US-Gesundheitssystem - Bankraub für einen Arzttermin

24.07.11 16:51 #1
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adac ist offline
Beiträge: 350
Seit: 24.02.10
US-Gesundheitssystem: Bankraub für einen Arzttermin

James Verone geht in eine Bank, raubt einen einzigen Dollar und lässt sich festnehmen: Es sieht aus wie ein Jux, ist aber der letzte Schritt eines genauen Plans. Der Amerikaner ist krank, hat keine Versicherung. Erschwingliche ärztliche Versorgung gibt es für ihn nur an einem Ort – im Gefängnis.


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Quelle: US-Gesundheitssystem: Bankraub für einen Arzttermin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

Geändert von adac (25.07.11 um 22:24 Uhr)

US-Gesundheitssystem - Bankraub für einen Arzttermin

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Wenn es dumm läuft, könnte er viel früher aus der Haft entlassen werden, als er will.
Mich würde interessieren, wie es bisher weitergegangen ist. Ob er eine Chance hat, lange seine nötige ärztliche Versorgung im Knast zu bekommen?
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Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

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adac ist offline
Themenstarter Beiträge: 350
Seit: 24.02.10
Habe es auch nicht mehr verfolgen können.

Ich hoffe er hat die nötige Medizinische Hilfe bekommen.

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desperado ist offline
Beiträge: 1.058
Seit: 30.10.08
hier die weitere story zu JV, die Rechnung ging wohl nicht so ganz auf, wie er es sich dachte, die Zeit im Knast kürzer

thelede.blogs.nytimes.com/2011/06/20/man-turns-to-crime-for-prison-health-care/
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liberte egalite fraternite

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Marielle ist offline
Beiträge: 6
Seit: 31.10.11
Also ,das Gesundheitssystem in den USA ist echt furchtbar! Ich hab mal einige Zeit in NY gelebt. Ein Freund ist dann zum Arzt gegangen, weil er irgendeine Hauterkrankung bekommen hat (wahrscheinlich vom vielen Chlor im Wasser). Auf jeden Fall hat er ein Rezept für eine Creme bekommen und sollte in der Apotheke dafür 400 Dollar zahlen. Er hat sich dann Medikamente aus Deutschland schicken lassen.
Da will man gar nicht wissen, was es kostet, wenn man wirklich schwer krank ist!!!
Da sollte sich mal was ändern - weiß gar nicht wieso die Leute da so gegen eine Reform sind/waren.

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janni81 ist offline
Beiträge: 1.565
Seit: 25.09.09
Die USA sind doch das Paradies für Pharmakonzerne. Soweit ich informiert bin kostet eine Chemo dort rund 125.000 U$D. Also entweder stirbt man oder nimmt einen Kredit auf. Warum sollte man also Interesse daran haben ein echtes Mittel gegen Krebs zu finden? Durch die Amerikanisierung Europas (und TTIP) wird es früher oder später hier nicht anders sein. Hab heute einen Kommentar gelesen der ganz passend war. Das Pharmaunternehmen Ärzten ihr Studium finanzieren. Es geht nie um den Menschen/Patienten, es geht immer nur ums Geld.

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Clematis
Dabei darf man nicht vergessen, daß auch in Europa, auch in D, viele durch das soziale Netz fallen, nicht krankenversichert sind und somit keinen Anspruch auf Behandlung haben. Einige Ärzte erbarmen sich solcher Menschen, behandeln kostenlos, doch sie bekommen dann mit den Behörden und Kollegen Probleme!
Hinzu kommen Hartz-IV-Empfänger, die nur einen eingeschränkten Anspruch haben...

Gruß,
Clematis

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MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.299
Seit: 15.05.13
Ich gehe mit meiner MCS sowieso schon seit vielen Jahren nicht mehr zum Arzt. Und ich lebe noch.

Bei Unfällen und Notfällen wäre ich allerdings froh, dass ich krankenversichert bin, allerdings kann ich letztendlich auch in solchen Fällen nur darauf hoffen, dass der liebe Gott mich noch nicht zu sich holen möchte, sonst kann mir auch der Arzt nicht helfen, nicht wahr.

Freundliche Grüße
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Ein freundlicher Blick durchdringt die Düsternis wie ein Sonnenstrahl. (Albert Schweitzer)

AW: US-Gesundheitssystem - Bankraub für einen Arzttermin

Oregano ist offline
Beiträge: 63.690
Seit: 10.01.04
Es hat sich etwas geändert, und es bleibt zu hoffen, daß diese Änderung nicht rückgängig gemacht wird nach den Wahlen in diesem Jahr.

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Am 22.03.2010 war es soweit, 219 Abgeordnete stimmten für die Gesetzesvorlage und damit für die US-Gesundheitsreform. 32 Millionen bisher unversicherte Amerikaner werden sich künftig eine Krankenversicherung leisten können, zum Teil auch durch staatliche Zuschüsse. Jeder Amerikaner muss nun eine Krankenversicherung abschließen. Im Gegenzug dürfen nun Personen mit Vorerkrankungen nicht mehr von den Versicherungen abgelehnt werden, Sozialschwache werden über einen Risikopool versorgt, "Medicaid" wird auf Geringverdiener ausgedehnt und Eltern dürfen Ihre Kinder bis zum Alter von 26 Jahren mitversichern. Was in den meisten europäischen Ländern seit Jahrzehnten Standard ist, kommt in den USA fast einer Revolution gleich!
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Die amerikanische Gesetzgebung garantiert allerdings jedem das Recht, unabhängig von der individuellen Zahlungsfähigkeit in Notfällen ärztlich versorgt zu werden. Von nicht versicherten Amerikanern wird erwartet, dass sie im Krankheitsfall selbst für ihre medizinische Versorgung aufkommen. Nicht verwundernswert ist daher, dass als häufigster Grund für persönliche Zahlungsunfähigkeitserklärungen in den Vereinigten Staaten die Arztrechnungen nach Krankenhausaufenthalten angegeben wird.
...
Das amerikanische Krankenversicherungssystem

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Clematis
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Es hat sich etwas geändert, und es bleibt zu hoffen, daß diese Änderung nicht rückgängig gemacht wird nach den Wahlen in diesem Jahr. Das amerikanische Krankenversicherungssystem
Hallo Oregano,

das ist in der Tat eine Revolution und Ergebnis eines jahrelangen Kampfes.

Allerdings haben auch die ca. 60% privat Versicherten in den USA ein Problem, das es bei uns nur in Ausnahmefällen gibt: sie müssen vor einer Behandlung, Krankenhausaufenthalt, eine Zusage ihrer Versicherung beantragen, daß diese die Kosten übernimmt, das gilt auch wenn eine Therapieänderung aufgrund neuer Untersuchungsergebnisse notwendig wird. Hier mauern die Versicherungen, was sehr oft dazu führt, daß der Patient gar nicht erst im Krankenhaus angenommen bzw. einfach auf die Straße gesetzt wird, wenn der die verweigerte Kostenübernahme nicht mit Eigenmitteln ersetzen kann.
Ob dieses Problem von dem neuen Gesetz ebenfalls beseitigt wird, geht aus dem Text leider nicht hervor.

Gruß,
Clematis

Geändert von Clematis (13.05.16 um 15:50 Uhr)


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