Antrag auf GdB

04.01.11 12:02 #1
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Antrag auf GdB

Peter1967 ist offline
Themenstarter Beiträge: 28
Seit: 22.03.10
Danke ExLukas.
Mit so einer Antwort kann ich eher was anfangen.
Das das ganze nicht einfach wird, weiß ich auch.

Zum Thema Übergewicht habe ich folgendes durch Zufall gefunden:

Bundessozialgericht - B 9/9a SB 7/06 R - Urteil vom 24.04.2008

Die funktionellen Auswirkungen einer Adipositas per magna sind nicht nur bei Einschätzung eines aus anderen Gesundheitsstörungen folgenden GdB (erhöhend) zu berücksichtigen, sondern auch insoweit, als sie zu einer Einbuße der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr führen. Auch wenn eine Insuffizienz der Wirbelsäule in Verbindung mit funktionellen Störungen beider Hüft- und Kniegelenke noch noch keinen GdB von 50 oder jedenfalls 40 bedingt, ist "G" festzustellen, wenn die aus den Gesundheitsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates folgenden Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr durch funktionelle Auswirkungen der Adipositas per magna so weit verstärkt werden, dass die zumutbare Wegstrecke auf - weit - unter 2 km abgesunken ist.

Antrag auf GdB

ExLukas ist offline
Beiträge: 1.597
Seit: 27.08.09
Hallo Peter,

ich weiß ja nicht, wie sehr Du beim Gehen eingeschränkt bist durchs Gewicht und Arthrose... aber mit dem "G" ist es sehr schwierig... ich habe es in fünf Jahren gerichtlichem Kampf nicht erreichen können, obwohl ich einen GdB von 90 (rein körperlich, ohne psychische Erkrankungen***) habe, ziemlich gar nichts mehr geht, zum Zeitpunkt der Beantragung im Rollstuhl saß und Arthrosen, Arthritis, schwere Osteoporose am ganzen Körper, eine total kaputte WS auch mit Auswirkungen in die unteren Extremitäten etc. etc. habe. Und obwohl selbst der vom Gericht beauftragte Gutachter das "G" in meinem Fall befürwortet hat!
Aber vielleicht hast Du ja mehr "Glück"!

*** Ich schreibe es hier dazu, weil "aus psychischen Gründen" auch völlig Gesunde mit Leichtigkeit an die 100 Prozent bekommen können. Wenn man aber körperlich schwer krank ist, ist es ein harter Kampf. V.a., wenn man sich eben gerade nicht psychiatrisieren lassen will bzw. gegen eine solche von Ämtern angestrebte Psychiatrisierung rigoros ankämpft.


Ich bin übrigens - und war schon immer - dürr. Und trotzdem ist alles kaputt.

Grüße
Lukas

Geändert von ExLukas (05.01.11 um 02:52 Uhr)

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Peter1967 ist offline
Themenstarter Beiträge: 28
Seit: 22.03.10
Das ist schon krass, was du da erzählst!

Ist wohl immer von der Tagesform des Gutachters bzw. Richter abhängig.
Beispiel von 2 Brüdern (auch Arbeitskollegen).
Beide haben jeweils 2 Bandscheibenvorfälle gehabt mit je einer identischen OP.

Der jüngere hat 50 % bekommen und der ältere "nur" 30%!

Ja das ist unser liebes Gesundheitssystem - immer GERECHT!

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Renan ist offline
Beiträge: 227
Seit: 05.10.08
Hallo,

ich hätte nie geglaubt, das es so schwer ist die 50% zu bekommen. Ich kämpfe nun schon fast 2 Jahre und bin bei 40% angekommen.

Ich habe so grosse Probleme zu Laufen, da mein Fuss jetzt zum 3x versteift wurde. Er hat keinen Bodenkontakt und ohne Schuhe kann ich gar nicht laufen. Das der Fuss total kaputt ist, das interessiert gar nicht.

Der Fuss und damit die monatelange Nichtbewegung hat mich eine neue Hüfte gekostet. Ich brauchte davon 4 Stück, weil ich mir einen Keim eingefangen hatte.

Mein Problem ist durch die neue Hüfte läuft der Fuss nicht und ohne den Fuss läuft die neue Hüfte nicht. Es geht alles nur mit Gehhilfen und das jetzt schon 2 Jahre.

Renan


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