Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Heute stelle ich mir (im Rahmen des Abbaus meiner unerfüllbaren Ansprüche an mich, sprich Abbau des selbstzerstörerischen Perfektionismus) folgende Frage:

Wie kann ich im beruflichen Bereich eine Art "Referenz" bekommen, wo ich tatsächlich stehe? (meine Arbeitsleistung)

Heute habe ich mit einer Kollegin gesprochen. Zur Zeit arbeiten wir etwas intensiver zusammen: ein gemeinsames Projekt mit der gesamten Klasse und die ganz reguläre integrative Förderung von Schüler/innen mit schulischen Lern- manchmal auch Verhaltensproblemen.

Vor ein oder zwei Wochen habe ich ihr rückgemeldet, dass ich gerne mit ihr zusammen arbeite. Mir gefällt ihre ruhige Art und bei mir kommt ein grosser Respekt vor den Kids an, ebenso ein grosses Engagement, die Kids vorwärts zu bringen und Probleme konstruktiv zu lösen.

Da ich selber keine Rückmeldung bekommen habe, sprach ich sie heute auf ihre Befindlichkeit in unserer gemeinsamen Arbeit an, auf mögliche Wünsche oder "no goes". - Sie ist auch zufrieden. Sie erlebt die Zusammenarbeit als hilfreich, weil sie Informationen im Umgang mit Kids bekommt von mir in Aspekten, an die sie gar nicht gedacht hat. Ebenfalls findet sie, es bringe den Schüler/innen sichtbare Fortschritte, wenn sie bei mir (gewesen) sind. - So weit so gut.

Trotzdem bin ich noch nicht zufrieden. - Hmm..... - Vielleicht hat da nicht mit Referenz bezüglich Leistungen zu tun, sondern einfach damit, dass ich eine notorische Selbstkritikerin bin. Punkt. - Ich muss mal dringend die "konsequente Fauna" hervor nehmen.

Meiner besten Freundin würde ich sagen:
"Hey, nimmst du deine Kollegin ernst? - Traust du ihr zu, dass sie dir ehrlich eine Rückmeldung geben würde, wenn sie etwas stören würde?"

Hmm, wenn ich mir ehrlich diese Fragen stellen, beginnt ein innerer Prozess. Leider, leider muss ich zugeben, dass ich sie mit ihrer Antwort wirklich zu wenig ernst genommen habe! - Hmm - und ich brauche tatsächlich etwas Zeit, um ihre gute bis sehr gute, nein eher wirklich sehr gute Rückmeldung (inhaltlich meine ich) an mich heranlassen kann. - Es tut scheusslich weh. - Also ist es dringend nötig, dass ich die Übung nochmals mache. (Ein sehr wichtiger Pfeiler Arbeit mit Kindern mit Schwierigkeiten ist, dass ich sei möglichst immer zu einem Erfolg führe, manchmal dauert das länger, manchmal geht es schneller. Aber meistens passiert es tatsächlich.) - Also ist es jetzt Zeit, dass ich mich selber zu einem Erfolg bezüglich der Wahrnehmung meiner guten Arbeitsleistung führe. - (Boa, nur schon dieser Satz fordert.... "bezüglich meiner guten Arbeitsleistung" - Mensch, das tut vielleicht weh! )

Ok. im Moment bleibt mir nichts anderes, als anzuerkennen, dass mein Verstand und mein Gefühl weit auseinander klaffen. Ich weiss über den Verstand, dass diese Rückmeldung sehr gut war, kann es aber emotional nicht wahrnehmen.

Weiter ist mir aufgefallen: ich zweifle gewohnheitsmässig an mir und kritisiere mich notorisch. - Damit höre ich jetzt auf. Das bedeutet, dass ich - sobald ich an mir Zweifel spüre (die nehme ich nämlich wahr) - sofort nachforsche, wie ich mit mir selber gesprochen habe. - Das nehme ich als ersten Schritt.

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fauna ist offline
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Ich habe von einer Bekannten folgende Fragen zu meinem Posting gestern bekommen:

Deine Kollegin hat dir eigentlich eine sehr schöne Rückmeldung gegeben.
Hast du dir mehr versprochen? oder meintest du was anderes mit "du seist noch nicht ganz zufrieden"?
Ja, die Rückmeldung meiner Kollegin (sie ist die Klassenlehrerin der Klasse bei der ich integrierte heilpädagogische Förderung mache) war eher sehr gut und sehr zufrieden als nur gut und zufrieden. - Und ich glaube ihr.

Für mich gibt es dabei zwei Punkte:
1. Das Annehmen und Akzeptieren der Zufriedenheit von ihr. - Das macht mal sicher Mühe. Doch ich glaube, dass ich das hinkriege. Ich bin dran und übe und mache laufend Schritte.
2. Da zielt wohl eher deine zweite Frage hin: Ganz zufrieden bin ich tatsächlich nicht. - Aber ich merke, es hat nichts mit der Rückmeldung zu tun. Die ist gut und ich arbeite gern mit ihr zusammen. - Es fehlt mir aber etwas bei der Arbeit - und DAS macht mich unzufrieden.

Diese Frage akzeptiere ich einfach, öffne ihr das Herz und dränge nicht auf Antwort. Die wird kommen. - Da bin ich mir sicher. - Es ist einfach etwas Wichtiges, das mir fehlt, weil nur schon die Auseinandersetzung mit dieser Unzufriedenheit tut weh. Das ist schon mal eine wichtige Information: Es ist etwas, das mir sehr wichtig ist.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Heute ist einer meiner zerfahrener Tage. Ich fühle mich gestresst, weiss nicht warum. - Deshalb werden alle heutigen Verpflichtungen (eigentlich keine grossen Dinge) zu riesigen Herausforderungen. - Nun habe ich mich entschieden, Tagebuch zu schreiben. Schreibend kann ich mich oft klären.

Beim Öffnen einer Mail-Box vorhin habe ich folgendes "Zitat der Woche" von Safi Nidiaye gefunden:
Fühlen beginnt mit dem Atem. Wenn die Aufmerksamkeit mit dem Atem verschmilzt und den Körper durchdringt, beginnt das Fühlen.
( Safi Nidiaye, aus: "Wieder fühlen lernen")

Damit möchte ich beginnen, mich zu klären: mit dem Beobachten meines Atems. Dafür schliesse ich meine Augen, spüre den Sessel, auf dem ich sitze, höre die Baumaschinen draussen und die Waschmaschine aus dem Badezimmer. - Ankommen im Hier und Jetzt... Dann zum Atem... - Nichts tun, ausser zu beobachten.

Überrascht spüre ich Trauer, Tränen wollen in die Augen steigen. - Je mehr ich mich meinen Atem beobachtend entspanne, desto trauriger werde ich. Ich lasse die Tränen kommen.
Langsam, aber sicher spüre ich, dass ich nach dem sehr schönen, entspannten Wochenende im Engadin sehr hart wieder im Alltag gelandet bin. Der (emotionale) Stress in der Schule klafft so weit von meinem inneren Frieden der beiden vergangenen Tage auseinander. Ich war wirklich tief in Frieden mit mir selbst. Und ich spüre auch, dass die Trauer wohl nur zu einem sehr kleinen Teil meine eigene ist.

Etwas ruhiger wende ich mich wieder meinem Atem zu, beobachte ihn, ohne ihn verändern zu wollen:
- Da spüre ich den Stress einer Klientin, die in einer schwierigen persönlichen Situation ist und dadurch mit unterdrückten Gefühlen aus der Vergangenheit konfrontiert wird.
- Da spüre ich den Stress einer Kollegin in der Schule, die für ein Kind mit massiven Sprach- und Konzentrationsproblemen, auch mit grossen Entwicklungsrückständen.
- Ebenfalls spüre ich den Stress des Chefs, der manchmal nicht einverstanden ist mit den Interpretationen seiner Mitarbeitenden.
- Ja, und dann ist da noch der Stress der Kinder und vor allem deren Mütter, die sich Sorgen um ihr Kind machen, sich aber oft hilflos und allein gelassen fühlen.
- Dann sind da ja auch noch meine eigenen Kinder, die auch ihr Leben zu leben haben...
- Mein Mann ist arbeitsmässig etwas unter Druck.
- Die Schwiegermutter meiner Schwester liegt vermutlich im Sterben. Das kann aber noch lange dauern - oder ganz schnell so weit sein.
- Ich habe zwei Nichten, die Töchter meines Bruders, der offensichtlich an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Die beiden erwachsenen Töchter haben mittlerweile ihre Bürden daran zu tragen. Ihre Mutter hat sich vor über 20 Jahren vor ihren Augen das Leben genommen... -
- ...



Ich bin froh, mehr Erdung zu fühlen, auch mehr Klarheit, dass das zu einem sehr grossen Teil, wahrscheinlich zum grössten Teil Stress und Traurigkeit oder andere Gefühle anderer Menschen sind.
Das Übernehmen von Gefühlen von anderen Menschen gehört zu meinem Überlebensmuster. Dafür war ich ja dann auch der "Sonnenschein" von allen. Alle "rissen" sich um mich... - Die Hypothek trage ich noch zu einem Teil, von dem ich nicht weiss, wie gross er ist. Einen anderen Teil, habe ich losgelassen. -

Ok. ich wende mich nochmals meinem Atem zu, es entspannt mich sehr. Ich erlaube mir, meine Verwurzelung zu spüren und einen inneren "eigenen Raum" zu einzunehmen - wie in einer Art grossem Ei oder Kokon. - Nichts von aussen, das mir nicht gut tut oder nicht zu mir gehört, darf da hinein. - Diesen Kokon habe ich oft gemacht in der Mittelschule vor Prüfungen, als ich den Stress meiner Kolleginnen gespürt habe.
Ich spüre sogar, wie Gefühlsenergie, die nicht zu mir gehört weg fliesst. Das tut gut und löst wieder drückende Tränen aus. - Doch ich erlaube mir, das alles loszulassen und offen zu werden für den heutigen Nachmittag, offen, wie ich es am vergangenen Wochenende war.

In meinem eigenen Zentrum zu bleiben, wenn andere aussen schwirren und flattern und stressen, ja - , genau DAS brauche ich jetzt.

Für all diese Belastungen, die ich oben aufgezählt habe, gibt es keine schnellen Lösungen. Innere Ruhe und in meinem Zentrum bleiben, bringt viel mehr. Es müssen keine Entscheidungen getroffen werden, höchstens Entwicklungsrichtungen angedacht werden (heute an einer Sitzung bei der Arbeit).
Bei den anderen Menschen kann ich nur in meiner eigenen Ruhe bleiben, mich nicht anstecken lassen und vertrauen, dass sich eine gute Lösung oder Entwicklung ergeben wird. Dass diese Menschen alles, was sie brauchen, in sich selber tragen. - Mit diesem Gedanken wende ich mich nochmals meinem Atem zu, beobachte ihn, ohne ihn verändern zu wollen. - Er hat sich verändert, ist tiefer geworden, findet mehr im Bauchraum statt. - Dabei erinnere ich mich daran, dass diese Gedanken auch für die Bezugspersonen in meiner Herkunftsfamilie während meiner Kindheit gelten. - Die kleine Fauna braucht nichts für sie zu tun. Sie sind alle grösser oder erwachsen. Fauna braucht kein "Sonnenschein für andere" zu sein, damit sie geliebt wird. -

Byron Katie schreibt (oder soll geschrieben haben, selber habe ich die Quellen nicht studiert, aber ich finde es auf jeden Fall gut) ungefähr: Wichtig ist, dass ich mein Bedürfnis nach Anerkennung, Zuwendung und Liebe loslasse(n kann). Das führt mich nur in Frust und Schmerz, in Enttäuschung und in ein Opfer-Dasein.

Das stimmt für mich mehr und mehr. Je mehr ich mich selber anerkennen kann und mir deshalb Zuwendung und Liebe gebe, desto weniger bin ich von Anerkennung, Zuwendung und Liebe anderer abhängig, desto weniger werde ich enttäuscht - und desto eher sehe ich, wo ich es trotzdem von anderen bekomme, z.B. von meinem Mann, meinen Kindern, von Schüler/innen, von einer Kollegin... etc.

Ich bin mittlerweile sehr ruhig geworden. Aber ich wende mich trotzdem nochmals meinem Atem zu. - Plötzlich spüre ich die Verbundenheit mit allem und die Liebe von gestern und vorgestern. Auf der Diavolezza, inmitten des Gletscherpanormas des Berninamassivs und auf Muotta Muraigl, wo ich gestern die Seen des Oberengadins und das Berninamassiv aus etwas Distanz bewundert habe, spürte ich diese Verbundenheit mit allem, was es gibt, diese verbindende Liebe, welche die Essenz von allem Lebenden ist. - Heute habe ich sie vermisst, das kann ich jetzt gut verstehen. - Diese Gefühl möchte ich aber in meiner Arbeit leben. Immer wenn ich diese Verbundenheit spüre, geht es mir in der Arbeit gut. Dann kann ich nachfragen und gut zuhören, bis ich verstanden habe, worum es eigentlich geht. - Dann sehe ich plötzlich neue Möglichkeiten oder Lösungen. -

Wenn ich aber anderen gefallen möchte und damit ihre Anerkennung, dann verliere ich mich und ich werde unsicher, zerfahren, unklar, bis ich mich wieder kläre.

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Unsere Sitzung ist vorbei. Ich fand sie ätzend. Einen Sinn dieser Veranstaltung sehe ich nicht, das Ziel nehme ich nicht wahr. - Selten erkenne ich das Ziel eines Traktandums. - Nur ätzend und doof.

Das Allerblödste: Es geht mir nachher besch..., noch besch... als vorher. - Und noch blöder als dieses Allerblödste: Ich habe keine Ahnung, was in mir abgeht, kann es nicht verstehen, nicht einordnen, fühle mich dem Ganzen ausgeliefert.

Sch... -

Eben habe ich gegoogelt: Resignation.

Eine Beschreibung: Resignation ist die "negative Form" von Akzeptieren. Während beim Akzeptieren, Grenzen anerkannt werden und ausgelotet wird, was innerhalb dieser noch möglich ist, wird bei Resignation in Hilflosigkeit gegangen: Nichts ist mehr möglich, alles ist sinnlos, nichts wird je gelingen. - Etc.

Dann habe ich weiter gegoogelt: Wege aus der Resignation. - Dabei bin ich auf einen Buchtitel von Verena Kast gekommen: Zuversicht. - Die fehlt nämlich bei Resignation. - Kann ich bestätigen - Leider.

Nachher habe ich eine Seite gefunden mit diesen Fragen:

Tipp 1: Erinnern Sie sich an positive Beispiele aus der Vergangenheit.
Ok. - ich habe mich eingelassen. Es sind mir einige Beispiele gekommen, aber wie halt eben in diesem Zustand, ohne dass ich sie emotional abrufen kann...

Tipp 2: In welchen Situationen haben Sie mit Ihrem Handeln Einfluss auf sich und auf andere?
Auch hier finde ich Beispiele

Tipp 3: Beweisen Sie es sich selbst.
Jeden Tag eine kleine Sache vornehmen - und natürlich durchziehen!

Ok. Ich könnte noch etwas Wäsche bügeln und wegschaffen. Das habe ich mir für heute vorgenommen. - *ächz*

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Um Wäsche zu bügeln, war es mir zu dunkel. Ich mag das künstliche Licht im Arbeitszimmer nicht beim Wäsche erledigen...

Aber mein Mann meinte zu mir: Obwohl du oft überreizt bist und schlecht schläfst, arbeitest du sehr gut. - Er erinnerte mich an mein letztes Arbeitszeugnis, in dem steht, dass mich mein Arbeitgeber sofort wieder einstellen würde. (Ich hatte behauptet, dass man mich arbeitsmässig nicht brauchen kann. Er reagierte absolut erfrischend genervt und meinte, ich soll keinen Quatsch erzählen.)

Überhaupt stimmen meine Gefühle heute überhaupt nicht, auch nicht meine Gedanken! - Ich habe tatsächlich vieles hingekriegt. - Absolut bühnenreif, was ich da in mir selber zusammenschustere, echt eine Komödie - wenn es nicht eine Tragödie wäre... *grmpfffffffff.....*

Sch.....

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Heute war ich aber noch beim Arzt. Beim letzten solchen Einbruch schickte mich der Therapeut vom ZIS zum Hausarzt mit der Begründung, er habe die Intuition, dass es sich um einen Vitaminmangel handelt. - Das war auch so. - Meine Depots von B12 und D3 wurden gefüllt und nach ein paar Wochen ging es mir besser.
Weil ich mir nichts zusammenreimen konnte, aber wirklich in einem so schlechten Zustand bin (Erschöpfung, Schlafprobleme, depressive Symptome, Konzentrationsprobleme etc.), ging mir heute durch den Kopf, dass es wieder so sein könnte. Lange Zeit hatte ich über den Sommer Durchfall und einen entzündeten Darm. - Mal sehen, wie die Werte sind. -

Dieser Therapeut sagte mir damals auch, dass in seinem Zentrum die Klient/innen standardmässig zum Bluttest geschickt werden. Therapie greift nicht, wenn der Körper Mangel leidet... - Es wäre schön, wenn das so gelöst werden könnte.

PTBS-Symptome glaube ich nicht, dass das sind. Aber selbstverständlich kann ich mich täuschen.

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Mich jagen die Termine... - jeder einzelne für sich wäre schön, nur sie jagen mich... - Übermorgen fahre ich in die Ferien. Bis dahin ist schier jede Minute verplant - bis zu den Schlafzeiten... - Solche Zeiten mag ich nicht.

Nach einem sehr dichten Tag ist jetzt mein "grosser" Enkel (5 Jahre) mit seiner Mami heimgefahren. Es ist ruhig, die Küche aufgeräumt und die Waschmaschine angestellt. Eben habe ich mich entschieden unseren Bus erst morgen zu beladen und ich bin gespannt, wie ich ruhig werde.

Heute ist mir durch den Kopf gegangen, dass ich an solchen Tagen fast nicht mehr ruhig werden kann. Vielleicht ist es besser, etwas "Leichtes" oder etwas "Angenehmes" zu tun, etwas das ruhig macht, weil es fokussiert und mein hoher Energielevel etwas runter fahren kann.

Deshalb sitze ich am PC: Schreiben ist so etwas.

Mal sehen....

Meine Erschöpfung und Müdigkeit ist etwas besser geworden. Die Vitaminspritzen können nicht so schnell wirken, aber die Vorstellung schon. - Die Vorstellung, dass ich ganz einfach unter Vitamitin-Mangel leide und dass jetzt halt diese Symptome dazugehören und dass ich nichts machen kann ausser warten, bis die Depots etwas aufgefüllt sind, tut mir gut.

Es ist zwar immer noch unangenehm, diesen selbstruntermachenden inneren Dialog, diese Müdigkeit und auch die Schlafstörungen zu haben. Aber weil ich mir einfach sage, ok. das sind die Symptome. Es gibt nichts zu tun als zu warten, entspannt sich die Situation. Ich bin dadurch zufriedener mit mir.

Wenn ich das so schreibe, merke ich grad nochmals, wie sehr das den Stresslevel runter nimmt. Es tut sehr gut!

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Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Übermorgen fahre ich in die Ferien. Bis dahin ist schier jede Minute verplant - bis zu den Schlafzeiten... - Solche Zeiten mag ich nicht.
Liebe Fauna
ich lese mit aber habe hier recht viel um die Ohren.. Nachbarn, Fürsorge, Garten, kranke Tiere. Du fragtest mich mal nach meinem Befinden, werde dann mal in Ruhe darüber schreiben, ich bin zufrieden wie ich es mache mit all dem was belastend ist und mir den Ausgleich dazu schaffe.

Damit Du das aber sicher liest, antworte ich Dir, denn:

es ist mir wichtig dir schöne, heilsame Ferien zu wünschen.

Alles Liebe und
Herzensgrüsse
Béatrice
__________________
Alles was ich anschaue --- schaut zurück

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Danke, liebe Béatrice, für deine Antwort und für die guten Ferienwünsche.

Ja, mittlerweile freue ich mich sehr, auch wenn das Nichtstun am Strand von Elba mich fordern wird! *lach*

Und ich freue mich darauf, wenn du berichtest, wie es dir geht! :-) - Deinen Tieren wünsche ich von Herzen gute Besserung und dir eine gute Zeit und viel Aufmerksamkeit auf die Freude und das Schöne.

Liebe Grüsse
Fauna

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fauna ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Eben bin ich an etwas sehr, sehr Wichtiges erinnert worden: an die Selbsthilfefalle.

Wenn deine Aufmerksamkeit dauernd auf dem Auflösen von alten Problemen, Wunden oder Mustern liegt, bist du in der Selbsthilfe fallen. Dann wird das Probleme lösen zur Lebensaufgabe. Deshalb ist es wichtig, sich immer wieder auszumalen, was man/frau tun möchte, wenn alle Probleme gelöst sind - und dann ETWAS VON DEM TUN...

Finde ich super! - Also, wenn alle meine Probleme gelöst wären, was würde ich dann mit meinen Tagen anfangen? -

Skifahren, Skitouren , Kochen, Backen, Tischspiele, mit Kindern Spass haben beim Lernen von ganz Verschiedenem, ohne Kinder Spass haben beim Lernen und Tun von ganz Verschiedenem, eine Radtour von Dänemark oder Südschweden ans Mittelmeer, im Garten liegen und ein Buch lesen, meine Wohnung in Ordnung halten, mit meinem Mann tanzen , Hochtouren machen und die Aussicht / Weite auf den Gipfeln geniessen , mich bewegen (Yoga, Pilates), meinen Körper dehnen, Kinderpullis stricken, mit dem Bus schöne Gegenden und Freunde besuchen, Landschaften geniessen, auch das Meer , Baden im Meer, einem Bergsee oder auch in einem Fluss , Englisch lernen oder auch Französisch, Blumen malen, Spielen, Lachen, Schreiben ...

Vieles mache ich schon, sogar sehr oft! *herzlich über mich selber lache* - Geniessen von all dem Schönen, das in meinem Leben ist, da habe ich noch Luft nach oben. -

ABER ICH LEBE SCHON GANZ VIEL VON DEM, WAS ICH LEBEN MÖCHTE. - Ich merke es nur noch zu wenig.


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