Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

16.05.06 20:36 #1
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Unvernunft
Anne B.
Es gibt sehr viele glückliche Menschen, die glauben, sie seien gesund. Einen Tag später bekommen sie einen Herzinfarkt und sterben.
Es gibt sehr viele Menschen, die propagieren, was gesund macht. Einen Tag später sind sie verschwunden, weil sie feststellen mußten, dass man sich auch irren kann.

Sich gesund fühlen hat nichts mit gesund sein zu tun.

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi Flowerpower,
zu glauben gesund zu sein,ist noch was anderes dan sich gesund zu fühlen.
propagandieren kann man immer,man muss nicht alles annehmen,heisst ja eigenverantwortnung.
gesund fühlen ist ein moment aufnahme,sowie gesund sein oder nicht.

lebe grüss Soul

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

Oregano ist offline
Beiträge: 59.887
Seit: 10.01.04
Hallo Pius,
leider funktioniert auch "Erkranken, ohne auch nur entfernt daran zu denken, daß das z.B. durch Amalgam-Füllungen möglich ist"...

Wohin gehörte dann dieses Denkmuster? Ein Placebo-Effekt, ein Nocebo-Effekt oder Tatsache?

Gruss,
Uta
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Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

Pius Wihler ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.018
Seit: 24.09.04
Hallo Uta
vielleicht einmal das Erste, ein andermal das Zweite oder auch das Dritte...
warum soll es immer das Selbe sein? Die Natur ist sehr kreativ. Villeicht ist ja ein Sinn dahinter. Nur weil ich den Sinn nicht erkenne, bedeutet das noch lange nicht, dass es (im Grossen) keinen Sinn hat.

Jeder Mensch ist ein Indivuum (Einzelwesen) Shelley hat Karl Simonton, den Krebsforscher im psychischen Bereich erwähnt. Er stellte fest, dass seltsamerweise nur ca. die Hälfte auch Krebs bekommen, die schwere psychische Belastungen durchmachen und nach seiner Punkteliste eigentlich auch erkranken könnten
Er betont aber, dass eigentlich das interessant ist, dass die Hälfte NICHT erkrankt und man sich auf dies konzentrieren sollte, wobei er es meines Wissens auch nicht erklären kann, warum das so ist.
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Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

Leòn ist offline
Beiträge: 10.065
Seit: 19.03.06
Einen schönen Gruß an alle!

Ich möchte an dieser Stelle zum Ausdruck bringen, dass der "Placebo - Effekt" - meiner Ansicht nach - nicht ausschließlich auf die Gabe von Placebo - Medikamenten zu beziehen ist. Er kann dann zur Wirkung kommen, wenn stabilisierende Kräfte, Energien, auf andere Weise aktiviert werden.
Wie zum Beispiel auch beim Encouraging (Ermutigung) der Schoenakers, der Personenzentrierten Gesprächsführung, bei der Ressourcenorientierung, der Emutigungsdusche u.v.a.m.!

Dass positive Einstellungen helfen, den Körper gesund zu halten und irrationale Ängste dazu beitragen, ihn krank zu machen, ist zumindest mir seit den siebziger Jahren bekannt. Dazu hatten die alten griechischen Philosophen aber auch schon ihre Meinungen. (S. zum Beispiel die Schule der Epikuräer - Epiktates).

Wie ich bereits dem Herrn Jensen schon mal an den ganz reizenden Kopf warf, gilt für mich folgendes:


Es ist - meiner Meinung nach - nach den systemischen Beziehungen in dem "Geflecht" Psyche - Soma - Geist zu fragen.
Und jetzt ein Selbstzitat:

Denn dass diese Komponenten - mit unterschiedlichen Gewichtungen - immer da und wirksam sind, ist nach meinem Eindruck kaum bestritten. Sie wirken bei allen gesundheitlichen Phänomenen mit und nicht nur bei besonders augenfälligen Themen, wie beispielsweise der männlichen Impotenz.

"Kann der Körper krank werden, wenn die Seele gesund ist?" - JEIN!
Wenn Körper, Geist und Psyche unterschiedliche Ebenen des menschlichen Seins darstellen, die in zirkulärem Zusammenhang miteinander stehen, ist meines Erachtens im Falle einer "Störung", sprich "Krankheit", nach den Belastungen zu fragen, die eine - oder mehrere Ebenen auszuhalten haben. Wenn die körperliche Ebene überbelastet ist, z.B. durch einen Giftstoff (von Außen oder Innen), oder durch einen anderen Eingriff, wie zum Beispiel eine Revolverkugel, wird die seelische Gesundheit bei der Abwehr nicht helfen. Bei der Heilung schon. Kleine Schnupfenviren haben möglicherweise keine Chance, wenn ich "psychisch/ geistig" fit bin."
So weit meine rudimentären Gedanken dazu.

Und jetzt wünsche ich allen mit einem kleinen "Mutmacher" noch schöne Feiertage.

La la la la la, la la la la la, la la la la la la la la la la la la, la la la la la, la la la la la, la la la la la la la la.

1. Wenn einer sagt: "Ich mag dich, du, ich find dich ehrlich gut," dann krieg' ich eine Gänsehaut und auch ein bißchen Mut.


2. Wenn einer sagt: "Ich brauch' dich, du; ich schaff es nicht allein," dann kribbelt es in meinem Bauch, ich fühl' mich nicht mehr klein.


3. Wenn einer sagt: "Komm, geh mit mir; zusammen sind wir was," dann werd' ich rot, weil ich mich freu', dann macht das Leben Spaß. "



home.arcor.de/ejateam/eja/html/liederb/lieder/kimuli.htm



Herzliche Grüße von
Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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Oregano ist offline
Beiträge: 59.887
Seit: 10.01.04
lalala. Gefällt mir Leòn :-).

Nur diese weite Auffassung vom Begriff "Placebo-Effekt" gefällt mir nicht. Was Du da beschreibst, ist für mich im schlechten Fall Manipulation, im guten Fall Motivierung, hat aber mit Placebo-Effekt nichts zu tun.

Wie sagen die Wiener so schön: "Herr, laß Geist regnen". - DAs ist jetzt allgemein und nicht speziell gemeint, bitte sehr!

Grüsse,
Uta
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.065
Seit: 19.03.06
Hallo, Uta,
letztenendes geht es um Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
Gruß von Leòn
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.065
Seit: 19.03.06
Zitat von Uta
Wie sagen die Wiener so schön: "Herr, laß Geist regnen". - DAs ist jetzt allgemein und nicht speziell gemeint, bitte sehr!
Grüsse,
Uta


Guten Morgen, Uta,
möglicher Weise ist Dein Wunsch ein wenig in Erfüllung gegengen, denn Du hast mir bewusst gemacht, dass ich mich deutlicher ausdrücken muss.
Nehmen wir das Modell "Konzept der Ermutigung" von Theo und Julitta Schoenaker, das auf Dreikurs und Adler basiert. Wird es angewandt, fühlen sich die Personen angenommen, dazugehörig und glauben "gut genug" zu sein. Hier spielt der Glaube eine Rolle. Der Glaube wird durch die Erfolgserfahrung bestätigt, Misserfolge werden Verkraftet.

Ein anderes Beispiel: Der Personenzentrierte Gesprächstherapeut vermittelt dem Klienten den Glauben "Ich schaffe das". Und er schafft es, seine Probleme zu lösen.
Natürlich findet der "Placebo - Effekt" in einem speziellen Setting statt, dem andere Methoden nicht entsprechen. (Hahaha.....)
Das Grundprinzip: Glaube führt zur Wirkung, ist vergleichbar.

Herzliche Grüße
Leòn
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Oregano ist offline
Beiträge: 59.887
Seit: 10.01.04
Soweit stimme ich Dir da voll zu, Leòn.
Ich denke, man braucht gar nicht zu einem therapeutischen "Setting" zu gehen, um die Wirkung von Ermutigung (Motivation, Motivierung) zu sehen. Jeder Lehrer, der es schafft, seiner Klasse den Stoff beizubringen, arbeitet damit; jede Mutter, die ihrem Kind Mut macht, z.B. die hohe Rutsche herunterzurutschen auch, und ein Sporttrainer ebenso...
Aber das sind alles keine Beispiele für den Placebo-Effekt.

Gruss,
Uta
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.065
Seit: 19.03.06
Hallo, Uta,

um Missverständnisse zu umgehen: Magst Du mir den Placeboeffekt aus Deinem Verständnis heraus beschreiben?
Herzliche Grüße
Leòn
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