Gegensätze? Gefühle und Emotionen?

25.09.08 10:55 #1
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Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Die Gegensätze von den Gefühlen kennen wir sicher alle, aber was steckt eigentlich dahinter.
Sie beherrschen unseren ganzen Alltag, sind im stetigen Wechsel.
Was wären wir ohne Gefühle, hüllenlose Wesen, ohne Ausdruck? Und wie nehmen wir aufeinander Einfluss, eigentlich doch durch die Gefühle. Auf der Gefühlsebene findet die Komunikation statt. Man kann dem zwar durch Worte Ausdruck verleihen, aber das was beim Menschen ankommt ist ein Gefühl. Ich glaube alle wollen gerne im Frieden miteinander leben, aber manchmal ist das was dabei herauskommt, dass Gegenteil von dem was man eigentlich möchte.
So kommt es vor das ein Mensch gerne für etwas dankbar sein möchte, aber er kann es nicht sein, warum?
Genauso, wie wenn man ein Ziel erreicht hat, und man möchte sich freuen. Aber die Freude bleibt aus, warum?
Ist vielleicht das Gefühl etwas, dass tief aus dem Inneren kommt und eine Emotion etwas, dass das eigentlich gute Gefühl überlagert.

Intuition - Gutes Gefühl

Verstand, Gedanken - Emotion, negatives Gefühl

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (25.09.08 um 15:14 Uhr)

Gegensätze? Gefühle und Emotionen?

light ist offline
Beiträge: 105
Seit: 10.04.10
Meiner Meinung nach sind Emotionen, anerlernte Verhaltensweisen,Verhaltensmuster egal ob positiv o. negativ die in der Kindheit erlernt wurden, von der Umgebung (Eltern,Erzieher, Lehrer, Geschwister,Freunde etc.) . Das ist das Nicht-Selbst, nicht die wahre Person die du bist. Hinter den Emotionen liegen die "echten" Gefühle.

Meditation | FindYourNose
Überwältigende Emotionen
Emotionen haben keinen Wert
Oft erfüllt mein Herz und mein ganzes Wesen ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Das passiert, wenn ich in tiefer Liebe bin. Doch ein ähnliches Gefühl habe ich auch in Angst, Sorge, Schmerz, Hilflosigkeit und Frustration.
"Tatsächlich steckt in den meisten Emotionen etwas Ähnliches:
das Gefühl, überwältigt zu werden. Es mag Liebe sein, es mag Hass sein oder Wut... es kann alles mögliche sein. Wenn eine Emotion zuviel wird, gibt sie dir das Gefühl, von etwas überwältigt worden zu sein. Auch Schmerz und Leiden können die gleiche Erfahrung erschaffen. Jedoch hat Überwältigt-sein keinen Wert, es zeigt nur, dass du emotional bist.
Nicht emotional handeln!
Das Gefühl von Überwältigt-sein ist typisch für eine emotionale Persönlichkeit. Wenn sie wütend ist, dann ist sie es total. Und wenn sie liebt, dann liebt sie vollkommen. Die emotionale Persönlichkeit wird von der Emotion fast betrunken und blind. Jede Handlung, die aus einer Emotion entsteht, ist verkehrt. Sogar wenn es überwältigende Liebe ist, die Handlung, die daraus entsteht, wird nicht richtig sein.
Grundlegend kann man sagen: Wenn du von einem Gefühl überwältigt wirst, dass du dann alle Vernunft verlierst, deine ganze Empfindsamkeit und auch dein Herz dabei verloren geht. Die Emotionen werden wie zu einer dunklen Wolke, in der du dich verlierst. Alles, was du daraus tust, ist verkehrt, was immer es auch sein mag.
Liebe ist keine Emotion
Liebe soll kein Teil deiner Emotionen sein. Normalerweise denken die Leute, Emotion sei Liebe, das ist ihre Erfahrung. Doch alles, was überwältigt, ist sehr instabil. Es kommt wie ein Wind, zieht vorbei und lässt dich leer, verstört, traurig und unglücklich hinter sich zurück.
Menschen, die das ganze Sein des Menschen erkannt haben, also Verstand, Herz und Wesen, sagen: Liebe muss der Ausdruck deines Wesens und nicht etwa eine Emotion sein. Eine Emotion ist sehr zerbrechlich und verändert sich schnell. Einen Moment lang sieht sie so aus, als ob sie alles im Leben sei. Im nächsten Moment bist du aber völlig leer.
Liebe ist Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit
Das erste, was es zu tun gibt, ist, Liebe aus der Menge der überwältigenden Emotionen herauszunehmen. Liebe ist nicht überwältigend. Im Gegenteil, Liebe ist ein tiefes Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit. Doch solch eine Liebe gibt es selten, denn es gibt nur wenige Menschen, die ihr Wesen erreichen.
Du musst deine Liebe aus dem emotionalen Zusammenhang herausnehmen, wo sie seit deiner Geburt steckt. Und du musst einen Weg zu deinem Wesen finden. Außer, deine Liebe wird Teil deines Wesens, ist sie nicht viel anders als Schmerz, Leiden und Traurigkeit. Emotionen werden dir nicht helfen, zu einem integrierten Individuum zu werden. Emotionen werden dir keine Seele aus Granit geben. Du wirst wie Treibholz im Fluss hin- und hergetrieben werden, ohne zu wissen, warum. Emotionen machen den Menschen genauso blind wie Alkohol."
-.-.-.-

Geschichte vom traurigen Zen Meister"Ein Zenmeister weinte 48 Stunden lang. Einer seiner Schüler sagte zu ihm: "Sie sind kein richtiger Meister. Sie lassen sich von ihren Emotionen überwältigen und heulen wie ein kleines Kind." Der Meister antwortete: "Meine Freiheit besteht darin, zu weinen, wenn ich traurig bin." Er war völlig eins mit seiner Trauer, als er traurig war. Und er war wirklich in der Tiefe seiner Traurigkeit. Der Erfolg davon war aber, daß er den größten Teil seiner Traurigkeit in 48 Stunden bewältigt hatte. Dann war es vorbei.
Trauer nicht unterdrücken
Es gibt andere Leute, die gegen die Trauer kämpfen und sich bemühen, sie zu verbergen. Sie verleugnen die Trauer und tun so, als wären sie überhaupt nicht traurig. Es gelingt ihnen nicht zu trauern. So bleiben sie mit dieser Trauer dann Monate lang. Das ist viel schlimmer. Das sollte man nicht tun.
Ein Leben ohne Dramen
Man kann durchaus damit fortfahren, Emotionen zu empfinden, ohne sie zu dramatisieren. Das Leben geht weiter, man wird nicht zu einem Leichnam. Man empfindet weiter Wünsche und Emotionen, aber man ist davon nicht mehr konditioniert, wird davon nicht mehr geleitet. Wenn man in einem bestimmten Augenblick traurig ist, wird das nicht mehr völlig unser Handeln ändern. Und wenn man wütend ist, wird man z.B. nicht mehr gewalttätig. Aber es ist wichtig die Wut zu zuzulassen, wenn sie da ist. Man unterdrückt sie nicht, man folgt ihr aber auch nicht. Sie wird zum Koan: Was ist das? Man kann wirklich von einer Emotion aus erwachen."
Sein tieferes Wesen erfahren
"Der Übungsweg (die Meditation) hilft uns, auf eine Ebene zu gelangen, auf der die Fixierung an Gedanken oder Gefühle aufgehoben wird. Die Angst kann auf der Ich-Ebene also durchaus weiterexistieren, Wut kann mich weiter plagen, aber ich erfahre, dass mein eigentliches Wesen sehr viel tiefer liegt und von all dem nicht erschüttert werden muß. Ich lerne, Gefühle zuzulassen und zu haben, ohne von ihnen besetzt oder blockiert zu sein. ..."
Willis Jäger, Zen Akademie

Thema Mit-FühlenJemand, der nicht fühlt, sich nicht wahrnimmt, ist von der Welt abgeschnitten. Nicht nur von seiner eigenen Welt, sondern auch der seiner Umgebung. Warum?
"Wie können wir uns vorstellen, was andere gerade denken oder beabsichtigen? Entscheidend ist offenbar eine Art Simulation in unserem Gehirn, sobald wir eine Person beobachten. Die Handlung wird sozusagen innerlich imitiert. Neue Forschungsergebnisse zeigen sogar: Man braucht das Gefühl für seinen eigenen Körper, um auch die Handlungen eines Gegenübers richtig einzuschätzen und sie im wahrsten Wortsinne (innerlich) nachvollziehen zu können."
Bericht aus Psychologie Heute, vergriffenes Heft
Mitgefühl ist nicht Mitleid
"Im Mitgefühl ist immer auch ein Teil Emotion enthalten, Mitleid mit den Wesen, die leiden. Wenn man überhaupt nicht berührt ist, fällt es einem oft schwer, zur nächsten Etappe überzugehen, in der man sich fragt: "Was kann ich jetzt eigentlich tun, um dieses Leiden zu erleichtern?" Wenn man aber von Mitleid überwältigt ist, ist das einzige, was man machen kann, mit dem anderen zu weinen, ohne dass man Weisheit schafft. Der Geist ist nicht klar, sondern ist von der Emotion ergriffen. Man kann nicht sehen, was das Richtige ist, um zu helfen. Man muss also die Fähigkeit bewahren, Emotionen zuzulassen, und die Fähigkeit kultivieren, sie schnell vorüber ziehen zu lassen und sich nicht von Emotionen gefangen nehmen zu lassen."

Gegensätze? Gefühle und Emotionen?

Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
Danke light, wunderschön dargestellt.

Die Liebe ist keine Emotion!

Nur die Liebe ist dazu in der Lage, alle Emotionen mit einem Schlag ins positive zu verwandeln.

Das erste, was es zu tun gibt, ist, Liebe aus der Menge der überwältigenden Emotionen herauszunehmen. Liebe ist nicht überwältigend. Im Gegenteil, Liebe ist ein tiefes Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit. Doch solch eine Liebe gibt es selten, denn es gibt nur wenige Menschen, die ihr Wesen erreichen.
Diese Liebe ist ein Teil "jeden" Menschen und jeder Mensch ist in der Lage sein Wesen zu erreichen, wenn er möchte . . . jetzt.
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Geändert von Kayen (27.11.11 um 16:00 Uhr) Grund: Ergänzung Zitat

Gegensätze? Gefühle und Emotionen?

light ist offline
Beiträge: 105
Seit: 10.04.10
Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Danke light, wunderschön dargestellt.

Die Liebe ist keine Emotion!

Nur die Liebe ist dazu in der Lage, alle Emotionen mit einem Schlag ins positive zu verwandeln.
DANKE

Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Diese Liebe ist ein Teil "jeden" Menschen und jeder Mensch ist in der Lage sein Wesen zu erreichen, wenn er möchte . . . jetzt.
Ja, und wenn es nur für ein paar Sekunden ist und man dann wieder in die alten Muster zurückfällt, irgendwann wird es mehr und besser. Es ist nicht einfach aber möglich!


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