Glyphosat verbieten

16.09.15 18:33 #1
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Anahata77 ist offline
Beiträge: 1.525
Seit: 25.03.12
Huhu,

Auch schön:

Bundesregierung will vor dem EuGH die Veröffentlichung von Glyphosat-Studien verhindern

Die Bundesregierung mischt sich in einem Gerichtsverfahren zwischen Abgeordneten der Grünen/EFA-Fraktionen aus dem EU-Parlament und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) über den Zugang zu Studien zur Risikobewertung von Glyphosat ein. Im Sommer hatte die Abgeordneten den Europäischen Gerichtshof angerufen, um Zugang zu den Studien zu erhalten, auf deren Basis die EFSA das Herbizid Glyphosat als nicht krebserregend eingestuft hatte. Wie jetzt bekannt wurde hat sich die Bundesregierung am 30. November der Klage der Agrochemie-Unternehmen Monsanto und Cheminova gegen den Zugang zu diesen Studien angeschlossen, da die Riskobewertung für Glyphosat im europäischen Zulassungsverfahren beim Bundesinstitut für Risikobewertung lag.
Bundesregierung will vor dem EuGH die Veröffentlichung von Glyphosat-Studien verhindern - Sven Giegold - Mitglied der Grünen Fraktion im Europaparlament

Und nein, ein Hartz 4 Empfänger oder jemand, der sich mit 2-3 Jobs so eben am (Über)Leben hält, kann sich kein Bio leisten. Vielleicht mal als Ausnahme, aber nicht durchgängig. Das ist nicht machbar. Wir kaufen nur Biolebensmittel für 2 und nichts besonderes, außer 1-2x die Woche auch Fleisch, mal eine Tafel Schoki o. Dergleichen. Der Hartz 4 Satz im Monat geht dann fast komplett dafür weg.

Aber es wäre schön, wenn die die es sich leisten können, mehr Bio kaufen würden. Wobei hier immer mehr in den Bioladen gegangen wird. Wir kaufen dort seit 2009/2010 ein und es wurde/wird immer voller.

Viele Grüße
Anahata

Geändert von Anahata77 (07.12.17 um 17:47 Uhr)

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Anahata77 ist offline
Beiträge: 1.525
Seit: 25.03.12
Hallo Kayen,

Bei uns im Bioladen steht manchmal an einem Gemüse „Samenfest“.

Lg
Anahata

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ullika ist offline
Beiträge: 3.020
Seit: 27.08.13
Zitat von Anahata77 Beitrag anzeigen

Und nein, ein Hartz 4 Empfänger oder jemand, der sich mit 2-3 Jobs so eben am (Über)Leben hält, kann sich kein Bio leisten.....
Bio ist aber wesentlich billiger als Nahrungsergänzungsmittel und die können sich anscheinend viele leisten, die kein Geld für Bio haben.

Ich glaube, dass man von Lebensmittel, die nicht gespritzt werden, eher gesund wird als von Nems.
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Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
Die Bundesregierung mischt sich in einem Gerichtsverfahren zwischen Abgeordneten der Grünen/EFA-Fraktionen aus dem EU-Parlament und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) über den Zugang zu Studien zur Risikobewertung von Glyphosat ein. Im Sommer hatte die Abgeordneten den Europäischen Gerichtshof angerufen, um Zugang zu den Studien zu erhalten, auf deren Basis die EFSA das Herbizid Glyphosat als nicht krebserregend eingestuft hatte. Wie jetzt bekannt wurde hat sich die Bundesregierung am 30. November der Klage der Agrochemie-Unternehmen Monsanto und Cheminova gegen den Zugang zu diesen Studien angeschlossen, da die Riskobewertung für Glyphosat im europäischen Zulassungsverfahren beim Bundesinstitut für Risikobewertung lag.

Wurde in diesem Gerichtsverfahren dann ein Urteil gefällt? Oder Klage abgewiesen? Oder läuft das Verfahren noch?
Wie ist das ganze, nach dem Anruf der Bundesregierung dann weitergegangen? So ein Anruf kann doch mal eben nicht die ganze Angelegenheit adacta legen


Danke Anahata für den Hinweis der Möhren-Saat. In "unseren" Bioläden bin ich ja schon immer froh, wenn das Herkunftsland angegeben wird.
Das ist mir manchmal auch schon suspekt gewesen, wenn dann während der Haupterntezeit die Bio-Möhren aus Israel importiert wurden.
Wahrscheinlich werde ich dann eher auf dem Wochenmarkt fündig.

Liebe Grüße von Kayen
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Anahata77 ist offline
Beiträge: 1.525
Seit: 25.03.12
Soeben in den Nachrichten:

https://www.ndr.de/nachrichten/niede...phosat270.html

Gemeinderat entscheidet: Kein Glyphosat im Artland
Ganz Europa darf nach der Zustimmung von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) in einer EU-Länderabstimmung für fünf weitere Jahre Glyphosat in der Landwirtschaft einsetzen. Ganz Europa? Nein! Seit Donnerstagabend steht fest: Die Samtgemeinde Artland bei Osnabrück verbietet den Einsatz des umstrittenen Pflanzenschutzmittels auf Flächen, die von der Kommune verpachteten werden. Der Gemeinderat stimmte am Donnerstagabend mit klarer Mehrheit für einen entsprechenden Antrag der Grünen - 25 Stimmen für das Verbot, acht Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Betroffen sind etwa 60 Hektar intensiv genutzter Flächen, die an 15 Landwirte verpachtet sind. Nun muss in einem weiteren Schritt geklärt werden, ob das Glyphosat-Verbot nur für neue Pachtverträge ab 2018 gelten oder auch auf bestehende Verträge angewandt werden solle.
Da geht jemand mit gutem Beispiel voran.

Anahata

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ullika ist offline
Beiträge: 3.020
Seit: 27.08.13
Zitat von Anahata77 Beitrag anzeigen
Da geht jemand mit gutem Beispiel voran....
Dürfen die nur mit Glyphosat nicht spritzen? Es gibt ja auch noch andere giftige.
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damdam ist offline
Beiträge: 2.221
Seit: 02.10.10
Zitat von ullika
Ist das mit der körperlichen Arbeit bei Biobetrieben denn überhaupt ein soviel größeres Problem als bei konventionell wirtschaftenden? ...
was für eine Frage, natürlich ist das viel mehr Arbeit.
Du hast wohl noch nie Gemüse angebaut?
Hobbyanbau kann man wohl eher nicht mit einem professionellen Betrieb vergleichen. Erstens wäre da Mehrarbeit gleich um Dimensionen größer und zweitens kann man mit der entsprechenden Gerätschaft bestimmt auch einiges an Mehrarbeit abfangen. Aber das weiß ich nicht, wie das unterm Strich rauskommt, daher fragte ich.

Ah, danke alibiorangerl, das wusste ich mit den nationalen Alleingängen beim Ausstieg, ich hatte gedacht, Du würdest was ganz anderes meinen.

Zitat von alibiorangerl
... das Unkraut ist schon vorher ein Problem, indem es Konkurrenz ist zur angebauten Frucht und dieser die Ressourcen (Nährstoffe, Wasser, Licht, Raum...) wegnimmt...
Aber im Bio-Anbau geht das doch auch?!
Ja, klar, es war nur mein Kommentar zu Deiner Aussage, dass Unkraut überbewertet wird, weil man mit Reinigungsmaschinen soviel erreichen kann. Das kann man sicher, aber bei dem von mir beschriebenen Problem hilft das nicht weiter.

@evalesen:
Ja, sowas ist bestimmt toll. Wenn es mir im Sommer besser gegangen wäre, hätte ich mir überlegt, sowas ähnliches "überwinterungstechnisch" in Südeuropa zu machen. Aber wenig Heizen und Abhärten ist etwas, was bei mir grad gar nicht geht.

Zitat von Kayen
Sind die "nicht-hybriden" Sorten irgendwie gekennzeichnet oder wie unterscheidet man diese beim Einkaufen?
Bei mir im Laden steht meist "samenfest" dran (der andere Laden hat sowas gar nicht), eine samenfeste Karottensorte ist z.B. Rodelika. Die Samenfesten Sorten sind hier meist ca. 30ct./kg teurer. Normale Möhren sehen nach meiner Erfahrung so ansatzweise ein bisschen glasig aus, die samenfesten Sorten nicht. Besser kann ich es nicht beschreiben, vielleicht hilft es ja. Notfalls im Laden nachfragen.

Hier ein Artikel dazu (den, den ich mal gelesen habe, finde ich nicht mehr):
Woraus wächst der Chicorée? - Schrot und Korn

Zitat von Kayen
Das ist mir manchmal auch schon suspekt gewesen, wenn dann während der Haupterntezeit die Bio-Möhren aus Israel importiert wurden.
Das hab ich auch erst letztes Jahr oder so in Ökotest erfahren, bzgl. Frühkartoffeln. Da wird das bisschen Wasser, was sie in dem Land haben, dafür verbraucht, um Kartoffeln anzubauen, die bei unserem Klima viel besser wachsen und dann halt gelagert werden, nur damit wir FRÜHE Kartoffeln haben. Mit Ägypten das gleiche Problem. Es gibt zwar auch dort natürlich feuchte Stellen am Nil, aber die Fläche ist doch sehr begrenzt. Das ist ziemlich unökologisch.

Ich war früher mal mit einem Bioladenbesitzer befreundet. Damals war Bio noch nicht so verbreitet und es kamen die ersten Kunden dazu, die es nicht aus Überzeugung und aus einem Umweltgedanken heraus machten, sondern die sich für was Besseres hielten und aus rein egoistischen Motiven dort einkauften. Ich war ganz platt, als er dann Äpfel aus Neuseeland verkaufte, neben Äpfeln aus Deutschland. Er sagte, die Leute wollen knackige Äpfel, die neuseeländischen verkaufen sich einfach besser. Und die deutschen waren jetzt nichtmal schrumpelig.
Dasselbe Problem mit Birnen. Ich glaube, aktuell gibt es Birnen das ganze jahr über zu kaufen, aber außer zur Erntezeit gibt es sie (hier) nur aus Argentinien. Dabei sind Birnen Lagerobst, die entsprechenden Sorten halt. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt mal so eine gesehen habe. Ob Lagerbirnen überhaupt noch irgendwo angebaut werden?!
Ich sehe es jedenfalls nicht ein, Äpfel und Birnen von Übersee zu kaufen.

Viele Grüße

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Anahata77 ist offline
Beiträge: 1.525
Seit: 25.03.12
Ullika,

Ob die nur Glyphosat nicht mehr spritzen, kann ich dir nicht sagen.

Dazu kam in den Nachrichten nichts.

Vg
Anahata

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ullika ist offline
Beiträge: 3.020
Seit: 27.08.13
Zitat von damdam Beitrag anzeigen
Hobbyanbau kann man wohl eher nicht mit einem professionellen Betrieb vergleichen...
natürlich nicht, aber man bekommt etwas Ahnung von der Materie, Unkraut, das wuchert, wenn man mal nicht jätet, Schnecken, die den Salat fressen, Hühner, die die Pflanzen ausgraben, Maulwurfsgrillen, die die Wurzeln fressen, Vögel, die die Bio- Samen aufpecken, Hagel und Frost, der manchmal die ganze Ernte vernichtet, ...
Wenn man mit Gift arbeiten würde, hätte man einiges davon nicht.
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ullika ist offline
Beiträge: 3.020
Seit: 27.08.13
Zitat von Anahata77 Beitrag anzeigen

Ob die nur Glyphosat nicht mehr spritzen, kann ich dir nicht sagen....
Anahata, aber genau das wäre wichtig, denn was nutzt es, wenn man es durch ein anderes Gift ersetzt, außer Wählerstimmen, die nicht kritisch nachfragen?
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