10-Minuten-Zielfindungs-Übung

10.04.06 10:36 #1
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admin ist offline
Administrator
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Seit: 01.01.04
Kann es sein, dass manche Leute im Leben nichts erreichen (oder glauben, nichts zu erreichen), weil sie sich auch keine Ziele setzen?
Kann es sein, dass man nur vorwärts kommt, wenn man sich auch ein Ziel setzt?

Und wie setzt man sich Ziele?
Die einen setzen es zu hoch an, erreichen es nie und sind enttäuscht.
Andere setzen sie zu tief an, erreichen sie mühelos, kommen aber auch nicht weiter.

Aber welche Ziele soll man sich setzen? In vielen Fällen ist man sich eventuell nicht klar, ob man ein gewisses Ziel überhaupt erreichen will. Gewisse Dinge sind eben so weit entfernt, dass man sich schwerlich vorstellen kann, wie es dann genau sein würde.

Mir hat jemand deshalb mal folgenden Tip gegegeben:
Versuche, Dich 10 Minuten intensiv in der Zielsituation zu sehen. Stelle Dir das bildlich vor, bis ins kleinste Detail. Du wirst dann merken, ob es Dir gefällt oder nicht. Wichtigstes Kriterium ist: wenn Du merkst, dass Du plötzlich innerhalb dieser Minuten abgelenkt bist ... Deine Gedanken sich entfernen von der Zielsituation, plötzlich wieder irgendwo im Alltag feststecken ... dann ist das Ziel für Dich nicht geeignet.

Ich würde in diesem Thema gerne über die Zielsetzung allgemein sprechen. Es würde mich aber auch interessieren, ob Ihr selbst Ziele habt, die Ihr nie angestrebt habt, aus welchen Gründen auch immer ... vielleicht weil Ihr Euch dabei nicht sicher wart. Dann wäre es interessant, wenn Ihr mal den Versuch mit den 10 Minuten macht.

Gruss, Marcel

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herta ist offline
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Seit: 28.11.05
die 10 minuten übung klingt total spannend – das probier ich heute gleich noch aus.
das mit den zu hoh/zu tief angesetzten zielen kenne ich beides. auch bei der zielsetzung scheine ich – wie in allen anderen lebensbereichen auch – nie das richtige maß zu finden. irgendwie fehlt mir einfach die "mitte" – wie marcel in einem anderen thread mal geschrieben hat: alles schwarz oder weiß, von einem extrem ins andere, keine graustufen.

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admin ist offline
Themenstarter Administrator
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Hallo Herta

Und, auf was hast Du es angewendet? Und was ist passiert?

Gruss, Marcel

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admin ist offline
Themenstarter Administrator
Beiträge: 20.282
Seit: 01.01.04
Vielleicht passen folgende Zielsetzungen auf den einen oder anderen:

- Man will nicht mehr im alten Job arbeiten, lieber quer in was ganz anderes rein .... ist aber nicht sicher, ob das auf Dauer was wäre.
- Man ist sich nicht sicher, ob man Familie/Kinder haben möchte
- ...

Gruss, Marcel

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Zitat von admin
Kann es sein, dass manche Leute im Leben nichts erreichen (oder glauben, nichts zu erreichen), weil sie sich auch keine Ziele setzen?
Kann es sein, dass man nur vorwärts kommt, wenn man sich auch ein Ziel setzt?
Ich denke nicht, dass ich "nichts erreiche", wenn ich meine Ziele nicht ständig bewusst und präsent habe (Und JEDER HAT ZIELE!).Ich bin mir aber sicher, dass ich eine andere Bewußtheit habe und (kleine) Fortschritte besser (an)erkennen kann, wenn ich Ziele klar und genau definiere, mir Handlungsschritte vornehme und die dann Stück für Stück "abschreite", oder "abarbeite".

Wenn ich mir das ganze dann auf einer Skala verdeutliche, zum Beispiel von

1 (Jetzt)_________________________________________10 (Ziel erreicht)
und kleine Unterteilungen (für die einzelnen Schritte oder Teilziele) einzeichne,
kann ich den gesamten Prozess sehr genau und detailliert nachvollziehen.

Herzliche Grüße von Leòn

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admin ist offline
Themenstarter Administrator
Beiträge: 20.282
Seit: 01.01.04
Hallo Leòn

Du bist damit sicher auf einem guten Weg zur Zielerreichung. Das Stecken eines Ziels (nicht zu hoch und nicht zu tief), das Stecken von Teilzielen, das Feiern des Erreichen eines Ziels etc., das ist genau richtig.
Im Zusammenhang mit dem Wochenthema geht es nicht darum, sich ständig die Ziele bewusst zu machen. Es geht darum, herauszufinden, ob man ein Ziel überhaupt anstreben möchte. Und zwar geht es auch darum, was man unterbewusst zu einem Ziel meint. So kann denn wohl Bewusstsein und Unterbewusstsein dabei auseinander klaffen. Und dann muss man sich später nicht wundern, wenn man ein Ziel entweder nicht erreicht oder nach dessen Erreichen nicht glücklicher ist.
Und dafür ist diese Übung gedacht. Vor dem Stecken eines Ziels (egal wie es nachher umgesetzt wird), sich Klarheit darüber verschaffen, dass man das Ziel auch wirklich erreichen will und dass es somit exakt so platziert ist, wie es sein sollte.
Ich denke, viele Leute streben Ziele an, die sie eigentlich gar nicht wirklich anstreben wollen. Dann wird es zweitrangig, ob man nun besonders effizient in der Zielerreichung ist ... weil man falsch ausgerichtet ist.
Christoph Kolumbus lässt grüssen.

Gruss, Marcel

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Zitat von admin
Christoph Kolumbus lässt grüssen.
Gruss, Marcel
Ja, ich weiß auch nicht so recht, ob das gut war, dass der sich verfahren hat......

Jedenfalls danke, Marcel, ich habe verstanden, worum es dir geht.

Herzliche Grüße und einen schönen Ostermontag von
Leòn


klaudi ist offline
Beiträge: 305
Seit: 25.07.05
Hey

Für mich reicht es nicht aus nur ein Ziel zu haben, wenn ich es erreichen will. Ich muss es schon verfolgen und mich gegebenfalls auch daran erinnern.

Im Laufe eines Lebens setzt sich jeder Ziele, die meisten glaube ich jedenfalls.
Glaub nicht das wir Ziellos durch die Welt stapfen ob bewusst oder unbewusst. Selbst wenn ich nur mal spazieren gehe ohne ein bestimmtes Ziel, dann ist doch trotzdem das Ziel spazieren zu gehen da. Oder?

Ich habe mir schon oft Ziele gesetzt die anstrengent waren. Kann sein das die zu hoch gesteckt waren. Ich habe mir zum Beispiel gerade heute erst, vorgenommen, ein kaputtes Teil am Auto auszuwechseln. Das nahm ich mir jedenfalls vor. Dann habe ich es versucht und mich letztentlich entschieden, das doch meinen Ältesten machen zu lassen. Aber ich wär jetzt nicht entmutigt etwas neues auszuprobieren.


Ich glaube es ist wichtig das wir uns, wenn wir uns für ein Ziel entscheiden, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun.

Manche Menschen haben auch auf Grund von gesundheitlichen Schwierigkeiten, Probleme in der Zielverfolgung.

Ich glaube auch, wenn ich so darüber nachdenke, das Verfolgen von Zielen angeboren ist.


Schönen Ostertag Euch noch.
L.G. Klaudia

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admin ist offline
Themenstarter Administrator
Beiträge: 20.282
Seit: 01.01.04
Nun, was ist denn genau ein Ziel?
Das Teil am Auto auszutauschen ... ist noch kein Ziel.
Das Teil am Auto auszutauschen, so dass es wieder funktioniert .... auch noch nicht.
Das Teil am Auto innerhalb einer Woche wieder zum ordentlichen Funktionieren zu bringen ... das ist ein Ziel! Die eine Woche ist dabei mal einfach als Beispiel gesetzt.
Dass man selbst hinsitzt, und ein Teil austauscht, ist dann die Massnahme zur Zielerreichung und nicht das Ziel selbst ... denn das Ziel kann ja auch durch eine andere Massnahme erreicht werden, nämlich das jemand machen zu lassen, der mehr davon versteht.
Vielleicht ist somit tatsächlich die primäre Frage, was denn gewisse Zielsetzungen bei Euch sein könnten.

Gruss, Marcel

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Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Ich habe zur zeit ein typisches "Du sollst " Ziel Ich muss vor einem Haufen Leuten einen Vortrag halten. Problem ist, dass ich im Moment furchtbare Konzentrationsprobleme habe. Meine normale Arbeit machen, geht ja noch irgendwie, aber es soll eigentlich ein kommunikatives Miteinander mit den Mandanten werden.

Leider versteht keiner, dass ich das im Moment einfach nicht kann. Aus dem "Du sollst - Ziel" ein "Ich Will- Ziel" zu machen, ist mir nun doch so leidlich gelungen. Ich stelle mir vor, wie schön es ist, wenn es einfach vorbei ist. Das ist echt das einzige, was mich momentan aufbaut. Nächste Woche ist es um diese Zeit schon vorbei.
Ich kann dann nächstes Jahr sagen, dass nun wieder jemand anderes dran ist. Irgendwie muss ich das jetzt entsprechend meiner Möglichkeiten hinter mich bringen. Das wird leider bedeuten müssen, dass ich mir dieses Mal wirklich jedes Wort aufschreiben muss, was ich sage. Solche Vorträge finde ich bei anderen schrecklich langweilig, aber wenn die Obrigkeit wünscht, dass ich gerade jetzt so einen Vortrag machen soll, gehts nur so (Jedenfalls bis mir irgendwann mal der geniale Einfall gekommen ist, wie ich die Ursache für die Konzentrationsprobleme beheben kann).
Einzige Möglichkeit wäre noch , sich krank schreiben zu lassen, aber das wäre auch blöd. Die normale Arbeit kann ich ja machen. Außerdem käme ich dann meinem Ziel ja nicht näher, dass für eine längere Zeit mal weg zu haben.

Anne


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