Familienaufstellung

13.03.10 11:31 #1
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Familienaufstellung

Zitrone ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Ok, bin im Kontakt mit dem Aufsteller und habe nun das GEfuehl, dass das vielleicht doch was waere. Er sagt: wenn Furcht oder Unsicherheit auftritt, macht man eh nichts. Ferner: wenn man sich eh schon von der Familiengeschichte entfernt hat, gibt es manchmal gar keine neuen Erkenntnisse. Ich glaube, dass ich das ein Stueck weit geschafft habe (aber immer noch "unterwegs" bin). Und dass man sich nicht als Kind fuehlen darf bei diesen Aufstellungen (dann ist man nicht stabil genug). Das ist so eine Sache. Ab und an falle ich noch in diese Rolle. Selten, aber schon doch. Weiss natuerlich nicht, wie es an dem Tag ist (haengt auch von den Hormonen ab .

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Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
ich glaube es bleibt immer ein Rest Kind, und das ist auch gut so. Was er vermutlich meint, dass man sich nicht ohnmächtig und ausgeliefert fühlen soll, wie als Kind. Das ist das, was ich meinte mit: Du entscheidest was passiert und die Gefühle als Grenze akzeptieren.

hormonelle schwankungen gibt es immer ;-), auch männer, sogar noch viel öfter ;-))

lg
cheyenne

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engelslicht70 ist offline
Beiträge: 13
Seit: 18.11.10
Wer wahr schon mal dort? Wer kann einen Familien Aufsteller in der Schweiz empfehlen?

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KPAX ist offline
Beiträge: 7
Seit: 19.11.10
Zitat von engelslicht70 Beitrag anzeigen
Wer wahr schon mal dort? Wer kann einen Familien Aufsteller in der Schweiz empfehlen?
War vor cirka 5 Wochen bei einer Aufstellung, aber nicht in der Schweiz. Schreib mir eine PN und ich kann dir einen Namen und eine Adresse geben wenn du möchtest. Allerdings nicht in der Schweiz. Kommt drauf an von wo du genau bist. Könnte sein das der, den ich dir geben möchte, trotzdem für dich ganz in der nähe ist!!

Ganz Liebe Grüße!!
KPAX

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
Doch das Familien-Stellen ist kein psychotherapeutisches Heilverfahren. Genauso wenig wie unsere menschliche Sprache ein Heilverfahren ist, weil sie in Therapien angewandt wird. Des Weiteren sind das Weinen, das Lachen, das Schreien, das Umarmen, das Verbeugen, das Fühlen, das Augenrollen, die Musik, Rollenspiel, etc. auch keine Heilverfahren einer Psychotherapie, nur weil sie im Verlauf einer Therapie auftauchen oder angewandt werden. Dieser Irrtum ist meiner Meinung nach die Ursache des Zwiespaltes unter den Aufstellern.

Was ist das Familien-Stellen dann?
Es ist eine Wahrnehmungsform für uns Menschen, die uns allen auf neue Weise bewusst werden durfte. Wir können mithilfe fremder Personen mehr über uns selbst und unser System, in dem wir leben, wahrnehmen. Es ist eine neue Reflexionsmöglichkeit, die zwar schon immer bestanden hat und auch den Menschen bewusst war, die gelehrt haben, dass unsere Umwelt für uns einen Spiegel darstellt, doch die nun viel gezielter eingesetzt werden kann. Wir können über unsere eigene Person mit ihren Gleichgewichten und Ungleichgewichten viel umfassender reflektieren und uns auf diese Weise in neue und bessere Gleichgewichte bewegen.

Man kann Aufstellungen nicht mit einem Handwerk, einer Kunst oder einer ärztlichen chirurgischen Fähigkeit vergleichen, die man lernen muss. Dazu stehen Aufstellungen zu nahe am realen alltäglichen Leben. Sie sind wie ein "Wachrütteln". Sie bringen lediglich etwas an die Oberfläche, was bei jedem Menschen bereits vorhanden ist.
Aufstellungen "wirken" nicht, sondern sie geben nur den Raum für bereits vorhandene Wirkungen. So wie ein Spiegel uns nicht unser Gesicht gibt, sondern nur den Raum dafür bietet, dass wir unser Gesicht selbst sehen können. Ein Spiegelbild "wirkt" nur dadurch, dass wir (oder unser Unbewusstes) eine Sache besser erkennen und darauf gezielter reagieren können.
In Resonanz - Olaf Jacobsen

Hier macht sich ein in Familienaufstellung Ausgebildeter Gedanken über die Familienaufstellung, ihre Wirkung, seine Aufgabe dabei, die Veränderungen in der Aufstellung seit früheren Hellinger-Zeiten.

Gruss,
Oregano

Familienaufstellung

Omtcg ist offline
Beiträge: 1.154
Seit: 16.12.09
Hallo,

meine Erfahrung ist folgende:

Ein familiensystemisches Problem ist wie ein großer Felsklotz vor einem Ausgang.
Wenn der Fels weg ist, ist der Weg frei, etwas tun zu können.

D.h., wenn man ein Wehwehchen hat (körperlich, emotional, mental...) und es ist durch eine familiensystemische Verstrickung verursacht, dann muss erst diese Verstrickung gelöst werden, damit man das Problem beheben kann.
Selten habe ich erlebt, dass eine Lösung eines fam.syst. Problemes sofortige Heilung mit sich brachte. Es wurde der Weg frei gemacht. Was natürlich das Allerwichtigste aber nicht der einzige und letzte Schritt zur Genesung ist.

__________________
Liebe Grüße Sabine

Neue Beziehung - aber keine Lust...
Männlich Windpferd
Vor den Familienaufstellungen nach Hellinger warne ich. Die Wirkung dieser Methode ist nicht belegt (natürlich gibt's einen Fanclub) und beruht auf unhaltbaren Annahmen, etwa der des "wissenden Feldes", in dem Stellvertreter sozusagen zur Lösung des Problems ferngesteuert werden. Dieses "Feld" ist eine der - in der New-Age-Szene weit verbreiteten - Entlehnungen eines schwierigen Begriffs aus der Theoretischen Physik, der in der Psychologie nicht anwendbar ist aber Laien erst mal einschüchtert. (Ähnlich wie "Schwingungen", "Energie", "Quantensprung", "Skalarwellen" usw.) Vor allem aber ist die Methode entwürdigend: Da entscheiden irgendwelche Stellvertreter auf der Bühne über das Verhalten der Betroffenen, die in der Regel, bis auf eine einzige Person, gar nicht anwesend sind und keinerlei Einfluß auf ihr Schicksal haben. Die Leitung ist autoritär - bei Hellinger ganz massiv (Widerspruch führte zum Rauswurf), bei seinen Nachfolgern subtil. Schon erstaunlich, daß Menschen (vor allem sind's ja Frauen) so etwas mit sich machen lassen und dafür viel Geld bezahlen.

Aber nun: bei Hellinger geht das (angeblich) in ca. einer halbe Stunde, der Betroffene bleibt Zuschauer - und ARBEIT ist es bestimmt nicht. Die Leidenden - gerade Kullerkugel - verdienen mehr Respekt, Zuwendung und vor allem Hilfe zur Selbsthilfe. Und sie brauchen Zeit. Nicht um auf Wunder zu warten - die Zeit heilt keine Wunden, auch nicht, wenn wir das gern hätten -, sondern um zu ARBEITEN.

Vor allem gibt es bei praktisch jedem schweren Verlust (durch Tod oder aus anderen Gründen) im Erleben des Betroffenen einen Anteil von Aggression gegen die verlorene Person. Die ist "objektiv" meist nicht gerechtfertigt und u.a. deshalb schwer zuzulassen. Unsere Seelen orientieren sich eben nicht an "Objektivität". Aber solange dieser Zorn nicht gespürt und anerkannt wird (er ist ein Teil meiner Lebensenergie), stagniert der Prozeß. Der kann sehr intim und peinlich sein - bezweifle, ob das Forum dafür Raum bietet.

@ Kullerkugel: "Aber was, wenn die Wunde niemals heilt?" Ja, das gibt es. Liebe ist riskant. Der Verlust eines Geliebten ist nachgewiesenermaßen lebensgefährlich. undenkbar, daß Isolde nach Tristans Tod aufsteht, vielleicht "Schade" sagt und sich den Nächsten Lover sucht. Aber es gibt Hilfen zur Heilung. Die alle mit Arbeit zu tun haben - sorry. Wenn man die leistet, ist Heilung sehr wahrscheinlich.

Alles Liebe,
Windpferd

Geändert von Malve (13.11.11 um 08:37 Uhr) Grund: vom ausgelagerten Teil herausgenommen

Neue Beziehung - aber keine Lust...

Therakk ist offline
Beiträge: 1.690
Seit: 07.08.10
@Windpferd: hast du Erfahrung mit Familienaufstellen?
Ich wurde in eine Aufstellung mit einbezogen ohne es zu wissen und was sich nachher veränderte war enorm, eifach so, körperlich wie auch geistig.
Es ist arbeit, es passiert nicht einfach so in einer halben stunde, nein. In der halben Stunde kann blos ein Stein ins rollen gebracht werden.....

ich weiss ist, gehört nicht hier hin, aber ich kann so was nicht einfach stehen lassen.

Grüsse Therakk
__________________
Wir leben in der Annahme, dass wir denken, wobei es genauso möglich ist, dass wir gedacht werden

Neue Beziehung - aber keine Lust...
Männlich Windpferd
@Therakk
"Hast du Erfahrung mit Familienaufstellen?" - Ja, leider. Und ich kenne einen Teil der Literatur.
"Was sich nachher veränderte war enorm, körperlich wie auch geistig." - Placeboeffekte können enorm sein. Das ändert nichts am Fehlen jeglicher Wirkungsuntersuchungen und einer nachvollziehbaren Theorie.
"Es ist Arbeit, es passiert nicht einfach so in einer halben Stunde. In der halben Stunde kann bloß ein Stein ins Rollen gebracht werden." - Nur ist diese "Arbeit" nirgends beschrieben. Es gibt keine Instruktionen. Vielleicht außer eben zu tun, was der Leiter verordnet. (Z.B. "Ihr müßt die Adoption rückgängig machen." Nachlesbar. Nach weniger als 1/2 Stunde.
" ...aber ich kann so was nicht einfach stehen lassen." - Darf es keine Widersprüche geben?
Grüsse Windpferd

Neue Beziehung - aber keine Lust...

Oregano ist offline
Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
Wie immer gibt es verschiedene Erfahrungen, und ich denke, man sollte die einfach so stehen lassen. Hellinger hat sich ja zurück gezogen, was ich für gut halte.

Daß Du Literatur über das Familienstellen kennst, ehrt Dich, Windpferd, aber es sagt nichts über das Familienstellen an sich aus.
Interessant finde ich, daß wie so oft eine erlebte Wirkung als Placebo-Effekt bezeichnet wird, während dann selbst erlebte oder getestete Wirkungen als "real" bezeichnet werden.

Und jetzt wirklich zurück zum Thema ! Sonst würde ich die Moderation bitten, diese Beiträge zum Thread über Familienstellen zu verlegen.

Grüsse,
Oregano


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