Lebensthemen und Überlebensstrategien erkennen und auflösen

23.10.16 06:37 #1
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Lebensthemen und Überlebensstrategien erkennen und auflösen

Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 61.056
Seit: 10.01.04
Hallo Gerd,

Ehrlich gesagt.......glaube ich alles nicht
Das steht Dir doch frei ...

Grüsse,
Oregano
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Lebensthemen und Überlebensstrategien erkennen und auflösen
Clematis
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
ich halte diese Methode trotz einiger kritischer Gedanken trotzdem für sehr hilfreich. Für mich hat sie außerdem den Vorteil, daß ich mit der "Scheibe" selbst arbeiten kann und keinen oder selten einen Therapeuten brauche, wenn mir gerade ein Thema auf der Seele brennt.
Hallo Oregano,

ich schrieb ja auch, man kann es ja mal probieren...

Betreffs "löschen des binären Codes - löschen von destruktiven Hologrammen".
Aus der Reinkarnations-, Craniosakral- und spirituellen Therapie weiß ich, daß einmal im Gehirn oder sonstwo gespeicherte Informationen nicht gelöscht werden können, was übrigens ähnlich auf Computerfestplatten zutrifft - Spezialisten können Gelöschtes wiederherstellen.

Erfahrungen und Informationen, die wir gemacht haben und erinnern sind und bleiben tief in unserem Unterbewußten verankert. Wir können nur lernen falsche Schlüsse, die wir früher daraus entwickelt haben, heute als Erwachsene zu verändern, d.h. wie wir diese auslegen und verstehen und diese Änderung muß vom Unterbewußten akzeptiert werden, was dann zu Verhaltensänderungen usw. führt. Eine nur im Bewußtsein getroffene Entscheidung oder Einsicht hilft deshalb nur sehr selten, weil das Unterbewußte die alten Glaubensmuster beibehält und weiter auf der alten Schiene läuft.

Ich will niemanden davon abhalten, das auszuprobieren. Als Allheilmittel wie im Web dargestellt, ist es aber sicherlich nicht zu sehen.

Liebe Grüße,
Clematis

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Gleerndil ist gerade online
Beiträge: 3.833
Seit: 26.07.09
Vielleicht nochmal zurück zu dem Beispiel des 7-jährigen Jungen, um den es ging. Seine Mutter sagt ihm in einer Situation, die mit einer schlechten Schulnote vielleicht so schon "schwierig" ist für ein Kind, dass es irgendwie seine "Schuld" wäre, dass sie, die Mutter, nicht Ärztin werden konnte. Also einmal eine Verknüpfung von Ereignissen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, außer eben, dass der Junge beidemal mit dabei ist. Aber mir fiel auch noch auf, dass die Mutter ihr eigenes ungelöstes Lebensproblem weitergibt an die nächste Generation, also generationen-übergreifend, transgenerational. Und das in einer Form, die es dem Kind und später auch dem Erwachsenen gar nicht möglich gemacht haben, konkret über so etwas nachzudenken. Und es brauchte, in dem Fall hier, erst einmal ein entsprechendes, passendes Gegenüber mit den richtigen, passenden Fragen, um diesen Punkt, das Problem bewusst werden zu lassen.

Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

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Piratin ist gerade online
Beiträge: 597
Seit: 29.09.13
Hallo Oregano, hast du dieses Programm selbst ausprobiert? Finde es nicht uninteressant, bin aber völlig überfordert damit und kann mir rein gar nichts drunter vorstellen.

Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Meine Lösungsmöglichkeiten würde ich eher hier sehen:
Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Dies führt dann zu einer weiteren Möglichkeit: dem geistigen Heilen bei einem therapeutisch erfahrenen Heiler. In der tiefen Entspannung während einer solchen Sitzung gelangen wir an tief vergrabenes Wissen, das uns im Wachzustand verborgen bleibt. Hier kann eine bestimmte erwünschte oder unerwünschte Verhaltensweise und ihre Ursachen, selbst wenn sie lange zurück liegen, aufgespürt werden. Das Erkennen der Ursache, oft ein vom Kind mißverstandenes Verhalten der Eltern, kann aufgearbeitet und richtig gestellt werden, ebenso erworbene Angewohnheiten. Das Erlebnis wird nicht gelöscht - letztlich bleibt dies ohnehin erfolglos, sondern der Erwachsene versteht jetzt, daß er dem Ereignis als Kind eine falsche Bedeutung beigemessen hat oder sich unangemessenerweise angepaßt hat. Das Problem wird so aufgelöst. Kommt die Verhaltensweise im Alltag dann wieder, ruft man sich das Erkannte in Erinnerung und kann diese Klippe umschiffen. Meist reichen einige Vorgänge dieser Art, um diese Verhaltensweise endgültig abzulegen.
Liebe Clematis,
das mag auf viele Glaubenssätze und falsche Muster und sonstige Probleme zutrefffen, Traumaheilung funktioniert so aber mEn nicht. Es reicht nicht, zu wissen und zu reflektieren. Ein traumatisierter Mensch funktioniert automatisch und nicht bewusst, sondern aus tiefstem Unterbewusstsein, reflexartig. Es nutzt nichts, wenn er weiß, warum er so reagiert. Außerdem kann aufdeckendes Arbeiten schnell zu Retraumatisierung führen, weshalb bei der Arbeit mit Trauma äußerste Vorsicht geboten ist. Insbesondere Entwicklungstrauma reproduziert sich durch jede Misserfahrung in falschen Therapien und durch überforderte Therapeuten.

Liebe Grüße
Piratin
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Alles von mir Geschriebene entspricht einzig und allein meiner Meinung ohne Allgemeingültigkeit.

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.349
Seit: 12.05.13
Ob bei bewusst gewordene oder unbewusste Traumata (auch von schweren Erkrankungen oder heftigen Unfällen) zu verarbeiten (selbst wenn sie in der Kindheit passiert sind), bei all diesen Themen ist die Hypnose sehr hilfreich.

Die Hypnose selber "löscht" nicht, sondern der in der Hypnose liegende Betreffende wurde gefragt, ob er/sie (sein/ihr Gehirn) das 'Problem' selber lösen kann.
Wenn die Antwort "JA" lautete, hat man dem Gehirn die Aufgabe gegeben das Problem zu lösen und sich zu melden wenn es erledigt ist.
Bei "NEIN" wurden in Zusammenarbeit mit dem hypnotisierten Betreffenden Lösungswege gesucht.

Dafür wurde kein Trauma wieder bewusst hochgeholt, sondern das Gehirn hatte die Chance bekommen seine eigenen Heilkräfte ungestört von unseren Köpfen und der Außenwelt zu regenerieren und nahm die Möglichkeit immer dankbar an.

Bei uns wurde auch Hypnose mit NLP verbunden.

Liebe Grüße Tarajal

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Clematis
Zitat von Piratin Beitrag anzeigen
das mag auf viele Glaubenssätze und falsche Muster und sonstige Probleme zutrefffen,
Hallo Piratin,

genau auf Vorgenanntes bezog sich meine Beschreibung. Nicht auf schwerwiegende Traumata.

Traumaheilung funktioniert so aber mEn nicht. Es reicht nicht, zu wissen und zu reflektieren. Ein traumatisierter Mensch funktioniert automatisch und nicht bewusst, sondern aus tiefstem Unterbewusstsein, reflexartig.
Ja und Nein... Unter Trauma verstehe ich z.B. einen einmaligen oder wiederholten sexuellen Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen. Ja, weil man den Grund für reflexartige Handlungen ergründen kann und sie dann evtl. abbauen kann. Nein, weil jeder Mensch anders ist, es immer auf die Art des Traumas ankommt, für den einen ist es besser nichts zu wissen, für den anderen besser, dem nachzugehen. Der Klient weiß das selbst am besten, blockiert er, heißt es ihn in Ruhe zu lassen, ein anderes Thema anschneiden oder vorübergehend aufhören.

Bei Mißbrauch reagiert jeder Mensch wieder anders. Einer verdrängt das ganz tief und erinnert sich später gar nicht mehr daran - das ist dann so tief verborgen, daß diese Frau eine glückliche Ehe führt und Kinder hat. In diesem Fall sollte man tunlichst nichts aufrühren. Allenfalls dann, wenn bruchstückhafte Erinnerungen hochkommen und dann nur so weit, wie der Betroffene sich erinnert, bei der Verarbeitung helfen, aber ihr nicht eimerweise gleich alle Fakten auftischen. Dann findet eine Retraumatisierung statt, die unbedingt zu vermeiden ist.

Ein anderer erinnert sich und versucht mit vielerlei Therapien den daraus entstehenden Problemen Herr zu werden. Hier ist Hilfestellung angebracht.

Bei einem schweren Unfall, an dessen Hergang man sich nicht mehr erinnert, kann es helfen den Hergang zu erinnern, wenn dadurch anderweitige Ängste ausgelöst wurden, deren man nicht Herr wird.

In JEDEM Fall ist zu berücksichtigen, egal welche Methode man anwendet, daß man die Erinnerung NICHT erzwingen darf, sie muß nach und nach von alleine kommen. Die Seele hat diesen Vergessensschutz eingerichtet, weil die Erinnerungen für den Menschen unerträglich sind, er käme damit nicht zurecht, könnte sogar Selbstmord begehen... Später, irgendwann, wird die Seele diese Sperre ein ganz klein wenig öffnen, aber nur so weit, wie das Menschenkind damit fertig werden kann. Das kann lange dauern, aber kleine Schritte müssen es sein, ein zu großer könnte Unglück heraufbeschwören.

Ein erfahrener Therapeut erkennt am Verhalten des Klienten, wann es genug ist und wird dann aufhören, Zeit vergehen lassen bis das Aufgedeckte aufgearbeitet werden konnte, nicht mehr belastend ist. UND der Antrieb weiter zu machen muß IMMER vom Klienten ausgehen und auf keinen Fall vom Therapeuten. Der Klient spürt, ob er noch etwas mehr vertragen kann, der Therapeut weiß das nicht.

Gruß,
Clematis

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Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 61.056
Seit: 10.01.04
Hallo Piratin,

Hallo Oregano, hast du dieses Programm selbst ausprobiert?
Ja, habe ich schon oft . Zunächst bei einer Heilpraktikerin, wo ich dann einen Einführungskurs gemacht habe. Seitdem besitze ich eine Scheibe und mehrere "Flowcharts", also themenbezogene Programme, die man dann so durchführen kann. Ich finde es immer wieder erstaunlich, was sich aus dieser Scheibe ergibt und auf welche Themen man überhaupt erst darüber kommt.
Ich bin inzwischen davon überzeugt, daß diese ARbeit gut funktioniert und schätze sie deshalb sehr. Was nicht heißt, daß man nicht andere Methoden dazu nehmen kann bzw. kombinieren kann.

Grüsse,
Oregano
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Gleerndil ist gerade online
Beiträge: 3.833
Seit: 26.07.09
Zitat von Clematis Beitrag anzeigen

Bei Mißbrauch reagiert jeder Mensch wieder anders. Einer verdrängt das ganz tief und erinnert sich später gar nicht mehr daran - das ist dann so tief verborgen, daß diese Frau eine glückliche Ehe führt und Kinder hat. In diesem Fall sollte man tunlichst nichts aufrühren. Allenfalls dann, wenn bruchstückhafte Erinnerungen hochkommen ...
Das erscheint mir, Clematis, eher eine theoretische Konstruktion zu sein "ganz tief verdrängen" und "nicht mehr erinnern".......soweit ich inzwischen etwas davon weiß, spricht man bei traumatischen Erlebnissen eher von "Dissoziation", ich würde sagen "Abspaltung von Gefühlen", weil sie im Moment des Traumas übermächtig waren, und es so eine Überlebensstrategie darstellt, die aber in gewisser Weise zu einer "Persönlichkeitsspaltung" führt. Ich würde sagen, alles was dann in die Nähe dieser abgespaltenen Gefühle führt, irgendwie daran rührt, kann ein Problem werden, wird vermieden, macht aggressiv, oder ängstlich, oder oder.....bewusst oder unbewusst.

Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

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Clematis
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Das erscheint mir, Clematis, eher eine theoretische Konstruktion zu sein "ganz tief verdrängen" und "nicht mehr erinnern
Hallo Gerd,

nein, das ist keine theoretische Konstruktion, sondern ein konkreter Fall. Auch so etwas gibt es ...

Gruß,
Clematis

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.349
Seit: 12.05.13
Gerd, Theorie ist eine Sache, in der Praxis sieht es jedoch so aus, wie Clematis es oben schon beschrieben.

Bei Unfällen mit anschließender Jahrzehntelanger Behinderung (z. B. mit drei Jahren unter ein Pferdefuhrwerk gekommen und anschließend niemals richtig sprechen können) ist es gut, dieses Ereignis wieder "hochzuholen" um es verarbeiten zu können. Danach waren alle Behinderungen nicht mehr vorhanden.

Bei schweren Missbrauchfällen (wo Kinder verkauft wurden), oder bei brutalen Gewalttaten (Vergewaltigungen, Partner wird im Urlaub neben einem am Strand erschossen etc.) ist es nicht ratsam und auch überhaupt nicht nötig, all diese üblen Szenen wieder hoch zu holen, sondern es ist viel wichtiger für den betreffenden Menschen, dass er/sie "Frieden" mit der Situation und seinem Leben schließen kann um glücklich im Hier und Jetzt zu leben.

Liebe Grüße Tarajal


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