Suche nach dem alten Ich

01.02.10 10:25 #1
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Suche nach dem alten Ich

Blackfly ist offline
Beiträge: 166
Seit: 01.02.10
Hallo

Ich hab mich gerade darüber erschreckt, wie ähnlich unsere Geschichten doch sind. Bei mir fing mein down auch vor drei Jahren an und bis heute bin ich nicht wieder auf die Beine gekommen.

Was dir noch helfen könnte ist eine Seelenrückholung bei einem Schamahnen. Bei Traumatischen Erlebnissen wird jedes mal ein Teil deiner Seele abgespaltet. Ich mache es selber, sobald ich eine gute Schamanin gefunden habe und das Geld zusammen hab. Wenn man vom Soz leben muss sind SFr.200.- viel Geld.

Vielleicht musst du auch die Knöpfe aus deiner Vergangenheit lösen. Mir hilft momentan Meditation sehr viel. Da befindest ich mich in einem lehren Raum, wo nichts schlechtes ist. Für mich ein sehr schöner Zustand.

Auf der Suche nach meinem alten ICH bin ich auch, doch ich denke dies existiert so nicht mehr. Du hast einiges durch gemacht. Du bist nicht mehr der selbe Mensch wie vorhin. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass mein Lebenswillen zurück kommt. Das ich wieder fröhlich sein kann, wieder diese positive Lebenseinstellung bekomme, Pfeffer im Arsch hab, und, und, und . . .

Von Herzen wünsche ich dir ganz viel Kraft!

Suche nach dem alten Ich

Iatrosophistes ist offline
Beiträge: 3
Seit: 01.02.10
Hallo LoosMYmind

zuerst eine Antwort an Adlerxy

Zitat: "Na ja das ist wohl so das da auch immer mehr oder weniger stark hormone und stoffwechsel mit reinspielen. Sonst hätten ja nicht so viel Leute einen nutzen von antidepressiva. Den gesunde haben von diesen Mittel ja keinen nutzen. Also muß es ja auch so sein das dann serotonin zu wenig ist."

Hier handelt es sich um das alte Mißverständnis.
Überlege und forsche (lies z.B von D'Amasio: Ich fühle, also bin ich): Gefühle sind physiologische Vorgänge im Körper. Gefühlszustände drücken sich also immer auch in einer entsprechenden biochemische Stoffwechsellage aus. Sie stellen eine körperliche Realität dar. Wir unterscheiden eine gesunde und eine ungesunde Gefühlswelt. Gesund ist alles, was mit Lebensfreude, positiven Selbstwert, Liebesfähigkeit, Optimismus und Selbstvertrauen zusammenhängt. Diese Eigenschaften sind Merkmal eines gesunden emotionalen Grundgerüstes. Jeder Mensch hat einen angeborenen Wesenskern der zu diesen Gefühlen fähig wäre. Die Frage ist also: Welche Erfahrungen haben ihn in diesen Zustand gebracht, und wie kann er gesund werden? Hat er die Erfahrungen, die er von Anfang an gemacht hat, verdaut oder nicht? Braucht er Hilfe dabei. Einfühlsame, wissende Begleitung ermöglicht Verarbeitung und den Aufbau eines gesunden emptionalen Grundgerüstes.
Jetzt wieder zur Biochemie des Gehirns. Was war zuerst da: Henne oder Ei? Biochemische Störung oder seelisches Leid? Antidepressiva wirken auf den Gehirnstoffwechsel. Sie blockieren die Neurotransmitter an den entsprechenden emotionalen Schaltstellen, aber - sie heilen nicht! Setze sie ab, und die Depression ist wieder da. Das ist wie bei einer Betäubungsspritze: Die Schmerzleitung ins Bewusstsein wird durch sie biochemisch blockiert. Das ist der von dir beschriebene Nutzen.

Richtig:Schilddrüsenstörungen können Depressionen auslösen.Klar ist, dass das in jeder medizinischen Grunduntersuchung überprüft und behandelt werden muss. Aber wie viele Menschen mit depressiver Erkrankung haben eine manifeste Schilddrüsenerkrankung? Und dann auch die andere, ganzheitliche Perspektive: Was will mir mein Körper mit einer Erkrankung sagen? Ist immer eine kluge Frage!

LoosMYmind, entschuldige meine direkte Antwort an Adlerxy.
Du sagst: Um ehrliche zu sein, machmal denke ich auch ich übertreibe und nutze meine Vergangenheit aus um in der Gegenwart die Aufmerksamkeit zu bekommen, die ich immer gebraucht habe.
Ich würde dir dazu gerne etwas sagen.
Der Geist ist dazu da, das man ihn benutzt. Man muss seine Intelligenz richtig einsetzen, auch zum Wohle des eigenen Ichs. Das heißt: Anerkennen was man fühlt. Z.B: Ich erkenne, dass ich mich schlecht, ungeachtet, gedemütigt oder was auch immer fühle. Der Gedanke: Ich übertreibe, ist eine Mißachtung des Körpers. Ehrlichkeit ist gefragt, und sie beinhaltet das Anerkennen der eigenen Gefühlsrealitäten.
Das Bedürfnis nach Anerkennung ist angeboren. Jedes Kind braucht Anerkennung, um ein gesundes Selbstbewusstsein und gesunden Selbstwert zu entwickeln. Hat man sie Zuhause nicht bekommen, ist man ein Leben lang auf der Suche danach (In welcher Form auch immer). Regel 1: die Bedürfnisse, die unser angeborener Wesenskern nicht erfüllt bekommt, kann er nicht vergessen. Regel 2: Er bleibt auf dieser Entwicklungsstufe stehen. Regel 3: Auf der Ebene des inneren Wesenskerns gibt es kein Zeit, es gibt nur das Sein.
Also: mein Rat: Achte dein Bedürfnis nach Anerkennung, und du achtest dich. Anerkennung ist wie Nahrung, die wachsen lässt - seelisch wachsen lässt. In Verbindung mit Regel 1 gebracht: Da ist ein riesen Defizit in dir. Das konnen die Menschen der Gegenwart nicht auffüllen. Das führt führt nur zu unnötigen Enttäuschungen. Respekt ja, das verlange. Verlange, dass man dich als Person achtet und respektiert, auch und vor allem deine Gefühle und Bedürfnisse. Verlange es von jedem. Und lerne, dir selbst die liebevolle Aufmerksamkeit zu geben, die du von außen forderst. Bedenke: Wer sich selbst nicht anerkennen kann, wird sich auch niemals von außen wirklich anerkannt fühlen.
Das führt weiter - der Weg ans Licht, wie ich schon sagte.
Auf diesem Weg kann man sich durchaus verlaufen. Gehört dazu - und dann braucht man die richtigen Wegweiser.
Deine verlorenen Eigenschaften? Die Energie ist weg? Sinnlos? Vielleicht hast du deine Energie nie für deine wirklichen Ziele eingesetzt. Das setzt Selbsterkenntnis voraus. Was brauche und will ich wirklich?
Dann wird die Energie wieder da sein!
Ich sehe, das du das Potential hast. Lerne es zu nutzen.
Und such weiter nach entprechender Unterstützung.
Meine Sympathie hast du.

Herzlichen Gruß
Iatrosophistes

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.784
Seit: 26.04.04
Hallo Iatrosophistes,

Richtig:Schilddrüsenstörungen können Depressionen auslösen.Klar ist, dass das in jeder medizinischen Grunduntersuchung überprüft und behandelt werden muss. Aber wie viele Menschen mit depressiver Erkrankung haben eine manifeste Schilddrüsenerkrankung?
- leider viel zu viele, wie auch in unserem Forum immer wieder zum Vorschein kommt.
Bist Du darüber informiert, welchen Einfluss die hormonelle Situation auf die Psyche hat?

Dass endokrine Störungen, also fehlerhafte Ausschüttungen von Hormonen, psychische Symptome verursachen können, ist in der Forschung seit vielen Jahren bekannt. Im Gegensatz zur Lehrmeinung des 19. Jahrhunderts, nach der Traumata oder prägende Kindheitserfahrungen als Auslöser für organische Erkrankungen betrachtet wurden (Psychosomatik), betrachtet man heute den Zusammenhang aus dem gegenüberliegenden Blickwinkel: Hormonelle Ungleichgewichte können seelische Ungleichgewichte auslösen. Einige Hormone können die Blut-Hirn-Schranke überwinden und dann direkt in den Hirnstoffwechsel eingreifen.
Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Lethargie sind typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion. Aber auch die einer Depression. Ebenso können Angst- und Panikstörungen, Nervosität und Schlaflosigkeit sowohl einer Depression als auch einer Schilddrüsenüberfunktion zugeschrieben werden. Hier vermischen sich Symptome. Mancher Schilddrüsenpatient wird jahrelang relativ erfolglos mit Psychotherapien und Antidepressiva behandelt, bevor die Ursache der Depression gefunden wird. So kommt es häufig vor, dass Patienten mit ausgeprägten Depressionen Schilddrüsenfunktionsstörungen haben, teilweise auch latent, also im Anfangsstadium ohne signifikant veränderte Schilddrüsenparameter im Blutbild. Besonders schwierig gestaltet sich die Diagnosestellung im Kindesalter, wo Schilddrüsenfunktionsstörungen häufig mit AD(H)S verwechselt werden. Es gilt also immer, die tatsächliche Ursache der Depression zu klären. Im akuten Fall können auch bei Schilddrüsenfunktionsstörungen Antidepressiva temporär Linderung verschaffen bis die Ursache behoben ist. Hier sollte erst zu gut verträglichen und nebenwirkungsarmen Medikamenten gegriffen werden. Oft berichten Patienten aber auch, dass eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva keinen Erfolg gezeigt hat. Dies ist individuell verschieden und muss im Einzelfall ausprobiert werden. Im Vordergrund steht bei Schilddrüsendysfunktionen aber natürlich immer die dauerhaft stabile Normalisierung der Stoffwechsellage.
www.schilddruesenpraxis.de/sem_200505.shtml

Liebe Grüsse,
uma

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Iatrosophistes ist offline
Beiträge: 3
Seit: 01.02.10
hallo uma,

danke für den Hinweis auf die Sichtweise des voherrschenden zellulären Blicks
Will hier nicht polemisieren, und werde das Ganze mit diesen Zeilen abschließen.
Dass die Fixierung auf beobachtbare biochemische Veränderungen im Gehirn oder Drüsen des Körpers bei Depressionen einer gewaltigen billionenschweren Pharmabranche dient - und allen daran profitierenden Zweigen der Medizin - sollte schon klar sein. Nur mit Medikamenten lässt sich gutes Geld verdienen.
Man erinnere sich nur an die jahrzehnte lange Praxis der Verschreibung von Hormonpräparaten für Frauen in und nach der Menopause. Ein weltweites skandalöses Geschehen unter Mitwirkung (ahnungsloser?) Frauenärzte) auf genauso unsicherer Datenlage. Von einem erhöhten Krebsrisiko wollte niemand etwasgewusst haben.
Das Problem: unzählige Forschungsrichtungen werkeln isoliert vor sich hin. Erkenntnisse über das Gehirn und seine Biochemie werden nicht fachübergreifend ausgewertet.
Der Amerikaner Zin Kabat konnte mit seinen Achsamkeitsmeditationen bei Depressiven bessere Langzeitergebnisse belegen als medikamntöse Behandlung alleine das vermag. PET-Untersuchungen an meditierenden Mönchen zeigen, wie das Bewusstsein die Äktivitätsmuster neuronaler Zentren gezielt verändern kann - also in die Gehirnhormone eingreifen kann.
Die Säuglingsforschung zeigt eindeutig welch entscheidende Bedeutung liebevolle Berührungen für die Vernetzung und Entwicklung des Gehirns haben.
Ich schau aus der ganzheitlichen Sicht. Menschen mit Depressionen die das auch tun und sinnlich-meditativ mit ihrem Körper in Kontakt traten, haben meist andere Wege zum gesund-werden gefunden.
Egal was irgendwelche vorherrschende Lehrmeinungen sagten

Mit freundlichen Grüßen und nix für ungut
Iatrosophistes

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Ich schau aus der ganzheitlichen Sicht.
Jeder Mensch und jeder Arzt sollte ganzheitlich an ein gesundheitliches Problem herangehen. Das heißt aber, daß nicht nur die geistig-spirituelle Ebene angeschaut werden sollte sondern eben auch die - wie Du sie nennst - "zelluläre Ebene".

Wenn da über Hormone der Schilddrüse z.B. Besserung eintreten kann, weil die Schilddrüse schon kaputt ist, dann sollten diesen Hormone genommen werden, damit nicht die ganzen möglichen Folgeerkrankungen von Schilddrüsenfehlfunktionen auftreten.

Wenn es einem Schilddrüsenkranken gelingt, durch Meditation, und ähnliche Ansätze heil zu werden, ist das phantastisch.

Gruss,
Uta


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