Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

16.05.06 19:36 #1
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Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

Luna1967 ist offline
Beiträge: 8
Seit: 10.04.11
...... hier ein unglaublich faszinierender Bericht über ungewöhnliche Heilungen:

www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6081288


Liebe Grüße,

Luna

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

Aquilegia ist offline
Beiträge: 6
Seit: 30.03.11
Der Film ist wirklich gut (hab' ihn schon vor längerer Zeit gesehen). Spannend ist auch "The living matrix" diesbezüglich.
Hier ein link mit mehr Infos: James L. Oschman, PhD | The Living Matrix

Im Film gibt's auch ein paar unglaubliche Heilungen! Je länger je mehr wird klar: Nichts ist unmöglich...

Liebe Grüsse

Aquilegia

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo,

Nichts ist unmöglich...
das wussten schon die Uraltheiler vor 200 000 Jahren. Der Mensch heilt sich selbst, alles andere kann nur Unterstützung sein.rosmarin zitiert immer:
Wer um seine Krankheit weiß, ist nicht mehr wirklich krank." (Laotse
Ich denke damit hat sie Recht, Sich um die Krankheit zu kümmern, bedeutet auf Augenhöhe informiert und mündig gegenüben dem Arzt, sein eigenes Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Es gibt die Entscheidungsfreiheit des Kranken, sie ist das Hauptkonzept in der Medizin. Der Patient ist Kunde.

peter

Geändert von knutpeter (18.04.11 um 08:20 Uhr)

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

Aquilegia ist offline
Beiträge: 6
Seit: 30.03.11
Das ist wohl so. Hab' auch schon öfters den Spruch gehört "es gibt keine unheilbare Krankheiten, sondern nur unheilbare Kranke".

Was ich dabei allerdings SEHR gefährlich finde, ist die Nähe zu Schuldzuweisungen und billigen Erklärungen. Wenn es ja so einfach wäre, dann wäre ja jeder Kranke "selber Schuld". Das finde ich definitiv gefährlich und anmassend.

Ich bin auch sicher, dass dieses Wissen über den inneren Zusammenhang aller Dinge uralt ist (und übrigens von einigen Ureinwohnern auf verschiedenen Kontinenten noch immer gelebt wird). Neu ist wohl eher, dass langsam auch die "offizielle" Wissenschaft beginnt, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Das könnte doch der Beginn zu einem total spannenden, völlig neuen medizinischen Ansatz sein. Langsam merken auch viele Schulmediziner selber, dass diese Medizin der Symptombekämpfung in vielerlei Hinsicht an die Grenzen stösst und Probleme oft lediglich verlagert, anstatt sie am Ursprung zu lösen.

Falls sich jemand dafür interessiert: Auf meinem Blog sammle ich div. Infos dazu. Informationsmedizin

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo,

Ich bin auch sicher, dass dieses Wissen über den inneren Zusammenhang aller Dinge uralt ist
schon immer hatte der Placeboeffekt eine Heilwirkung, auch die Schamanen arbeiteten damit und heute die Vitamin-Mafia.

Zusammenhänge wurden von Galen und Hippokrates z.T. geahnt, Sie waren gute Beobachter, da es aber keine Obduktionen gab, war alles nur Vermutung.

Über die Placebowirkung hat die BÄK eine Arbeit veröffentlicht:
Randomisierte, placebokontrollierte Studien sind auch 60 Jahre
nach ihrer Einführung Goldstandard beim Wirksamkeitsnachweis
in klinischen Studien. Der Wirksamkeitsnachweis bedeutet im engeren
Sinne nur, dass nach Verumgabe signifikant größere Veränderungen
in den Zielgrößen auftreten als unter Placebogabe. Die
Placebogabe wird dabei als methodisches Instrument benutzt
aus:http://www.bundesaerztekammer.de/dow...ebo_AK_neu.pdf

peter

Der Placeboeffekt ist etwas Alltägliches

FranzJosefNeffe ist offline
Beiträge: 211
Seit: 24.10.10
Was wir als Placeboeffekt immer wieder aus Zeitungsmeldungen bestaunen, ist etwas ganz Altägliches. Jeder Mensch hat 24 Stunden jeden Tag Placeboeffekt in der Qualitöät, wie er denkt. Das hat der franz. Apotheker E.Coué mit weltweitem Erfolg demonstriert.
"Nicht dran glauben" ist aich nur eine kleine Variante von "dran glauben"; wir müssen immer dran glauben, der Mensch kann nicht nicht glauben, er glaubt immer.
Leider haben wir durch Pädagogik einen sehr irrealen, kontraproduktiven Umgang mit unseren Glaubenskräften gelernt. Wenn man genau darauf achtet, entdeckt man die Fehler im Detail und kann etwas ändern.
Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die nicht durch diesen Faktor beeinflusst - und "verfälscht" - wäre. Dass wir uns nur auf den Teil der Realität beschränken, den wir uns zurechtdefinieren, spiegelt letztlich nur unsere Beschränktheit wider.
Würden wir uns um den PRAKTISCHEN UMGANG mit den Glaubenskräften sorgfältig kümmern, hätten wir vielmehr Einfluss auf´s Leben. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
__________________
"Menschen werden auffällig, damit uns was auffällt." fjn

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Also wenn ich diesen Mist schon wieder lese, den Du zur Placebostudie schreibst, knutpeter, und der in der Realität bei Impfstudien so aussieht, dass die eine Gruppe die komplette Impfung bekommt und die andere Gruppe die Impfung nur ohne Erregertoxin, aber mit dem kompletten anderen Mist wie Aluminium, Thiomersal, usw., dann könnte ich gerade die Krise bekommen.

Das ist doch alles nur Verarsche.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo,

Das ist doch alles nur Verarsche
kannst Du mir Deine Ausführungen bitte erklären, ich verstehe Bahnhof. Habe ich etwas vom Impfen geschrieben? Ja, ich lasse mich gegen Hepatitis impfen, finde ich auch sehr wichtig.

Ich entnehme Deinen Ausführungen, Du hast schon Studien selbst gemacht, welche?

peter

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Hallo,

kannst Du mir Deine Ausführungen bitte erklären, ich verstehe Bahnhof. Habe ich etwas vom Impfen geschrieben?
peter
Du hast hier geschrieben wie toll diese wissenschaftlich gesicherten schulmedizinischen Studien doch wären.
Randomisierte, placebokontrollierte Studien sind auch 60 Jahre
nach ihrer Einführung Goldstandard beim Wirksamkeitsnachweis
in klinischen Studien.
Nun habe ich mir erlaubt mich schon vor Jahren über diesen Goldstandard zu informieren.
Dabei kann man dann lesen, dass die Studien zu Impfungen, die wie alles andere zu den pharmazeutischen Produkten gehören, so aufgebaut sind, wie bereits zuvor beschrieben.
Wo da das Placebo bleibt, weiss kein Mensch, denn beide Gruppen bekommen Gifte geimpft. Nur eine Gruppe noch das Toxin dazu.

Zudem wimmelt es von Medikamentenskandalen, bei denen aufgeflogen ist, wie viel bei den Studien gelogen und betrogen und gefälscht wird, damit ein Medikament trotz dem Hersteller bekannten und bewusst verschwiegener Risiken und Gefahren seine Zulassung erhält und er seine Milliarden verdienen kann.

Dazu kommt dann auch noch Folgendes:
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Wieso beschreiben 37% Risikoreduktion und 3,2% Risikoreduktion den Nutzen eines einzigen Medikaments oder wie man den Nutzen schönrechnet.
Wer das sorgfältig liest, der weiß Bescheid, wie der Hase läuft.

Klinische Studien: Wie „korrekte“ Statistiken täuschen können
Die alleinige Angabe der „relativen Risikoreduktion“ zum Nutzen eines Arzneimittels ist irreführend.

Welches Medikament würde ein Arzt wohl bevorzugt verschreiben: eines, das das Herzinfarktrisiko seines Patienten um 37 Prozent verringert? Oder eines, das das Risiko um 3,2 Prozentpunkte senkt? Wem diese Frage banal vorkommt, für den hatte das 29. Interdisziplinäre Forum der Bundesärztekammer in Berlin eine kleine Lektion bereit. Denn auch wenn sich die beiden Werte scheinbar drastisch unterscheiden, beschreiben sie doch den Nutzen ein und desselben Medikaments.

Simple Umrechnungen könnten den Nutzen von Arzneimitteln um einen Faktor zehn bis 100 imposanter erscheinen lassen, als er in Wirklichkeit ist, erklärte der Klinische Pharmakologe Prof. Dr. med. Frank Meyer (Magdeburg). Solche Rechenmanöver werden im – offenen und versteckten – Marketing für Arzneimittel immer wieder gezielt dazu eingesetzt, das Verschreibungsverhalten der Ärzte zu beeinflussen. Meyer erläuterte einige Rechenexempel auf einer Fortbildungsveranstaltung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.

Dabei konzentrierte er sich auf die Wirkstoffgruppe der Statine, weil in der derzeitigen Auseinandersetzung um die Festbetragsregelung auch mit Zahlen argumentiert wird, „die so aus dem Zusammenhang gerissen werden, dass sie zu einer Überschätzung der Medikamente führen“. Die Strategie beschrieb Meyer am Beispiel der „Collaborative Atorvastatin Diabetes Study“ (CARDS): In der Mitte 2004 veröffentlichten Studie wurde Atorvastatin (10 mg täglich) im Vergleich zu Placebo an 2 838 Diabetikern erprobt (Lancet 2004; 364: 685). Vier Jahre lang haben die Forscher „klinische Ereignisse“ der Patienten gezählt; dazu gehörten akute Herzbeschwerden, Schlaganfälle und Koronarinterventionen. Unter den 1 410 Patienten in der Placebo-Gruppe hatte es 127 Ereignisse gegeben (9,0 Prozent), unter den 1 428 Patienten der Atorvastatin-Gruppe waren es 83 (5,8 Prozent). Insgesamt hatte die Therapie also bei etwa 3,2 Prozent (9,0 minus 5,8) der Patienten ein Ereignis „verhindert“. Mit anderen Worten: Von 100 Patienten, die vier Jahre lang täglich Atorvastatin geschluckt haben, hatten etwa drei einen Nutzen.

Doch diese nüchterne Art, Ergebnisse von klinischen Studien zu beschreiben, ist nicht weitverbreitet. Zahlreiche Fachzeitschriften und Meinungsbilder haben das Ergebnis von CARDS als „relative Risikoreduktion“ formuliert: „Die Inzidenzrate des primären Endpunkts war in der Atorvastatin-Gruppe um 37 Prozent (p = 0,001) niedriger als in der Placebogruppe“, schreibt zum Beispiel die „Lipidliga“ in einer Stellungnahme gegen die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, Atorvastatin in die Festbetragsgruppe einzuschließen.

Die Berechnung der „relativen Risikoreduktion“ ist durchaus korrekt, denn 5,8 Prozent ist eben um „37 Prozent“ kleiner als 9,0 Prozent. Doch dieser Wechsel des Bezugsrahmens – mit dem englischen Begriff „Framing“ bezeichnet – sorgt dafür, dass sich die Wahrnehmung des Nutzens der Statintherapie massiv verändert. Zur Manipulation wird die relative Risikoreduktion, wenn nicht ausdrücklich über den Bezugsrahmen aufgeklärt wird – also die realen Ereignisraten genannt werden. Dann erweckt die Angabe von „37 Prozent“ den Eindruck, als hätte die Therapie von 100 behandelten Diabetikern 37 einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erspart – der Nutzen erscheint also zehnfach größer, als er in Wirklichkeit ist. „Das lässt die Statine als Wundermittel erscheinen“, sagte Meyer.

Diese Art der Präsentation von Studienergebnissen hat handfeste Wirkung auf die Wahrnehmung der Ärzte
(www.jr2.ox.ac.uk/bandolier/booth/glossary/framing.html): Mitte der 90er-Jahre haben englische Wissenschaftler 148 Kollegen die Ergebnisse einer Studie vorgelegt, die sie auf unterschiedliche Weise aufbereitet hatten. Die Probanden sollten dann auf einer Skala von null bis zehn markieren, wie überzeugend sie die Resultate fanden: „null“ bedeutete „würde ich definitiv nicht verschreiben“, zehn bedeutete: „würde ich definitiv verschreiben“.

Das Ergebnis fiel deutlich aus: Wenn den Ärzten die realen Ergebnisraten präsentiert wurden, lag ihre Verschreibungsbereitschaft bei „drei“. Wenn ihnen die Ergebnisse allerdings als relative Risikoreduktion vorgelegt wurden, stieg sie auf „acht“.

Klaus Koch
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 13 vom 01.04.2005, Seite A-878 / B-744 / C-696
MEDIZINREPORT
aerzteblatt studieren.de – Klinische Studien: Wie „korrekte“ Statistiken täuschen können

Alles klar.
PS: Für mich zeigst Du nur, dass Du komme was da wolle, an die Schulmedizin glaubst.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (17.05.11 um 15:56 Uhr)

Kann der Placebo-Effekt Krankheiten heilen?
Medizinmann-Lukas
Der Professor in dem Video hier sagt: NEIN.
Placebos können angeblich nur Symptome lindern wie Schmerzen, Übelkeit u.s.w.

Ganz anders in diesem Video. Hier hat jemand seinen Krebs nur durch "innere Bilder" geheilt:

Placebos und "innere Bilder" also nicht das selbe?


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