Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Ich merke gerade, dass Freude, Lust und andere - von mir - gewünschte Gefühle "gepflegt" werden wollen.

Für mich heisst das: Mich genauso, wie ich es lange mit unterdrückten "negativen" (für ich eher unangenehme Gefühle) gemacht habe: mich gefragt wieso bin ich unzufrieden, verzweifelt, hilfllos, traurig, wütende etc. - Was macht es aus? Was sind die Auslöser?

Mein Herz diesen "positiven Lieblingsgefühlen" öffnen, ihnen Raum und Aufmerksamkeit geben, sie wahrnehmen, sie anerkennen und respektieren, erforschen. Freude und Spass dürfen sein - sie müssen es NICHT.

Ganz einfach weiterhin achtsam und offen sein, für das, was ist.

Im Moment sind das Vorfreude auf die Ferien, aber auch Müdigkeit und etwas Anspannung, wie die Fahrt verläuft, wie es sein wird, etwas Unsicherheit, ob ich am Sommer weiter an meiner jetzigen Stelle arbeiten möchte, Neugier, wie die Ferien mit meinem Mann zusammen sein werden, etwas Sehnsucht nach Freund/innen im Alltag und so weiter.

Allen wünsch ich einen guten Tag
Fauna

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Ich war in Piombino und wartete, bis die Fähre nach Portoferraio gefahren ist. -Gut zu wissen, dass Leute zuhause sind und zum Rechten schauen...
Etwas müde von der langen Fahrt, aber sehr entspannt habe ich mich auf unser Bett im Bus gelegt und einfach die Augen geschlossen. Ganz spontan taucht das Bild eines Sternenmeers in unserem Universum auf. Diese Bilder gefallen mir immer sehr: Galaxien, Sternennebel usw. – unvergleichlich schön.
Wenn ich solche Bilder ansehe, weiss ich regelmässig nicht mehr, ob ich das Universum liebe oder das Universum mich. – Ich spüre dann einfach nur noch Geborgenheit im grossen Ganzen und allumfassende Liebe. – Einfach nur schön und entspannend.

Im Handy lese ich dann nach, was sonst noch so los ist und finde auf FB einen Satz von Byron Katie: Wenn ich einen Glaubenssatz entdecke, versuche ich ihn nicht aufzulösen, sondern zu hinterfragen. Dann verlässt er mich (ungefähr so). – Der Satz oder das Gefühl, das mich in letzter Zeit nicht schlafen lässt ist: „Ich bin nicht gut genug.“ Oder: „Was ich mache ist nicht wertvoll.“

Wenn ich im Gefühl des „Weltalls“, in dem ich winzig klein bin, aber wo ich voll und ganz dazu gehöre, bin, fühlt sich alles neu an. – Plötzlich taucht in mir eine Liebe meinen Eltern gegenüber auf. Die bedingungslose Liebe eines kleinen Kindes, das eher an sich selber zweifelt als an seinen Eltern. – Dazu kommt natürlich das Wissen der Erwachsenen in mir, dass da wohl eher Fehler resp. Schwächen – tiefmenschliche Schwächen bei meinen Eltern da waren. – Für ein kleines, abhängiges und liebendes Kind nicht nachvollziehbar. –

Die Liebe bleibt. Die „bedingungslose Liebe“, die weiss, dass auch die Eltern menschlich und nicht allmächtig sind, allmächtig – wie das Universum.

Nein, sie sind nicht allmächtig wie die Kraft, welche das Universum entstehen liess, das Universum dessen Teil ich bin, wo ich dazu gehöre. Es ist wohltuend und entspannend, diese Bilder und Gedanken einfach kommen zu lassen, aber auch wieder gehen zu lassen. Genau dieser Vorgang (kommen und gehen der Gedanken und Gefühle) lässt mich dieses wunderbare Gefühl von Liebe noch vertiefter fühlen. – Eine wunderbare Erfahrung. – Plötzlich sind all die alten Erfahrungen nicht mehr wichtig. Es stört mich gerade jetzt nicht mehr, missbraucht und vernachlässigt worden zu sein. Es ist in diesem Moment nicht wichtig. Wichtig ist in diesem Moment nur die Gewissheit, dazuzugehören und geliebt zu sein.

Lange war es für mich ein Rätsel, wie es kommt, dass sozusagen alle Symptome der komplexen PTBS mit DIS weg sind, nur diese Schlafstörungen und das schlechte Selbstwertgefühl (auch dieses vor allem bezüglich dessen, was ich beruflich mache) so hartnäckig sind. Mein Verstand weiss natürlich, dass das nicht die Wahrheit ist, dass ich nichts Wertvolles hinkriege. Der Verstand kennt sogar viele Gegenbeispiele. Aber das kommt beim Gefühl nicht an, resp. tut/tat immer noch unsäglich weh und setzt mich unter Druck…

Wenn ich aber dieses Gefühl „göttlicher, bedingungsloser Liebe“ dazu bringe, resp. in diesem Gefühl darüber nachdenke, spüre ich Distanz. Dann sehe ich dieses Kind, das seine Eltern bedingungslos liebt und nicht in Frage stellt. Ich sehe auch die Eltern, die leiden, die verdrängen, abspalten (eigenen Schmerz und den, den sie anderen – ihren Kindern – zufügen) und unterdrücken. Plötzlich merke ich, dass ich, um meinen Eltern zu gefallen und endlich gut genug zu sein, meinte ich müsse "Karriere machen". Ich hatte gute Möglichkeiten, auch Erfolg. Aber jedes Mal spürte ich Panik, kam an meine Grenzen, konnte und wollte nicht mehr. -

Jetzt endlich merke ich, was mir entspricht. Wie schon vor ein paar Tagen geschrieben, ist es das Erleben von Landschaften, von Natur und das Erfahren von verbindender Nähe mit anderen Menschen, was ich möchte. Meine Arbeit mit den Kindern mit Schwierigkeiten entspricht mir zutiefst, die viele Freizeit in den Bergen, am Meer, beim Radfahren, Wandern, Skifahren etc. ist auch das, was ich mir wünsche. Schreiben liebe ich. - Endlich kann ich dazu von innen her "ja" sagen. Darüber freue ich mich und ich bin neugierig, was weiter geschehen wird. Werte wie "Wahrheit" (im spirituellen Sinn), Integrität (inkl. Respekt vor allem, was ist, vor Menschen, Natur, vor dem Universum usw.), Freiheit (meine eigene und die, meiner Mitmenschen) und Spass/Freude/Inspiration, aber auch Kreativität sind mir wichtig. - Und zwar viel mehr als Anerkennung. Klar freut ich die auch, aber das andere ist und war mir tatsächlich immer wichtiger, auch wenn ich gelitten habe...

Noch gestern - Mensch, war das wirklich gestern? Es scheint mir eine endlose Zeit dazwischen zu sein! - habe ich mit meinen Schüler/innen gearbeitet. Vor allem mit einem Jungen mit autistischen Zügen, hochsensibel und einem sehr speziellen Wesen hatte ich gestern Erfahrungen machen dürfen, die sehr in die Tiefe gingen. Er war früher sehr aggressiv. Seit er aber in der Klasse ist, die ich seit einem Jahr betreue, hat diese Wut laufend abgenommen. (Von 100% ging sie auf 0% zurück.) - Gestern haben wir gemeinsam herausgefunden, was die Hintergründe dieser früheren Wut waren und wieso er sie jetzt nicht mehr hat. - Es war einfach nur berührend, wie auch er emotional berührt war. - Ein wunderbarer Augenblick. - Ja, solche Augenblicke liebe ich. Genau wie ich es in meiner Bewerbung um diese Stelle geschrieben habe, ist es: Ich arbeite von Herzen gern mit Menschen - und zwar dann, wenn ich meine ganz persönlichen Werte leben kann. Dann erlebe ich mein Leben als zutiefst erfüllend und sinnvoll.

Nun bin ich sehr gespannt, wie sich meine hinderlichen Glaubenssätze verändern werden. (Ich bin nicht gut genug. Was ich mache, ist nichts wert.) Gerade jetzt fühle ich sehr viel Dankbarkeit, das alles erleben zu dürfen. - Eigentlich schön, dass es mich gibt.

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Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Ganz spontan taucht das Bild eines Sternenmeers in unserem Universum auf. Diese Bilder gefallen mir immer sehr: Galaxien, Sternennebel usw. – unvergleichlich schön.
Wenn ich solche Bilder ansehe, weiss ich regelmässig nicht mehr, ob ich das Universum liebe oder das Universum mich. – Ich spüre dann einfach nur noch Geborgenheit im grossen Ganzen und allumfassende Liebe. – Einfach nur schön und entspannend.

Gerade jetzt fühle ich sehr viel Dankbarkeit, das alles erleben zu dürfen. - Eigentlich schön, dass es mich gibt.
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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Danke Karde!

Wünsch dir eine gute Zeit und dir und deinen Tieren gute Gesundheit!

Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Müde vom vielen Ausruhen, Lesen, Chillen am Strand. Sonne, glitzerndes Wasser, rauschende Wellen, Sand - wunderschön, wie jedes Jahr.
Drei Tage sind wir mit Sohn und seiner Freundin da, essen gemeinsam und haben einfach Spass. Die Zeit vergeht im Nu. Morgen ist der letzte gemeinsame Tag hier. - Eigentlich schade - nein, sehr schade. Aber wir werden es weiter geniessen, zu zweit halt ....

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Wir haben heute wieder angenehme 26 Grad. - Es ist richtig chillig. Wir waren auf einem Berg mit atemberaubender Aussicht aufs glitzernde und glänzende Meer, Korsika, Capraia, Pianosa und das Festland sahen wir. Wir konnten die Inselform von Elba verfolgen und sahen Segelboote, Fähren, Surfer und und.

Gestern entdeckte ich, dass dieses kleine Kind in mir nicht hingucken konnte, was da in meiner Familie wirklich abging. Mit viel Selbstakzeptanz gelang es mir, das einfach mal so anzunehmen und langsam dieser kleinen, inneren Fauna die Situation in der Herkunftsfamilie zu zeigen. Viel Wut kam der Kleinen in mir hoch. Aber das war ok. - Sie durfte sich dagegen wehren, hinzugucken, kein Problem. - Empörung, Verneinung und nochmals Wut. - Wirklich kein Problem. - Keine Seite in mir (auch nicht Klein-Fauna) muss hingucken oder möchte ich dazu zwingen. - Nein, Veränderung passiert von allein. Da bin ich mir mittlerweile ganz sicher. Aber ich kann möglichst viel dafür tun, damit sie selber passieren KANN. - :-)

Ich spüre einfach mehr, was ich gerne möchte. Es ist dann kein Zwang, sondern eine Vorliebe. Es kann auch anders sein, aber ich würde es vorziehen.

Wenn ich jetzt wählen könnte würde ich mit dem Rad von Schweden oder Norwegen ans Mittelmeer fahren. Unterwegs würde ich mir Zeit lassen Menschen zuzuhören und an möglichst vielen Orten ihre Geschichten aufzuschreiben. Daraus würde ich ein Buch machen zusammen mit Bildern (Fotos). - Ja, in meinem Herzen fühle ich, wenn ich das schreibe, genau dieses warme Fliessen. Es ist DAS Gefühl, das mir zeigt, dass es ein Herzenswunsch ist, dass er zu mir passt.
Egal, ob ich das je mal machen werde oder nicht. Es tut mir gut, das zu wissen, den Wunsch zu kennen. Rad fahren werde ich sicher, auch schreiben. - Vielleicht krieg ich die Gelegenheit für diese Schreibtour, wäre schön, aber es ist eine Vorliebe, kein Muss.

Ein weiterer Herzenswunsch ist es mit Kindern und Familien weiter zu arbeiten. Diese Nähe und Verbundenheit, die ich jeweils in besonderen Situationen spüre, löst ebenfalls dieses warme Fliessen in mir aus. - Schön!

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Draussen blitzt und donnert es. Erste Tropfen sind gefallen, als wir noch am Meer gesessen sind. Ich freue mich auf das Gewitter. Die Elemente und die sind so gut spürbar hier am Meer. Im Moment ist das Wasser noch sehr ruhig. Ich bin gespannt auf den Wellengang morgen. Letztes Jahr haben wir einen starken Sturm erlebt, so dass wir unsere Abreise um einen Tag verschieben mussten. Es konnte keine Fähre fahren. - Irgendwie ein tolles Erlebnis. Die Wellen waren sehr hoch und die Strasse dem Strand entlang wurde gesperrt. (Ist ja wirklich niemandem etwas passiert.)

Es geht mir stabil sehr gut. Sogar schlafen kann ich sehr gut. Hier am Mittelmeer, wo wir so viel draussen sind, werde ich immer sehr müde nach ein paar Tagen. Aber es ist eine sehr entspannte Müdigkeit von der vielen frischen Luft und Bewegung, auch wirklich von der Entspannung, vom Nichtstun.
Nun bin ich sehr gespannt, ob dieser gute und tiefe, erholsame Schlaf in den Alltag rüber kommt. - Mal sehen, vorstellen kann ich es mir gut, weil ich sehr tief in mir Entspannung fühle. Früher konnte ich auch hier im Urlaub auf Elba nur sehr schlecht schlafen, war unausgeglichen und gestresst.

Heute wurde mir etwas Weiteres bewusst: Früher war ich so sehr von den Symptomen in Beschlag genommen, dass kaum etwas anderes in meinem Leben Raum hatte. Gute Erfahrungen, Ressourcen waren fast gar nicht oder nur sehr selten abrufbar. Jetzt ist es so ziemlich umgekehrt: Ich kann die Gegenwart geniessen, bin entspannt und oft sehr zufrieden. Die alten Symptome kann ich fast nicht mehr abrufen (emotional). Ich möchte es auch nicht. *lach*. So wie ich früher vom Verstand her wusste, dass ich vieles sehr gut gemacht habe und sehr viel Schönes erlebt habe, weiss ich jetzt, dass ich früher sehr viel Schreckliches erlebt habe. - Es ist irgendwie völlig umgekehrt.

Das Geniessen dessen, was ich erreicht habe, auch Dankbarkeit dafür, nehmen eine grossen Platz in meinem Leben ein. - Ganz spontan.

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
*schmunzel* - Diese Nacht war der Schlaf wieder mal etwas schlechter, aber kein Vergleich zu früher - zum Glück. Ich vermute, dass es mit dem PC zu tun hatte und mit dem intensiven Gewitterregen, der auf unser Dach trommelte. Die hintere Türe war nicht ganz geschlossen.... - und plötzlich spürte mein Mann Nässe!

Heute Morgen ist es windig und mein Mann behauptet, dass es wieder ein schöner Strand- und Surftag wird. - Super! - Ich werde wohl mein drittes Buch ziemlich weit lesen.

Allen wünsche ich einen entspannten und wunderbaren Tag!

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Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Liebe Fauna
schön zu lesen wie es dir am Strand geht
Korsika... da waren im September 1995 meine letzten Ferien mit Segeln, Tauchen, Reiten und geniessen.... das ist sehr sehr lange her.

Aber im Moment darf ich die wunderschöne Morgenstimmung hier im Tal geniessen, wenn ich mit meinen beiden Hunden spazieren gehe, bin sehr Dankbar dafür. Und wenn ich jemanden neuen bei einem Ferienhaus treffe wie heute Morgen, dann kann ich auch einen Schwatz ablassen, einfach spontan, so schön.

Herzliche Grüsse
Béatrice
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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Hallo Beatrice
Ja, das ist wirklich lange her. Aber Korsika ist wunderschön.

Wahrscheinlich sind deine Tiere mit ein Grund, dass du nicht weg kannst. Unsere Katze und die Mäuse sind gut betreut zu Hause. Da bin ich froh.

Im Moment sind zwei Campingplatz-Katzen bei uns und schauen uns erwartungsvoll an. Niedliche junge Tigerkatzen mit sehr schöner Zeichnung, nicht unterernährt, aber doch sehr bettelnd und an einem feinen Happen interessiert...

Heute gibt es frische Nudeln mit einer feinen Gemüsesauce. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

Ich schick dir gleich noch eine Portion der friedlichen Stimmung hier.

Liebs Grüessli
Fauna


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