Visualisierung

28.05.08 06:51 #1
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admin ist offline
Administrator
Beiträge: 20.285
Seit: 01.01.04
Die Visualisierungstechnik ist eigentlich nichts anderes als ein "Tagtraum", welcher somit bewusst gesteuert und bewusst mit möglichst vielen Sinnen erlebt wird, um ihn so nahe wie möglich, an die Realität heran zu bringen.
Je realistischer dieser Tagtraum empfunden wird, desto eher werden auch entsprechende Gefühle einsetzen.

Wir kennen das, wenn wir uns an etwas Positives erinnern, das uns in der Vergangenheit widerfahren ist. Die Erinnerung daran kann ähnliche bis identische Gefühle zu Tage fördern, wie damals, als es tatsächlich passierte.
Insofern ist das tatsächliche Erleben und die Visualisierung davon nicht soweit voneinander entfernt.
Und ebenso ist die Visualisierung von etwas, das man gar nie erlebt hat, nicht weit von dem entfernt, wie es sich tatsächlich in Realität anfühlen würde.

Wenn wir wissen, welche Ereignisse es waren, die uns gute Gefühle bescherten, können wir genau diese jederzeit in das Hier und Jetzt holen und diese Gefühle erneut erfahren.
Dies kann eingesetzt werden, wenn es uns schlecht geht, damit wir uns danach besser fühlen. (sofern wir die Erinnerung an das Vergangene aus Sicht der Gegenwart nicht als Verlust erleben und somit den Fokus auf das Negative legen).
Es kann aber natürlich auch eingesetzt werden, wenn es uns bereits gut geht.

Unser Unterbewusstsein unterscheidet nun nicht, ob wir uns an etwas erinnern, das wir tatsächlich erlebt haben, oder ob wir einen fiktiven Tagtraum haben von etwas, das bisher nie real war.
Und so können wir gute Gefühle erzeugen rein aus kreativer Vorstellungskraft. Warum sollten wir das nicht nutzen? Sofern wir uns mit unser Vorstellungskraft nicht selbst einschränken, können wir uns vieles vorstellen.

Wenn das Gesetz der Anziehung funktioniert, kann die Vorstellung an etwas Unreales, dies in Zukunft real werden lassen.
Es kommt darauf an, wie sehr wir in Gedanken darin aufgehen, wie plastisch, detailtreu und farbenfroh wir es vor dem inneren Auge sehen und wie stark wir positives dabei fühlen.

Hat jemand schon gute Erfahrungen damit gemacht?
Wurde eines Tages genau das Realität, was vorher regelmässig visualisiert worden ist?

Gruss, Marcel

Möglichkeiten durch Visualisierung

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Marcel,

also von regelmäßig visualisieren kann ich bei mir nicht sprechen.
Aber ich kann hier folgende Geschichte beisteuern.
Ich habe einmal eine Wohnung besichtigt, die für meine damaligen Begriffe absolut perfekt war. Die oder keine sagte ich mir.
Es stimmte alles mit meinen Vorstellungen überein, von den Böden bis zur Umgebung. Da rief mich die Besitzerin an und sagte einige andere hätten die Wohnung schon vor mir besichtigt und sie hätte an ein junges Paar eine Zusage gemacht.
Da war ich etwas enttäuscht. Aber irgendwie wusste ich das ich die Wohnung bekommen würde, da gabs für mich keine Zweifel. Ich dachte mir das ich mich absolut wohl fühlen würde in dieser Wohnung und hab mir wohl auch vorgestellt, wie ich mich in diese Wohnung verhalten würde usw. Ich schmiedete Pläne und stellte auch jede weitere Suche nach anderen Wohnungen ein.
Ein paar Tage später rief die Besitzerin an und sagte das das Pärchen sich anders entschieden hätte und ich bekam die Wohnung.
Das kann Zufall sein oder nicht. Ich fand es war ein interessantes Erlebnis.

Grüsse von Juliette



Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (28.05.08 um 16:10 Uhr)

Möglichkeiten durch Visualisierung

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Also wenn alle meine Tagträume wahr werden, dann habe ich eine tolle Zukunft vor mir
Bis jetzt ist leider noch nichts passiert.

Das einzige, was so ungefähr in diese Richtung geht, ist dass ich jahrelang in einen Mann verliebt war, und zwar seeeeeehr. Ich wär für ihn gestorben - so eine Liebe. Der erste Gedanke nach dem Aufwachen war sein Name, und auch der letzte vor dem Einschlafen. Tagträume von mir in seinen Armen natürlich noch und nöcher.
Irgendwo hatte ich auch mal gelesen "Wenn Du jemanden so sehr liebst dass es weh tut, dann ist es sicher, dass Du auch geliebt wirst".
Jedenfalls hat er sich Jahre später, als ich schon so gut wie über ihn hinweg war und ihn auch nicht mehr gesehen hab, wieder gemeldet, ist vorbeigekommen und wir hatten eine kleine Affaire. Geliebt hat er mich trotzdem nicht, aber inzwischen glaube ich, das war das Maximum, was ich bekommen konnte in diesem Fall.
__________________
Liebe Grüße Carrie

Möglichkeiten durch Visualisierung

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Carrie,

hübsche Geschichte und sicher gar nicht so selten. Ich glaube auch das einige Beziehungen, oder kurze Affären so entstehen, das man sich etwas wünscht und wie du sagst den jenigen haben will. Das zu visualisieren oder zu träumen ist sicher leicht, weil die Kraft eines großen Gefühls dahinter steckt. Oftmals erfüllen sich solche Wünsche für eine kurze Zeit, weil wie du es schreibst, einer mehr empfunden hat als der andere.
Kenne einige Geschichten die ähnlich sind.
Man könnte ja hingehen und versuchen dieses große Gefühl für sich selbst zu produzieren und dann das was einen weiterbringt zu visualisieren. Vielleicht ein neuer Beruf, eine neue Wohnung ect.

Grüsse von Juliette

Möglichkeiten durch Visualisierung

Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Was ich gerade überlege:
Wenn ich nun also visualisiere, daß ich einen ganz tollen Partner bekomme, mit ihm wunderschöne Zeiten habe usw. usw. .
Dann kann ich für mich selbst ja in etwa realistische visualisieren, wenn ich ehrlich mit mir bin.
Wie ist das aber mit dem visualisierten Partner, wenn ich jemand Bestimmten im Kopf habe? Vielleicht findet er mich als Partnerin ja absolut unpassend und würde nicht im Traum daran denken, mich als seine Partnerin zu visualisieren? - Dann kann das doch nicht wirklich klappen.

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Möglichkeiten durch Visualisierung

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Da ist was dran Uta. Wenn man da an Stars denkt wie so manche Boy Band. Die Mädels visualisieren sicher fleißig, aber nur wenige haben tatsächlich die Gelegenheit. Das Angebot ist einfach zu groß für die Jungs.
Bei normalen Menschen ist es anders denke ich. Wenn jemand schwer verliebt ist und sich ernsthaft vorstellt einen bestimmten Menschen zu bekommen, dann denke ich das da schon einiges in Gang kommt. Aber ich denke auch da gehören immer zwei dazu. Vielleicht wird durch das fleißige Visualisieren, jemand auf den anderen aufmerksam, der zuvor tatsächlich überhaupt nicht daran gedacht hat. Es muss ja nicht unbedingt eine Affäre, Liebelei sein. Es kann ja auch eine Freundschaft sein.
Gut ist das es den freien Willen des Menschen gibt und da hört glaube ich der Visualisierungserfolg weitgehend auf.

Grüsse von Juliette

Möglichkeiten durch Visualisierung

Wanderer ist offline
Beiträge: 27
Seit: 04.08.07
Hoi zsäme!

Mir kommt da spontan Vera F. Birkenbiehl in den Sinn: wenn Du für ein paar Minuten eine Grimasse schneidest, als ob Du lachen würdest, drücken die Muskeln auf Nervenbahnen und signalisierem dem Gehirn, dass es einem gut geht. Und es werden Glückshormone ausgeschüttet.

Unser Gehirn ist auch meiner Meinung nach nicht wirklich fähig, Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Zumindest nicht zum Zeitpunkt des Erlebens. So lassen sich mit einem kleinen, selbstproduzierten "Wahn" oder auch in einem normalen Traum Gefühle und Reaktionen auf Geschehnisse produzieren. Ich finde diese Möglichkeit sehr interessant und hab für mich selbst dies auf andere Art ausgebaut.
Heute denke ich, dass die Visualisierung z.B. eines Partners ein Eingriff ist in die Welt des anderen. Aber es gibt ja viele andere Methoden, als das Visualisieren und sich stark wünschen.
Bei einem Ziel, das man erreichen will, vergisst man oft die Frage, was einen denn daran hindert, es zu erreichen. Nicht die äusseren Umstände, sondern die eigene Einstellung, die diese scheinbar unüberwindlichen äusseren Umstände nicht umgehen kann. Wenn wir schon die Fähigkeit haben, Dinge auch nur in der Vorstellung als real zu empfinden, muss es da ja noch weiter gehen. *smile*

Ich denke, meist sind wir es selbst, die uns daran versagen lassen: wir zwar wünschen uns Dinge und bewegen uns in Traumwelten in der realisierten Version der Wirklichkeit, aber die Wege dazu beschreiten wir stets als Wunsch für die Zukunft. Damit diese eintrifft, ist es vielleicht nötig, die eigenen Blockaden in diesem Zusammenhang zu finden und dem Wunsch so einen Weg zu geben.

Für mich liegt der Schlüssel im Tun, und nicht in der Vorstellung. Aktiv handeln, aktiv an den eigenen Gefühlen und Gedanken teilhaben, ihnen "virtuell" begegnen und vermitteln. Vermitteln zwischen dem, was man sich wünscht und den Gründen für die Dinge, die da im Weg stehen.

*smile*
Wanderer

Möglichkeiten durch Visualisierung

mezzadiva ist offline
in memoriam
Beiträge: 955
Seit: 06.04.06
Vor einigen Jahren habe ich angefangen, mich mit Visualisierungen zu befassen. Das Schwierigste dabei fand ich, tatsächlich meinen Wunsch so klar zu kriegen, dass er überhaupt visualisierbar war. Ich habe angefangen mit den klassischen Parkplatz-Findübungen (genau die Straße anpeilen, wo ich stehen möchte), und es dann nach und nach auf anspruchsvollere Bereiche ausgedehnt. Der erste große Erfolg war tatsächlich die Partnersuche! Aber bis ich das Profil des Wunschpartners - und die ganze emotionale Haltung meiner selber dahinter - so visualisiert hatte, dass er überhaupt in mein Leben treten konnte, das war schon harte Arbeit.

Seitdem arbeite ich mit wachsender Begeisterung mit dieser Technik. Berufliche Nullpunkte, private Krisen, Geldnöte - alles lässt sich damit lösen. Man darf die Lösung nicht immer gleich hier und sofort erwarten. Aber es ist ein bisschen wie Wanderer beschreibt: durch die intensive Konzentration auf diese positiven Gedanken geht es einem gleich besser, das weckt Kräfte und man fängt unwillkürlich an, selber in die richtige Richtung zu gehen. Und bekanntlich ist ja der erste Schritt immer der entscheidende.

Gruß
mezzadiva

Möglichkeiten durch Visualisierung

Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Visualisieren ist der Fachausdruck im Mentaltraining für sich vorstellen, sich ein Bild machen von einem (bevorstehenden) Ereignis.
Im Sport inzwischen Selbstverständlichkeit. Z.B. wenn wir ein Schirennen anschauen, sehen wir Rennläufer, die mit geschlossenen Augen dastehen und mit den Händen und dem Körper veschiedene Bewegungen machen. Sie visualisieren den bevorstehenden Lauf.
Oder sie stellen sich vor dem Rennen schon vor, wie sie bei der Siegerehrung auf dem ersten Platz stehen.
Die Wirkungen sind unbestritten.
Sie können mit der gleichen Technik Ihre Ziele (ob beruflich, privat, sportlich...) leichter und sicherer erreichen.
.....
Mentalbung Visualisieren

Hier wird geraten, so vorzugehen:

* Entspannen, evtl. mit einer Kassette der Muskelrelaxation nach Jakobsen

* Zielformulierung:
-- lohnend, meßbar, realistisch, schriftlich, Gegenwartssprache, postiv formulieren

* Sich vorstellen (visualisieren), wie es ist, wenn das Ziel dann erreicht ist
-- mit allen Sinneskanälen (Unsere Sinneskanle und wie wir sie einsetzen)
-- hören, sehen, fühlen, riechen, körperlich, emotional

* Üben, üben, üben ....

Gruss,
Uta

Möglichkeiten durch Visualisierung

Morja ist offline
Beiträge: 823
Seit: 27.10.09
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Mentalbung Visualisieren

Hier wird geraten, so vorzugehen:

* Entspannen, evtl. mit einer Kassette der Muskelrelaxation nach Jakobsen

* Zielformulierung:
-- lohnend, meßbar, realistisch, schriftlich, Gegenwartssprache, postiv formulieren

* Sich vorstellen (visualisieren), wie es ist, wenn das Ziel dann erreicht ist
-- mit allen Sinneskanälen (Unsere Sinneskanle und wie wir sie einsetzen)
-- hören, sehen, fühlen, riechen, körperlich, emotional

* Üben, üben, üben ....

Gruss,
Uta
Hallo Uta

toll dass DU das hier eingestellt hast.

Das mit der Zielformulierung ist mir jetzt nicht ganz klar

Also einen Satz dazu sagen wie bei einer Affirmation
oder ist da der ''Szenenaufbau'' der Visualisierung gemeint?

LG Morja
__________________
Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da. Franz Kafka

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