Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

16.05.06 19:36 #1
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Beim Beten hört Gott zu

Pius Wihler ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Aus der „Südostschweiz“ vom 14.01.07

Beim Beten hört Gott zu
Gott gibt es doch, behaupten Wissenschaftler der dänischen Universität Aarhus. Sie stützen sich auf die Untersuchung von Hirnströmen. Beten gläubige Menschen zu Gott, dann nehmen sie ihn wie einen wirklichen Menschen wahr.

Von Andre Anwar

Stockholm. -~ Uffe Schjödt forscht am Institut für Religionswissenschaften im dänischen Aarhus. Der Wissenschaftler hat die Hirnströme von gläubigen jungen Erwachsenen untersucht, wenn sie zu Gott beten. Die zentrale Frage seiner Untersuchung lautete: «Hört da wirklich jemand. zu?» Die ausschliesslich christlichen Probanden mussten sich dazu in eine Computertomographie-Scannerröhre legen. Einmal sollten sie beten. Ein anderes Mal sollten sie beispielsweise dem Weihnachtsmann ihre Weihnachtswünsche mitteilen.

Beim Weihnachtsmann passiver
Die Analyse des Tomographen ergab, dass sich bei sämtlichen Personen die Hirnstromaktivitäten beim Beten markant von denen unterschieden, die beim inneren Gespräch mit dem Weihnachtsmann zu beobachten waren. «Die Aktivität, die im Gehirn auftritt, wenn wir zu Gott beten, entspricht exakt den gleichen Mustern, die auftreten, wenn wir uns in einem sozialen Verhältnis mit einem Mitmenschen befinden», sagt
Schjödt. Wenn aber die Versuchspersonen mit dem Weihnachtsmann oder andern fiktiven Gestalten sprachen, traten vergleichbare Hirnströme nicht auf.
Das Ergebnis der Studie ist für Schjödt kein wissenschaftlicher Beweis für die Existenz Gottes. «Aber zu Gott zu beten kann nach unseren Ergebnissen damit verglichen werden, mit einem richtigen Menschen zu sprechen», sagt er. Wer also wirklich an Gott glaubt, für den existiert er auch, kann man die Untersuchung etwa zusammenfassen.

Die Religion als Forschungsobjekt
Schjödt und einige seiner Studenten von der religionswissenschaftlichen Fakultät Aarhus untersuchen bereits seit einiger Zeit Religion als kulturelles Gesellschaftsphänomen, indem sie Gehirnaktivitäten beim Menschen beobachten. Das erlaubt einen völlig neuen wissenschaftlichen Ansatz. «Soweit wir in die Geschichte der Menschheit zurückblicken können, gibt es keine einzige Kultur ohne Religion oder religiöse Ideen. Die neue Methode gibt uns endlich die Möglichkeit, Einsichten darüber zu gewinnen, wie sich die Religion in der menschlichen Psyche entwickelt», sagt Armin Geertz, Professor am Institut.
Die dänische Pastorin Elisabeth Lidell auf jeden Fall, die den kirchlichen Nachwuchs an der Universität Aarhus ausbildet, ist keineswegs überrascht über das Ergebnis der Hirnstudie:
«Menschen kommunizieren mit Gott durch Gebete, und Beten ist eine wechselseitige Konversation und kein einseitiger Diskurs», sagt sie.
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Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

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Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Zwei Auszüge aus dem Buch "Händer weg von diesem Buch" von Jan van Helsing:
Bücher von Amazon
ISBN: 3980710688

Ein Junge hatte einen Verkehrsunfall und verlor dabei ein Bein. Doch nach einigen Wochen bemerkten die Eltern und auch die Ärzte, dass das Bein anfing, wieder nachzuwachsen. „Unmöglich“, kreischten alle sofort. Man konnte sich die Sache nicht erklären und begann, das Wachsen auf Video aufzuzeichnen. Druvalo behauptete auf dem Seminar, dass in der Zeit, als er davon erfuhr, gerade die Zehen am Nachwachsen waren.
Vor über zehn Jahren habe ich in Neuseeland eine Lehrerin kennengelernt, die mir eine ähnliche Geschichte erzählte. Ein kleines Mädchen hatte sich in der Schule beim Bastelunterricht einen Finger zur Hälfte abgetrennt. Nachdem das Kind im Krankenhaus war und ein paar Tage später wieder in die Schule kam, zog die Lehrerin die Kleine an ihre Seite und sprach sehr vertraulich mit ihr. Sie erklärte dem Mädchen, dass der Finger wieder nachwachsen würde, aber nur, wenn sie es keinem anderen Menschen verraten würde. Die Lehrerin schwor sie darauf ein, dass dies ihr ganz persönliches Geheimnis sei und niemandem erzählt werden dürfe. Und was geschah? Der Finger wuchs innerhalb zweier Jahre wieder nach.
Liebe Grüße

Günter
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Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!

Geändert von Günter (20.02.07 um 18:42 Uhr)

Der Placeboeffekt: Heilreaktion durch das "daran Glauben"

himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
Hallo... gerade die letzten Tage geht mir dieses Thema auch durch den Kopf.

Ich habe auch schon so viele Berichte darüber gelesen und mich selber damit beschäftigt und u.a. stand in einem Buch mal, dass wenn man fest an etwas glaubt, dies dann auch eintreffen würde.

U.a. stand darin beschrieben, dass wenn man davon überzeugt ist und daran glaubt, dass man keine Erkältung bekommt, man dann auch keine bekommt.
Das hat mich so faziniert, dass ich es selber ausprobiert habe.
Nun ja, letztes Jahr im März und jetzt seit 1 Woche hat es mich voll erwischt. Ich war sowas von überzeugt, dass mich keine Erkältung, Grippe o.ä. erwischen würde.

Andere Seite... ich habe seit vielen Jahren Angstgefühle und habe Angst bei irgendwelchen körperl. Symptomen daran zu sterben. Muss ich jetzt wirklich befürchten, dass das eintreten könnte, weil ich es mir schon über Jahre so vorstelle? Was mir natürlich wieder Angst macht.

Warum sucht sich der Körper immer wieder Schwachstellen aus, gerade wenn ich meine, es läuft ganz gut im Moment für mich?

Es gibt noch einige persönliche Beispiele von mir.

Also was ist dran an solchen Glaubenssätzen. Glaubt man nicht wirklich daran und meint es nur? Oder wenn man dran glaubt und es trifft nicht ein, hat man dann a) entweder "Glück" gehabt oder b) einfach nur Pech (kommt auf die Sichtweise an).

LG
himmelsengel

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Im alten angeblich nicht zeitgemässen Buch "die Bibel" steht: "Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein."

Der Glaube und Gedanken und Worte bewegen etwas IN uns, aber auch etwas in der geistigen Welt.

Direkter einen Einfluss kann man akls Christ beim beten haben, wie Pius zitiert hat: «Menschen kommunizieren mit Gott durch Gebete, und Beten ist eine wechselseitige Konversation und kein einseitiger Diskurs»
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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kaba ist offline
Beiträge: 234
Seit: 16.08.06
Hallo

Ich habe mal gehört, dass das Unterbewusstsein eine Verneinung nicht wahrnimmt.
Wenn ich dann also denken würde: Hach, hab`ich Angst, ich will aber keine Angst, nein, ich habe keine Angst, ich will nicht, dass ich Angst habe u.s.w., dann hört mein Unterbewusstsein vielleicht nur: Angst, Angst und noch mal Angst.
Wenn Einer niest, dann sagt man ja auch nicht: "Werde bloß nicht krank", sondern man sagt: "Gesundheit"
Vielleicht klappt das so besser, indem man sich einredet: "Mensch, was bin ich doch gesund", aaaaah, ich fühle mich sehr wohl.

Kaba

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Done ist offline
Beiträge: 169
Seit: 15.02.07
Zitat von kaba Beitrag anzeigen
Hallo
Ich habe mal gehört, dass das Unterbewusstsein eine Verneinung nicht wahrnimmt.
...
Wenn Einer niest, dann sagt man ja auch nicht: "Werde bloß nicht krank", sondern man sagt: "Gesundheit"
Vielleicht klappt das so besser, indem man sich einredet: "Mensch, was bin ich doch gesund", aaaaah, ich fühle mich sehr wohl.
Kaba
Guten Morgen Kaba, dass das Unterbewusstsein eine Verneinung nicht wahrnimmt stimmt nicht. Das hat irgendwann mal einer in einem Buch geschrieben und die anderen haben es abgeschrieben ohne es zu untersuchen. So steht dieser Satz immer wieder in Büchern und es wird daran geglaubt. Das Unterbewußtsein versteht eine Verneinung. Aber: Es ist besser die Dinge lieber positiv zu denken, also nicht: Ich habe das Alkoholtrinken aufgegeben - denn aufgeben mag das UB nicht... sondern: Ich habe mich vom Alkohol befreit! Das fühlt sich für das UB einfach viel besser an.
Wenn du denkst, hoffentlich werde ich nicht krank - dann programmierst du dich tatsächlich auf Krank werden und dein UB möchte das umsetzen, was du vorgibst. Dein Fokus ist dann nicht auf Gesundheit, sondern auf Krankheit. Eine einfache, fast immer mögliche Regel: Nicht das denken, wovon man weg will, sondern das denken, was man will. Beispiel: Ich muß meine Schulden abbauen. Wesentlich besser aggiert man, wenn man denkt: Wie kann ich mehr Geld verdienen?
Alle Dinge positv zu formulieren, ist nicht immer einfach:
Ich bin ein glücklicher "Nicht"raucher, na gut: Nichtraucher gibt es im Französischen z. B. nicht, die müssen automatisch anders formulieren, das geht dann z. B. so: Ich habe mich vom Rauchen befreit. Ich atme frische Luft, ich bin frei etc....
Mit ein bißchen Übung funktioniert es sehr einfach...
mein Körper ist gesund und wird mit diesem oder jenem spielend einfach fertig...
wenn man krankt ist, hat man immer noch die Selbstheilungskräfte zur Verfügung, die kann man mit positiven Denken noch mehr aktivieren, auch da gibt es positive Programmierungen...
Das Thema ist sehr umfassend, wenn es dir so nicht ausreicht, kann ich dir noch mehr darüber schreiben...
Wünsche dir einen wunderschönen Tag!

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himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
Guten Morgen,

also das mit der Verneinung habe ich auch schon sehr oft gehört und habe es auch angenommen und versucht es aus meinem Wortschatz dann rauszunehmen.

Allerdings gibt es Situationen, da denke ich schon, dass es ein Nein gibt. Ist zwar jetzt ein Beispiel von meinen Katzen. Ich habe gehört, dass ein Tier das Nein nicht wahrnimmt. Also wenn ich z.B. sage: "nein, du sollst nicht auf den Tisch gehen", das die Katze dann eben hört: "du sollst auf den Tisch gehen".
Ich sage aber sehr oft zu meinen Katzen Nein *g* und wenn mein Tonfall sich auch noch ändert, bin ich überzeugt, dass sie das verstehen.

Ich bin mir also auch nicht ganz sicher, ob das mit der Verneinung stimmt.

@Done
positive Sätze zu forumlieren klingt sicherlich schöner und macht mehr Mut, aber auch hier habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich habe z.B. seit 1,5 Wochen eine starke Erkältung und war von Anfang an überzeugt, dass ich keine bekomme und selbst als ich die ersten Anzeichen bemerkte und es dann auch ganz schlimm wurde, habe ich mich positiv gestimmt und gesagt, es geht auch schnell wieder vorbei. In ein paar Tagen bist du wieder fit. Aber leider ist dem auch nicht so. Im Gegenteil, ich fühle mich gar nicht fit und bin in ne echte Depri-Phase dadurch gerutscht. Da fange ich natürlich an zu zweifeln, ob sich dieses ganze positiv-Gedenke überhaupt lohnt, weil es ja schon nicht einfach ist, sich daran zu halten.

Es ist halt so, dass man vieles gesagt bekommt und es einem auch einleuchtet und man will ja das Beste für sich machen. Ist es nicht einfach auch ne Glückssache bzw. Pechsache, wie einem manchmal geschieht?

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Done ist offline
Beiträge: 169
Seit: 15.02.07
Hallo Himmelsengel, so pauschal ist das Ganze auch nicht abzuhandeln, wenn alles durch das Denken auch zu beeinflussen wäre, dann müsste niemand mehr gesund leben und könnte immer nur faul in der Ecke liegen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und auch für seinen Körper. Was tust du für deine Gesundheit? Positives Denken beginnt bereits hier und vielleicht ist auch mal eine Erkältung nicht ganz so schlimm wie eine echte Grippe...
Wenn du zweifelst, hebst du die Wirkung deiner Gedanken wieder auf... hast du schon vorher gezweifelt?
Das positive Denken funktioniert, aber es hilft nicht nur das Denken, die Taten müssen folgen...
Reicht dir die Erklärung?

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himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
Hmmm... o.k. danke, die Erklärung reicht mir!

Also nur noch positiv denken und selbst wenn es nicht positiv läuft, trotzdem dran festhalten und man hat nie mehr Probleme oder sie lösen sich in Wohlgefallen auf...

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Pius Wihler ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Ich meine, dass jemand hier mal den Leitspruch hatte oder hat :

"Es ist nichts so Schlecht, dass nicht auch etwas Gutes daran wäre"

Das ist eigentlich wahres positives Denken, dieses Gute für sich zu ent-decken und für sich, sein eigenes Wohlbefinden zu nutzen.

Viele überpflastern täglich eine alte, emotionale Wunde mit einem neuen Pflaster und meinen dann, das sei positives Denken; das nenne ich Verdrängung und hat nichts mit positivem Denken zu tun. Das ist dann eher das "positive Denken, das Krank macht".
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Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius


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