Verhalten nichts mit mir zu tun hat.

Dieses alte Muster, "zu müssen" ... - nimmt mir meine Energie. Ich habe eine tiefe Sehnsucht nach dem Gefühl, mich selber sein zu dürfen und nicht mich selber sein zu müssen.

Wie wäre es, wenn ich es mir erlauben würde?

Geändert von fauna (19.10.16 um 13:41 Uhr)

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Kratzen im Hals, Druck im Kopf, verstopfte Nase... - Zeichen eines beginnenden grippalen Infekts. - Eigentlich müsste ich noch vorbereiten und korrigieren. - grmpf

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Seltsamerweise habe ich Lust und Unlust gleichzeitig, wenn ich an meine Arbeit denke.

Mir fallen emotionale Muster auf, die mir den ganzen Druck und Stress machen. Im Moment überlege ich mir, ob ich die nächste Dosis der Globuli nehmen soll heute Abend. Mein Homöopath hat mir eine weitere Dosis des letzten Mittels gegeben.

Was mich am meisten müde macht: diese Trauer oder Traurigkeit, dieser Wunsch, mich den Ansprüchen der Arbeit nicht stellen zu müssen, gleichzeitig das Wissen, das mit den überhöhten Ansprüchen habe ich mir selber gemacht. Es fehlt mir wirklich noch die Ruhe und Entspannung in der Aktivität oder im "Tun".

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fauna ist offline
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Gestern habe ich einiges hingekriegt, aber heute bleibe ich wohl mehr oder weniger im Bett trotz strahlendem Herbstwetter. Hals- und Kopfschmerzen, Müdigkeit...

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Meine Erkältung kommt mir eigentlich gelegen. - So bekomme ich heute einen Tag Ruhe.

Mir gefällt es auch, mit meinem Mann wieder zu zweit zu sein. Es ist sehr ruhig geworden. Anfangs habe ich die fröhliche Stimme meines Sohnes vermisst, wenn er heim kommt und einen Gruss in die Wohnung ruft. Jetzt ist mir die Ruhe lieb. - Wenig Planung und Absprache des alltäglichen Lebens. Auch am Tisch ist es ruhig. - Ok. der junge Mann ist auch schon dreimal zu uns gekommen. - Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Heute ist mir aufgegangen, was mir am Lehrerinnenberuf so sehr Mühe macht: die vielen Entscheidungen! - Es ist auch ein Beruf mit unerhört vielen Reizen: Jedes Kind, ich selber, Eltern, Lerninhalte/Lehrplan, Didaktik, Methodik, Team etc. - So viele divergierende Erwartungen und Bedürfnisse. -

Am Montag wird unsere Tochter mit ihrer Tochter für ein paar Wochen zu uns kommen. Ich freue mich und freue mich auch nicht. Sicher bin ich, dass es eine grosse Bereicherung ist, wieder mal die spannenden Gespräche mit meiner Tochter führen zu können, mit ihr von Frau zu Frau zu quatschen und auch zu blödeln und zu spielen (wir sind beide grosse Spielernaturen). Sicher ist auch die kleine J. eine grosser Bereicherung. Ich liebe es, mit ihr zu kochen und die Welt mit den Augen eines eineinhalbjährigen Kindes zu entdecken: Die Freude an Steinen, bunten Blättern, Schnecken, an unserem Kater und den beiden Mäusen (eine ist leider vor einer Woche verstorben)...

Respekt habe ich vor der Unruhe. Meine Tochter ist sehr kommunikativ, das kann auch viel werden. - Ok. sie erwartet, dass ich ihr meine Bedürfnisse mitteile. Sie fühlt sich dann sicherer in der Beziehung. - Wir haben das ja in unserer Familie auch sehr geübt, als sie noch ein Kind war...

Mal sehen...

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Ich habe mit meinem Mann über meine Stress beim Fällen der vielen Entscheidungen im Schulalltag gesprochen, habe ihm erzählt, dass mir DAS so viel Mühe macht.

Er schmunzelte und fragte: Wie entscheidest du, was du kochen willst und was du im Supermarkt einkaufen willst? - Nach Lust! - Antwort: Im Beruf macht man es genau so!

"lach!!!!! - grmpf!!!!* ok. irgendwie stimmt es ja. - Ich habe viele Freiheiten und kann in einem sehr grossen Mass selber bestimmen. - Auch beim Essen und Einkaufen halte ich mich an ein paar vorgegebene Dinge: Essenszeiten, viel Gemüse und Salat, möglichst nur Fleisch aus Bio-/Öko-Betrieben, dafür weniger....
Was ich in der Schule mache, stimmt immer irgendwie mit dem Lehrplan überein.... - Und wenn ich auch mal argumentieren muss, ist (wäre?) es auch nicht soooo schlimm. Ich könnte lernen, damit zu leben...

Was macht mir denn in der Schule das Entscheiden so schwer? (Im Gegensatz zum Einkaufen und Kochen) - Ich setze mich sehr unter Druck, indem ich mir zu hohe Ziele setze... - hmmm...... Stimmt das? - Leider ja, wenn ich ehrlich bin.

Arbeit mit den vier Fragen von "The Work":

Bin ich sicher, dass alle mich mögen und gut / sehr kompetent finden müssen? - Rational nein, emotional ja.

Warum emotional ja? Bin ich 100% sicher, dass ich emotional finde, dass mich alle mögen müssen und kompetent finden müssen? - Nein, 100% sicher bin ich nicht.

Wie reagiere ich, wenn ich das glaube? - mit Schmerz und Angst und Stress, mit Selbstzweifel und einem anstrengendem inneren Dialog und schlechtem Schlaf.

Wer bin ich ohne den Glauben, dass alle mich mögen und kompetent finden müssen? Wie wäre mein Leben ohne diesen Gedanken? - Ungewohnt leicht. Ich könnte die Erfahrung machen, dass andere akzeptieren oder gar nicht erwarten, dass ich perfekt bin... Ich wäre sehr entlastet und könnte mehr lachen und fröhlich sein bei meiner Arbeit. Ich dürfte mehr machen, wonach ich Lust habe und müsste mich viel weniger zwingen...

Gegenbeispiele:
- Als mich eine Kollegin kritisierte, weil ich eine spezielle Abmachung mit einem Schüler bezüglich Hausaufgaben machte, konnte ich sie gut darauf ansprechen einen Tag später. Sie reagierte absolut verständnisvoll.
- Als mein Chef intervenierte, während ich unterrichtete, konnte ich ruhig bleiben und ihm nachher die Informationen, die ihm mein Verhalten verständlich machten, geben.
- Ein Kollege, der oft sehr schnell sehr emotional reagiert, ist sehr freundlich geworden, weil ich seine "negative Kritik" nicht persönlich genommen habe.

Wie ist es mit den Umkehrungen meines Glaubenssatzes, dass alle mich mögen und kompetent finden müssen?
- Ich bin o.k. wie ich bin.
- Ich darf kompetent sein.
- Ich bin gut, wie ich bin.
- Meine Arbeit ist gut.
- Perfekte Arbeit ist nicht möglich. Perfekte Arbeit gibt es nicht in meinem Beruf.
- Ich darf Spass haben an meiner Arbeit.
- Wie immer ich entscheide, es ist auch richtig.
- ...

Ich brauche Mut, den Schmerz und die Angst vor dem Schmerz loszulassen mt dem Atem. Aber ich tu es. Es wird mir nach einer Zeit der Gewöhnung besser geben. Da bin ich mir ganz sicher. Aber weh tut das Loslassen schon. *grmpfff"

Das könnte ich auch mit den vier Fragen bearbeiten:

Bin ich ganz sicher, dass das Loslassen dieses Glaubenssatzes weh tun muss? - Rational nein, emotional ja.

Bin ich emotional 100% sicher, dass es schmerzen muss, wenn ich diesen Glaubenssatz loslasse? - Nein.

Wie reagiere ich, wenn ich das glaube, dass das Loslassen dieses Glaubenssatzes weh tun muss? - Ich verspanne mich und bin auf das kleinste Mikrobit Schmerz fokussiert! Wenn ich es entdeckt habe, beginne ich sofort zu zweifeln, ob ich das je loslassen kann. - *mir herzlich zulache - und mich verständnisvoll selber in den Arm nehme*

Wer wäre ich, wenn ich nicht glauben würde, dass das Loslassen dieses Glaubenssatzes weh tut? Wie würde mein Leben aussehen, wenn das Loslassen von diesem Glaubenssatz ganz leicht und schön wäre (ev. sogar von hinderlichen Glaubenssätzen überhaupt)? - Ich könnte locker auf andere zugehen, mich mit ihnen auf Augenhöhe auseinander setzen. Beziehungen wären für mich eine echte Bereicherung - OHNE STRESS! Ich würde mehr und mehr meine Kraft und Energie, auch mein "geerdet Sein". Mehr und mehr würde ich mich entlastet fühlen.

Wow! - Das löst gerade sehr viel aus, eine grosse Welle von Energie.

Drei Gegenbeispiele zu meinem Glaubenssatz, dass das Loslassen von diesem oder anderen Glaubenssätzen, die hinderlich sind, weh tut:
- Mein Mann hat mir mit seinen Fragen schon oft gezeigt, dass mein Glaube nicht stimmt. Das war jedes Mal sehr befreiend. Nur schon mit ihm kommen mir locker drei Beispiele in den Sinn.
- Meine Kollegen/innen haben einen Vorschlag von mir an der Teamsitzung angenommen, obwohl ich glaubte, dass sie mich nachher fertig machen. Es war nicht so.
- Meine Kollegin, mit der ich am meisten zusammen arbeite, lobt mich nicht dauernd, sondern gibt mir ihre Wertschätzung anders.
- Meine beste Freundin schätzt mich am meisten, wenn ich spontan ehrlich bin.


Umkehrungen meines Glaubenssatzes:
- Der Mut zum Loslassen eines hinderlichen Glaubenssatzes lohnt sich.
- Loslassen eines hinderlichen Glaubenssatzes gibt mir Entspannung und Leichtigkeit (die ich mir wünsche!).
- Das Loslassen des hinderlichen Glaubenssatzes, dass das Loslassen von hinderlichen Glaubenssätzen weh tut und schwierig ist, macht mich frei und spontan und mutig, mich selber zu leben.
- Das Loslassen des hinderlichen Glaubenssatzes, dass das Loslassen des Glaubens, dass mich andere mögen müssen und mich als kompetent sehen müssen, ist für mich etwas vom Besten! - Ich kann es sogar spüren!

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fauna ist offline
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Diese Übung vorgestern hatte mir eigentlich gut getan...., aber ... ich reagiere mit Trauer und einer kleinen Depri.

Es fällt mir nach wie vor schwer, zu arbeiten. Da tauchen in mir Gedanken auf wie: "Ich möchte sterben, auf jeden Fall weg." etc. - Wenn ich richtig hingucke, ist das eine Seite von mir, ein kleiner Teil meiner "Innenwelt". Dem geht es aber tatsächlich nicht gut.

Traurigkeit (keine Trauer - oder doch?), Müdigkeit, dann sind da noch andere Gefühle, die ich nicht ganz einordnen kann, resp. die ich nicht ganz identifizieren kann. Im Grossen und Ganzen ist da aber eine rechte Portion Niedergeschlagenheit in mir.

Da erkenne ich aber auch diese Gelassenheit, die weiss, ok. das ist jetzt so... - aber das kann sich sehr schnell wieder ändern.

Heute Abend bekam ich einen neuen Auftrag. Das löste sofort wieder ein besseres Gefühl aus. Ja, ich lasse mich sehr beeinflussen und "anstecken" von Gegebenheiten in der Aussenwelt. Gleichzeitig bleibe ich öfters "innen hängen".

Ok. irgendwie fühlt es sich gut an, das jetzt mal einfach zu akzeptieren: Das ist meine "Natur". - Diese Gelassenheit lässt mich fast neugierig sein auf morgen. - Auch das kann sich schnell wieder ändern, vor allem wenn ich schlecht schlafe.

Hat sich meine Schlafqualität wirklich verbessert? - Ich glaube schon.

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fauna ist offline
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So gestern Abend sind wir von unserem Kurzurlaub zurück gekommen. Ich habe mir gewünscht nur drei Tage zu fahren, damit wir heute einen Tag zum Ankommen zu Hause haben. Ich glaube, das ist gut.

Wir waren in Heidelberg, Speyer und auf einer Wanderung im Pfälzer Wald. Sehr schön! Dazu zwei Übernachtungen bei Freunden. Dichtes Programm, aber wirklich sehr, sehr schön.

Gestern Abend musste ich dann den vielen inneren Bildern Raum geben. Auch das: Sehr schön! So bunte, helle Herbstbilder.

Es tut wirklich gut, dem vielen Erlebten Raum zu geben und etwas verlangsamt in den Alltag zurück zu kommen.

Was mich besonders freute: Nach dem schwierigen Heimkommen vor zwei Wochen nach dem wunderbaren Urlaub am Mittelmeer war ich darauf dieses Mal sensibilisiert. Und es gelingt mir im Moment sehr gut, einfach zu entspannen und zu gucken, was los ist und was da kommt.

Anfangs war ich auf unserer Wegfahrt noch immer etwas niedergeschlagen, auch dem gab ich Raum. Heute Morgen habe ich mich verwundert gefragt, wo das denn aufgehört hat. - Ich glaube am Samstagvormittag, als wir in Heidelberg angekommen sind, die Räder vom Auto genommen haben und in der Sonne in die Altstadt gefahren sind. Ich konnte einfach geniessen, was war.

Genau DAS möchte ich in den Alltag rüber mitnehmen: Geniessen, was ist. Das bedeutet heute, locker und entspannt das Auto fertig zu säubern, zwei Forscherkisten anzusehen und gemütlich einen Spaziergang über dem Nebel im Herbstlicht zu machen. Weiter heisst das, meine Tochter und die Enkelin zu geniessen und einfach alle Gedanken und Gefühle ziehen zu lassen...

Mal sehen!


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