Angst vor der Mutter!

29.03.10 09:31 #1
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Angst vor der Mutter!
Weiblich schmetterling
das nennt sich... erlernte hilflosigkeit.

die mama hat es vorgemacht.... herzkasper, bluthochdruch usw. und die mihri macht es nach...ich kann mich nicht wehren...habe angst, keine krankenakte usw.

es gibt genau zwei türen, durch die du gehen kannst.

die eine trägt die aufschrift: psychotherapie oder hilfe von außen......am ende des ganges erwartet dich freiheit.

die andere türe trägt die aufschrift: opfer....am ende des ganges erwartet dich das, was du jetzt auch schon hast...abhängigkeit, frustration und eine tiefe und unversöhnliche wut.

der therapeut arbeitet nicht umsonst und dein name erscheint in einer krankenakte. ganz klar! aber das bleibt intern und alles unterliegt der absoluten schweigepflicht.

wenn dir das erscheinen deines namens auf einer akte so viele probleme bereitet, mehr, als dein problem dir probleme macht, dann musst du noch etwas warten, bis dass der leidensdruck groß genug geworden ist. er steigt bekanntlich mit der zeit.

entscheide dich für dich!

gruß

lanny

Angst vor der Mutter!

Oregano ist offline
Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
Hallo mihri,

gerade, weil Du noch zu Hause wohnst, wäre es sicher gut, wenn Du Dir "reale" Hilfe suchen würdest.
Deine Mutter muß ja davon nichts erfahren.

Warum möchtest Du denn nicht zu einem Psychologen z.B.? Was macht Dir da Angst?

Grüsse,
Uta

Angst vor der Mutter!

RRichter ist offline
Beiträge: 1.312
Seit: 18.12.06
@lanny


anschaulicher geht es meiner meinung nach nicht mehr......

treffgenauer analysiert wohl auch nicht.



schlicht und ergreifend einer der besten antworten (hilfestellungen) die ich die in diesem forum jemals gelesen habe.




richter

Angst vor der Mutter!

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Hallo mihri,
früher hat dich deine Mutter geschlagen, wenn Du nicht funktioniert hast, wie sie wollte. Jetzt, wo sie das nicht mehr kann, psychoterrorisiert sie dich und die anderen.

Sie opfert sich auf, weil sie das will und natürlich auch, damit sie es Euch vorhalten kann. Ein Druckmittel hat.
Das funktioniert ja auch in ihrem Sinne ganz gut so, wie ich lese.

Das wird so lange so bleiben, so lange alle anderen ihr Spiel mitspielen.

Du bist jetzt 30 und längstens erwachsen. Du gibst ihr immer noch die Macht über dich. Du kannst ihr diese Macht auch nehmen, indem Du nicht mehr mitspielst. Dann musst Du klare Ansagen machen, dich von ihr abgrenzen, und ihr die Gelegenheiten entziehen.

Mich wundert, dass Du das so lange überhaupt ausgehalten hast und noch zuhause wohnst.

Mich erinnert das Ganze sehr stark an eine Frau in der entfernten Bekanntschaft, die immer ihre schlimmsten Asthmaanfälle bekam, wenn sich ihr Sohn nicht verhielt, wie sie das wollte.
Es kommt also gar nicht so selten vor, dass Frauen versuchen ihren Willen durchzusetzen, indem sie in einen lebensbedrohlichen Zustand fallen. MMn. müsste eigentlich deine Mutter zum Psychologen.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Angst vor der Mutter!

anna01 ist offline
Beiträge: 25
Seit: 19.03.10
vl hilft es dir wenn ich dir meine geschichte erzähle:

meine mutter ist auch kein einfacher mensch. sie hat in allem nur das negatie gesehen, mich wegen der note "befriedigend" (mach heuer meinen abschluss) fertig gemacht und gesagt ob ich das nicht besser könnte und nur für mich beleidigende worte. sie hat mir das gefühl gegeben als wär ich ein nichts und alles was ich mache ist falsch und nichts hat ihr gereicht. ich wurde depressiv, hab fast jeden tag geweint, war unglücklich und schon die kleinste kritik brachte mich aus der fassung. damals wusste ich noch nicht, dass diese situation zu hause für mein unglücklichsein verantwortlich war, aber ich wusste irgendwas stimmt nicht und ich wusste, dass ich so nicht weiterleben möchte. ich versuchte insgesamt dreimal glücklicher zu werden, aber es hat nie funktioniert, denn jedesmal haben mich die gespräche mit meiner mutter wieder runtergezogen und ich war wieder antriebslos, unmotiviert und unglücklich. ich hab mich dann überwunden und meiner schwester erzählt wie unglücklich ich bin u dass ich nicht weiß, woher es kommt. Sie hat dann gemeint: "nja, vl hast eine depression. geh einmal zu einem psychologen. es tut gut wenn man mit einer dritten person über sich selbst sprechen kann. Es ist keine Schande, wenn du dir Hilfe suchst und stell dir vor: da kannst du die ganze zeit nur über dich reden, wo kann man das schon? =)" Das war ein Monat bevor ich einen Termin bei einer Psychologin ausgemacht hatte. Der eine Monat war begleitet mit den Gedanken: Aber ich kann es doch auch alleine schaffen oder? ich brauch das doch gar nicht! soll ich das wirklich machen? ich will das doch gar nicht! ich gehör nicht zu einer seelenklempterin, ich bin doch noch so jung! was wenn das einer erfährt? der glaubt ich bin verrückt! bin ich verrückt?! .. Als ich dann die Treppe zur Praxis raufgegangen hatte ich vorher schon eine Tafel schokolade verdrückt und meine knie haben gezittert, dass ich kaum gehen konnte. Sie hat mich dann sehr herzlich empfangen, mich gelobt wie stark ich bin dass ich diesen Schritt gemacht habe und wie selbstbewusst u erwachsen ich für mein alter bin! das war balsam für die seele, denn sowas habe ich von meiner mutter noch nie gehört. im ersten gespräch haben wir dann über meine kindheit geredet. Es war sehr angenehm. Das mein Unglücklichsein mit meiner Mutter zu tun hat, kam erst bei der dritten Sitzung raus. Sie hat mich dann aufgebaut, mir viele Tipps gegeben, WIE ich mit meiner Mutter reden soll und wie ich selber wieder glücklich werden kann. Nach ein paar Wochen ist meine Mutter sogar zur Psychologin mitgegangen u wir hatten ein gemeinsames Gespräch. Das tat richtig gut. Seitdem haben wir ein viel besseres Verhältnis u wir geben aufeinander Acht.

Es war nicht leicht, vor allem die erste zeit, aber jetzt bereu ich nichts mehr. Ich könnte in die Welt hinausschreien, dass ich bei einer Psychologin war und stolz darauf bin, denn ich weiß dass ist ein Zeichen von Stärke. Und jeder der das nicht versteht, soll sich schleichen, denn ich bin glücklich! So glücklich wie ich noch nie war.

Auf deine Frage, ob du es nicht selber auch schaffen kannst, kann ich dir nur sagen: es ist auf alle fälle einfacher und mit fast 100%igem erfolg, wenn du Hilfe in Anspruch nimmst, aber im Endefekt ist es deine Entscheidung.

Angst vor der Mutter!

Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
Sag mal mihri, warum hast Du Angst, dass Du einen Eintrag in die Krankenakte bekommst?

Hat das vielleicht berufliche Gründe?

Tschüss
Kayen
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Angst vor der Mutter!

mihri ist offline
Themenstarter Beiträge: 208
Seit: 10.01.10
Zitat von KayenHH Beitrag anzeigen
Sag mal mihri, warum hast Du Angst, dass Du einen Eintrag in die Krankenakte bekommst?

Hat das vielleicht berufliche Gründe?

Tschüss
Kayen
Hallo,

mir hat ein artz mal gesagt falls ich mal ne arbeitsunfähigkeitsversicherung oder so abschließen will komm ich da nie rein.

Angst vor der Mutter!

Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
mir hat ein artz mal gesagt falls ich mal ne arbeitsunfähigkeitsversicherung oder so abschließen will komm ich da nie rein.
Dann hast Du einen Arzt bereits auf eine Therapie angesprochen. Hat er Dir eine Alternative genannt?

Kayen
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mihri ist offline
Themenstarter Beiträge: 208
Seit: 10.01.10
Zitat von KayenHH Beitrag anzeigen
Dann hast Du einen Arzt bereits auf eine Therapie angesprochen. Hat er Dir eine Alternative genannt?

Kayen
nein, auser das da alles total zerredet wird und man nur alte wunden aufwühlt!

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
Dann hatte dieser Arzt Vorurteile, warum auch immer.
Du hast ja die Möglichkeit, erst ein paar Schnupperstunden zu nehmen, bis Du Dich entscheidest. Und die solltest Du meiner Meinung nach nutzen.

Bei einer starken Mutter (oder bei einem starken Vater, Ehemann, Ehefrau) ist es immer schwer, die eigene Kraft aufzubringen, um aktiv zu werden. Denn an und für sich ist man es ja gewöhnt, daß die Aktivität von außen kommt, auch wenn es eine Aktivität ist, die man gar nicht mag und will. Ich denke, das muß man sich bewußt machen: so lange man nur reagiert statt agiert, darf man sich letztlich nicht beklagen, wenn es so bleibt wie es ist.

Gruss,
Uta


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