Innere Personen

06.11.13 11:58 #1
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Innere Personen

paule ist offline
Beiträge: 1.060
Seit: 01.02.10
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Bemerkenswert finde ich allerdings, dass in den Fallgeschichten innere Personen vorkommen, die nicht aus dem jetzigen Leben stammen.
dies kann dadurch zustande kommen, dass sie das Gehirn über Assoziationen "konstruiert".
so wie beim träumen.

Zitat von Fjaeril Beitrag anzeigen
Und wie kann es sein, dass Menschen die inneren Personen anderer wahrnehmen - wie z.B. in „Die geheimen Bewohner der Seele und wie sie unser Leben bestimmen“?
-> Spiegelneuronen

Innere Personen

Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Bemerkenswert finde ich allerdings, dass in den Fallgeschichten innere Personen vorkommen, die nicht aus dem jetzigen Leben stammen.
Hallo Fjaeril,

es ist auch möglich, daß der Mensch zur Bearbeitung seiner Themen erst einmal mit "früheren Personen" arbeiten muß, weil die Bearbeitung dieser Themen für den Jetzt-Mensch zu schmerzhaft und schwierig ist.
Über so einen (Um-)Weg wird es manchmal erst möglich, ein Thema anzuschauen.

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Innere Personen

TerraX ist offline
Beiträge: 11
Seit: 01.11.13
Hallo Fjaeril,
Sehr interessantes Thema, ich werde mir die Bücher demnächst mal ansehen. Ich bin so zu sagen erst in der Ausbildung was diese Spirituellen Themen angeht. Was ich noch gut empfehlen kann, sind Bücher von Lise Bourbeau, als erstes "Heile die Wunden deiner Seele". Das ist meine Bibel. Dieses Buch hat mir viele Schleier des Lebens abgenommen. Nach dem ich es gelesen habe, hatte ich das Gefühl als hätte ich Jahre lang in einem grossen Haus mit schmutzigen Fenstern gelebt. Ich hatte eine klare Vision, jemand macht da etwas an den Fenstern, ich schaue hin, o, die sind schmutzig, und von alleine werden sie immer sauberer, dann schaue ich nach aussen und sehe eine wunderschöne Wiese mit vielen Blumen, und stelle fest das sie schon immer da war und ich habe es nicht gewusst. Sofort bin ich nach draussen gegangen und habe angefangen das Leben zu geniessen. Ich hatte auch ein Gefühl in der Geschichte Narnia zu sein, und eine Welt hinter dem Schrank entdeckt zu haben.
Ich musste zum Glück einsehen das die Welt gar nicht so ist wie ich es gedacht habe, sondern viel schöner. Seit dann verstehe ich meine Eltern und mich auch, besser, diverse Angste sind verschwunden, dafür sind aber andere zum Vorschein gekommen, und daran arbeite ich noch.
Die Angst von deinem Vater macht dir immer noch zu schaffen, habe ich das richtig verstanden. Ich kann dir einen guten Rat, der mir geholfen hat, weiterempfehlen. Du erwartest von deinem Vater dass er dich liebt und versteht. Das darf man in der Spirituellen Welt nicht, wenn man glücklich sein will, weil diese Erwartung ist das was uns Krank und wütend macht, nicht das Benehmen der bestimmten Personen. Viel wichtiger ist es dass du dich selbst liebst, und dir das gibst und erlaubst was du von anderen erwartest. Auch ist es nicht wichtig ob die anderen dich lieben und respektieren, sondern ob du das für deine Mitmenschen empfindest. Aber wenn man sich selbst liebt, und sich gibt was man von anderen erwartet, dann ist das nicht so schwierig zu vergeben und seine Feinde zu lieben. Ich spreche aus Erfahrung, es ist keine trockene Theorie aus den Büchern.
übrigens, weitere Bücher die ich in die Praxis umgesetzt habe sind die von Byron Katy, "The Work". So einfach und es bringt so viel Einsicht. Am meisten liebe ich dieses Gefühl der Schwerelosigkeit nach dem man das Problem entdeckt hat, und ihn damit praktisch zu 90% gelöst hat, dieses Lachen das von alleine kommt, und innere Ruhe. Probiere es mal aus ich bin noch dran, und staune immer noch wieviel Wahrheit da drin ist. Aber vor allem komme ich mit grossen Schritten vorwärts in meinem Leben, das kann mir niemand mehr nehmen.
Das Buch "Heile die Wunden deiner Seele" werde ich noch mal lesen. Es ist eines von diesen Büchern die man immer wieder lesen sollte, um etwas neues zu entdecken was man vorher nicht verstanden hat.
Wünsche dir viel Glück bei deiner Suche.
LG TerraX

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Fjaeril ist offline
Themenstarter Beiträge: 189
Seit: 29.09.11
@paule
Sicher kann es sein, dann würde in den geschilderten Fällen das Gehirn sich ganz schön heftig was konstruiert haben, das dem Leben des Betroffenen nicht dienlich ist.

@oregano
A.S.Wittemann vermeidet es eine Erklärung zu liefern. Er sagt lediglich, dass so was öfters vorkommt.
In den geschilderten Fällen war es jedenfalls so, dass genau das, was diese „alten inneren Personen“ hüteten, schmerzhaft war für die Betroffenen.

@TerraX
Lise Bourbeau .. .. klingt interessant, ich bin mir aber nicht sicher .. .. Theorie, was was bedeuten, warum was wie sein könnte, hatte ich schon genug. Und sich selbst verzeihen .. .. ich weiß schon gar nicht mehr, was ich mir noch verzeihen könnte. Oder auf andere Weise.
Auch die Theorie über die Inneren Personen hilft mir, nur durch das Lesen, nicht weiter. Die Wittemanns zeigen lediglich auf, wie es in einer Therapie gehen kann, wofür man den entsprechenden „Begleiter“ braucht. Die Hintergründe verstehen ist eine Sache, Nutzen daraus ziehen eine andere, die nicht immer zwangsläufig darauf folgt.
Wenn Du eines der Bücher gelesen hast, interessiert mich sehr, wie es Dir damit ging.

Zu meinem Vater: er ist schon gestorben, ich hatte auch schon vorher aufgehört von ihm Verständnis oder gar Liebe zu erwarten, das war einfach unmöglich für ihn. Ich habe auch schon lange keine Angst vor ihm, und trotzdem sind gewisse Verbote wirksam. Allmählich habe ich Zweifel, ob diese wirklich nur durch meinen Vater so mächtig wurden.

Vielen Dank für Eure Antworten,
liebe Grüße
Fjäril

Innere Personen
Clematis
Zitat von Fjaeril Beitrag anzeigen
Vielen Dank noch mal .. .. ich habe nachgedacht, nachgefühlt, es überschlafen .. ..
Hallo Fjäril,

genau das habe ich auch erst einmal getan

Du hast mich auf die Überlegung gebracht, ob nicht Menschen mit multiplen Persönlichkeitsstörungen der beste Beweis dafür sind, dass es diese inneren Personen gibt. Ich konnte mir nie erklären, wo die herkommen, aber wenn es ganz normal wäre, dass sie da sind, und der „Fehler“ bei den Erkrankten darin liegt, dass diese abwechselnd quasi die Herrschaft über das Bewusstsein an sich reißen, das wäre für mich die beste Erklärung.
Wie dies genau zustande kommt, kann wohl niemand so recht erklären, dazu weiß man noch nicht genug zur Funktionsweise des Gehirns und die Verknüpfungen mit Gefühlen, die daraus entstehen. Es ist auch durchaus möglich, daß man sich diese alternativen Persönlichkeiten selbst erschafft. Wenn einem die jetzige Persönlichkeit beginnt zu ungeheuerlich zu erscheinen, flüchtet man in die andere, angenehmere, womit man für eine Weile zur Ruhe kommt. Das geschieht jedoch innerhalb eines einzigen physischen Körpers und braucht auch kein Einfluß von außerhalb zu sein.

Nur ein Mal Kind .. .. auch das ging mir viel durch den Kopf. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht, und ich kam zu dem Schluss: Wie kann man nur einmal Kind sein in einem (offiziellen) Zeitraum von 5113 Tagen, von denen jeder unzählige Augenblicke enthält?
Dazu nochmal, was ich in der ersten Antwort erwähnte:

Du warst nur einmal Kind! Dieses eine Kind hat aber unterschiedliches erlebt und somit kommen verschiedene Aspekte in Betracht, aber es bleibt bei einem Kind. Du und das inzwischen erwachsen gewordene Kind seid eine Einheit, mit allem was in diesem Leben vorgefallen ist.
Paule hat dazu vieles sehr schön erläutert und nennt das was ich Aspekte nenne, Persönlichkeitsanteile. Klar hast Du als Kind mit Tausenden Tagen und Milliarden Augenblicken völlig unterschiedliches erlebt. Doch das warst eben Du selbst, eben nur als Kind. Auch danach in der Jugend kamen noch Erfahrungen dazu und dann noch als Erwachsene. Das alles macht Dich aus. Das Unterbewußte bildet aus all dem Verknüpfungen, die es für nützlich hält, sortiert Unwichtiges aus, bringt Traumatisches zum Schweigen, und sorgt dadurch dann im späteren Leben für entsprechende Gefühle und Reaktionen. Da das UB aber fleißig sortiert hat, kommt dabei nicht immer und nicht unbedingt das Sinnvollste heraus. Alles ist miteinander verwoben, beeinflußt sich gegenseitig.

Ich will es mal mit einem fiktiven Bild versuchen: vier Wollknäuel in unterschiedlichen Farben, die vier Kindheitserlebnisse darstellen, eines ein Trauma, eines fühlt sich ungeliebt, eines zu Unrecht bestraft, eines hat Angst. Man nimmt von jedem Knäuel den Anfang des Fadens, bündelt sie und wickelt alle vier Knäuel zu einem einzigen zusammen, so daß dieser groß, dick und vierfarbig ist. Jetzt möchtest Du das Trauma angehen und diesen Faden aufwickeln. Was passiert, wenn Du nur daran ziehst? Die anderen kommen ungewollt mit und verheddern sich hoffnungslos, verknoten sich. Da kommt man nicht so recht weiter, es sei denn man geht schrittweise vor, wickelt nacheinander die einzelnen Fäden immer nur etwas ab und nach und nach immer weiter, bis die Fäden wieder getrennt sind. Jeder Faden ist nur ein Aspekt oder Persönlichkeitsanteil, aber zusammen sind sie ein Teil des früheren Kindes aber auch ein Teil Deines heutigen Wesens. Als Hilfsmittel könnte man diese Aspekte als unterschiedliche Persönlichkeiten betrachten, doch dabei besteht die Gefahr, daß die Verknüpfungen der verschiedenen Aspekte und wie sie aufeinander einwirken nicht beachtet werden.

Laut einer Therapeutin entsteht ein inneres Kind durch Trauma. Ein Persönlichkeitsanteil bleibt dabei in der Entwicklung stecken und sollte durch die Therapie „nachreifen“. Wenn ich nur EIN Trauma erlebt hätte, hätte ich logischerweise EIN inneres Kind. Bei mehreren Traumen? Verschwindet ein früheres inneres Kind, wenn sich ein neues bildet, durch ein noch schlimmeres Trauma als das frühere? Oder bildet sich kein neues mehr? Dann müsste mein inneres Kind aber 8 Monate alt sein und nicht vier oder fünf Jahre (wie in der Therapie auffindbar), im ersteren Fall aber viel älter.
Da widerspreche ich Deiner Therapeutin: das innere Kind ist immer da und entsteht nicht erst durch ein Trauma. Es lernt und lernt und lernt vom ersten Tag an ständig dazu. Wenn es nicht da wäre hättest Du auch keine Kindheitserinnerungen und -erfahrungen, weder gute noch schlechte. Ohne würdest Du auch heute noch Deine Hand auf die heiße Herdplatte legen. Somit "verschwindet" es auch nicht, wenn Probleme ausgeräumt wurden, dann verbleiben eben nur noch gute Erfahrungen des Kindes, auf die der Erwachsene nun bauen kann. Da entstehen und vergehen keine neuen Kinder - es ist immer das Deine, das zu unterschiedlichen Zeiten, unterschiedliche Traumen erlebte, Erfahrungen machte.

Der Dialog mit dem inneren Kind soll ein Nachreifen ermöglichen, wenn das Kind wie in meinem Milch überkochen/ungeliebt Beispiel erwähnt, in dem Glauben stecken geblieben ist, daß es bzw. der inzwischen Erwachsene Mensch sich immer noch ungeliebt fühlt. Erklärt man dem inneren Kind hier, daß die momentane Hinwendung zur Milch und Abwendung vom Kind, mit geliebt/ungeliebt nichts zu tun hatte, zeigt ihm viele Beispiele auf, wo es sogar über alle Maßen geliebt wurde, dann verflüchtigt sich dieses Gefühl aus der Kindheit und somit auch beim Erwachsenen, der das ohnehin richtig sehen kann.

Das Erlebte ist das Wichtige, nicht das Alter. Das kann sogar in die Zeit zurück gehen, als das Kind noch im Mutterleib war. Das Alter hat nur insofern Bedeutung, als das Kind zunehmend mehr versteht, wenn es älter wird und dadurch weniger falsch auslegt. Warum sollte das ein Kind nicht, wenn doch selbst Erwachsene untereinander das gleiche Verständnisproblem haben? Dennoch wird auch heute immer noch unterschätzt wie viel selbst Säuglinge verstehen. Wenn ein Erwachsener den Säugling mit "DaDaDaDuDuDuDaDaDa" anspricht, dann denkt der sich sein Teil - bekloppte Erwachsene (Erinnerung einer Ärztin an ihr erstes Lebensjahr)! Es ist aber immer DEIN inneres Kind, das all diese Erlebnisse hat, nicht das von Hinz und Kunz.

Wenn ich mit dem „Unterbewussten“ diskutieren kann wie mit einer Person, was spricht dann dagegen, dass ich tatsächlich mit einer Person rede? Nämlich entweder mit der, die andere beherrscht/beschützt, oder mit der, die gerade für das zuständig ist, worüber ich diskutieren möchte.
Wenn Du mit Deinem Unterbewußten kommunizierst, dann sprichst Du direkt mit einem Aspekt Deiner Selbst. Andere Personen zu postulieren ist nicht ganz ungefährlich. Wenn Du weitere Personen erfindest, die Dich beherrschen/beschützen/zuständig sind, gibst Du nicht nur die Selbstbestimmung auf, sondern überträgst sie auf erfundene Personen und lieferst Dich diesen Erfindungen unter Umständen sogar komplett aus. Unterschätze nie die Macht der Gedanken!!! Deshalb sollte man sich an das halten, was in einem ist und nichts dazu erfinden, es ist auch ohne schon kompliziert genug. Mit dem Erfinden solcher Gestalten begibst Du Dich möglicherweise in einen Bereich, der mit Besetzungen im Sinne von Exorzismus verwandt ist, oder schaffst die Grundlage für eine gespaltene Persönlichkeit im Sinne von Schizophrenie, und damit sollte man auf keinen Fall herumspielen. Hier wendest Du vielleicht ein, Kinder erfinden doch auch fiktive Spielkameraden und anderes - doch Kinder sehen diese als völlig getrennte Entitäten an, nicht als Teil ihrer selbst, sondern eben als Außenstehende und das ist ein Unterschied.

Und wer ist das Ich, das plötzlich den Wunsch hat Liebe fühlen zu können? Wozu brauche ich das, ist doch ganz praktisch so, ohne Komplikationen dadurch. Ging doch super über all die Jahre hinweg! Ich erinnere mich an eine Zeit, in der ich sogar froh war, dass ich nicht durch Verliebtheiten ins Trudeln geriet (wie andere, die ich kannte) und immer vernünftig blieb (so wie es mein Vater gefordert hatte). Und plötzlich taucht dieser Wunsch auf .. .. aus dem Unterbewusstsein? Oder aus meinem eigentlichen Ich? Und wer argumentiert dagegen, dass dies mein Dasein, so wie es ist, gefährden könnte und unbedingt vermieden werden muss?
Liebe ist ein wunderbares Gefühl und nach wunderbaren Gefühlen sehnen sich wohl alle Menschen, ebenso wie sie sich gerne glücklich fühlen. Doch haben wir Liebe und Glück heutzutage auf wenige Bereiche beschränkt, etwa Liebe zwischen Mann und Frau; wir fordern Liebe von anderen, geben sie aber nicht; eine völlig bedingungslos geschenkte Liebe, scheint weitgehend unmodern geworden zu sein; Glück durch viel Geld. Doch Liebe und Glück kann einen ganz unerwartet regelrecht durchfluten, wenn einen durch das Blattwerk im Wald ein unverhoffter Sonnenstrahl trifft! Oder der Anblick eines mit Tautropfen glitzernden Spinngewebes - ein Wunder der Natur. Liebe und Glück im trauten Kreis von Freunden ist ebenfalls unersetzlich.

Sicher kann es nett sein, wenn man von Liebeskummer, Scheidung usw. verschont geblieben ist, weil man "vernünftig" war. Doch diese Höhen und Tiefen gehören zum Leben, ohne die Tiefen kann man die Höhen nicht schätzen. Es kommt auch darauf an, was der Einzelne überhaupt unter Liebe versteht, welcher Art ist die Liebe nach der man sich sehnt? Ist Liebe nicht auch, wenn zwei harmonisch beieinander sind, sich gegenseitig schätzen, respektieren, tolerieren und dabei einfach still beeinander sitzen?

Der Wunsch nach Liebe dürfte dem innersten Ich oder der Seele entspringen und unserem spirituellen Wesen. Doch auch die Sicherung der Fortpflanzung hat hier sicherlich ein Wörtchen mitzureden. Dich zu verlieben, jetzt und heute, würde Dein jetziges Leben sicherlich verändern, ob im positiven oder negativen Sinne liegt jedoch völlig in Deiner Hand. Wenn Dir irgendetwas "einflüstert" das sei gefährlich und zu vermeiden, dann ist das wahrscheinlich auf die tief verankerten Vorgaben zurückzuführen, die Dir geboten "vernünftig" zu sein. Damals bedeutete "vernünftig" wahrscheinlich, sich nicht auf sexuelle Experimente einzulassen und ungewollt schwanger zu werden, sinnvoll wenn man 12 oder 17 Jahre alt ist. Doch so wie man älter wurde, verlor dieses Gebot an Sinn, wurde aber dennoch nicht abgelegt und verhinderte so eine normale Entwicklung zum Aufbau von Beziehungen?

Die Menschheit hat ja nur überlebt, weil Beziehungen eingegangen werden, zugegebenermaßen nicht unbedingt immer Glückliche, dabei verspüren die Partner den Wunsch nach Kindern, die sie normalerweise bedingungslos lieben und für die sie sorgen. Eine harmonische Familie ist ein Geschenk, das man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Da fühlt man sich geborgen und geliebt! Wer derartiges nie erleben durfte, aus welchen Gründen auch immer, wird wahrscheinlich immer das Gefühl haben, daß ihm/ihr etwas fehlt und weiterhin danach suchen.

Wer wünscht sich ganz erfassen zu dürfen, wer ich bin, was meine Seele hier überhaupt möchte, wünscht sich meine angeborenen und unterdrückten Fähigkeiten, die sich in Ahnungen und Träumen melden, wiederzufinden .. .. und wer will das verhindern?
Und wer in mir hat Angst vor Gesundheit, und warum?
Du, Deine Seele, Dein Ich und aus was sonst der Mensch noch bestehen mag, wünscht sich, sich selbst kennen zu lernen. Durch Umwelt, Erziehung, Familie, Gesellschaft werden uns im Laufe des Lebens so viele Dinge anerzogen, aufgezwungen, daß wir letztlich gar nicht mehr wissen, wer wir eigentlich sind. Eine besonders wichtige, aber für den Einzelnen besonders Schädliche, ist die Anpassung an viele gesellschaftliche Normen, die unserem inneren Empfinden widersprechen. Immer höflich sein, auch wenn einem nicht danach ist; dem Chef gehorchen, auch wenn er Blödsinn erzählt; zur Arbeit marschieren, auch wenn man krank ist, weil man um den Job fürchtet, Beispiele sind endlos.

Wenn Dir jetzt angeborene und bislang unterdrückte Fähigkeiten bewußt werden, dann gehe dem nach, wende sie an und laß Dir nichts verbieten. Du bist inzwischen eine Erwachsene Frau, kannst selbst bestimmen, was Du ausprobieren willst und kannst es auch tun, sei es auch noch so ausgefallen! Kunstfallschirmspringer? Nur zu! Aquarellmalerei, musizieren, beraten - zu allem was Dir genehm ist, Dich irgendeiner Gruppe anschließen und aktiv mitwirken? Du darfst ALLES! Nur zu! Wenn Du das wirklich willst, kann Dir das niemand verbieten, niemand verhindern.

Angst vor Gesundheit kann viele Gründe haben. Krankheit kann eine Flucht aus der Realität sein, man verschanzt sich hinter der Krankheit, um gewisse Dinge nicht tun zu müssen. Krankheit kann einem Vorteile einbringen - andere umsorgen einen liebevoll, die sich sonst nicht kümmern würden. Krankheit kann einem eine Pause von dem Alltagsstress bescheren. Bei Krankheit kann man sich zurückziehen, zur Ruhe kommen, was von anderen ohne Krankheit nicht akzeptiert würde. Ob diese Gründe auf Dich zutreffen weiß ich nicht, das sind nur Beispiele. Mir hat eine Krankheit dazu verholfen einen lange angestrebten Berufswechsel vorzunehmen, durch die Krankheit wurde er finanziert, was mir nicht möglich gewesen war.

Ich habe auch Frauen und Männer kennengelernt, die krank wurden, weil sie sich für sämtliche Familienmitglieder und Freunde aufopferten, sie waren stets da, wenn sie gebraucht wurden, letztlich gesundheitlich wegen Überlastung ruiniert. Doch etwas mehr für sich selbst zu tun, das wiesen sie rigoros zurück. Warum? Sie brauchten das Gefühl gebraucht zu werden, das nennt man auch Helfersyndrom, kann aber auch Ausdruck dafür sein, daß hier der Dank für die Hingabe mit Liebe gleichgesetzt wird. Wir Menschen sind schon seltsame Geschöpfe, nicht wahr?

Zum Sinn des Lebens kannst Du auch hier mal reinschauen:
http://www.symptome.ch/vbboard/nachd...-lebens-2.html
Auch die Logotherapie von Viktor Frankl kann hier weiter helfen, mal ein sehr vernünftiger Psychiater!

Ja, es stimmt, ich habe so viel Verschiedenes gehört, über mich und ganz generell über „die Psyche“ (von der mir keiner der Therapeuten verständlich erklären konnte, was das genau ist), dass ein schlimmes Kuddelmuddel entstanden ist. Aber jetzt, nachdem ich von den Inneren Personen erfahren habe, ist das wie Steine eines Puzzles zu bekommen, sodass das Bild endlich (fast) vollständig wird,.. .. da kann ich nicht mehr zurück zu mir weniger verständlichen Theorien. Wie oft hatte ich in der letzten Zeit den Eindruck es würde Krieg in mir herrschen – und warum sollen das nicht Personen sein, von denen die einen sich nicht länger unterdrücken lassen wollen und die anderen um ihre Macht kämpfen?
Mit dieser Aussage könnte ich übereinstimmen, wenn Du statt verschiedene Personen den Begriff Persönlichkeitsanteil oder Aspekte verwenden würdest. Du selbst bist nur eine Person und hast viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht und das seit mindestens der Geburt. Vieles davon läßt sich einfach ausgedrückt, nicht unter einen Hut bringen, es sind Widersprüche entstanden, die aber ungelöst geblieben sind, oder ein Aspekt widerspricht dem anderen. Da Dein Unterbewußtsein oder Seele nun glaubt, daß man Dich damit konfrontieren kann, weil Du jetzt in der Lage bist damit umzugehen, werden die Informationen allmählich durch Träume und Erinnerungen frei gegeben. Durch die vielen Therapien und Lektüre zahlreicher Bücher, ist mehr freigegeben worden als Du verkraften kannst und das vermittelt Dir den Eindruck, daß in Dir ein Krieg tobt, der Dich zunehmend verwirrt. Es ist einfach zuviel auf einmal! Dazu ein Beispiel: ein kleiner Junge fällt auf die Fahrbahn, sieht zu wie die Räder eines Fahrzeugs über seine Hände fahren. Erinnert sich danach an nichts mehr. Erst mit ca. 40 tauchen einige Erinnerungen, stückchenweise, an das Ereignis auf, nach einiger Zeit ist das Bild vollständig - so lange brauchte es, bis er das verkraften konnte, ohne durch die einfache Erinnerung nochmals traumatisch verletzt zu werden. Ähnliches erleben Frauen und Männer, die als Kleinkinder, teils bis ins Alter von 12-13 Jahren sexuell mißbraucht wurden. Manche erinnern sich im ganzen Leben nicht mehr daran. Wenn doch, dann fängt es mit bruchstückhaften Erinnerungen an, denn an der gesamten, schlagartigen Gewahrwerdung könnten sie zerbrechen.

Der seelische Schutzmechanismus, der hier aktiv ist, hat seinen Sinn und wir sollten dafür sehr dankbar sein. Ihn zu durchbrechen, ohne kompetente Begleitung, kann gefährlich werden. Leider mangelt es den meisten Psychiatern an dieser Kompetenz, denn ihre sog. wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern dafür keine Anleitung.

Zu Personen, die um die Macht über Dich kämpfen siehe oben. Bitte laß Dich auf so etwas auf keinen Fall ein, das kann Dich noch tiefer in eine Krise stürzen. Das ist kein Machtspiel, das da vor sich geht, sondern ein Versuch die Verwirrung verschiedener Erfahrungsaspekte zu sortieren und aufzulösen, die da alle ungebeten und gleichzeitig auf Dich einstürmen.

Wie war das noch mit neuen Forschungsergebnissen – zuerst wird darüber gelacht, dann werden sie bekämpft, und schließlich ist es einfach so.
Das mag auf vieles zutreffen und auch sinnvoll sein. Doch wenn dieses Spiel mit der Psyche des Menschen gespielt wird, die ohnehin niemand richtig erklären kann, dann ist für mich die Grenze überschritten. Leider sind die Verirrungen der Psychologen und Psychiater so zahlreich, daß man sich von vielen besser distanziert bzw. ihnen nahelegen sollte, selbst mal zum Therapeuten zu gehen. Andere lassen ihre Patienten in den schlimmsten Krisen im Stich. Die Definition von psychischen Erkrankungen, einst ein sehr seltenes Phänomen, wurden inzwischen derart weit gefaßt, daß man im Prinzip JEDEN zu den psychisch Kranken zählen kann. Und das ist gewollt, denn alle diese Menschen brauchen dann angeblich Medikamente. Wer hinter der Definitionsausweitung und den phantasiereichen Beschreibungen steckt? Dreimal darfst Du raten! Oder besser siehe hier:
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...initionen.html

Von einem anderen Mitgleid hier geklaut: "Vorsicht, sie könnten an einem Druckfehler in Gesundheitsbüchern sterben" (sinngemäß). Das trifft in verschärftem Maße für alle Psycholiteratur zu...

Tja, das ist meine persönliche Ansicht zu dieser Geschichte und sie basiert nicht allein auf Theorien. Ich habe auch sehr viel davon für mich selbst durchgezogen, allein oder gemeinsam mit anderen. Und Eines möchte ich Dir deshalb auch dringend empfehlen: mach mal Pause beim Graben in Deinem Ich, Unterbewußten, bei Persönlichkeitsanteilen, Aspekten. Laß Ruhe einkehren und nimm nur das auf, was im Moment spontan und ganz von allein Deine Aufmerksamkeit erheischt. Alles andere ignoriere mal für einige Zeit. Übertreibungen bei diesem Spiel können richtig krank machen und führen zu allermindestem zu Fehlschlüssen und Kurzschlußreaktionen.

Liebe Grüße,
Clematis

Innere Personen
Clematis
Zitat von Fjaeril Beitrag anzeigen
Zu meinem Vater: er ist schon gestorben, ich hatte auch schon vorher aufgehört von ihm Verständnis oder gar Liebe zu erwarten, das war einfach unmöglich für ihn. Ich habe auch schon lange keine Angst vor ihm, und trotzdem sind gewisse Verbote wirksam. Allmählich habe ich Zweifel, ob diese wirklich nur durch meinen Vater so mächtig wurden.
Hallo Fjäril,

obwohl Dein Vater verstorben ist, kannst Du mit ihm einen Dialog führen. Frage ihn mal, was er damals genau mit seinem "vernünftig" sein meinte, was er darunter verstand und warum er welche Verbote erlassen hat. Diskutiere das einfach mal mit ihm. Das Ergebnis könnte Dir nicht nur weiter helfen, sondern auch für einige positive Überraschungen sorgen. Danach wirst Du auch wissen, ob Du sie richtig verstanden hast, ob Du sie vielleicht selbst noch verstärkt hast oder anderes.

Liebe Grüße,
Clematis

Innere Personen

Fjaeril ist offline
Themenstarter Beiträge: 189
Seit: 29.09.11
Liebe Clematis!

So eine lange Antwort, ich spüre geradezu, wie Du Dir Mühe gibst mich von einem Schritt abzuhalten, den Du für völlig falsch hältst. Ich habe den Eindruck, dass Dir das richtig am Herzen liegt.

Aber .. .. Du kannst nicht wissen, wie sehr ich „am Ende“ bin. Du kannst nicht wissen, dass ich mit den verborgenen Fähigkeiten nicht so etwas meine, das man einfach probieren kann, alles derartige ist ausgeschöpft und vorbei (sogar das Malen, das mich einige Jahre sozusagen über Wasser hielt - siehe meine persnliche Malgeschichte ), ich bin nur mehr erschöpft. Jeden Tag warte ich sehnsüchtig auf den Abend .. ..

Da Du die Bücher nicht kennst, .. .. naja, also bei Richard C. Schwartz besteht wohl wirklich die Gefahr, dass man sich was konstruiert. Aber lt. den Fallgeschichten der Wittemanns werden niemandem innere Personen eingeredet, sie werden entdeckt, sprechen mit dem Therapeuten, sagen wer sie sind – oder weigern sich. Und auch der Betroffene nimmt sie als Person wahr, wundert sich eventuell sogar über ihre Aussagen .. .. es ist ein Entdecken, nicht ein Überstülpen.

Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Leider mangelt es den meisten Psychiatern an dieser Kompetenz, denn ihre sog. wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern dafür keine Anleitung.
Naja, von Psychiatern habe ich mich ohnehin ferngehalten. Aber auch mit „gelernten“ Psychotherapeuten ist es nicht viel anders, nur bekommt man keine Medikamente verschrieben. Nach gemachten Erfahrungen habe ich bereits einige Jahre Pause gemacht, wollte einfach nur mehr in Ruhe vor mich hin leben, aber es ging mir immer schlechter. Als meine Ärztin Traumatherapie vorschlug, habe ich verdächtig schnell ja gesagt – das war dann aber gar keine, hieß nur so. Schrecklich, dass solche Leute von sich behaupten dürfen, sie wären Traumatherapeut!

Aber damit komme ich vom eigentlichen Thema ab .. .. und diese „Therapie“ ist auch schon wieder 2 Monate her. Ich hatte in der Zwischenzeit lediglich einen Termin bei einer Energetikerin, die mir diese Bücher empfohlen hat.

Trotzdem noch: Dialoge mit meinem Vater .. .. hatte ich auch schon haufenweise. Und jede Menge Erklärungen lieferte er ohnehin schon mit bei seiner Erziehung. Er wollte mich vor den Gefahren der „bösen Welt“ beschützen, no na. Und vor dem „bösen Erwachen“, wenn ich nur aufgrund irgendwelcher Einbildungen glaube gesund zu sein. Und mein Gehirn müsse doch trainiert werden, gute Schulnoten, eine gute Ausbildung .. .. besseres Leben .. .. u.s.w.
Hauptsächlich hatte er natürlich Angst vor Gefühlen, die Erinnerungen bei ihm wecken würden, das ist für mich ganz klar. Bei meiner letzten „Begegnung“ mit ihm in der „Therapie“ sagte er, d.h. also ich auf seinem Platz, es gehe nicht darum, dass es mir gut gehe, sondern dass er recht hätte. Aha .. .. und? Es gab keine therapeutische Weiterverfolgung des Themas. Nur umdrehen und sagen „ich gehe meinen eigenen Weg“. Hat nichts geändert.

Wenn ich mit meinem bereits verstorbenen Vater so reden kann, mit wem rede ich dann?
Ist es im Prinzip nicht völlig egal, ob man das Unterbewusstsein als etwas Amorphes wahrnimmt und akzeptiert, dass man sich bei der Kommunikation damit mit teilweise widersprüchlichen Aussagen herumschlägt, ob man sich sagt, dass man innere Personen kreiert um damit zu arbeiten, oder ob es tatsächlich welche sind, energetisch oder neurologisch in uns vorhanden? Ist es nicht am wichtigsten, dass man zu Verbesserungen kommt? Und außerdem – es ist zu spät für eine Umkehr. Es ist, wie wenn ein Vorhang weggezogen worden wäre, und sie sind da. Undeutlich zwar, irgendwie im Dunklen, aber eindeutig Personen. Ich kann sie nicht wieder wegdenken, so wie beim berühmten violetten Elefant, oder wie auch immer der ist, an den man nicht denken soll.

Und ich erinnere mich auch schon früher mal zumindest eine Person - einen Mann - wahrgenommen zu haben, der mir bei einer Meditation sagte, dass das, was ich tue nichts bringt. Ich habe dann in der Gestalttherapie unter Anleitung ein wenig mit ihm kommuniziert, ohne darüber nachzudenken, wieso ich ihn wahrgenommen habe. (Kam nicht viel dabei heraus, er sagte, er wisse selbst nicht, warum er mir mit dieser Meldung in die Quere kam, und es tue ihm auch leid.)

Deswegen habe ich eingangs danach gefragt, ob wer schon Erfahrungen mit Inneren Personen hat. Schade, dass das offenbar nicht der Fall ist. Ein wenig über Möglichkeit oder Unmöglichkeit zu diskutieren ist natürlich auch o.k., aber ich denke, es ist alles Wichtige gesagt. Ich schaffe es nicht auf mehr Punkte von Dir einzugehen .. ..
Ich akzeptiere, wenn Du Dich mit der Literatur nicht befassen will, es für gefährlich hältst, jede Menge andere Erklärungen hast. Eine Therapiemethode, die ich nur aus Büchern kenne, kann ich ohnehin nicht verteidigen.

Liebe Grüße
Fjäril

Innere Personen

Fjaeril ist offline
Themenstarter Beiträge: 189
Seit: 29.09.11
Liebe Oregano!

Ich habe das Bedürfnis, meine letztens sehr kurze Antwort etwas ausführlicher zu erklären.

Also, ein Beispiel:
Es zeigte sich bei jemandem ein Mann, der miterlebt hat, wie sein Volk verraten und niedergemetzelt wurde, weil er seinen Nachbarn zu sehr vertraut hatte. Damit er dieses entsetzliche Gefühl nicht wieder erleben muss, sorgt er dafür, dass die jetzige „Gesamt-Person“ niemandem vertraut und niemanden an sich heranlässt, sodass derjenige unfähig für eine dauerhafte Partnerschaft / tiefe Liebe ist, obwohl er sich eine solche wünscht.

Liebe Grüße
Fjäril

Innere Personen
Clematis
Zitat von Fjaeril Beitrag anzeigen
So eine lange Antwort, ich spüre geradezu, wie Du Dir Mühe gibst mich von einem Schritt abzuhalten, den Du für völlig falsch hältst. Ich habe den Eindruck, dass Dir das richtig am Herzen liegt.
Aber .. .. Du kannst nicht wissen, wie sehr ich „am Ende“ bin.
Hallo Fjäril,

mir liegt am Herzen, Dich zu bitten sehr vorsichtig zu sein. Ich habe über die Jahre viele Menschen kennengelernt, die Informationen und Bilder, die sie fanden, nicht skeptisch genug hinterfragt haben und sich dadurch sehr geschadet haben, hinterher viel schlimmer dran waren als vorher. Daher diese Warnung.

Natürlich kann ich nicht in Dich hineinschauen und weiß letztlich auch nicht, was in Dir alles vorgeht. Daher respektiere ich, daß nur Du selbst letztlich entscheiden kannst, was Dir weiterhelfen kann und was nicht.

... es ist ein Entdecken, nicht ein Überstülpen.
Dann das Entdeckte noch gründlich überprüfen bevor man es akzeptiert, dann bin ich "beruhigt"

Er wollte mich vor den Gefahren der „bösen Welt“ beschützen, no na.
Das will jeder Vater, besonders bei Töchtern. Väter wissen ja selbst am besten, welche Tricks Männer anwenden, um... Diese Erfahrungen machte ich mit meinem Vater auch.

Und vor dem „bösen Erwachen“, wenn ich nur aufgrund irgendwelcher Einbildungen glaube gesund zu sein.
Könnte dies mit Deiner früheren Frage in Zusammenhang stehen:
"Und wer in mir hat Angst vor Gesundheit, und warum?"
Könnte es bedeuten, daß Du Angst davor hast Dich als gesund zu sehen, weil es ein Irrtum wäre, Einbildung, auf die ein böses Erwachen folgen würde, weil Du in Wirklichkeit -gemäß Aussage des Vaters- dennoch krank wärest?

es gehe nicht darum, dass es mir gut gehe, sondern dass er recht hätte. Aha .. .. und? Es gab keine therapeutische Weiterverfolgung des Themas. Nur umdrehen und sagen „ich gehe meinen eigenen Weg“. Hat nichts geändert.
Das kannst Du in einem Streitgespräch mit ihm ja nochmal aufgreifen. Ohne Therapeut gelingt es Dir vielleicht ja sogar besser. Im Streitgespräch kämen Deine eigenen Empfindungen dazu hoch, würden bewußt und könntest das evtl. dann abhaken?

Wenn ich mit meinem bereits verstorbenen Vater so reden kann, mit wem rede ich dann?
...dass man innere Personen kreiert um damit zu arbeiten, oder ob es tatsächlich welche sind, energetisch oder neurologisch in uns vorhanden? ...Ist es nicht am wichtigsten, dass man zu Verbesserungen kommt? ...Undeutlich zwar, irgendwie im Dunklen, aber eindeutig Personen. Ich kann sie nicht wieder wegdenken, so wie beim berühmten violetten Elefant
...Und ich erinnere mich auch schon früher mal zumindest eine Person - einen Mann - wahrgenommen zu haben
...Deswegen habe ich eingangs danach gefragt, ob wer schon Erfahrungen mit Inneren Personen hat. Schade, dass das offenbar nicht der Fall ist.
Das von Dir an Oregano gerichtete Beispiel bringt mich dazu, unter Berücksichtigung der gekürzt zitierten Aussagen, nochmal darauf einzugehen. Vorher habe ich das nicht gemacht, weil das in Bereiche vorstößt, die von vielen grundsätzlich abgelehnt werden. Sie betreffen jedoch die inneren Personen, die man erleben kann.
Wenn Du mit Deinem Vater sprichst - dann könnte das erstens sein "Geist" sein, damit wären wir mitten in der Regressions- bzw. Reinkarnationsfrage. Zweitens gehen Informationen in diesem Universum nicht verloren, sie sind immer noch irgendwo vorhanden und können z.B. bei einer Meditation "angezapft" werden.
Drittens weißt Du intuitiv, unbewußt viel mehr von dem was Dein Vater dachte, weil ihr seinerzeit über eure energetischen Felder miteinander verbunden wart und auch dieses Wissen kannst Du "anzapfen".

Ja, das Wichtigste ist, Verbesserungen zu erreichen. Es gibt viele Wege dahin, einige sind zu empfehlen, andere weniger. Unsere Gefühlswelt ist eine Mimose und sehr empfindlich, berücksichtigen wir das, dann sollte auch nichts schief gehen.

Du hast Recht, daß man nicht zurück kann - hat man einmal damit begonnen, wird es fast zum Selbstläufer, selbst dann, wenn man es wenigstens vorübergehend mal zur Ruhe betten wollte. Als ich mal völlig überfordert war, richtete ich an "höhere Stelle" die Bitte, mir eine Woche Pause zu gewähren. Sie wurde erhört, doch die Pause betrug nur drei Tage - immerhin! Das was man erfahren hat, kann man nicht mehr vergessen. Wichtig dabei bleibt, daß, was immer da kommt für Dich hilfreich ist. Insofern ist der Weg unwichtig.

Der Mann, der Dir "erschienen" ist, dem seine falsche Aussage leid tat, könnte mit Reinkarnationen zu tun haben und insoweit habe ich auch meine eigenen Erfahrungen mit Personen, die mir vorgekommen sind.
Dabei habe ich für mich jedoch letztlich offen gelassen, ob es tatsächlich Bilder aus einem früheren Leben gewesen sind, oder ob mein Unterbewußtsein diese Bilder "erfunden" oder "heraufbeschworen" hat, um mir Zusammenhänge zu verdeutlichen, die es mir anders nicht mitteilen konnte.

Zwei solcher Mitteilungen halfen mir mit ihren Information zwei recht schwere Probleme komplett zu überwinden. Eine Information erhielt ich während einer intensiven Meditation und die Zweite während einer noch intensiveren geistigen Heilsitzung. Es waren regelrechte Kurzfilme, bei denen ich aktiv mit anderen Personen zugange war...

Ich habe aber auch mehrere andere Informationen bei anderen Gelegenheiten erhalten, die mich auf's Glatteis geführt haben, sich letztlich als falsch herausstellten, mir aber erhebliche Probleme bereiteten bevor ich das erkannt und für mich richtig gestellt hatte. Und das ist auch der Hauptgrund, warum ich bei solchen Dingen immer zu besonderer Vorsicht rate. Ein weiterer Grund ist, daß es nach unverantwortlich ausgeführten Regressions- oder Reinkarnationstherapien auch schon zu Selbstmorden kam, weil die Therapierten nicht mit dem Erfahrenen zurecht kamen und allein gelassen wurden.

Dein Beispiel für Oregano zeigt aber auch, daß die Erkenntnis, warum man niemandem mehr vertraut, dazu beitragen wird, daß man genau dieses Mißtrauen überwinden kann. Das habe ich selbst erlebt, doch auch anderes, das nicht so erfreulich war. Bei diesem Beispiel bleibt offen, ob es sich um ein Erlebnis bei einer Reinkarnationstherapie handelt oder eben ein vom Unterbewußten erzeugtes Bild, das vielleicht ein Kindheitserlebnis verfälscht wiedergegeben hat, um den Zusammenhang klar darzustellen. Beides ist möglich...

Vielleicht gibt Dir das einige Anregungen, wie Du das auch betrachten könntest oder wie Du weiter vorgehen könntest. Vielleicht...

Liebe Grüße,
Clematis

Geändert von Clematis (11.11.13 um 17:53 Uhr)

Innere Personen

Fjaeril ist offline
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Liebe Clematis!

Vielen Dank für Deine Anregungen. Ich glaube auch, dass Informationen im Universum vorhanden sind und "angezapft" werden können. Und dass es vieles gibt, das ich (noch) nicht verstehe.

Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Das von Dir an Oregano gerichtete Beispiel .. ..
Das Ergebnis in dem Beispiel kam durch die Art Therapie, die A.S.Wittemann nun nicht mehr selbst durchführt, sondern lehrt. Es sind im Grund Gespräche, aber mit dem jeweiligen Gegenüber, das sich zeigt, wenn der Klient den Stuhl mal da und mal dorthin rückt bzw. sich davor oder dahinter stellt. Es dauert allerdings, bis es so weit ist, falls es überhaupt dazu kommt. Die lt. Wittemann geheimen inneren Personen wollen geheim bleiben, und Klient wie Begleiter haben irgendwann den Eindruck vor einer eisigen, eisernen oder steinernen Mauer zu stehen. Stunden können mit Schweigen vergehen, und oft bricht der Klient die Therapie ab. Wenn aber nicht, kann es eventuell irgendwann dazu kommen, dass der Begleiter etwas findet, das eine Reaktion der geheimen Person hervorruft, und auch dann dauert es noch lange, bis vielleicht das Geheimnis gelüftet wird. Dabei werden die alten Schmerzen fühlbar, und das ist sicher nicht lustig. Der Begleiter muss wirklich gut sein um dem Klienten die richtige Unterstützung zu bieten, sodass Heilung stattfinden kann.
(Ich erinnere mich noch gut, wie der von sich sehr überzeugte Hypnotherapeut reagierte, als bei mir Verzweiflung durchbrach. Zwei Jahre lang hatte er das Fehlen echter Gefühle bemängelt, und nun fiel im nichts besseres ein als Vorwürfe und Forderungen.)

Beim Lesen über diese geheimen inneren Personen, davon, dass sie mit ihrer erstarrten Abwehr das Leben ruinieren, fiel mir meine Angst vor Gesundheit ein. Die nicht so ganz geheim ist, denn immerhin hat sie sich bei mir vor Jahren in zwei speziellen Situationen deutlich gezeigt. Sonst nur dadurch, dass Bemühungen um mehr Gesundheit scheiterten, was natürlich auch andere Gründe haben konnte. Sehr auffällig war es, als ich durch Duft-QiGong begann mich deutlich besser zu fühlen. Plötzlich wurde ich krank, Seitenstrangangina mit nur ein wenig erhöhter Temperatur, und wochenlang war ich so schwach, dass ich die Arme kaum heben konnte und somit die Übungen nicht weiter durchführen.

Daran, dass es Angst davor sein könnte, dass ich mir nur was einbilde, habe ich gar nicht gedacht, obwohl Du da eine ganz logische Schlussfolgerung gezogen hast. Interessant .. ..
Nun ja, es gibt auch genügend andere mögliche Gründe in meiner Kindheit, die damit zu tun haben, wie meine Eltern mit mir umgingen, wenn ich krank war oder eben nicht. Völlig überrascht wurde ich dann mal von einer ganz kurzen Vision (der einzigen derartigen in meinem Leben), in der ich mich als Gefangener bei Indianern „sah“, der gesund gepflegt wurde für den Marterpfahl. Später hat jemand angeblich in einem früheren Leben einen weiteren Grund gefunden und angeblich aufgelöst .. .. eine Wirkung habe ich nicht bemerkt.

Es ist also recht komplex und offenbar tief verwurzelt, was auch immer es ist. Und es ist nicht das einzige .. ..
Liebe Grüße
Fjäril

Geändert von Fjaeril (12.11.13 um 08:54 Uhr)


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