Petition: stoppt Bargeldverbot

22.07.15 17:23 #1
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Petition: stoppt Bargeldverbot

Bodo H ist offline
Beiträge: 952
Seit: 08.10.06
Hier gibt es wenig auszulegen, Destination. Privatpersonen (zu denen auch Du gehörst) werden bis auf weiteres so viel Geld (auf einmal) abheben können, wie es die Bank als Limit zulässt. Der Link der "Volkspetition" und deren Thema betrifft kein angestrebtes "Bargeldverbot".




GB
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Geändert von Bodo H (23.07.15 um 16:41 Uhr)

Petition: stoppt Bargeldverbot

Kayen ist offline
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Seit: 14.03.07
Also ich verstehe es so, Bodo, dass ich z.B. ein neues Auto nicht mehr bar zahlen kann, wenn der Preis ca. 2.000-3.000 Euro überschreitet.
Also bekomme ich nicht mehr, wie vorher, höhere Summen von der Bank.
Das ist schon heftig.
Oder es droht eine Krise, wo jeder nur noch Geld unterm Kopfkissen verstecken möchte, alles nicht mehr möglich

Grüsse von Kayen
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Petition: stoppt Bargeldverbot

Gleerndil ist offline
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Seit: 26.07.09
Oh je, man sollte ja wenigstens die ersten Zeilen so einer Petition mal lesen, wenn man sich dazu weiter äußert ...
ES EILT! Denn: Der Finanzminister von NRW forderte soeben eine Barzahlungs-Grenze von gerade einmal 2.000 bis 3.000 €.
Barzahlungs-Grenze sollte man schon von Barzahlungs-VERBOT oder Bargeld-Verbot (und auch Bar-Abhebungs-Grenze) unterscheiden (können) - für mich ganz klar ... wann und wie oft zahlt man wohl (im Alltag) irgendwas mit mehreren Tausend Euro Bargeld?

Seltsam - Gerd
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Geändert von Gleerndil (23.07.15 um 16:13 Uhr)

Petition: stoppt Bargeldverbot

Bodo H ist offline
Beiträge: 952
Seit: 08.10.06
Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Also ich verstehe es so, Bodo, dass ich z.B. ein neues Auto nicht mehr bar zahlen kann, wenn der Preis ca. 2.000-3.000 Euro überschreitet. Also bekomme ich nicht mehr, wie vorher, höhere Summen von der Bank.
Hi Kayen,

ohne es im Moment genau zu wissen - aber das würde Dir auch weiterhin sicher möglich sein. Beim Barkauf eines PKW ist der Abhebegrund belegbar - zudem kann die Bank nicht vorschreiben, auf welche Zahlungsmodalität sich Verkäufer und Käufer verständigen.

@Gerd: So ist es.




HGB
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AW: Petition: stoppt Bargeldverbot

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Soweit ich mich entsinne, regelt das Grundgesetz, dass an erster Stelle Bargeld als Zahlungsmittel steht. Dadurch war ja der "Trick" zustande gekommen, dass manche Bundesbürger sich um die lästige Fernsehgebühr schummeln konnten. Sie verweigerten zwar die Überweisung aber nicht die Bareinzahlung der Gebühr. Weil das aber technisch ein Problem ergab, brauchten diese dann nicht zu zahlen.
Fazit: es dürfte schwierig werden die Forderung völlig durchzusetzen.
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

AW: Petition: stoppt Bargeldverbot

Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
Barzahlungs"grenze" beinhaltet schon ein Teilververbot und ist hoffentlich aus diesen Gründen nicht erlaubt:

Ein Bargeldverbot würde mehrere Verfassungsgrundsätze verletzen, weil es gegen verschiedene Grundrechte verstößt.
Zum einen wäre das Recht auf Eigentum verletzt, weil dieses Recht auch das Recht auf freie Verfügbarkeit umfasst.
Wenn ich gezwungen bin, mein Geld auf der Bank zu belassen, dann bin ich meiner freien Verfügung beeinträchtigt. Mein Eigentum wäre dann akut gefährdet, und ich könnte mich nicht dagegen wehren, dass mein Eigentum über sogenannte ,Negativzinsen‘ entzogen wird. Ich würde gewissermaßen zum Konsum gezwungen. Bargeld ist geprägte Freiheit – ich muss frei entscheiden können, ob ich mein Geld ausgebe, es der Bank anvertraue oder unter das Kopfkissen lege. Von Einschnitten bei Finanzkrisen ganz zu schweigen. Der andere Punkt sind meine Persönlichkeitsrechte. Wenn ich nur noch mit Karte zahlen kann, kann nachverfolgt werden, was ich wann wo für wieviel gekauft habe – wo bleibt dann mein Recht auf informationelle Selbstbestimmung ? Das Verbot von Bargeld würde den Trend zur Totalüberwachung in der Gesellschaft verstärken, und zwar aus zwei Richtungen – Staat und Wirtschaft.“

Degenhart: Bargeld-Verbot verstößt gegen die Verfassung | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Grüsse von Kayen
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Geändert von Kayen (23.07.15 um 20:03 Uhr)

Petition: stoppt Bargeldverbot
Clematis
Hallo,

ein neuer Vorstoß: Bargeldobergrenze € 5.000,-, € 500-Schein soll abgeschafft werden. Warum Bargeld abgeschafft werden soll macht dieses Gespräch deutlich:
Andreas Popp - Bargeldverbot in Deutschland kommt!
https://www.youtube.com/watch?v=IdRAOpWxJQ0
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verhindern, ist nur ein Vorwand, denn die Cyberkriminalität hat derart zugenommen, daß Geld auf Konten ebenso leicht gestohlen und verschoben werden kann, wie es mit Bargeld möglich ist. Kreditkartenbetrug ist ebenfalls an der Tagesordnung u.v.m. Teilweise ist das Volumen an Cyberkriminalität schon 10x höher als im Bargeldbereich.

Kundenprofile erstellen und verkaufen, Überwachung, Kaufverhalten steuern, Kontensperrung bei "unerwünschtem" Kaufverhalten, Negativzinsen auf Guthaben erheben und das unkontrollierte Geldschöpfungswesen der Banken und Zentralbanken noch weiter zu verschleiern, dürften die wirklichen Gründe sein. Verschleierung deshalb, weil ein Vielfaches an Giralgeld in Umlauf ist, als tatsächlich in Münzen und Geldscheinen existiert. Wollten alle auf einen Schlag das Giralgeld, also das, was auf dem Kontoauszug im Haben steht, in Bar abheben, würde das gesamte Bankensystem zusammenbrechen.

EU plant 2018 die Bargeld-Abschaffung (Bargeldverbot) - Inflationsschutzbrief
https://www.youtube.com/watch?v=58Q7TRDwX5U

Hubert Huessner: Bargeldlosigkeit - der Traum der Finanzdiktatur
https://www.youtube.com/watch?v=2rttMxTpQ-U

Und wie sollen Menschen, die sich keine Smartphones leisten können, sie nicht wollen oder mit der Technik schlicht überfordert sind, weil sie nicht zu den IT-Technik-Freaks gehören, dann noch Nahrungsmittel und anderes Lebensnotwendige kaufen und bezahlen? Kreditkarten sind insoweit keine Lösung, weil der Überblick für den Einzelnen leicht verloren gehen kann, besonders im Zusammenhang mit den zahlreich beworbenen Kredit"vergünstigungen".

Verdächtig auch, daß sich Banken und Staaten zunehmend mit Edelmetallreserven eindecken. Klein Hänschen, kann das evtl. ebenfalls so machen und sich zumindest teilweise absichern. Siehe dazu die Links unter dem Interview mit Hubert Huessner.

Presseberichte, die unterschiedliche Hintergründe beleuchten:
„Ich habe bar gezahlt“
Die Bundesregierung will Bargeldgeschäfte über 5000 Euro verbieten. Aber wer zahlt überhaupt so große Beträge mit Scheinen – und wofür? Wir haben uns mal umgehört.
Wer liegt über der Barzahlungs-Grenze von 5000 Euro?
Bargeld ist Freiheit
Der Kampf gegen das Bargeld setzt am falschen Ende an: Das Problem sind nicht die Kriminellen, sondern die Feinde von Freiheit und Vermögen - und die sitzen in den Finanzministerien und Staatsbanken.
Kommentar: Bargeld ist Freiheit - Wirtschaft - FAZ
Wie sich der Einzug des 500-Euro-Scheins rechnet
Deutschland erwägt eine Grenze für Bargeldzahlungen von 5000 Euro, während die EZB den 500-Euro-Schein abschaffen will. Begründet werden beide Vorstöße mit einer besseren Bekämpfung von Kriminalität. Doch im Fall der EZB hat der Schritt ganz andere Gründe.
Hans-Werner Sinn: Wie sich der Einzug des 500-Euro-Scheins rechnet
Lieber ohne Bargeld? Wirklich?
Pecunia non olet: Gute Gründe fürs Bargeld
Österreich prescht beim Bargeldverbot vor
In Österreich darf auf dem Bau nicht mehr bar bezahlt werden
Die Bargeld-Bremse sorgt für Streit
Plan der Bundesregierung: Die Bargeld-Bremse sorgt für Streit
Die meisten Deutschen wollen nicht auf Bargeld verzichten
Focus-Umfrage: Mehrheit der Deutschen will nicht auf Bargeld verzichten

Die Protestbewegung gegen die Abschaffung des Bargeldes muß unbedingt und sehr schnell Fahrt aufnehmen, ansonsten könnten wir von Maßnahmen überrascht werden, die uns so gar nicht gefallen.

Gruß,
Clematis

Petition: stoppt Bargeldverbot

Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Und was ist mit den Schweden los, warum machen die es freiwillig? Oder wie "freiwillig" ist es da?
merkur.de/ Schweden und Bargeld

Und wie ist es mit den vielen Einkäufen, die eh schon ohne Bargeld ablaufen? Dazu wurde auch niemand gezwungen, vielleicht sind bei 50% der Einkäufe manche erstmal auf die Idee gekommen, dass es auch ganz ohne ginge?
finanzen100.de/ bargeldlose-gesellschaft-das-spricht-gegen-ein-leben-ohne-bargeld-und-das-dafuer
2014 wurden nur noch für die Hälfte aller Einkäufe in Deutschland Scheine aus der Hosentasche gekramt. Kein Geld mehr im Geldbeutel zu haben wird immer beliebter, bereits seit 2008 benutzen die Deutschen immer weniger Bargeld um ihre Einkäufe zu bezahlen.
Ich hab das noch nicht alles gelesen. Nur dass "Elektronisches Geld" nicht zu fälschen sei, das glaubt wohl wirklich keiner. Das (Fälschen) ist wohl eher so sicher wie der so (schrecklich) sichere Euro bei der Einführung - also dass auch elektronisch gefälscht werden wird - das müsste doch eigentlich wesentlich leichter sein.

Nochwas aus Schweden ..... da gibt es wohl längst auch in Kirchen Automaten, an denen man die Kollekte elektronisch bezahlt. Irgendwo las ich, dass dort, am Automaten, auch mehr gespendet wird als vorher in Münzen und Scheinen.

Gerd
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Petition: stoppt Bargeldverbot

Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Nochwas aus Schweden ..... da gibt es wohl längst auch in Kirchen Automaten, an denen man die Kollekte elektronisch bezahlt. Irgendwo las ich, dass dort, am Automaten, auch mehr gespendet wird als vorher in Münzen und Scheinen.
Das war glaube ich der Text dazu.....faz.net/ schweden-setzt-immer-mehr-auf-bargeldloses-zahlen
Für alle, die einfach nicht daran glauben wollen, dass ein Leben ohne Bargeld möglich ist, sollte beispielsweise der Dom zum Pflichtprogramm gehören. Eine Minute der Besinnung unter dem imposanten Backsteingewölbe, dann ein Gang zu dem am Ausgang aufgestellten Gerät. Es sieht wie ein notdürftig mit Holz verkleideter Geldautomat aus. Aber das wäre nicht nur geschmacklos, sondern in Schweden auch ein Anachronismus. Schließlich ist Bargeld in keinem anderen Land der Welt so aus der Mode gekommen wie hier. Wer wollte da in einer Kirche Geld abheben? Umgekehrt wird ein Schuh draus: Es ist, für alle Wohltäter ohne Münzen und Scheine in der Brieftasche, ein sogenannter Kollektomat – zur Spendenabgabe mit der Kreditkarte.
Was jedem deutschen Datenschutzbeauftragten nervös machen würde, ist in Schweden der Normalfall: Personenbezogene Daten – ob sie vom Finanz-, Sozial- oder Einwohnermeldeamt, der Gesundheitsbehörde oder der Justiz erhoben wurden – sind nicht etwa fein säuberlich voneinander getrennt, sondern unter ein und derselben Identifikationsnummer abgespeichert. Diese zehnstellige Nummer kann fast jeder Schwede auswendig, und weil sie von der Geburt bis zum Tod gilt, ist sie aussagekräftiger als der eigene Name, den man in Schweden folgerichtig unbürokratisch und ganz nach eigenem Geschmack ändern darf.
Für viele Deutsche, die nach Schweden ziehen, ist dieser Umgang mit den eigenen Daten die größte Überraschung. Denn in Schweden hat jeder Bürger das in der Verfassung verbriefte Recht, Einsicht in das Tun und Lassen der Behörden zu nehmen. Eine tolle Kontrollmöglichkeit, aber auch eine Spielwiese für Voyeuristen. Jeder Schwede darf nachschauen, wie hoch der Steuerbescheid, wie groß das Grundstück des Kollegen ist. Und wie das Gerichtsverfahren gegen den Nachbarn lief. Die Mühe, dafür aufs Amt zu gehen, nehmen inzwischen Internetdienstleister ihren Kunden ab – und es ist gar nicht so einfach, sich selbst von diesem Datenaustausch ausnehmen zu lassen.
Letzteres hatte ich schon manchmal gehört, also dass man von jedem anderen den Steuerbescheid und damit wohl das Einkommen einsehen kann. Aber auch ansonsten scheint im Norden Europas einiges anders zu laufen als bei uns. Und - wie man lesen konnte - ohne €'s, denn sie haben noch Schwedische Kronen, bar oder elektronisch.

Hey - Gerd
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