Gesundheitswesen im Ausland

21.01.12 14:42 #1
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Traumdenker ist offline
Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Ich gedenke so bald wie möglich auszuwandern,da mir unser System hier in DE einfach stinkt. Was die Naturheilkunde(respektive Orthomolekulare Medizin) angeht liegen wir weit zurück und es scheint dass hier wirklich nahezu ganz Deutschland fehlinfomiert ist was die Sichtweise der krankheitlichen Behandlung angeht-Tonnenweise Aspirin und co aber Vitamin D und co verteufeln,dabei jegliches Pharmagift begrüßen,die Psychiatrie ist im Trend und hier gibts eine vermeintliche Diagnose nach der anderen.Ihr wisst selbst wie das ist.
Ich selbst hab die Möglichkeit nach Kanada oder Polen auszuwandern vllt. sogar USA,familiärer Hinsicht. Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher und es wird auch nicht morgen so sein.
Könnt ihr darüber berichten wie der Stand im Ausland ist,bspwl. Schweiz,USA(versteht sich fast von selbst,aber ein Erfahrungsberichte wäre klasse),Österreich(dürfte nicht großartig unterschiedlich sein),Frankreich,Italien usw usf..



Mfg Traumdenker


Gesundheitswesen im Ausland

Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Hier könntest Du anfangen mit der Information:

Die Krankenversicherung für USA

Grüsse,
Oregano

Gesundheitswesen im Ausland

mundial ist offline
Beiträge: 633
Seit: 02.04.10
Ich habe selber lange Zeit im Ausland gelebt. Überall musst Du für eine richtig gute Behandlung, also für eine ganzheitliche Behandlung unter Nutzung der neuesten Technologien, aus eigener Tasche bezahlen.

Was mir in den Ländern ohne Krankenkassenversicherungspflicht gefallen hat, war, dass die staatlichen Krankenhäuser für die Katz ist und nur behandlungen dort wurden von der Krankenversicherung bezahlt. Deshalb verzichtete ich auf eine Krankenversicherung.

Als ich einmal eine extrem schwere Lungenentzündung bekam und fast krepiert wäre, hatte mich ein Bekannter in das öffentliches (public) Krankenhaus gebracht. ich wurde dort nicht geröngt, mir wurden ein paar Antibiotica in die Hand gedrückt und ich wurde verabschiedet. Am Tag darauf spürte ich meinen Tod. Ich fragte meinen Bekannten, ob es nicht ein besseres Krankenhaus gäbe. Er schickte mich ins Glengeale Hospital, einem privaten Krankenhaus aus einer Kette, die ähnlich wie Hotels in diversen Ländern sind und die besten Ärzte aus dem Ausland anziehen. Der Arzt dort bat mir an, mit ihrem Krankenhaus zu kooperieren, da es ein Verbrechen sei, mich weggeschickt zu haben, denn mein Zustand sei extrem schlecht und jeder Blinder könnte das sehen. Ich wurde sechs Tage lang im Krankenhaus behandelt, bekam sogar einen Buttler zugestellt, hatte ein eigenes Zimmer, alles war luxuriös. Wäre nicht alles so top, wäre ich längst tot. Ich zahlte mit der Kreditkarte. Die Rechnung: umgerechnet € 1450,- für alles. Also extrem wenig. Es hatte sich für mich also gelohnt, keine Krankenversicherung gehabt zu haben, sondern aus eigener Tasche bezahlt zu haben, denn so war ich im private Hospital und ich bekam Luxus.

In den USA kannst Du Dir eine Behandlung nicht leisten, wenn Du keinen guten Job bei einer großen Firma hast, denn dort sind ärztliche Behandlungen und vor allem Krankenhausaufenthalte immens teuer.

Ich denke, unter dem Strich bist Du in Deutschland gut aufgehoben (Krankenversicherung etc.), allerdings nur dann, wenn Du im voraus weißt, welche Krankenhäuser Deutschlands gut sind, bei welcher Krankenversicherung Du sein solltest, welche Zusatzversicherungen Du haben solltest etc. Denn in Deutschland sind auch Zahn-, Kiefer- und Augen-Behandlungen in der Krankenversicherung abgedeckt - ein Luxus im Vergleich zu anderen Nationen!

Gesundheitswesen im Ausland

James ist offline
Moderator
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Beiträge: 5.914
Seit: 20.05.08
Du wirst eventuell enttäuscht sein, aber meine Erfahrung ist so:
Obwohl ich oft genug über unser System meckere und viele verbesserungswürdige Dinge finde ist es meilenweit anderen Systemen voraus. Die einzige Ausnahme: Du hast jede Menge Kohle und kannst Dir die Leistungen kaufen. Hast Du nicht das Geld (und 1 Tag Intensivmedizin kostet -egal wo Du bist- über 1.000 €), bekommst Du auch nichts. Das klappt eben nur in unserem verstaubten Solidarsystem.
__________________
Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Gesundheitswesen im Ausland

mundial ist offline
Beiträge: 633
Seit: 02.04.10
Doch, in Schweden, Dänemark und Finnland hast Du die Alternative zu Deutschland.

Gesundheitswesen im Ausland

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.914
Seit: 20.05.08
Ok da gibt es ein Solidarsystem, vom Threadstarter war aber eher USA, Kanada und Polen genannt. Das polnische Gesundheitswesen kenne ich nicht, die anderen aber. Und da geht es nur mit (richtig viel) Geld.

Gruß, James

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Dora ist offline
Beiträge: 2.848
Seit: 05.07.09
Es wird nicht mehr lange dauern,
dann gibt es in Deutschland ein großer Knall.
So wie es nämlich zur Zeit noch abläuft,
kann es sich nicht mehr lange halten.

Es wird immer mehr in die Verwaltung hinein gesteckt.
Die Qualität für den Bürger gibt es schon längst nicht mehr.

Hier ein Bericht aus der neuste Ausgabe von TV 14

Antibiotika verlieren zunehmend an Wirkung.
Gegen viele Bakterien helfen die Präparate gar nicht mehr.
Mediziner setzen auf Mitteln aus der Naturheilmitteln.
__________________
Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!

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mundial ist offline
Beiträge: 633
Seit: 02.04.10
In Deutschland gibt's Geld, Wohnung, Sachgüter, Ausbildung/Studium, Kinder etc. kostenlos für alle EU-Bürger, die keinen Job haben und nach Deutschland kommen. Deutschland ist halt ein Schlaraffenland, hat doch nur die höchsten Schulden Europas mit über 2100 Millarden Euro... Was also sollte bitte schön schief gehen? Noch mehr als noch mehr Schulden gibt's nicht!

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Traumdenker ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Zitat von Dora Beitrag anzeigen
Es wird nicht mehr lange dauern,
dann gibt es in Deutschland ein großer Knall.
So wie es nämlich zur Zeit noch abläuft,
kann es sich nicht mehr lange halten.

Es wird immer mehr in die Verwaltung hinein gesteckt.
Die Qualität für den Bürger gibt es schon längst nicht mehr.

Hier ein Bericht aus der neuste Ausgabe von TV 14

Antibiotika verlieren zunehmend an Wirkung.
Gegen viele Bakterien helfen die Präparate gar nicht mehr.
Mediziner setzen auf Mitteln aus der Naturheilmitteln.

Dann hoffen wir mal auf eine 180 Grad Wende,zum Wohle der Bürger,damit die auch mal mehr funktionieren können Eigentlich ja eher doof wenn so viele krank sind und immer mehr werden aber politisch ALLES so gewollt.


Ich kann mir aber eine zeitnahe wesentliche Änderung im Gesundheitsystem beim besten Willen nicht vorstellen. Jeder bleibt halt für sich selbst verantwortlich und muss sich in diesem Dschungel helfen,ist ja möglich nur nicht leicht und billig.


Ich hab drüber nachgedacht,vielleicht macht es doch Sinn,global gesehen geht es uns dann doch nciht so schlecht so bleibe ich hier.
Das Gute ist hier einfach nur die Wirtschaft,so ist der Kapitalismus eben,hier fast Pur.



Traumdenker

Geändert von Traumdenker (23.01.12 um 23:12 Uhr) Grund: offtopic

Gesundheitswesen im Ausland

skara ist offline
Beiträge: 14
Seit: 04.12.11
Hi Traumdenker.

Meine Erkenntnis dazu ist das die Skandinavischen Länder (Schweden, Norwegen, Finnland und Island) wohl die besten Gesundheitswesen kennen. Ebenso Neuseeland und Australien sind recht passabel. Dies führe ich auf die dünne Bevölkerungsdichte zurück. Da wird noch zueinander geschaut und geholfen. Wohingegen dichter bevölkerte Länder wohl auch mehr Kosten in der Gesundheit haben. So zum Beispiel CH wo ich wohne.

Die Menschen werden immer älter, und damit auch immer gebrechlicher. Durch die Ärztedichte ist es ein leichtes sich mal schnell zum Onkel Doctor zu begeben, und ein Mittelchen gegen irgend etwas zu erhalten.

Auch die stetig steigende Arbeitslast (nur Wachstum ist gut genug) macht viele Menschen im arbeitsfähigen Alter krank. Die Fehlzeiten von "kranken" Arbeitnehmer/innen verschlingt in der Wirtschaft Millionenbeträge. Dieses Minus muss mit noch mehr Kosten und Abgaben ausgeglichen werden.

Zudem noch die Gesundheitskosten die Personen die nie etwas eingezahlt haben. Asylanten, oder Leute die in die CH kommen, eine Straftat begehen, und sich während dem Knastaufenthalt gleich noch kostenlos behandeln lassen.

Ach ja. Fast vergessen. All die "Hobbysportler" die sich Verletzungen und übertrainierte Herzen zulegen verursachen Kosten. Die aber die Allgemeinheit mittragen darf.

Wenn man als Raucher hohe Steuern zahlen muss die angeblich ins Gesundheitswesen gehen, dann sollte man auch bei den Fettleibigen und den Hobbysportlern höhere Beiträge erheben.

Zu deiner Frage...
USA - sehr hohe Kostenbeiträge. Sonst geht gar nichts.
Polen - kenn ich nicht.
Canada - ähnlich der USA, aber ein wenig Humaner.
CH - Grundlegend io, aber verbesserungswürdig.

Ach ja... ich als "Noch"-Raucher zahle mit den Ziggisteuern mehr ein, aber sterbe auch früher. So bezeichne ich mich als sehr solidarisch.



Greetz
skara


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