Stärkung der emotionalen Intelligenz

08.12.10 06:49 #1
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AW: Stärkung der emotionalen Intelligenz

fauna ist offline
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Vorgestern habe ich wahrscheinlich das für mich schwierigste Thema zu behandeln begonnen:

Meine Reaktionen auf die unterschwelligen oder offen gezeigten Gefühle von Wut, Hass, Ärger, Ablehnung, sich lustig machen, mobben anderer Menschen. Ganz vollautomatisch übernehme ich die ganze Verantwortung und suche den "Fehler" bei mir. - Angst, Panik, Druck.

Eine Seite von mir möchte dann alles perfekt machen, so dass die anderen keine Probleme mehr haben müssen. Ganz schwierig sind auch Konflikte anderer Menschen miteinander. Da ist dann kein Platz für mich und meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Ich ziehe mich liebe zurück, schotte mich ab. - Früher hatte ich ein Bild von einem Bunker in mir, ein Hochsicherheitstrakt.

Ja, und nach den guten Erfahrungen mit dem Stressprogramm habe ich am Sonntag die Zeichen für dieses Stressmuster erforscht. - Es ging mir dann nicht mehr gut.
Deshalb machte ich eine zweite Runde und übte den Stress zu neutralisieren. - Dies funktionierte zum Teil, aber Angst und Panik machten sich breit. Ich konnte nicht mehr schlafen, nicht mal mehr einschlafen. Nach rund drei Stunden Schlaf musste ich an meinen 12h-Stunden-Tag... - Nach einer schlechten Nacht bin ich normalerweise nicht mehr in diesem Stresszustand. - ich musste da aber durch. Punkt.

Irgendwann unterwegs in die Schule spürte ich, dass das eigentlich von meinem inneren Assistenten gesteuert sein könnte. Fühle ich mich sofort stressfrei, überschätze ich mich, nehme mich selber nicht mehr wahr.
Das Muster meine Wünsche, Bedürfnisse und Vorlieben zurückzustellen und selber nicht mehr wahrzunehmen ist so zu einer unbewussten Gewohnheit geworden, dass ich in einem guten Zustand sehr blind dafür bin.
Es war gestern gar nicht so schlecht, so schlecht drauf zu sein: Der Tag funktionierte trotzdem. Mit einer Klasse machte ich tolle Experimente, mit einem Kind buk ich einen Kuchen. Es konnte nachher alle Wörter auf Deutsch sagen... - Normalerweise lernt es nur sehr schlecht Deutsch. - Auch die beiden nächsten Stunden verliefen sehr entspannt. - Ab halb vier war einfach die Energie nicht mehr da, da wurde es dann schwieriger. Aber es ging irgendwie.

Vor der Teamsitzung bekam ich einen kleinen Rüffel des Chefs, weil ich mich noch kurz mit einer Kollegin unterhalten habe, wie wir einen Schüler besser fördern können - ungefähr 30s nach Sitzungsbeginn waren wir erst fertig, sassen aber schon am Tisch.

"Durchzug" funktionierte prima. Ich war dem Chef fast dankbar, dass er rüffelte. So konnte ich nochmals die Erfahrung machen, dass ich höchstens staune, wie harsch er reagiert, wie wenig Offenheit und Gelassenheit er wirklich hat... - HAT NICHTS MIT MIR ZU TUN!

Solche Tage mag ich nicht wirklich. - Er war anstrengend. Immerhin konnte ich vergangene Nacht gut schlafen. Ins Yoga mochte ich um 20 Uhr einfach nicht mehr gehen. Nun kann ich die Lektion morgen Vormittag nachholen. Darüber freue ich mich.

Jetzt werde ich mich nochmals mit dem Online-Programm daran machen, das Muster weiter zu neutralisieren und auch den darunterliegenden Aspekt, meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse auszublenden, statt wahrzunehmen und zu leben. - Nur schon beim Schreiben dieser Sätze geht mein innerer Stresslevel hoch. Der Körper reagiert ganz stark. - Unangenehm, aber eigentlich ein gutes Zeichen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dieses "Selbstschutzprogramm" loslassen oder verändern oder erweitern kann, so dass ich nur noch den Nutzen, nicht aber mehr den Schaden habe. - Mein Magen rebelliert, im Hals geht ein Knoten zu, Tränen hinter den Augen, Flattern im Gehirn. - Aber ich werde trotzdem ans Programm gehen. - Es gibt kein Zurück! Es gibt nur ein Entweder - Oder!

Entweder, ich muss mich wieder ins Haus zurück ziehen und verfalle in diese depressiven Zustände oder ich lerne dazu und schaffe es entspannt meine Lektionen zu unterrichten, meinen Platz im Team einzunehmen und im Sommer in einem Jahr mich ernsthaft daran zu machen, mit Selbstvertrauen (!!!!!) meine Praxis (wieder) aufzubauen.

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fauna ist offline
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So, ich habe mich hingesetzt und es ist wieder einen Schritt vorwärts gegangen. Die bisherigen Schritte ermutigen mich. Es kommen tatsächlich immer schwierigere Dinge hoch, vor denen ich mich bisher gewohnheitsmässig, ohne es zu merken, geschützt habe. Jetzt werden sie anscheinend bearbeitbar.

Mittlerweile habe ich zwei Stressmuster, für die ich das Muster verändert habe:

- Der Druck, die Gewohnheit, nur noch "Berg" zu sehen, zu hetzen, mich zu zwingen, noch mehr zu tun etc. - Hier unterbreche ich mit der inneren Melodie von Balu (aus Dschungelbuch) und auch mit dem Bild von Balu, wie er Mogli trägt. - Dann ausatmen und alles einfach vorbeiziehen lassen, was vom Stressmuster da ist: Selbstvorwürfe, Hetzen, schlechte Gefühle, Flattern...
- Die Angst, wenn andere an ihren eigenen Themen knabbern (Ärger, Wut, Hass, Abwerten etc.) - Hier ist der Separator das Bild eines indischen Gurus, der Ruhe ausstrahlt und das Wissen, dass wir alle EINS sind. - Dann ebenfalls ausatmen und mich daran erinnern, wer ich bin, was mich ausmacht, das vergrössern und ausbreiten lassen.

Mal sehen.
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fauna

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fauna ist offline
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Vorletzte Nacht vor meinem zweiten Arbeitstag in der Woche schlief ich wieder sehr schlecht. - ächz!

Die Arbeit mit den Kids war aber sehr bereichernd. Es sind Kinder mit Schulschwierigkeiten und Lernstörungen, die sind nicht einfach pflegeleicht. Ausweichen kann ich auch nicht. - Nun erlebe ich es, dass sich meine innere Arbeit der letzten Monate "auszahlt": Ich spüre Vertrauen der Kids, auch eine Bereitschaft, sich einzulassen, sich von mir führen zu lassen. Einige haben schöne Schritte gemacht. - UND DAS TROTZ ÜBERMÜDUNG DURCH DIE SCHLAFSTÖRUNGEN.

Lange Zeit durfte ich diese schönen Gefühle nicht mehr haben. Es ging mir nicht gut. Burnout-Symptome, aber ohne wirklich ausgebrannt zu sein. - Es ging um innere Schritte, die einfach nötig waren:

Ich hatte mich selber irgendwie "vergessen". (Wer ich bin und was mich ausmacht.) Das Gefühl, genau richtig zu sein, ist sehr schön. - Ich habe es noch nicht auf einem Grundlevel, der mich trägt, aber ich kann es immer wieder mal fühlen und mich daran erinnern: Ich bin so gemeint, wie ich bin. - Dieser Gedanke tut mir gut. Mit dieser Grundhaltung kann ich auch in der Schule aggressiven, frustrierten Kids begegnen und ihnen ganz ruhig sagen: Hmm.... ich glaube, im Moment kannst du wohl nicht anders. Gut finde ich das nicht, aber es ist wie es ist. Punkt. Das ändert sich wieder. - Schwupsdiwups werden die Kids manchmal ruhig (immer dann, wenn es von mir authentisch war. Als Masche funktioniert es selbstverständlich nicht.)

Ich merke gerade, dass ich so handeln und agieren kann, wenn ich "bei mir" bin, entspannt, aber nicht schlaff, sondern gelassen. Andere Lehrpersonen haben mich gesehen. Ich hatte Angst, dass sie finden, ich führe zu wenig, setze mich zu wenig durch, arbeite mit "laisser faire". Nein, ich habe ein Kompliment bekommen. Eine Kollegin meinte, sie habe mich bewundert, dass ich nicht genervt geworden bin, sondern ruhig blieb...

UND.... jetzt der grösste Clou: Am Anfang blendete ich das Kompliment natürlich aus und glaubte, sie würde das nur vorneherum erzählen...
ABER... es ist mir bewusst geworden, dass diese Frau, ihre Gedanken und Gefühle sehr spontan äussert und sehr ehrlich ist - im Ärger auf jeden Fall. - Wieso soll also genau dieses Kompliment nicht echt und ehrlich sein?

So und jetzt habe ich eine halbe Stunde Zeit für Vorfreude! - Nachher einen Tag für Freude an meiner einjährigen Enkeltochter, die heute ganz allein bei uns ist. Ihre Eltern feiern einen freien Tag! - und wir werden mit der jungen Frau zu einem Bauernhof spazieren, wo sie Kühe mit Heu füttern und Ferkel beobachten kann....

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fauna ist offline
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Immer mehr Zeichen kann ich erkennen, dass die intensive innere Auseinandersetzung mit mir selbst Früchte trägt:
- Andere Gedanken (konstruktive Gedanken) tauchen in mir auf. Ein Beispiel: Vielleicht hat die Kollegin in Kompliment ehrlich gemeint.
- Ich setze mich mit meinem Partner auseinander, falle nicht auf seine Muster rein, lehne sie ab....- und ich habe am Schluss recht, weil ich ihm zumute, sich mit mir auseinander zu setzen. - UND... ich merke, es ist manchmal auch wirklich gut, Recht zu haben und Recht zu bekommen. Bis jetzt bin ich da oft selber auf mich reingefallen, weil ich gewohnheitsmässig auf meine mit Recht haben und bekommen verbundene Schuldgefühle ernst genommen habe...
- Ich erkenne, dass ich persönliche Ziele, die ich meinem inneren Team übergeben habe (delegieren konnte ) wie von allein erreiche...
- Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass ich meinen Tag als glücklich erlebe. Ganz spontan melden sich Bilder, von Situationen, die einfach gut laufen.
- Ich spüre, dass ich sein darf, wie ich bin und dass ich so gemeint bin, wie ich bin. Trotzdem muss ich mich nicht einfach ausleben. Wenn ich gewisse Schwächen akzeptiere und anerkenne, kann ich lockerer mit ihnen umgehen und die gute Seite daran besser nutzen. (z.B. Sensitivität)
- Ich traue mir - und vor allem meinen verletzten Seiten - viel mehr zu. Ich weiss, dass sehr viel Selbstschutz nicht nötig, sondern hinderlich ist, wenn ich Lebensfreude erleben möchte.
- Ich setze mich viel weniger unter Druck.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09


Gestern haben mein Partner und ich uns miteinander auseinandergesetzt. Ich war wütend, habe das zwar gezeigt, aber nicht ausgelebt.
Als er sich wie gewohnt zurück zog, bat ich ihn, doch mal etwas zu verändern und mit mir auf einen Spaziergang zu kommen .... - und dann mal raus zu finden, ob diese kleine Veränderung einen Unterschied ausmacht. - Er kam mit! (Cooler Typ mein Mann¨ )

Unterwegs fanden wir dann einen Ansatzpunkt, von dem aus wir einen Schritt in unserem Konflikt machen konnten: Wir können unsere Gedanken und Gefühle durch Nachfragen überprüfen. Abends wollten wir einen ersten Erfahrungsaustauschtermin wahrnehmen.

Und... mein Mann erinnerte sich tatsächlich an unser Date, als ich ins Bett ging - und nicht ich!

Ja, mal sehen, wie sich das weiterentwickelt!

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Seit: 27.11.09
Heute wieder der anstrengende Dienstag.

Zum erstem Mal seit längerer Zeit habe ich vor diesem Arbeitstag gut geschlafen. - Trotzdem war es anstrengend. Die vielen Situationen, auf die ich flexibel reagieren muss. Kaum Zeitj, mich zurück zu ziehen, einfach sehr viele soziale Reize...

Trotzdem, es war kein schlechter Tag.

Die schönsten Momente: Ein Junge, mit dem ich normalerweise einzeln oder in einer Zweiergruppe arbeite, hat mich sehr fröhlich und erfreut begrüsst. Heute arbeitete ich zwei Lektionen in seiner Klasse. - Es war wirklich sehr schön!
Er hat begonnen, sich spontan zu äussern, mit mir ein der Einzelsituation spricht er schon eine Weile, aber in der Klasse war es heute überraschend, vor allem für die Klassenlehrerin. - Ich habe mich sehr gefreut.
Weitere schöne Momente mit diesem Jungen in der Einzellektion, auch mit einem Mädchen einzeln. - Es war einfach eine lernfreudige, gute Atmosphäre. Auch mit den Gruppen am Nachmittag habe ich entspannte Lektionen erlebt

Nicht so gut: Mein Essen war nicht überall gleich warm geworden im Mikrowellengrill, überhaupt mag ich dieses Ding nicht. Ich möchte mir etwas einfallen lassen...
Nicht so gut: Die Schokolade, die ich eben gegessen habe und die mir auf dem Magen liegt.

Ansonsten habe ich einfach gestaunt, wie ermüdend mein voller Dienstag ist, auch wenn ich einigermassen gut geschlafen habe...- Es könnte gut sein, dass mir da ein innerer Helfer die Schlafstörungen schickt, damit ich nicht sooooooooooooo perfektionistische Ansprüche haben kann. Bin ich nach einer schlaflosen Nacht völlig kirre und groggy, kann ich keine hohen Ansprüche haben.... - Wer weiss, vielleicht hilft mir das...

Mal sehen.

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Seit: 27.11.09
Ich will etwas ändern.

Heute morgen habe ich ein ärgerliches Morgentief und den ersten unschönen Konflikt mit meinem Mann hinter mir.
Morgens geht es mir oft nicht gut, in der Regel dann, wenn ich mich nicht gut ernährt habe (Fructosemalabsorption - sprich: Ich vertrage nur eine kleine Menge Fruchtzucker. Mein Darm wird entzündet, weil ich sie nicht verdauen kann und Fäulnisreaktionen in Gang kommen... - Mit der Zeit habe ich Depressionen und schlechte Laune, weil mein Stoffwechsel nicht mehr funktioniert und ich zu wenig Nährstoffe aufnehem.

ABER: In der Regel esse ich Zuviel Süsses, wenn ich etwas ausbrüte - eine Stressreaktion! - So weiss ich jeweils nicht mehr wirklich, was das Huhn und was das Ei ist - und was zuerst da war.... grmpfffff.....)

Ganz wichtig: BEIDES angehen!

a) Wie motiviere ich mich, dauerhaft so zu essen, dass es mir gut tut?
b) Welchen Stress versuche ich aufzulösen, in dem ich zu viel Zucker (Zucker ist der grösste Fruchtzuckerliferant, Früchte selber haben viel weniger Fruchtzucker drin und kann ich bei stabilem Darm ein wenig essen. Zur Zeit liegt aber wirklich nichts drin!)

Die Frage, was mich denn wirklich so unzufrieden macht und noch viel wichtiger: WAS MÖCHTE ICH? WAS IST MEIN BEDÜRFNIS? nehme ich mit in den Tag.

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09


Morgen fahren wir für eine Woche nach Italien. Wir sind noch nicht ganz sicher, ob unser Ziel das untere Aostatal oder die italienische Riviera ist (Finale Ligure). - Aber ich freue mich sehr - wie schon lange nicht mehr.

Allen eine gute Zeit!

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Seit: 27.11.09
Die Ferien waren schön und erholsam! Allen bringe ich den Duft von Rosmarin, erste vereinzelte Ginserblüte, das Meeresrauchen, Meeresgeruch, Chillen, atemberaubende Aussichten von wunderschönen Wanderungen über den Klippen durch die Macchia mit.
Es war schön in Finale Ligure. Auch im Valchiusella war es mir sehr wohl. Wir sind gewandert und haben etwas geklettert, abends dann im Womo gekocht. Nachts hörten wir nichts ausser dem Rauschen des Flusses, der gerade neben unserem Platz vorbei floss.

Gestern Abend sind wir heimgekommen. Gemütlich haben wir den Weg unter die Räder genommen, haben eine kleine Stadt besichtigt und an einem See Picknick gegessen. Die Fahrt über die Alpen war besonders beeindruckend, weil die Stimmung durch das Wetter besonders war: durch Regen frischgereinigte, klare Atmosphäre, blauer Himmel mit weissen Wolken, Sonne, die klare Kontraste brachte, blühende Bäume und unterschiedlich weit knospende Bäume. Je nach Höhenlage veränderte sich alles immer wieder. Oben liegt noch Schnee, unten spriessen die ersten Blumen.

Zuhause haben wir beim Griechen Souvlaki gegessen - lecker! Die Begrüssung von Sohn mit Freundin war sehr herzlich und freudig - der Zustand der Wohnung perfekt! Cool

Ja, und heute haben wir etwas ausgeschlafen. Nachher habe ich einen Geschenkgutschein vom vorletzten Geburtstag für einen feinen Brunch in einer "Genussbäckerei" offeriert. - Nun suche ich nach einer inspirierenden Beschäftigung für heute bis meine Schwiegerma (96) zu uns zum Abendessen kommt. Leider ist das Wetter heute so, dass eigentlich nur Sauna, Lesen und Keller aufräumen in Frage kommen. - hmmmm....

Mal sehen!

Eine sehr neue, tolle Erfahrung: Ich geniesse die Tage, bin ganz im Hier und Jetzt. Alles vom Alltag ist weit weg. Doch der Gedanke, dass die halben Ferien schon vorbei sind, kümmerte mich nicht. Jetzt zuhause habe ich eine Woche Zeit für mich. Ich werde Sprachspiele herstellen und ein paar Einkäufe machen etc. - Nachher freue ich mich auch wieder auf die Arbeit, hmmm na freuen... hmmmm nicht so sehr wie auf die Ferien. Aber der Gedanke an die Arbeit und an Zuhause ist überhaupt nicht schlimm. Ich bin offen, für das, was dann sein wird. - SEHR GUTES GEFÜHL

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fauna ist offline
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Seit: 27.11.09
Jemand hat mir gewünscht, dass ich lange von meinem schönen Urlaub zehren kann. Das mit dem "lange von den Ferien zehren können" ist mir noch nachgegangen. -

Ganz seltsam fühlte sich an, dass ich gar nicht das Bedürfnis danach habe. Die Erinnerungen sind wunderschön, auch an das gemeinsame Erleben mit meinem Mann. Wir haben sehr viel gelacht und es einfach gut gehabt. Ich kann innerlich das Rauschen des Meeres hochholen, auch viele Gerüche (Meer, Pinienwald in der Sonnenwärme, Rosmarin etc.) und das wunderschöne Gefühl, das ich immer bekomme, wenn ich eine schöne Landschaft geniessen darf.

Je mehr ich unangenehme Erinnerungen und alten Stress loslassen kann und meine Muster verändern, desto einfacher kann ich auch schöne Erinnerungen dankbar ziehen lassen. - Ja, Dankbarkeit habe ich sehr oft verspürt in den Ferien. - Ich strotze vor Energie, aber nicht manisch, sondern entspannt resp. ich einer guten mittleren Spannung, weder schlaff noch verspannt. So bin ich oft offen einfach für das, was kommt. Das fühlt sich noch etwas ungewohnt an, aber ich bin sehr bereit, das als "normales Grundgefühl" anzunehmen und zu akzeptieren, auch zu pflegen.

Ja, ein neues, gelassenes, zufriedenes Grundgefühl, in dem ich offen bin, das habe ich mir schon lange anstelle der überreizten Müdigkeit und depressiven Stimmung gewünscht. Mehr und mehr scheint es sich jetzt tatsächlich in meinem Leben breit zu machen.

An diesen schwierigen Stimmungen habe ich gelitten seit ich 16 war. Jetzt bin ich immerhin zweifache Omi. Ok. immer wieder gab es auch kürzere - manchmal etwas längere gute Zeiten, aber viele Monate und Jahre meines Lebens waren Kampf. Jetzt diese "Metamorphose" erleben zu dürfen erfüllt mich wirklich mit grosser Dankbarkeit und Freude.


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