Mama sieht Leute, die nicht da sind

05.10.10 22:09 #1
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Lila ist offline
Beiträge: 89
Seit: 28.01.07
Hallo,

seit einiger Zeit sieht meine Mama, Leute und Gestalten.

Meistens abends oder Nachts wenn das Licht aus ist.

Sie sieht wirklich die Leute in ihrem Zimmer herumgehen.

Macht sie dann das Licht an, fallen sie zusammen.

Das macht ihr sehr Angst. Um ehrlich zu sein, mir auch.

Sie klopft mir oft in der Nacht, um mir zu zeigen, wer jetzt wieder da ist.

Es sind meistens Menschen die schon verstorben sind. Neuerdings sieht sie auch die Gestalten am Tag.

Meine Mutter ist 89 Jahre alt.

Geistig und körperlich noch sehr fit.

Sie nimmt ausser Bluthochdrucktabletten keine Medizin.

Der Hausarzt hat ihr Tropfen verschrieben, die sie aber nicht nehmen will,

wegen der schlimmen Nebenwirkungen.

Weiß da jemand Rat? Gibt es vielleicht etwas pflanzliches?

Oder sollte ich sie zum Neurologen bringen?

Danke im voraus.

Gruß

Lila
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Jesus lebt-wer´s glaubt wird selig!

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.734
Seit: 10.01.04
Hallo Lila,

wenn Deine Mutter wirklich noch so fit ist, würde ich mir den Gang zum Neurologen gut überlegen. Denn letzten Endes kann der doch nicht viel tun. Evtl. Medikamente verschreiben, die dann auch wieder Nebenwirkungen haben?

Aus welcher Lebenszeit Deiner Mutter stammen denn diese Personen, die sie sieht? Schon aus frühen Jahren oder erst aus späteren Jahren? Vielleicht zeigen diese "Gesichte" ja eine gewisse Form von Demenz an, aber eben in dieser ganz speziellen Form.
Was ich mir dabei denke: vielleicht wäre es gut, wenn Deine Mutter lernen würde, mit diesen Gestalten umzugehen und sie zu akzeptieren als sichtbare Erinnerungen?

Grüsse,
Oregano

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Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Ich schließe mich hier Oregano an.

Man kann aus der Ferne nur wenig sagen, weil es hier viele Möglichkeiten gibt. Es könnte tatsächlich eine leichte geistige Eintrübung sein, die aber nicht unbedingt bedenklich sein muss.

Andererseits habe ich in meinem Bekanntenkreis eine ähnliche Geschichte erfahren. Ein Verwandter von mir, der krank war, aber nicht geistig verwirrt war, sah nachts Gestalten in seinem Zimmer. Sie waren für ihn real und stammten wohl auch aus der Vergangenheit. Er wusste sich keinen Rat, fand, das was er sah, eher merkwürdig, weil die anderen Familienmitglieder die Gestalten nicht sehen konnten. Er wandte sich an einen Heilprakter mit dem er befreundet war. Dieser sagte ihm, er könnte die Gestalten wegschicken, was er dann auch tat. Sie verschwanden tatsächlich. Es gibt zwischen Himmel und Erde einiges, was der normale Mensch nicht sehen kann, aber das heißt nicht das sie nicht existieren.

Ich habe einmal gelesen, dass man für diese Seelen (Wesenheiten) eine Kerze (Teelicht) anzünden kann und in ihrem Name alle um Vergebung bittet, die durch sie verletzt wurden. Und selbst vergibt man ihnen auch. Das machen verschiedene Heiler in solcher, oder in einer ähnlichen Form.
Dieses Ritual ist eine Art loszulassen.

Wie schon erwähnt gibt es bestimmt mehrere Möglichkeiten. Eventuell könnte, falls das alles nicht zutreffen sollte, auch ein klassischer Homöpath weiterhelfen.

Ich denke auch, dass es gut ist das zu akzeptieren, wie Oregano schon sagt.

Grüsse von Juliette

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Planer ist offline
Beiträge: 1.735
Seit: 06.08.09
Hallo Lila,

ich werd mich nun mal outen - auch ich hab schon mal eine Person, des abends, gesehen. Einfach so! Und das passiert mir, einem Menschen der nur an physisch vorhandene Dinge glaubt - auf Grund seiner Ausbildung!

Ich denke, Du solltest mit Deiner Mama zu einem Nuklearmediziner gehen und die Schilddrüse überprüfen lassen. Alternativ kann diese beginnende Untersuchung auch der HA machen und die Hormonwerte bestimmen.

Wenn Du mehr über meine "Begegnung" und meine Erfahrungen dazu wissen möchtest, dann schreib ich Dir gern - per PN.

Liebe Grüsse
Frank
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** Ich probier´s erst einmal, bevor ich sage das geht nicht... **

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anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Ich kann mich da auch outen.
Bei uns im Haus gingen Dinge vor sich und ich dachte, es liegt an meiner gesundheitlichen Verfassung.
Bis sich herausstellte, das nicht nur ich das "sehe" und "merke".
Am erstaunlichsten fand ich, das mein Kind mir,als sie älter war, erzählte, sie empfand das von klein auf als völlig normal und dachte lange Zeit,
es gehört zum Leben dazu.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.734
Seit: 10.01.04
Ich habe einmal gelesen, dass man für diese Seelen (Wesenheiten) eine Kerze (Teelicht) anzünden kann und in ihrem Name alle um Vergebung bittet, die durch sie verletzt wurden.
schreibt Juliette.

Ich habe wiederum gehört, daß man diese Wesen begrüssen soll und sie dann fragen, warum sie denn hierher kommen, was sie wollen? Man solle ihnen dann sagen, daß sie am falschen Ort sind und in eine andere Ebene gehören. Hier sei ihr Platz nicht (mehr). Man könne auch ein Kreuzzeichen machen, um ihnen den richtigen Weg zu zeigen.
Wenn man an Engel oder seinen Schutzengel glaube, könne man auch die bitten, bei der Heimführung dieser Wesen behilflich zu sein.

Grüsse,
Oregano

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
Ein Verwandter von mir, der krank war, aber nicht geistig verwirrt war, sah nachts Gestalten in seinem Zimmer. Sie waren für ihn real und stammten wohl auch aus der Vergangenheit. Er wandte sich an einen Heilprakter mit dem er befreundet war. Dieser sagte ihm, er könnte die Gestalten wegschicken, was er dann auch tat. Sie verschwanden tatsächlich. Ich habe einmal gelesen, dass man für diese Seelen (Wesenheiten) eine Kerze (Teelicht) anzünden kann und in ihrem Name alle um Vergebung bittet, die durch sie verletzt wurden. Und selbst vergibt man ihnen auch. Das machen verschiedene Heiler in solcher, oder in einer ähnlichen Form. Dieses Ritual ist eine Art loszulassen.
Bevor man nun beginnt einen obskuren Heilpraktiker zu finanzieren, sollte man daran denken, daß sich das Gehirn ganz gut mit sich selbst beschäftigen kann. Nicht nur im Traum, sondern auch im Wachzustand, wenn soziale Anreize fehlen. Insofern erlebt jeder etwas ähnliches, wenn er sich in eine Meditationswanne begibt. Das sind nichts anderes wie mit einer Kuppel versehene kreisrunde Wannen, in denen man von jedem Reiz abgeschirmt wird. Keine Ecken zum orientieren, keine Geräusche, kein Licht, keine Temperaturunterschiede, kaum Schwerkraft im Wasser. Schon nach einer Stunde erscheint einem da so manches aus dem eigenen Unterbewustsein ... In solche Wannen steigen auch Spitzensportler mit einem Leistungstief, um zu erkunden ob es da irgendein ungeklärtes Problem gibt, daß sie blockiert.

Auf so eine Wanne kann man bei starkem Streß, Existenzangst oder vor Examensprüfungen auch verzichten, denn dann liegt "das Gewissen" sehr an der Oberfläche. In solchen Momenten reicht ein "soziales Abgekapseltsein (im Studierzimmer) völlig aus". Dann erscheinen zwar seltener Personen, aber viele berichten, daß sie Stimmen hörten. Es meldet sich sozusagen das innere Gewissen. Ein Phänomen das auch die Werbung anspricht: Die Wäsche ist so grau und unansehlich geworden - was hab ich nur falsch gemacht ? Und dann meldet sich das Gewissen: "Hast Du auch wirklich mit dem "weißem Riesen" gewaschen ?" Im Prüfungsstreß würde das Gewissen wohl sagen: "Jetzt sitzt Du da wieder nur rum und tust nichts !" Upps - war da jemand - wer hat denn hier gesprochen ? "Ich war's - Dein Gewissen !" Und der in finanziellen Schwierigkeiten befindliche Geschäftsmann hört plötzlich laut und deutlich die Türklingel und "Machen sie die Türe auf - hier ist die Steuerprüfung !" Vielleicht sieht er auch noch einen Schatten ums Haus herum huschen. Solche Phänomene kommen gar nicht so selten vor ... Es gab sogar schon alte Leute bei denen ständig ein Fahrkartenkontrolleur im Zimmer auftaucht. Irgendwann trifft dann bei den Verkehrsbetrieben ein Brief ein, indem jemand gesteht damals im Jahr 1950 keinen Fahrschein gelöst zu haben und seine Schuld mit Zins und Zinsenszinsen begleicht. (nur damit dieser Kontrolleur nicht mehr bei ihm erscheint). Je älter und inaktiver die Menschen werden, umso häufiger passiert das ...

Man kann eben nicht so einfach zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Genauso wie es zum Schlafwandeln, oder zum Sprechen im Schlaf kommt, so kann es auch zu Tagträumen kommen. Belastende Erlebnisse durchlebt man in der Regel noch einmal im Traum, doch wenn nicht genug Außenanreize da sind, erlebt man sie auch schon im Wachzustand. Das "nicht ausgelastete Gehirn" beschäftigt sich dann sozusagen mit sich selbst. Das heoßt nun nicht, daß solche Personen nur faul auf dem Sofa herumliegen. Sie können sich schon betätigen (z.B. ein Buch schreiben), es zeigt nur das ein Bereich des Gehirns (Spachzentrum, ect.) nicht ausgelastet ist. Das zeigt, daß es im Prinzip auch dem Menschen möglich wäre völlig ohne Schlaf auszukommen, denn viele Tiere schlafen immer nur mit einem Teil ihres Gehirns. Auch Zugvögel die wochenlang nur monoton vor sich hinfliegen, schlafen während des Flugs mit einer Gehirnhälfte.

Letztlich helfen dann nur zwei Dinge: Entweder man verstärkt seine Sozialkontakte, damit Teile des Gehirns nicht immer wieder abschalten - besonders bei Pflegefällen, wobei es gleichgültig ist, ob man mit einem Heilpraktiker oder mit sonst jemanden kommuniziert. Oder man setzt sich aktiv mit seinem Gewissen (der Erscheinung) auseinander. Also mit dem, das aus dem Unterbewußtsein immer wieder hochkommt. Dann kann es auch sinnvoll sein zu sagen: "Ich schaffe das sowieso nicht mehr, ich melde jetzt Konkurs an, ich schreibe die Prüfungen erst im nächsten Jahr, ich muß die Person jetzt mal anrufen, oder nunja - dann wasche ich in Zukunft eben wieder mit dem "Weißen Riesen" ...

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.734
Seit: 10.01.04
Hallo Manno,

Du hast aber schon gelesen, daß die Dame, um die es geht, 89 Jahre alt ist?

Grüsse,
Oregano

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Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Möglich, dass die Erscheinungen mit dem Unterbewusstsein zu tun haben, muss aber nicht zwingend so sein.
Menschen, die Astralreisen machen, sehen Verstorbene und diese sind real. Robert Monroe und William Buhlman haben Bücher darüber geschrieben. Robert Monroe ist Wissenschaftler.

Ich denke, es ist wichtig für die alte Dame, das sie akzeptieren kann was jetzt ist und wenn sie will, herauszufinden kann was es damit auf sich hat.

Grüsse von Juliette

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Ludwig der Traeumer ist offline
Beiträge: 173
Seit: 17.08.10
Zitat von anonym09 Beitrag anzeigen
Am erstaunlichsten fand ich, das mein Kind mir,als sie älter war, erzählte, sie empfand das von klein auf als völlig normal und dachte lange Zeit,
es gehört zum Leben dazu.
Guten Morgen Lila,

kleine Kinder haben ständig solche Begegnungen. Elfen, Zwerge, Tiere und Menschen, die sich plötzlich in ihrer Umgebung befinden. Sie begrüßen diese und spielen sogar mit ihnen.
Und was machen die Eltern? Richtig, sie treiben den Kindern diesen ‚Spuk’ und ‚Blödsinn’ aus. Die natürliche Gabe, mit dem Feinstofflichen zu in Verbindung zu treten, wird zerstört. War bei mir auch so. Ich wäre glücklich, wenn diese Gabe wiederkäme.

Bei älteren Menschen entwickeln sich oft das kindliche Unbefangene und damit auch diese Gabe zum Teil wieder. Das finde ich eine wunderbare Sache. Da sie jedoch das Sehen und den Umgang damit verlernt haben, machen solche Begegnungen zunächst Angst. Vielleicht kannst Du Deiner Mutter dies mal wieder in Erinnerung rufen. Wenn sie die Angst davor verliert, könnte sie sogar herausfinden, wer die sind. Richtig spannend.
Um Psychoklempner würde ich einen großen Bogen machen.

LG Ludwig der Träumer



PS: Das Thema sollte ohnehin wieder aufs Natürliche zurückgeholt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, daß noch mehr selbsternannte Gurus und sonstige Scharlatane ihren Mitmenschen seelischen und finanziellen Schaden anrichten.

Also her mit Euren Erlebnissen, egal, wie alt Ihr seid. Ich erzähle das nächste Mal auch eines, neueren Datums.
__________________
gibt dir das Leben eine Zitrone, mach Limonade daraus.


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