Bedürfnisse verstellen

06.09.08 11:42 #1
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amorphoma ist offline
Beiträge: 29
Seit: 12.06.07
Hallo zusammen

ich habe ein großes Problem was das Thema Bedürfnisse ausleben angeht. Ichleide schon seit einigen Jahren unter Einsamkeit. Ich möchte einfach endlich Freunde haben, und meine Bedürfnisse ausleben. Aber immer wenn irgendwo eine Veranstaltung ist, die mich interessiert, verstelle ich mich, gehe dort nicht hin, weil ich denke ob das was bringt, oder traue mich nicht, habe Ängste alleine irgendwo hin zu gehen, oder habe einfach nur Charme das mich andere leute alleine herumlaufen sehen. Ich mache einfach immer alles kompliziert. Und wenn ich einen Wunsch äußern will, dann traue ich mich nicht den zu äußern. Ich habe schon vor in eine betreute Wohngruppe zu gehen, ist das ein guter Weg?

Geändert von Juliette (07.09.08 um 10:17 Uhr)

Bedürftnisse verstellen

Oregano ist offline
Beiträge: 63.695
Seit: 10.01.04
Hallo amophorma,

der Schritt von der eigenen Wohnung in eine betreute Wohngruppe ist ein großer Schritt.
Was hast Du denn bis jetzt getan, um erst einmal Bekannte und dann wieder aus diesem Bekanntenkreis Freunde zu finden? Wenn Du wenig weg gehst, ist das nicht so einfach, aber es gibt Wege!

Einen recht unverbindlichen Weg finde ich z.B. die Mitgliedschaft in einem Sportverein, Chor, VHS-Kurs, Wanderverein, Walking-Gruppe usw. Da trifft man regelmäßig die gleichen Leute, kommt zwanglos in Kontakt mit ihnen, geht mal etwas trinken nach dem Kurs, wenn man mag... Hast Du so etwas schon ausprobiert?

Ich leide schon seit einigen Jahren unter Einsamkeit.Ich möchte einfach endlich Freunde haben,und meine Bedürftnisse ausleben.
Daß Du leidest, kommt sehr klar rüber hier. Ich bin mir nur nicht sicher, ob Deine Vorstellung, wozu Freunde da sind, nicht auch wieder einen Schritt zu groß ist? Zunächst einmal bist vor allem Du selbst dafür zuständig, Deine Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn dann Freunde dazu kommen - die haben ja auch wieder ihre eigenen Bedürfnisse - ist das schön. Was ich damit sagen möchte: es funktioniert sicher nicht, wenn Du die Befriedigung Deiner Bedürfnisse von nicht vorhandenen Freunden abhängig machst, sonst gerätst Du in einen Teufelskreis:
Die Bedürfnisse sind da, Du fühlst Dich einsam. Du hoffst, daß über Freunde das alles besser wird. - Aber die Freunde sind nicht da, weil Du nichts anfängst, um welche zu finden > die Bedürfnisse sind da ......

Grüsse,
Uta

Bedürftnisse verstellen

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Da stimme ich Uta zu.

Es ist auch ein Lernprozess, das zu tun was einem selbst gut tut, ohne jemand anderen mit einzubeziehen. Denn das führt gerne zu einer Abhängigkeit. Man fühlt sich nur noch in Gesellschaft wohl. Besser ist man fühlt sich erst einmal mit sich selbst wohl. Bekanntschaften begleiten einen nicht durch den ganzen Tag. Den meisten Teil vom Tag ist man mit sich alleine.
Vielleicht hilft es, wenn du dir sagst: Heute nehme ich mir einen ganzen Tag nur für mich Zeit, um mich selbst zu verwöhnen.

Man kann ja klein anfangen. Ein Stadtbummel, ein Spaziergang nur für sich selbst. Falls man sich in ein Cafè setzt und etwas verloren vorkommt, kann man sich eine Zeitschrift, ein Buch mitnehmen. Menschen beobachten kann viel Freude machen.
Und wenn man neue Kontakte knüpfen will, dann ist ein Verein sicher immer gut, oder einfach nur schwimmen gehen, sich sportlich betätigen. Da lernt man auch Menschen kennen.
Auf einer Veranstaltung trifft man auch Menschen mit denen man ins Gespräch kommen kann. Gerade wenn man keine Erwartungshaltung hat, dann kann man auch unverkrampfter sich auf andere Menschen einlassen.

Betreutes Wohnen ist nicht schlecht. Ich kenne auch eine Frau, die das gemacht hat. Sie hat einige psychische Probleme und auch einige Ängste. Aber ich frage mich ob sie das unbedingt braucht, das betreute wohnen. Überrascht hörte ich sie vor kurzem sagen: Ich gehe alleine in den Cirkus, ich gehe alleine ins Konzert, oder auf ein Stadtfest. Das mache ich für mich selbst und es geht mir gut dabei. Sie wird, weil sie das macht bewundert und keiner denkt, wieso macht sie das alleine.
Also nur Mut!

Hilfreich ist es auch, wenn man sich ein bisschen selbst beobachtet und sich dem inneren Kritiker und den störenden Gedanken bewusst wird, die einen daran hindern wollen das zu tun was man eigentlich möchte.

Hierzu gibt es einen Tread, der dir vielleicht weiterhilft:

http://www.symptome.ch/vbboard/geist...-gedanken.html

Und hier hoch ein Link, der dabei hilft wie man Optimismus lernen kann

Optimismus Training - so wirst du zum Optimisten

Grüsse von Juliette

Bedürftnisse verstellen

amorphoma ist offline
Themenstarter Beiträge: 29
Seit: 12.06.07
Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
Da stimme ich Uta zu.

Es ist auch ein Lernprozess, das zu tun was einem selbst gut tut, ohne jemand anderen mit einzubeziehen. Denn das führt gerne zu einer Abhängigkeit. Man fühlt sich nur noch in Gesellschaft wohl. Besser ist man fühlt sich erst einmal mit sich selbst wohl. Bekanntschaften begleiten einen nicht durch den ganzen Tag. Den meisten Teil vom Tag ist man mit sich alleine.
Vielleicht hilft es, wenn du dir sagst: Heute nehme ich mir einen ganzen Tag nur für mich Zeit, um mich selbst zu verwöhnen.

Man kann ja klein anfangen. Ein Stadtbummel, ein Spaziergang nur für sich selbst. Falls man sich in ein Cafè setzt und etwas verloren vorkommt, kann man sich eine Zeitschrift, ein Buch mitnehmen. Menschen beobachten kann viel Freude machen.
Und wenn man neue Kontakte knüpfen will, dann ist ein Verein sicher immer gut, oder einfach nur schwimmen gehen, sich sportlich betätigen. Da lernt man auch Menschen kennen.
Auf einer Veranstaltung trifft man auch Menschen mit denen man ins Gespräch kommen kann. Gerade wenn man keine Erwartungshaltung hat, dann kann man auch unverkrampfter sich auf andere Menschen einlassen.

Betreutes Wohnen ist nicht schlecht. Ich kenne auch eine Frau, die das gemacht hat. Sie hat einige psychische Probleme und auch einige Ängste. Aber ich frage mich ob sie das unbedingt braucht, das betreute wohnen. Überrascht hörte ich sie vor kurzem sagen: Ich gehe alleine in den Cirkus, ich gehe alleine ins Konzert, oder auf ein Stadtfest. Das mache ich für mich selbst und es geht mir gut dabei. Sie wird, weil sie das macht bewundert und keiner denkt, wieso macht sie das alleine.
Also nur Mut!

Hilfreich ist es auch, wenn man sich ein bisschen selbst beobachtet und sich dem inneren Kritiker und den störenden Gedanken bewusst wird, die einen daran hindern wollen das zu tun was man eigentlich möchte.

Hierzu gibt es einen Tread, der dir vielleicht weiterhilft:

http://www.symptome.ch/vbboard/geist...-gedanken.html

Und hier hoch ein Link, der dabei hilft wie man Optimismus lernen kann

Optimismus Training - so wirst du zum Optimisten

Grüsse von Juliette
Dankeschön.Dies ist das ausrufezeichen was mir weiterhelfen kann

Bedürfnisse verstellen

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Das freut mich. Ich wünsche viel Spaß beim Üben.

Grüsse von Juliette

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